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Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

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Bibliographic data

fullscreen: Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

Periodical

Persistent identifier:
rgbl
Title:
Reichs-Gesetzblatt.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1871
1918
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
rgbl_1913
Title:
Reichs-Gesetzblatt. 1913.
Volume count:
47
Publisher:
Reichsdruckerei
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1913
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück Nr. 71.
Volume count:
71.
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

law

Title:
(Nr. 4319.) Gesetz, betreffend die Beschäftigung von Hilfsrichtern beim Reichsgerichte.
Volume count:
4319
Document type:
Periodical
Structure type:
law

Contents

Table of contents

  • Deutsches Wörterbuch.
  • Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

Full text

1221 
Verloben, mhd. vorloben, durch Gelöbnis binden: 
seh wil mich mit dir verloben in ewigkeit Hos. 2, 19; 
der kunb wird ein verlobter gottes sein Richt. 13, 5; 
im engern Sinne, Eheversprechen geben: sich mit einem 
mädchen verloben; sie hut sich mit einem reichen manne 
verlobt; ein verlobtes paar, die verlebten. — Ver- 
löbnis, n., früher auch f., Verlobung: ein v. sohlieszen, 
nufheben. — verlocken, mhd. verlueken, durch Locken 
zu etwas bringen, einen zu etwas, in einen sumpf: wie 
eine verlockie tanbe Hos. 7, 11. — verlogen, lügenhast, 
lügnerisch, Part zu dem ausgestorbenen Verbum ver- 
lugen, mhd. verliegen: wer auch ist verlogen, mit 
worten unwarhaft H Sachs Fab. 1, 335; du talscher 
verlogener mund P Gerhardt 5, 10; derlogene worte 
sprechen, verlogene äuszerungen thun. — verlohnen, 
mhd. verlõnen, verlanen, in ällerer Spr. durch Lohn 
entschädigen, den boter Tucher 252, 32; unsinnlicher 
in neuerer Spr., in der Formel etwas verlohnt die 
mübe: musz es doch die müuhe verlohnen, von dir zu 
hören wie es damit zuging Wieland gold. Spieg. 
2, 15; auch refl., es verlohnt sich: als ob sich mit dir 
ein gang vor den wall verlohnte Schiller Kab. 4, 3; 
es verlohnt sich der muhe (vgl. dazu unter lohnen): 
so verlohnt sichs nicht der muh Weife Erzn. 33; es 
verlohnt sich der mühe nicht Schiller 3, 565; dafür: 
verloben — Verlust. 
es verlohnt sich nicht die mühe ein furst zu sein I, 31. 
— berlöschen, 1) mbd. verleschen, Prät. verlasch, gänz- 
lich erlöschen, aufhören zu leuchten oder zu brennen, 
starles Verbum, aber mit Formen des solgenden ge- 
mischt (vgl. löschen 1): das licht verlischt; unscre 
lampen verleschen Matth. 25, 8; ch dert verlöscht die 
sonne Geibel 1, 43; frei: verlöschende blicke Klop- 
stock Mess. 10, 33; die verlöschenden augen 11, 792; 
die verloschene sympathie Ranke Werke 1, 292; jener 
grosze innere antrieb. ist verleschen Päpste 3, 123. 
2) mhd. verleschen, Prät. verleschete, verlaschte, er- 
löschen machen, schwaches Verbum, vgl. löschen 2: er 
verlöschte das licht, die lampe; frei: (als) der tod4 
die fackel des burgerkriegs in Deutschland verlöschte 
Schiller 9, 264; finsternis verlösche sie (die Unthat) 
aul ewig Näub. 4, 3. — verlosen, nach dem Lose ver- 
teilen: ein gebründe bier verlosen, durch das Los be- 
stimmen, wer es brauen soll Adelung: durch das Los 
