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Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

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Bibliographic data

fullscreen: Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

Periodical

Persistent identifier:
rgbl
Title:
Reichs-Gesetzblatt.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1871
1918
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
rgbl_1907
Title:
Reichs-Gesetzblatt. 1907.
Volume count:
41
Publisher:
Reichsdruckerei
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1907
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück Nr 30.
Volume count:
30
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

law

Title:
(Nr. 3347.) Bekanntmachung , betreffend die Außerkurssetzung derm Eintalerstücke deutschen Gepräges.
Volume count:
3347
Document type:
Periodical
Structure type:
law

Contents

Table of contents

  • Deutsches Wörterbuch.
  • Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

Full text

1241 
ge ne getrünke trinken; — bei Jägern: birkgellugel rer- 
Sschläst, hört auf zu locken; der hirsch hat verschlagen, 
wenn er den Bast von feinem Geweih völlig abgestoßen 
bat. 3) Part. verschlugen. in den Sinn des versieckt. 
listigen übergegangen (vgl. sich verschlagen, verbergen, 
eien I): sio . sind verschlagen und haben geschwinde 
renke Ps. 64, 7; der verschlugenc spieler Schiller 
3, 157; verschlagener kopf, verschlagene antwort, u. a.; 
dazu die verschligenheit eines menschen. — verschlam- 
men, sich mit Schlamm verstopfen: der graben ver- 
schlammt. — verschlämmen, mhd. verslemmen, mit 
Schlamm verstopfen: sie (die Abzüge) dergestalt zu ver- 
schlümmen. dusz die hauplplätze in gefahr sind unter 
wasser zu stehen Goethe ital. Reise I. 
Verschlechtern, schlechter machen Adelung, noch 
als wenig übliches Wort; ich bin überzengt, dasz lange 
in Italien reisen den charakter verschlechtert Moltke 
5, 23; od die politische lage des reichs verbessert oder 
verschlechtert wird Bismarck Red. 6, 155; ihr offzier- 
coorps verschlechterte sich von jahr zu jahr Treitschke 
2, 227. — verschleiern, mit Schleier verhüllen, eigent- 
lich und übertragen: das verschlcierte bild zu Sais 
Schiller; eine schlupfrige sinnliche stelle in plato- 
nischen schwulst verschleiert Schrift. 2, 381: gesin- 
nungen zu verschleiern Häusser d. Gesch. 3, 177; 
auge durch tbrünen verschleicrt. — verschleißen, mbd. 
versliken, 1) durch mürbe werden zu Grunde gehen; 
eigentlich, besonders von Zeug und Kleid: ein stucklein 
alts verschlissenes leinwats Fischart Bienk. 1425; das 
kleid verschleust und danret nicht Königsb. Dichterkr. 
155; verschlissen tneh Haller 76, verschlisscnes ge- 
wand Freytag Ahnen 5, 57: übertragen: alles fleisch 
verschleist wie ein kleid Sir. 14, 18. 2) tranf., ab- 
nutzend brauchen, verderben: daz was ein pleller (Decke) 
.. man kunde in nibt verslizen Flore 2607; viel kleider 
verschleiszen Adelung; übertragen, von der Zeit, — 
zubringen: die edle statt Paris, in deren ich mein junge 
tug verschlissen hab B. d. Liebe 2304; sein ulter (Frö- 
lich Stob. 123), leben (329) verschleiszen; in schär- 
serem Sinne: nicht linnen ists, was ihr verschleiszt, 
nein, warmes menschenleben Freiligrath 3, 150; in 
Formenmischung mit schlieszen (s. d. 2 und schleiszen): 
die zeit so wir verschlieszen. pflegt als ein strom zu 
llieszen der keinen halt nicht weisz Opitz 2, 131; — 
anders im oberdeutschen ware. tabak verschleiszen, im 
Kleinhandel verkaufen. — verschlemmen, schlemmend ver- 
bringen oder verbranchen: hett ich ein keiserthum es 
muszt verschlemmet sein Garg. 170; nach einer ver- 
schlemmten nucht Grabbe 1, 155. — vorschleppen, 
wegschleppen Stieler; mit dem Nebensinn des Leicht- 
sinns oder der Untreue: ungetreues gesinde kann vieles 
verschleppen Adelung; mutier und sohn . ver- 
schleppten das vermogen Iffland Bewußtsein 1, 3; 
von Geschäften, Prozessen, ungehörig verzögern: diese 
so sundlich verschleppte angelegenheit Treitschke 
5, 101. — verschleuder, wegschleudern (bei Stieler 
verschlandern, s. schleuder und schleudern): so sollte 
von diescm erhobnen treffenden arm ench ferne von 
mir mein donner verschleudern Klopstock Mess. 8,149; 
leichtsinnig hingeben, wegwerfen, geld; eine ware ver- 
schleudern, sie zu einem Schleuderpreife ablassen; meine 
nichte an die schatze solcher menschen zu verschleu- 
dern Isfland Spieler 5, 11: hätte ich diesen gewinn 
dir verschleudert? leichter Sinn 1, 1. 
