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Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

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Bibliographic data

fullscreen: Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

Periodical

Persistent identifier:
rgbl
Title:
Reichs-Gesetzblatt.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1871
1918
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
rgbl_1908
Title:
Reichs-Gesetzblatt. 1908.
Volume count:
42
Publisher:
Reichsdruckerei
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1908
DDC Group:
340
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück Nr 9.
Volume count:
9
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

law

Title:
(Nr. 3420.) Bekanntmachung, betreffend die Bildung von Weinbaubezirken.
Volume count:
3420
Document type:
Periodical
Structure type:
law

Contents

Table of contents

  • Deutsches Wörterbuch.
  • Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

Full text

443 
bare blasen auf Karl. 2, 8; weg wic blasen Fiesko 2,17; 
leere Räume im Gebäck, auch in gegossenem Metall heißen 
blasen; auch Metallgefäße von Blasenform, destillier-, 
branntwein-, ofenblase; studentisch ist dlase eine losere, 
nicht farbentragende Vereinigung Studierender zu wissen- 
schaftlichen oder geselligen Zwecken, freier überhaupt eine 
kleinere Gesellschaft. — Zusammensetzungen: Blasen- 
stein, m. in der Harnblase befindliche Steinbildung. — 
blasenziehend, Blasen auf der Haut ziehend: blasen- 
ziehende mittel, pflaster. 
Blasen, bewegte Luft forttreiben; goth. blẽsan; alt- 
nord. bläsa; ahd. pläsan, bläsan, mhd. bläsen; altengl. 
entspricht dläwan ganz gleicher Bed., und zeigt, daß von 
dem Worte bloß bla- wurzelhaft ist, daß es somit in die 
Verwandtschaft zu blähen 2 gehört. Den reduplizierten 
Verben angehörig; komisch und niedrig das ablautende 
Prät. blus; er that das born aufs maul und blus 
(methodus) MClaudius. 1) stark wehen, vom Winde: 
bliesun wintaä Tat. 43, 1; der wind bleset wo er wil 
Joh. 3, 8; der nordost blies ganz sachte Zesen Ros. 11; 
der wind bläst stark und voll Wieland Ob. 7, 4; in 
die segel blasen; allgemein: kalt her bläst es aus dem 
wetterloch Schiller Tell 1,1; auch: die bälge blasen 
Eisenh.; von belebten Wesen, ungemein stark hauchen; 
intrans.: blesestu ins fünklin Sir. 28, 14; einem oder 
einen ins gesicht blasen; sprichwörtlich: du blasest schr.,) 
und behaltest doch das meel im maul Henisch; er? 
muste in die buxen blasen ebd., noch jetzt in die buchse 
blasen, Strafgeld in eine Vereinskasse erlegen, wohl aus 
Schützenkreisen stammend; mt .. aufgezogenen augen- 
brauen und blasenden backen Wieland gold. Sp. 1, 8; 
tranf.: der blies in einen becher den schüm von dem 
biere Helmbr. 1166; dabei fachelte sie sich.. und blies 
die luft von sich Eichendorff Taugen. 29; (die Sonne, 
persönlich gedacht) bleset citel bitze von sich Sir. 43, 1; 
die suppe blasen, daß sie kalt werde, auch die suppe 
kalt blasen; was dich nicht brint, das blase nicht 
Henisch; falsche leute können kalt und warm ausz 
einem munde blasen ebd.; bildlich einem staub in die 
augen, etwas in die ohren blasen, vgl. ohrenbläser. 
3 durch Hauch Ton erzeugen: singent imo mit hornen 
bläsendo Notker Pf. 97, 5; sine engila .. bläsent 
irb horn Otfrid 4, 7, 41; solt jr mit den drometen 
blasen 4. Mos. 10, 10; auf der posaune, ins horn blasen; 
giengen und bliesen die posaunen Jos. 6, 8; auch zur 
Bezeichnung einer Kunstfertigkeit er bläst die föte, trom- 
pete, versteht sich darauf; ferner ein lied, signal, feuer- 
lärm, marsch, zum angriff, rückzug blasen; blast! blast! 
o wären es die schwedschen hörner Schiller Wallenst. 
Tod 3, 23; Instrumente als Subi.: dort wo die schal- 
meien blasen Goethe L. d. Verl. 8; was blasen die trom- 
peten7 Arndt 283; die blasenden instrumente Eichen- 
dorff Taugen. 119. Sprichwörtlich: sie blasen alle in 
ein born, omnes congrunn Henisch; trübsal blasen, 
wohl eigentlich ein trauriges Lich anstimmen, daher im 
Leid sein: der bursche sitze am schatten und blase 
trudsal JI Gotthelf Schuldenb. 24. 3) blasend formen, 
glas in Glashütten; in Eisenhütten aber eisen blasen, 
auf hohem Ofen schmelzen. — Zusammenfetzungen: 
Blasebalg, m. Werkzeug zum Anfachen des Feuers, vgl. 
balg. — Blasinstrument, n. Tonwerkzeug das geblasen 
wird. — Blaserohr, n. Rohr durch das man kleine Ge- 
schosse blasend treibt; in den Glashütten zum Blasen 
des Glases. 
