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Staatslexikon. Erster Band: Abandon bis Elsaß-Lothringen. (1)

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Bibliographic data

fullscreen: Staatslexikon. Erster Band: Abandon bis Elsaß-Lothringen. (1)

Periodical

Persistent identifier:
rgbl
Title:
Reichs-Gesetzblatt.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1871
1918
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
rgbl_1913
Title:
Reichs-Gesetzblatt. 1913.
Volume count:
47
Publisher:
Reichsdruckerei
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1913
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück Nr. 40.
Volume count:
40
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

law

Title:
(Nr. 4243.) Auslieferungsvertrag zwischen dem Deutschen Reiche und Bulgarien.
Volume count:
4243
Document type:
Periodical
Structure type:
law

Contents

Table of contents

  • Staatslexikon.
  • Staatslexikon. Erster Band: Abandon bis Elsaß-Lothringen. (1)
  • Title page
  • Imprint
  • Preface
  • Übersicht der Artikel.
  • Abandon - Aval
  • Baader - Bürgerstand
  • Carey - Costa Rica
  • Damaschke - Durchsuchungsrecht
  • Ebenbürdigkeit - Elsaß-Lothringen

Full text

559 
sation“ (aus dem Spanischen übersetzt von F. X. 
Hahn, 2 Bde, 1862, 2 1888). 
Den Ausgangspunkt seiner Untersuchungen, die 
Balmes selbst als eine Weiterführung der Unter- 
suchungen Bellarmins und Bossuets nach den An- 
forderungen unserer Zeit bezeichnet, legt er in 
folgenden Worten im Hinblick auf die tiefen und 
nicht endenden Umwälzungen der Neuzeit also dar: 
„Diese Erschütterungen waren so gewaltig, daß 
der Boden unter unsern Füßen sozusagen sich 
öffnete und der menschliche Geist, der eben noch 
voll triumphierenden Stolzes unter Siegesjubel 
und Beifallsgeschrei und gleichsam mit Lorbeeren 
überladen einherschritt, erschreckt in seinem Lauf 
innehielt und von tiefem Gefühl bewältigt an 
sich die Frage stellte: „Wer bin ich: woher komme 
ich? was ist meine Bestimmung?"“ Das Problem 
der Zivilisation, wie es die Revolution ge- 
stellt, war also nicht, wie Guizot es formuliert 
hatte, das Problem der fortschreitenden Freiheit, 
sondern das Problem der die Freiheit bestimmen- 
den, leitenden und ihr Wirken allein erklärenden 
Gesetze der Religion. Hinter der durch die 
namenlose Barbarei des Radikalismus geschän- 
deten Zivilisation erhebt sich die religiöse Frage in 
ihrer Riesengestalt, das Haupt im Himmel, die 
Füße im Abgrund, auf dem Gipfelpunkt der Ge- 
sellschaft, hoch über der überraschenden Entwicklung 
der materiellen Interessen, dem Fortschritt der 
empirischen und exakten Wissenschaften, dem immer 
noch steigenden Einfluß politischer Erörterungen. 
Die entscheidende Frage ist: „Was hat in reli- 
giöser, sozialer, politischer und literarischer Be- 
ziehung das Individuum und die Gesellschaft der 
Reformation des 16. Jahrhunderts zu verdanken?“ 
Nach einer im großen Stil gehaltenen Parallele 
zwischen dem Einfluß des Katholizismus und 
des Protestantismus im allgemeinen führt 
Balmes dieselbe hinsichtlich der Stellung des In- 
dividuums, der Ehe, der Familie, der bürger- 
lichen und religiösen Gesellschaft, der Befreiung 
der Sklaven, der Erhebung der menschlichen Per- 
sönlichkeit, der Heiligkeit und Unauflöslichkeit des 
Ehebandes, des öffentlichen Gewissens, der Mil- 
derung der Sitten, der Charitas, der Inquisition, 
der religiösen Orden, der sozialen und politischen 
Doktrinen, der Wissenschaften und Künste in de- 
taillierter Fassung, methodisch, in oft bewunderns- 
wert poetischer und beredter Sprache durch. Seine 
Behandlungsweise ist gleich weit entfernt von 
Guizots doktrinär-mechanischer Darstellung wie 
von Donoso Cortez' blendenden Antithesen hin- 
sichtlich der Prinzipien; auch läßt er sich nicht wie 
Gorini in historische Detailkritik gegen Guizots 
Irrtümer ein; seine Erörterung bleibt immer 
historisch-dogmatisch, da, wo die Sache es erfor- 
dert, spanische Verhältnisse besonders berücksichti- 
gend. Das Resultat seiner Forschungen resümiert 
Balmes (Kap. 73) selbst wie folgt: „Vor dem 
Protestantismus hatte sich die europäische Zivili- 
sation so weit entwickelt, als es möglich war; der 
  
Balmes. 
  
