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Bernhard Fürst von Bülow - Denkwürdigkeiten. Erster Band. Vom Staatsseketariat bis zur Marokko-Krise. (1)

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Bibliographic data

fullscreen: Bernhard Fürst von Bülow - Denkwürdigkeiten. Erster Band. Vom Staatsseketariat bis zur Marokko-Krise. (1)

Periodical

Persistent identifier:
rgbl
Title:
Reichs-Gesetzblatt.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1871
1918
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
rgbl_1911
Title:
Reichs-Gesetzblatt. 1911.
Volume count:
45
Publisher:
Reichsdruckerei
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1911
DDC Group:
340
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück Nr. 28.
Volume count:
28
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

Contents

Table of contents

  • Bernhard Fürst von Bülow - Denkwürdigkeiten.
  • Bernhard Fürst von Bülow - Denkwürdigkeiten. Erster Band. Vom Staatsseketariat bis zur Marokko-Krise. (1)
  • Cover
  • Blank page
  • Title page
  • Other
  • Endsheet
  • Vorwort des Herausgebers.
  • Vorbemerkung des Verlages
  • Inhalt des ersten Bandes
  • Erstes Kapitel.
  • Zweites Kapitel.
  • Drittes Kapitel.
  • Viertes Kapitel.
  • Fünftes Kapitel.
  • Sechstes Kapitel.
  • Siebentes Kapitel.
  • Achtes Kapitel.
  • Neuntes Kapitel.
  • Zehntes Kapitel.
  • Elftes Kapitel.
  • Zwölftes Kapitel.
  • Dreizehntes Kapitel.
  • Vierzehntes Kapitel.
  • Fünfzehntes Kapitel.
  • Sechzehntes Kapitel.
  • Siebzehntes Kapitel.
  • Achtzehntes Kapitel.
  • Neunzehntes Kapitel.
  • Zwanzigstes Kapitel.
  • Einundzwanzigstes Kapitel.
  • Zweiundzwanzigstes Kapitel.
  • Dreiundzwanzigstes Kapitel.
  • Vierundzwanzigstes Kapitel.
  • Fünfundzwanzigstes Kapitel.
  • Sechsundzwanzigstes Kapitel.
  • Siebenundzwanzigstes Kapitel.
  • Achtundzwanzigstes Kapitel.
  • Neunundzwanzigstes Kapitel.
  • Dreissigstes Kapitel.
  • Einunddreissigstes Kapitel.
  • Zweiunddreissigstes Kapitel.
  • Dreiunddreissigstes Kapitel.
  • Vierunddreissigstes Kapitel.
  • Fünfunddreissigstes Kapitel.
  • Sechsunddreissigstes Kapitel.
  • Siebenunddreissigstes Kapitel.
  • Achtunddreissigstes Kapitel.
  • Neununddreissigstes Kapitel.
  • Anhang.

Full text

100 EINE UNGLÜCKLICHE FRAU 
Alice seit jeher eine gewisse Rivalität. Die ältere war Princess Royal of 
Great Britain and Ireland, die nachgeborene war es nicht. Die ältere sollte 
Königin von Preußen und Deutsche Kaiserin, die zweite nur Großherzogin 
von Hessen-Darmstadt werden. Der Gemahl der Prinzessin Viktoria von 
England, Kaiser Friedrich, war eine der schönsten und edelsten Erscheinun- 
gen der deutschen Geschichte, der Großherzog von Hessen ein tapferer, 
kreuzbraver Mann und gewissenhafter Regent, der aber den Durchschnitt 
nicht überragte. Die Großherzogin Alice war politisch und namentlich 
kirchlich ebenso frei gesinnt wie ihre Schwester, die Kronprinzessin. Die 
Großherzogin hatte aus den Händen von David Friedrich Strauß mit 
Freuden und mit Dank das Buch entgegengenommen, das der große Ge- 
lehrte über Voltaire geschrieben und der Großherzogin gewidmet hatte. 
Da es auf dieser Welt meist Kompensationen gibt, so waren die Töchter der 
Großherzogin als Entschädigung für ihren bescheideneren Rang in der 
fürstlichen Hierarchie schöner als die Töchter der deutschen Kronprinzessin. 
Die mit dem Großfürsten Sergej vermählte Großfürstin Elisabeth 
Feodorowna war in der Tat die „präraflaelitische Schönheit“, als die sie 
1884 der Botschafter von Schweinitz in seinem Bericht überihre Vermählung 
gefeiert hatte. Die Prinzessin Alix, die nachmalige Zarin, war, wie ihre 
Großmutter von England einmal von ihr gesagt hatte, „very showy“, ihr 
Ausdruck hoheitsvoll, sie war herrlich gewachsen, der vornehmste Gang. 
Incessu patuit dea. Man würde sie überall auf eine Fürstin, eine wirkliche 
Fürstin taxiert haben. Es sind über diese unglückliche und edle Frau, deren 
Ende so gräßlich sein sollte, abscheuliche Verleumdungen verbreitet wor- 
den. Es wurden ihr unnatürliche Laster angedichtet, sie wurde niedriger 
Intrigen bezichtigt. Sie soll die Beute eines ordinären Betrügers, des Prie- 
sters Rasputin, geworden sein. Sie soll auch zu dessen Helfershelferin, der 
Wyrubowa, einer auf derselben Stufe stehenden Russin aus dem Volke, 
unwürdige Beziehungen unterhalten haben. Ich glaube nicht an diese 
Schauermären. Die Kaiserin Alexandra Feodorowna war im abgeschie- 
denen Darmstadt sorgsam und streng erzogen worden, nach Art kleiner 
deutscher Residenzen, höfisch und dabei fast kleinbürgerlich. Sie kannte 
außer Darmstadt eigentlich nur den großen englischen Hof, den Hof der 
Großmutter, der alten Königin Victoria, um die sich die Prinzen und Prin- 
zessinnen bewegten wie kleine Planeten um die große Zentralsonne. In 
Darmstadt wie auch in Osborne und in Balmoral in dem Hause der ebr- 
würdigen Großmutter wehte eine gesunde, durchaus moralische Luft. 
Früh war der Prinzessin Alix gesagt worden, daß sie einmal den rus- 
sischen Thronfolger heiraten und Kaiserin von Rußland werden solle. 
Noch ganz jung war sie „zur Probe‘ an den Petersburger Hof geschickt 
worden, wie das seit der Kaiserin Katharina II. mit so vielen deutschen
	        

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