Bläser, m. mhd. bläszre, der da bläst, besonders 
auf einem Blasinstrument; in gufummensetzunge auch 
nmlautlos, flötenblaser. — hlasicht, blasig, mit Blasen 
versehen: blasiges eisen, blasiger stahl Jacobsson; mit 
Umlaut bläsichtiger kuchen, bläsichtes silber Stein- 
bach. 
Blaß, weißlich, schwach von Farbe; aus dem ur- 
sprünglichen Begriff des Scheinens, wie er in mhd. dlas 
Blasenstein — blaß. 
Was= Müllner 
Blässe Blatt. 444 
ackel, altengl. blase, hervortritt, hat sich der des weiß- 
ichen im ahd. Adi. blas (blas ros, qui albam frontem 
haheat, vgl. blässe), im mhd. blas selbst der des nichtigen, 
kahlen, bloßen ergeben, so weit nicht in nördlichen Ouellen 
schon der heutige des bleichen sich zeigt: alsam ein asche 
blas Jeroschin; erst seit 17. Ih. häufiger (während 
das davon stammende Verbum schon im 16. Jh., vgl. 
erblassen); Comp. mit Umlaut: ein dlässerer (Negen- 
bogen) Schiller Tell2, 2; jetzt gewöhrlich ohne solchen: 
blasser wurden licht und lust Geibel 1, 7; blas= 
pallidus Schottel; der wolkenlichter schaar vird 
sämmtlich blasz und bleich Opitz 3, 198; blasse farbe, 
stirn, wangen; mein blasses angesicht HHeine 15, 161; 
blasz sein, werden, auch als Folge von Gemütsbewe- 
gungen: der Drusenfurst, noch etwas blasz von wangen 
Wieland Ob. 5, 19; fehlt euch ctwas, graf? Ihr seid 
Schum 2, 5; der blasse tod, das Sterben, 
Erblassen; darum mussen sie einen ausweg schaffen, oder 
ich bin des blassen todes Iffland leicht. Sinn 5,2; 
bei sehr blassem mondschein Wieland Abd. 1, 12; das 
geschehene in blassere ferne zu rucken Heyse Par. 3, 
114; nun schcuch von deiner stirne der träume blasse 
spur Th tormz: blasse erinnerung; blasse furcht, 
blasser neid. — Blässe, f. 1) das Blaßsein: die blasse, 
pallor, albedo, livor Stieler; röthe und blässe wech- 
selten in seinem gesichte Schiller 4, 333; der an- 
gebornen farbe der entschlieszung wird des gedankens 
blässe angekränkelt Hamlet 3,1; leichcn-, todten-, todes- 
blüsse. 2) nach der ahd. Bed. des Adj. blasz (s. d.) 
weißer Fleck auf der Stirn eines Tieres, besonders Zucht- 
tieres, mhd. blasse: blesse. macula alba /Fonkis Henisch; 
kud, pferd mit einer blisse: den braunen hengst mit 
der blässe Voß Idyll. 3, 37; daher Name solcher Tiere 
selbst, z. B. einer Kuh: er gab der geschmuckten blässe 
einen schlag Immermann Münch“,, 5; eines Pferdes: 
eine blässe, equus maculosus Stielerz hier auch Masc.: 
wie du weiszt. verschenkt ich meinen blessen Göckingk 
1, 256; Dim. kosend bläszchen; man heiszt kein kuh 
ein bleszlin, sie hab dann ein sternlin Henisch. — 
blassen, blaß werden, dichterisch statt ab-, er-, verblassen: 
seine (des Tages) farben blassen Schiller Erwartung; 
älter tranf., blaß machen: zorn, neid, furcht und böses 
gewissen blassen das angesicht Stieler. 
Blatt, n. der bekannte flache seitliche Teil einer Pflanze, 
auch auf ähnliches übertragen. Altes gemeingerm. Wort 
(goth. unbezeugt), altnord. blas, altengl. bläd, ahd. plat, 
mhd. blat; es Set, da das auslautende t Ableitung ist, 
in Ablautsverhältnis zu blume und dlute (vgl. dluhen), 
und griech. pbällon, lat. folium sind wahrscheinlich ur- 
verwandt. Plur. blätter, schon ahd. pletir, nur bei Maß- 
bestimmungen tritt auch die Form des Sing. dafür ein: 
als aber Judi drei oder vier blat gelesen hatte Jer. 
36, 23. Der Plur. vom Dim. blättchen lautet so, aber 
auch blätterchen. 1) blatt an Pflanzen: feigenbawm 
der bletter hatte Marc. 11, 13; ein rauschend blat 3. Mos. 
26, 36; ein fliegend blat Hiob 13, 25; bletter zur erznei 
Hes. 47, 12; grünes, durres, welkes blatt; kleine blumen, 
kleine blätter Goethe; blätter wachsen, fallen u. a.; 
bildlich: mir schieszt das blatt, geht die Erkenntnis auf; 
die Redensart: kein blat für den mund nehmen H Sachs 
2, 4, 762; menschen die kein blatt vor den mund 
nähmen Heyse Par. 3, 180; = nicht schamhaft zögern 
zu sprechen, scheint frei nach der biblischen Erzählung 
vom ersten Menschenpaare, das seine Nacktheit mit Fr 
blättern verhüllt (1. Mos. 3, 7), herausgebildet. 2) über- 
tragen auf das Papier, nach Anleitung des lat. folium; 
ein blatt papier, die blütter eines buches, heftes; noten- 
blatt; blätter einer karte, eines atlasses; pagella ein 
clein blat in eim buch Dief.; ein blatt besebreiben; 
etwas vom blatte ablesen; vom blatte lesen, spielen. 
singen, auch die Fertigkeit bezeichnend, etwas ohne 
Stocken vorzutragen, was man zum ersten Male auf-
	        

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