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Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

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Bibliographic data

fullscreen: Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

Periodical

Persistent identifier:
rgbl
Title:
Reichs-Gesetzblatt.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1871
1918
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
rgbl_1913
Title:
Reichs-Gesetzblatt. 1913.
Volume count:
47
Publisher:
Reichsdruckerei
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1913
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück Nr. 20.
Volume count:
20
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

law

Title:
(Nr. 4195.) Abkommen zwischen dem Deutschen Reiche und dem Königreich Italien über Arbeiterversicherung.
Volume count:
4195
Document type:
Periodical
Structure type:
law

Contents

Table of contents

  • Deutsches Wörterbuch.
  • Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

Full text

855 Falle — fallen. 
fällen Goethe Tischlicd; dase du in zweifelhalten fällen 
gern vettest Wahlverw. 1, 1; im fall der noth Wie- 
land Ob. 4, 64; im fall eines unglucklichen erfolgs 
Schiller 4, 122; in diesem, in einem solchen falle, 
im falle solches geschiebt, für den foll, dasz er kommt, 
u. f. w.; auf jeden fall, vgl. jedenfalls; dasz es auf allen 
fall . zu spät wäre Schiller 4, 165; mit den drei 
leuerkünstlern war es derselbe fall 167; ob wir ge- 
ladene pistolen bei uns häütten .. es ist auf alle fülle 
214; sich von fall zu fall entscheiden; das ist mein 
fall, das berührt mich; ganz mein fall, daran denkce ich 
schon seit vier wochen Wildenbruch Opser 14; ich 
bin im falle. in dem besonderen Umstande; bin im falle 
toll und wild das H#uszerste zu wagen Goethe Cland. 2; 
u. a. Manchmal mit dem bestimmten Sinnme von zufall: 
casus val, geval, zuval Dief.; der immer gleiche sinn, 
den fälle nioht zerrütten Hagedorn 1, 16; ein weiser 
schützt kein spiel, wo nur der fall regieret Lessing 
1, 170. 5) in gewerblicher und Kunstsprache; Neigung 
einer Fläche: boden mit mehreren metern fall; das wasser 
hat hier einen starken fall; bergmännisch eine gewisse 
Art von Flötzen; bei Jägern gefsallenes, durch Hunger 
oder Krankheit eingegangenes Wild; Verdeutschung von 
casus in grammatischem Sinne (Gottsched Sprachk. 
162); Abwechselung von Tönen, tonfall; in melodischem 
fall singen, sprcchen. 
Falle, k. zu= oder niederfallendes Gerät, ahd. falla, 
mhd. valle; zum Fang von Tieren: deeintla valle Dief.; 
bildlich auch in Bezug auf Menschen: die hoffertigen. 
legen mir stricke . und stellen mir fallen an den weg 
Pl. 140, 6: Sie laufen nicht in die falle Schiller 
3, 554; in diese falle gieng er Kab. 1,7; sorgt ihr etwa, 
dasz dis eine falle sei, euch lebendig zu kangen? Ränb. 
2, 3; ein lugenhaft gewebe knupf ein fremder dem 
fremden .. zur falle vor die füsze Goethe Iyhig. 3, 1; 
von einem unheimlichen Hause: während er das haus 
betrachtete, das wie eine kalle vor ihm lag Wilden- 
bruch Nov. 196; Behälter, der mit einer Fallthür ver- 
sehen ist, solcher Raum für wilde Tiere; in niedrigem 
Scherze sich in seine falle legen, zu Bette; bei Müllern 
Schutzbrett des Ablasses; an einem deutschen Schlosse 
der Haken, der in den Schließhaken am Deckel einfällt; 
alemannisch auch — Thürklinke. — fallen, durch Schwer- 
kraft schnell niedergetrieben werden; gemeingerm., nur 
im Gothischen fehlendes Wort, altnord. falla, altengl. 
feallan, ahd. fallan, mhd. vallen; urverwandt ist litt. 
pölu, pölti fallen, lat. fallere täuschen, sowie mit vor- 
getretenem s griech. sphällomai falle, täusche mich, sphällo 
fälle, stürze, altind. sphal wanken. fallen gehört dem 
ehemals reduplizierenden Verben an (Prät. fiel), aber 
in älterer Spr. ist es mehrsach in die Reihe der ab- 
lautenden überzuführen versucht worden: der dreimal 
ins kat ful Garg. 291; bisz hie und da einer pider fule 
Philander 1, 342; jetzt höchstens noch in komischer 
Rede. Bed. 1) sinnlich, in mannigsachen Wendungen, 
von Lebewesen und Gegenständen; ohne bestimmenden 
Zusatz: das kind ist gefallen; wenn der bawm fellt 
Pred. 11, 3; wenn die thurme fallen werden Jef. 30, 25; 
da nu ein platzregen fic! Matth. 7, 27; grosz wie eine 
fallende sonne Schiller Kab. 4, 8; fallen sah ich zweig 
auf zweige Grillparzer 3, 9; wo die bulle fallen 
musz 116; der vorhang fällt; ein kind, einen gegen- 
stand fallen lassen; mit bestimmenden Zusätzen: zur 
