Staatsbibliothek des ewigen Bundes Logo
  • Doppelseitenansicht
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Von Potsdam nach Doorn.

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Public Domain Mark 1.0. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

fullscreen: Von Potsdam nach Doorn.

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
rgbl
Titel:
Reichs-Gesetzblatt.
Erscheinungsort:
Berlin
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Sammlung:
deutschesreich
Erscheinungsjahr:
1871
1918
DDC-Sachgruppe:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
rgbl_1913
Titel:
Reichs-Gesetzblatt. 1913.
Bandzählung:
47
Herausgeber:
Reichsdruckerei
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
deutschesreich
Erscheinungsjahr:
1913
DDC-Sachgruppe:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch

law_gazette

Titel:
Stück Nr. 5.
Bandzählung:
5
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
law_gazette

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Von Potsdam nach Doorn.
  • Titelseite
  • Rechte; Erscheinungsjahr; Druck.
  • Inhalt
  • Einleitung
  • Versailles 1870/71.
  • Fürsten -- Allgemeines Stimmrecht.
  • Erstes Buch: Mehr sein als scheinen.
  • 1. Der lange Weg zur deutschen Einung.
  • 2. Die Deutsche Bewegung bis 1848.
  • 3. Von Mehrheitsbeschlüssen zu Blut und Eisen.
  • 4. Das Bismarck-Reich.
  • Zweites Buch: Mehr scheinen als sein !
  • 1. „Dann regiere Ich selbst !"
  • 2. Des Kaisers Außenpolitik.
  • 3. Imperator Rex.
  • 4. Wesenszüge Wilhelms II.
  • Byzantinismus und Autobyzantinismus.
  • Der erste Geschäftsmann.
  • Der König und sein Adel und seine Sozialdemokratie.
  • Mimicry, Scherze und Reklame.
  • Des Kaisers Unterhaltung und Kostümierung.
  • Der gewollte Eindruck -- und der gemachte.
  • Religion und Kirche.
  • Die Nörgler und Schwarzseher.
  • 5. Abwärts !
  • Verlagswerbung.

Volltext

Freund, den alten König Karl von Rumänien. Der Staatssekretär fertigte 
den Kronprinzen mit Überlegenheit ab: er kenne dieses Land und seine 
Leute wie seine Westentasche, man müsse es vom deutschen Standpunkt 
als politisch mündelsicher betrachten. Der Krieg erwies, daß der Kronprinz 
auf einem kurzen Besuch mit seinem unbefangenen Blick richtig gesehen 
hatte, der Staatssekretär — der über ein Jahrzehnt in Rumänien als Ge- 
sandter gesessen hatte — unrichtig. 
Anfang 1914 erklärte dem Verfasser ein anderer hoher Beamter des Aus- 
wärtigen Amtes, ebenfalls auf besorgte Fragen : noch am gestrigen Tage habe 
ihm ein hoher Offizier im Generalstabe gesagt: ‚Sollte einmal ein Krieg 
kommen, so schlagen wir alles kurz und klein, was sich uns auch entgegen - 
stellen mag.‘ Auf solche und ähnliche Weise ebenfalls breitete sich ein 
ebenso bequemer wie gefährlicher Optimismus aus, mit dem Schlußreim: 
„Und ım übrigen, es gibt ja doch keinen Krieg, für Deutschland arbeitet die 
Zeit, wir wollen Frieden, und sollte doch eine andere Macht so frech sein, 
so wissen wir ja, wie unser Kaiser auf der Wacht ist, und daß er sie mit blu- 
tigen Köpfen heimschicken würde.“ 
Es ist schwer, wenn nicht unmöglich, einen Ausdruck für die damalige 
Stimmung der deutschen Bevölkerung zu finden, der kurz, einigermaßen 
richtig und dabei umfassend gewesen wäre. Trotz dem großen materiellen 
Gedeihen, abgesehen allein von der sich wieder sehr langsam erhebenden 
Landwirtschaft, herrschte überall Unzufriedenheit, und für diese Tatsache 
selbst kam nur zu einem Teil in Betracht, daß die Unzufriedenheit zu einem 
sehr beträchtlichen Teil von den Führern der Parteien, vor allem der Sozial- 
demokratie, für ihre jeweiligen taktischen Ziele künstlich erregt und immer 
mehr angefacht wurde. Die Tatsache allgemeiner Unzufriedenheit betonte 
auch für die letzten Jahre vor dem Weltkriege Bethmann-Hollweg, der sich 
keine Ursache dafür klarmachen konnte. Schließlich kam es darauf hinaus, 
daß man, so gut wie allgemein, das Gefühl hatte: das deutsche Volk werde 
schlecht regiert, und die Innen- und Außenpolitik des Landes werde schlecht 
geführt. Wir widersprechen uns hiermit nicht: das wiederholt erwähnte, 
nach Ruhe und Gemütlichkeit trachtende Bürgertum fühlte sich an sich 
sehr wohl wegen der allgemein steigenden Lebenshaltung, war auch sehr 
geneigt — solange irgend möglich —, die Augen zu schließen. Trotzdem aber 
trat ab und zu in diese Indifferenz hinein der Schatten einer unheimlichen 
Sorge und Zukunftsunsicherheit, sei es durch einen neuen Erfolg der Sozial- 
demokratie, oder nicht mehr zurückhaltende Erkenntnis eines neuen Miß- 
erfolges in der Außenpolitik, sei es durch unaufhörliche, plötzlich eintretende 
Ministerwechsel, oder durch aufsehenerregende Briefe und Reden des 
Kaisers. Über dieses alles spann sich bald laut, bald leise, aber nie aufhörende 
409
	        

Downloads

Downloads

Ganzer Datensatz

TOC

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Formate und Verlinkungen

Formate und Verlinkungen

ausgabe:

Die Metadaten stehen in verschiedenen Formaten zur Verfügung. Außerdem gibt es Links zu externen Systemen.

Formate

METS MARC XML Dublin Core

Links

OPAC DFG-Viewer Mirador

Zitieren

Zitieren

Folgende Zitierlinks stehen für das gesamte Werk oder die angezeigte Seite zur Verfügung:

Ganzer Datensatz

Diese Seite

Zitierempfehlung

Bitte das Zitat vor der Verwendung prüfen.

Werkzeuge zur Bildmanipulation

Werkzeuge nicht verfügbar

Bildausschnitt teilen

Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Kontakt

Haben Sie einen Fehler gefunden, eine Idee wie wir das Angebot noch weiter verbessern können oder eine sonstige Frage zu dieser Seite? Schreiben Sie uns und wir melden uns sehr gerne bei Ihnen zurück!

Wie lautet der fünfte Monat des Jahres?:

Hiermit bestätige ich die Verwendung meiner persönlichen Daten im Rahmen der gestellten Anfrage.