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Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

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Bibliographic data

fullscreen: Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

Periodical

Persistent identifier:
rgbl
Title:
Reichs-Gesetzblatt.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1871
1918
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
rgbl_1913
Title:
Reichs-Gesetzblatt. 1913.
Volume count:
47
Publisher:
Reichsdruckerei
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1913
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Contents

Title:
Chronologische Übersicht der im Reichs-Gesetzblatte vom Jahre 1913 enthaltenen Gesetz, Verordnungen usw.
Document type:
Periodical
Structure type:
Contents

Contents

Table of contents

  • Deutsches Wörterbuch.
  • Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

Full text

437 bisher — bischöflich. 
lich: bleibt bis auf diesen tag Jof. 7, 26; gen, Segen, 
örtlich: jagten jm nach, bis gen Mennah Richt. 20, 43; 
geillich: es währte bis gegen abend; in, örtlich: bis in 
ie stadt Stieler; zeitlich: bis tief in die nacht sitzen; 
nach, örtlich: bis nach der stadt gehen; zeitlich: bis 
nach mitternacht wachen; über, unter, örtlich: ver- 
liebt bis uber die ohren; bis unter den wasserspiegel; 
bis über die festgesetzte zeit u. a.; vor, zu, örtlich: 
bis vor die thur geleiten; vom thor bis zum aller- 
heiligsten Hes. 41, 17; zeitlich: dis vor ostern wäbrte 
die kälte; fasteten den lag bis zu abend Richt. 20, 26; 
u. a. 2) Conj., in der Altern Spr. als biz, biz daz 
Zeiterstreckung hervorhebend, — so lange als: bie dirre 
Järmarket wert g. Gerh. 1.27; du solt in dirre wüeste 
sin biz daz du lebest Barl. 387, 28, was noch im 
Volksliede nachllingt: nun reit ich nicht mehr heim, 
bis dasz der kuckuck kuckuck schreit Jäg. aus Kur- 
psalz; aber auch zur Zielbezeichnung: durch kurzwile 
ich sus petelent gie, biz sich din sunne nider lie 
Frauend. 338,6, wie nachher gewöhnlich: bis sie mude 
wurden 1. Mos. 19, 11; man sol die thor Jerusalem 
nicht aufthun, bis das die sonne heisz werde Neh. 7, 3; 
die völker haben dein gebarrt, bis dasz die zeit er- 
follet ward Gellert 2,154. — Zusammenrückungen: 
bisher, aus mhd. getrenntem biz her, auch noch bei 
Luther, in zeitlichem Sinne: von anfang der welt, 
bis her Matth. 21, 21, gegen: du hast den guten wein 
bisher behalten Joh. 2, 10; verallet, in der Kanzleispr. 
bishero; noch biszhero Simpl. 4, 253; Ableitung bis- 
herig: die bisberige zeiten Stieler; seine bisherige 
aufführung; bisberige kosten u. a. — bisläng, bisher 
(an ein jetzt verschollenes bis so lang, so lange als, an- 
lehnend): ungemachs genug ertrugt ihr schon bislang 
Bürger JIl. 4, 131; (Gäste) welche bislang horchend 
dagesessen hatten Keller Seldw. 2, 91. — biswiilen, 
zeillich hier und da, Zusammemückung mit dem Adv. 
weilen, mhd. wilen, zuweilen, seit 16. Ih.: ob wol bisz- 
weilen der feulesten saw die gröste möhren wird Mathes. 
Sar. 24b; ein blindes huhn findet bisweilen auch ein! 
korn. Sprichwort. 
Bisam, m. wohlriechender Saft aus dem Beutel 
eines Tieres (bisamhirsch) gewonnen, jetzt gewöhnlich 
moschus genannt; ahd. bisamo, bisam, bisem, mhd. 
bisem, aus mittellat. bisamum entlehnt, was auf hebr. 
beésem Wohlgeruch, Balsamduft zurück geht; schleck und 
confectt . . von balsam, bisam, latwergen Garg. 23; 
atmosphüre von enn de mille Heurs und bisam Schiller 
Kab. 3, 1; als bisem: dasz der schweisz nach bisem 
gerochen Simpl. 1, 147; Sprichwort: bauern riecht der 
mist für bisam; er weisz was bisam ist und was marder- 
dreck. — Iusammensetzungen: Bifamapsel, m. Riech- 
büchschen in Form eines Apfels: die bisemepfel, die 
ohrenspangen Jes. 3, 20. — Bisamgeruch, m. Geruch 
von Bisam oder wie von Bisam Schiller Kab. 1,6. — 
Bisamknopf, m. rundcs kleines Riechbüchschen mit Bisam. 
Bischof, m. 1) oberster Geistlicher eines bestimmten 
größeren lirchlichen Bezirles; aus dem griech. epfskopos., 
in der ersten christlichen Kirche Auffeher über eine Ge- 
meinde bezeichnend, ins Vulgärlatein als biscopus auf- 
genommen, daher ahd. biscof, mhd. bischof, in allen. 
andern deutschen Sprachen ähnlich; es sol aber ein 
bischof unstreflich sein 1. Tim. 3, 1; bischof von Fulda, 
Ildesheim u. a., vgl. auch unter bader. 2) Name eines 
geisigen Getränks; in Amaranthes Frauenzimmer- 