560 
Protestantismus aber lenkte sie in falsche Bahnen 
und brachte den neueren Völkern unberechenbares 
Unheil; die Fortschritte, die se it der Reformation 
gemacht wurden, sind nicht durch ihn, sondern trotz 
ihm gemacht worden.“ 
Man sieht es diesen tiefgehenden Untersuchungen 
der größten Zeit= und Weltprobleme, ihrer für 
den heutigen Geschmack oft zur Weitschweifigkeit 
neigenden Auseinandersetzung der Prinzipien und 
geschichtlichen Gesetze nicht an, daß sie in einer 
Zeit endloser Unruhe, anderweitiger Arbeiten des 
Verfassers, zuletzt unter dem Entsetzen des Bürger- 
kriegs, in dessen nächster Nähe, ihre letzte Form 
erhielten. — 1840 hatte Balmes noch in Vich 
die kleine aszetische Schrift Mäximas de San 
Francisco de Sales para todos los dias de 
aflo, dann eine Kinderlehre über die Grundbe- 
griffe der Religion von wunderbarer Einfachheit 
und Kraft, wohl von allen Schriften des Ver- 
fassers, soweit das spanische Idiom in Europa, 
Amerika und Asien herrscht, die verbreitetste, unter 
dem Titel La religiön demostrada al alcanze 
de los nilos (Barcelona 1841 u. ö., deutsch 1863) 
verfaßt. 
In Barcelona war Balmes im Frühjahr 1841 
zum Mitglied der Akademie der Wissenschaften 
ernannt worden; dort fand er, als er im Juli 
desselben Jahres zu dauerndem Aufenthalt ein- 
traf, einen Kreis tüchtiger, für seine Ideen und 
Arbeiten begeisterter Männer, vor allem Taulö, 
den Verleger seiner Consideraciones politicas. 
Dieser bewog ihn Anfang 1842 zu einer Reise 
nach Frankreich, um dort eine gleichzeitig mit 
der spanischen Ausgabe des „Protestantismus und 
Katholizismus“ erscheinende französische Ausgabe 
dieses Werkes zu besorgen und in Albéricde Blanche- 
Raffin, einem der Redakteure des Pariser Univers, 
den UÜbersetzer und späteren Biographen zu finden. 
So zurückhaltend Balmes auch hier trotz der ihm 
dargebrachten Ovationen sich zeigte, dem engeren 
Verkehr mit der katholischen Presse, namentlich 
den Annales de philosophie chrétienne von 
Bonnetty, wich er nicht aus. Während er ihnen 
in dem herrlichen, französisch (in der Revue cri- 
tique et littéraire) geschriebenen Aufsatz über die 
Persönlichkeit und Bedeutung seines Landsmannes 
Mariang huldigte, lehnte er ein vielfach gewünsch- 
tes Zusammentreffen mit Guizot ab, welcher der 
streng sachlichen und überaus edel und ruhig ge- 
haltenen Kritik seiner Histoire de la civilisation 
persönliche Erwägungen entgegengestellt hatte, die 
in Fragen wie die vorliegende rein wertlos waren. 
Von einem kurzen Besuch in England brachte er 
von der religiösen Anlage des Volkscharakters eine 
hohe, von der materialistisch-radikalen Weltpolitik 
eine äußerst geringe Wertschätzung mit. — Als er 
im Oktober nach sechsmonatiger Abwesenheit wieder 
in Barcelona eintraf, war er einer der von der Ge- 
heimpolizei Esparteros ständig Uberwachten. Dies 
hinderte ihn nicht, sofort mit zweien seiner Freunde, 
Roca y Cornet, einem Philosophen und Literaten,
	        

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