Verschlietbar, zu verschließen: cine verschlieszbare 
kommocke Moltke 5, 108. — verschlichen, mhd. ver- 
sliczen. schließend versperren, thure Mattb. 25, 10), ein 
thor. haus, gefüngnis (Ap. Gesch. 5, 23), tempelSchiller 
4, 26), zimmer (Ränb. 3, 2); einen bricf. weg. zugang 
verschlieszen; frei: mund, augen, herz versehlieszen; 
er verschlieszt den vernand vor den thatzachen; der 
freude den zugang zum gemut verschlieszen; alle uus- 
verschlammen — rverschließen. 
1242 
sichten sind ihm verschlossen; die geisterwelt ist nicht 
verschlossen: dein sinn ist zu Goethe Faust 1; da 
glanbt ich ihn der liche ganz verschloseen Schiller 
Phädra 1, 5; das licht. dem sich gedruckte traurige 
sklaren verschlieszen Schrift. 7, 10; soll ich junger 
banum mich ganz der luft verschlieszen? Rückert 231; 
ich kunn mich dieser wahrnehmung nicht verschlienzen: 
in der Bibelspr.: da der himel verschlossen war (regen- 
hlos) Luc. 4, 25; der herr hut mich verschlossen, das ich 
nichts geberen kan 1. Mos. 16, 2; Part. verschlossener 
mensch, der sein Inneres nicht offenbart CF Meyer 
Nov. 1, 131; mit verschloszner miene Schiller Karl. 
3, 3; du stöszest ihn verschloseen, kalt zuruck Jungfr., 
Prol. 1; — schließend verwahren, sein geld, schätze; 
wo viel zugreifens ist, alles wol verschlieszen Sir. 42,7; 
so 80l der priester den selben (Kranken) verschlieszen 
sieben tage 3. Mos. 13, 4; refl.: verschleus dich in 
deinem hunuse Hes. 3, 24; dafür mit Acc.: dasz ich mich 
nicht . in mein zimmer verschlieszen konnte Goethe- 
W. Meister 4, 16. — verschlimmern, schlimmer machen: 
wollen Sie das schiceksal Ihres sohnes verschlimmern? 
Iffland Jäger 5, 3; wenn er den hande! (Streit) nieht 
verschlimmern wolle Keller Seldw. 2, 254; dasz ich 
nur verschlimmre, wo ich verbessern will Schiller 
Karl. 2,8; die krankheit hst sich verschlimmert. — ver- 
schlingen, 1) durch einander schlingen (vgl. seblingen 1), 
ketteo, knoten; die lichte wölbung, grun in grun ver- 
schlungen Geibel 1,24; verschlungene hünde; die ver- 
schlungenen (bie einander umschlungen hatten) Goethe 
Eleg. 1, 19; frei: so wunderbar ist diesz geschleecht 
gebildet, so vielfach ists verschlungen und verknupft 
Iphig. 4, 4; in dieses ritterwesen verschlang sich noch 
ein seltsamer orden DuW. 12; diesen verschlungenen 
verhültnissen gegenüber Häusser d. Gesch. 1, 244; 
die musik hatte sich . in die verschlungenste kunst- 
lichkeit verloren Ranke Päpste 1, 496. 2) an Stelle 
des mhd. verslinden getreten (vgl. schlingen 2), gierig 
hinnnter schlucken; die alte Form noch vielsach im 16.Ih: 
die leibaigen leut . die von stundan auch derselbig 86 
verschlimmern — verschlucken. 
rverschlant Aventin 1, 87; wir verseblinden Garg. 
182; Part. verschlunden Luther 1, 559-; eigentlich: 
gierig speise verschlingen; der hund verschlang den 
bissen; ich nam das buchlin von der hand des engels. 
und verschlungs Offenb. 10, 10; vielfach frel: die erden 
.. thet jren mund auf, und verschlang sie 4. Mos. 
16, 32; verschlungen hat ihn (den Becher! der schwarze 
mund Schiller Taucher; das meer hat das schiff, der 
abgrund den wanderer verschlungen; (Flamme die) das 
ganze haus in ungecheurer feuerflut verschlang Br. 
v. Mess. 1311; ströme von gold verschlang dieser krieg 
Ranke Werke 1, 201; das rohe tosen, das deinc worte 
mir verschlang Uhland 26; einen mit den augen ver- 
schlingen; (er) verschlingt dus schöne weib mit seinen 
blicken sechier Wieland Hann u. Gulpenbeh 120; 
einc zeitung, schrift verschlingen, gierig lesen; nun 
erschien Wielands ubersctzung. sie ward verschlungen 
Goethe Du W. 11; hat lustbegier die eifersucht ver- 
schlungen Wieland Ob. 11, 29; eine von ihren 
schwestern . . vom gedanken der trennung ganz ver- 
schlungen Danischm. 15; mit welchem verschlingenden 
geize ich an ihr hing! Winterm. 2, 296; dein alles 
verschlingende phantasie Schiller 4,39.— verschlucken, 
mhd. verslneken, binabschlucken, biesen, pillen: die jr 
mucken seiget, und kamel verschluckt Matth. 23, 21; 
frei: der boden verschluckt das waseser; sand dos vit 
wasser verschluckt, arena bibuka Maaler; es Gars 
doch mancher edelman verschlucken wage n. ross und 
man tdurchbringen! Alberus Es. 11, 91; scinen Urger 
verschlucken; so konnie der kinig den groszen ver- 
drusz nicht verschlueken Goethe Benv. Cell. 1, 3; 
als sie ihre Ihrünen zu vrschlucken suelte Wertb. 
Leib. II; beim Sprechen worte. silben, lante verschlucken:
	        

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