erde, auf den boden, ins wasser fallen; etlichs fich unter 
die dörner Matth. 13, 7; ficlen zu grund wie die steine 
2. Mos. 15, 5; brossamlen, die von jrer herrn tisch 
fallen Matth. 15, 27; Uszt eine goldbörse hinter sich 
fallen Schiller Fiesko 3, 6; herunter, hinunter, herab, 
binab fallen, u. a.; mit Angabe der Wirkung: der topf 
ist entzwei gefallen, er ist (oder hat sich) tot gefallen; 
in Bildern: dem im “*7* Erleichterten Kllt ein muhl- 
stein vom herzen Kotzebue Almanach dram. Sp. 2,342; 
fallen. 856 
der Plumpe fällt wit der tbur ins haus Gaudy Erz. 
186; der Verwunderte fallt aus den wolken Benedix 
Hrl-. Verw. 2, 21, der Enttäuschte aus allen himmeln 
reitschke 1, 581; sie ist nun zwischen stuhl und 
bank gelallen (hat von keiner Seite etwas erreicht) 
Keller Sinngcd. 63; ein Kluger ist nicht auf den kopf 
gefalten Schiller Paras. 1, 7; ein unerwartetes Glück 
fallt vom himmel; aus den wolken musz es fallen, aus 
der götter schoosz das gluck Schiller Gunst des Augen- 
blicks, u. a.; fallen lassen: reden .. welehe ein und 
der andere edelmann hatte fallen lassen Ranke Päpste 
2, 39. 2 in verengtem Sinne, von gewaltsam Ge- 
töteten: dö vielen beide erslagne, Gernöt und Ruedegeèr 
Nib. 2158; das siebenzig tausent man fielen aus Isracl 
1. Chron. 22, 14; der für seine hausaltäre kämpfend, 
ein beschirmer, fiel Schiller Siegessest; von Tieren 
die durch Seuche umkommen: gelallenes vich; die men- 
schen Belen wie die fliegen; — von eroberten Städten, 
Festungen: wenn am bestimmten tag die burgen fallen 
Schiller Tell 2, 2; zuerst ergab sich Brussel.dann 
fiel Mecheln Ranke Päpste 2, 107; — bildlich, gewendet 
auf das Abwärtsgelangen von Glück, Vermögen, An- 
sehen u. s. w.: der allmächtige minister ist gefallen; 
man darf seine freunde nicht fallen lassen; in folge 
des krieges fielen mehrere handlungshäuser in N.; der 
ker! ..reif würe er zum fallen Iffland Jäger 3, 13; 
die gefallene (Gewalt) zu erneuern Ranke Päpste 2, 42; 
in neuer Spr. auf Unterliegen bei Abstimmung: nach- 
dem der vorschlag . gefallen war Preußen i. B. 1, 37; 
— etwas fallen lassen, nicht mehr in der Höhe Folten, 
daher ausgeben, prärogative (Ranke Päpste 210), ab- 
sicht (242), meinung (247); — auf den sittlichen Fall: 
duo sich Adam geviel Ezzos Leich 4,1; ernst (Gottes) 
an denen, die gefallen sind Röm. 11, 22; endlich fielen 
Sie? Sie felen? Schiller Karl. 2, 8; sehe wer steht, 
dasz er nicht falle Goethe Beherzigung; ein gefallner 
engel Heyse 21, 86. 3) bezogen auf gewaltsame oder 
schnelle, nach abwärts gedachte Bewegung, wiederum in 
mannigsacher Art; von Lebewesen: ein raudtier fällt 
auf seine beute; der feind fällt ins land; der verstörer 
ist in deine erndte und weiniesen gefallen Jer. 48, 32; 
es kann niemand einem starken ins baus fallen Marc. 
3, 27; vom Opfer eines solchen Anfalls: fiel nuter die 
mörder Luc. 10, 30; in räuberhand gefallen Droste 349; 
(Zeughäuser) die so leicht einem menternden haufen zur 
beute fallen könnten Treitschke 2, 229; von andern 
gewaltsamen Bewegungen: einem um den bals, einem 
Pferde in die zugel fallen; ihr . . seid euch einander 
in die haare gelallen Goethe Bürgergen. 12; einem 
in den arm fallen, hindernd, zu fuszen, flehend; ñel er 
Ihesu zu den knien Luc. 5, 8; ein plötzlich Matter oder 
Gelähmter lüszt dic arme fallen; winde, laszt die ugel 
lallen Bürger h. Lied v. d. Einzigen; von Gegen- 
ständen, in verschiebenen Abstusungen: das wasser, dueek- 
Ssilber im thermomcter steigt oder fällt; das barometer 
ist gefallen; loose, würfel fallen; übertragen: wie das 
schicksul, geschick fällt; allgemein: so wie's dann füllt 
Hagedorn Fab. 1, 50; schösse fallen; eine thur füllt 
ins schlosz; der abzug (des Gewehrs). salls er in 
der abzugsgabel nicht einen leichten, fallenden gang 
zeigt Instr. 65; es fallt nebel; flusse fallen ins meer; 
schrof ins thal fallende felsen; bergmännisch: der gang 
füllt sciger, senkrecht in die Tiese; preise, werte steigen 
oder fallen; waren fallen im preise; die stimme steigt 
und füllt; Schottel wollte den stumpsen und klingen- 
den Reim steigenden und fallenden genannt wissen, 
Hauptspr. 858. 4) am verblaßtesten, wenn von der Bed. 
der schnellen Bewegung aus nur ein dazwischen oder 
selbst dazu kommen, werden, geraten durch fallen aus- 
gedrückt wird; bei Menschen, vom bloßen Leben: die 
nachkommen werden neidiseb sein, dasz sie nicht in 
unsere Zeiten gelallen Ranke Päpste 1, 104; oder, ge-
	        

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