exicon 1773 als kenerlch aufgelommen beschrieben. — 
Zusammensetzungen: Bischofsamt, n. Amt eincs Vischofs, 
altchristlich eines Gemeindeaufsehers 1. Tim. 3, 1. — 
Bischofshut, m insula, mitra Maaler. Schiller Tell 
5, 1.— Bischossmütze, k. Mitra. — Bischofssitz, m. Wohn- 
und Amtssitz eines Bischofs. Bischofsstab, m. Stab wie 
ihn der Bischof als Zeichen seiner Würde trägt. — bischöf- 
lich, dem Bischof eigen oder gemäß, amt, würde, rechte. 
Bise — Bitte. 438 
Bise, k. Nord= oder Nordostwind, ahd. bisa, mhd. 
bise, vornehmlich schweizerisches Wort, das altes # un- 
verändert erhallen hat (ungewöhnlich des nort- oder 
beiszwinds Garg. 473): bot . die brust dem föhn und 
auch der bise Freiligrath 3, 200. Ob das Wort mit 
dem Verbum mhd. bisen umherrennen wie geplagtes 
Vieh, toll stürmen, zusammenhängt, steht dahin. 
Biß, m. ali des Beißens, ahd. piz, mhd. diz: 
bisz oder weiz.) bitz morses Maaler; bisz eines 
tollen hundes, einer schlange; übertragen Plur. bisse 
des gewissens, gewissensbisse; dieser bisz sei in dein 
eigenes herz gegangen Schiller Fiesko 2, 2; mit ver- 
giltendem bisz tödtet des lästerers Zahn Spazierg. 155. 
Auch gebissene Stelle (vgl. abbisz), Bißwunde: er bat 
einen bisz auf der wange. — Bißchen, n. verkleinernd 
zu dem folgenden bissen, ein biszchen brot, fleisch: 
bäufig in traulicher oder niedriger Rede biszchen für 
ein wenig (vgl. nachher unter bissen); mit beigesetztem 
Subst.: der nicht ein biszchen rath weisz, ein biszchen 
geld zusammen scharren Steinbach; nach meinem 
tode bleibt ihr mein bisgen armuth gewisz Gellert 
Betschw. 1, 6; dis biszchen leben Schiller Kab. 1, 3; 
Ihr biszchen gesicht 4, 7; ich bezahle dir dein biszchen 
flöte zu theuer 5, 3; mit Adj., Adv. oder Verbum: ein 
biszchen theuer; das ist ein biszchen wenig; wenn 
das warme blut ein biszchen muntrer springt Schiller 
an einen Moralisten; freilich halt ein bisgen lucker 
gewesen Ränb. 4, 3; meine tochbter ist noch ein biszchen 
oben aus Goethe Stella 1; ein klein biszchen warten 
mussen; du bast mich ja gar kein klein biszchen lieb, 
sagt die Mutter scherzend zum Kinde; dafür komm ein 
biszlein her Steinbach; süddeutsch bissel: das bissel 
bodensatz meiner jahre Schiller Kab. 1, 3.— Bisfen, m. 
so viel abgebissen wird, abgebissenes Stück, ahd. pigro, 
bizzo, mhd. bizze; buccella, bolus, bisze, bisz Dief.; 
noch bei Henisch bisz, mundvoll, aber auch im 16. Ih. 
schon in hentiger Form, mit in den Nominativ ge- 
drungenem n der Flexion: tunke deinen bissen in den 
essig Ruth 2, 14; dem ich den bissen eintauche und 
gebe Joh. 13, 26; kleine, grosze, schmale bissen; ein 
guter bissen Garg. 79; ein leckerer bissen, lecker- 
bissen; mit beigesetztem Subst., in älterer Spr. häufi 
im Gen.: wil euch ein bissen brots bringen 1l. Mbt 
18, 5; das ich einen bissen drot esse 1. Sam. 2, 36; 
um einen bissen trocken brod Schiller Räub. 1,2; 
sprichwörtlich: sich den bissen am munde absparen; 
man musz den bissen nicht gröszer machen, als das 
maul; in freierem Sinne ein k(etter dissen, etwas gutes 
einem Zukommendes; ein gefundener, etwas zusällig 
Erlangtes; von schönen Mädchen: der bissen ist fur 
dich zu fein Goethe Scherz L. u. R. 2; was ist das 
fur ein leckerer bissen! Keller Seldw. 2, 84; in älterer 
Spr. auch = wenig, in bildlicher Verstärkung der Ver- 
neinung: fragt kein bissen darnach, wie und was man 
predigen solle Luther, Verman. an die Geistlichen 
1530; vgl. biszchen. — bissig, zu beißen geneigt, scharf 
angreisend, in älterer Spr. öster beiszig (s. d.): mordaæ 
bissig Die f.; ainen piszigen hund Frölich Stob. 120; 
Socrates bett zwei böse bissige ubelzogne weiber Herold 
Ee 98d; eines jägers hund eine so bissige bestie 
Schiller Ränub. 1,2; bissige salben Stieler; bissige 
„worte ebd.; scines . bittern. bissigen bumors Goethe 
Du W. 10; scharf auf der Zunge, beißend (s. d. 4): rauch 
einer bissigen zigarre Gaudy Erz. 43. 
Bistum, n. Würde und Gebiet eines Bischofs, ahd. 
piscosftuom, auch verkürzt schon biscetuom und bisctuom, 
mhd. dischtuom und bistuom: sein bisthumb empfahe 
ein ander Ap. Gesch. 1, 20; Plur. bistumer Simpl. 3, 222; 
die bisthümer eind verwandelt in wustthumer Schiller 
Wallenst. Lager 8. — bisweilen, f. unter bis. 
Bitte, k. Handlung des Bittens und das worum 
man bittet; ahd. peta, beta, mhd. bete, niederd. bede; 
28*
	        

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