übertragen: ein haus, geld, waren. — verlottern, zum 
lotier (vgl. lotterbdube) werden: zwen verlotterte böse 
bäben Wickram Nachb. 784; ein haufe verlotterter 
buben Freytag Erinn. 232; von Dingen, durch Lieder- 
lichkeit vernachlässigen: dies wesen. unter zwei andern 
(Königen) ist es verloddert Ahnen 6, 74; meister- 
liche verwalterin, welche den rerlotterten haushslt des 
klosters hergestellt.. hätte CFMeyer Nov. 1, 227. 
— Verlust, m. das Verlieren und das Verlorene, golh. 
fralusts, abd. farlust, mhd. verlust; in alter Spr. Fem., 
der Geschlechtswechsel ist erst im Nhd. erfolgt; im Ober- 
deutschen eine deutlicher an verlieren anlehnende Neben- 
sorm: der verlurst und schad Maaler; ursach seins 
groszen verlursts Zimm. Chron. 1, 89; die auch heute 
noch dauert: der verlorst Schmeller; mit aussicht. 
auf verlurst JGotthelf Schuldenb. 277; Verlieren im 
engern Sinne, in Folge von Wagnis oder Geschick (nicht 
bei Unachtsamkeit, da z. B. der verlust eines schlussels 
aus der tasehe laum gesagt werden kann): v. haden, 
leiden, tragen mussen; mit objectivem Geniliv v. seines 
vermögens, des geldes, gutes, verstandes, der chre; der 
vorlust seines kindes hat ihn hart getrolfen; ich weine 
um den verlust meiner schöneren hulfte Schiller 4,15; 
tas Verlorene: das kcin schade, kein verlust noch klage 
auf uns' n gassen sei Ps. 114, 14; üngen ihren ver- 
lust zu bejammern an Goecthe W. Meister 4, 5; einem 
den verlust ersctzen; Plur. verluste: er hat in seinem 
geschüft vielce verluste gchabt; verluste in einer schlacht, 
besenders von kampfunfähig gewordenen Truppen: mit 
verlustig — vermehren. 1222 
Umlaut: die groszen verluste HHeine 10, 135.— ver- 
lustig, mit Verlust behaftet; in sesten Verbindungen: 
der chren verluslig werden, er macht sich seines nutzens 
verlustig Steinbach; des. vortheils verlustig zu gehen 
Ranke Werke 1, 297; so ging er der bezahlung ver- 
lustig CFMeyer Nov. 2, 87. — verlustigen, verlustig 
machen: geschutz, dessen die unsrige strucks verlustigt 
wurden Simpl. 1, 216; des edelsten vorrechts der 
menschheit verlustiget zu werden Wieland gold. 
Spieg. 1, 10. 
Vermachen, mhd. vermachen, fest machen, zumachen, 
versperren: ich wil deinen weg mit dornen vermachen 
Hos. 2,6; wann du .. das loch (zur Höhle) wol ver- 
macht hast B. d. Liebe 1844; eine mit gitterwerk ver- 
machte loge Lessing Dram. 85; — überweisen, über- 
geben: alles was zum hause des herrn gebeiliget war, 
haben sie un Baalim vermacht 2. Chron. 24, 7; befon- 
sonders durch Testament, auf den Todesfall: vermuchen, 
zum erb geben, eim ctwas zum erb muchen, legare 
aliquid alseuf Maaler; ihr (meiner Tochter) habe ich 
es (ein Bild) auch bereits in meiner sehreibtafel ver- 
macht EKönig an Lessing 1770. — Vermächtnis, n., 
früher auch f., das Vermachen durch Testament und das 
Vermachte: ohne v. sterben, etwuas als v. stiften; Ur- 
kunde darüber: solche vermächtnusz hinderlägten wir 
. eine zu Prag hinter den senat, und die under in 
meinecs mannes beimath Simpl. 3, 56; dasz ich des 
gatten schuld nicht an dir rüche. wird mein vermücht- 
nis offenbdaren Schiller M. Stuart 5,6; — srei: das 
schauervolle vermäüchtnis deiner verzweitlung Kab. 1, 8. 
— vermählen, mhd. vermehelen, in älterer Spr. ver- 
loben: vermächlen, zur ec verheiszen, despondere, con- 
nubere, destinare puellam Maalerz; verheiraten: eim 
sein tochter vermächlen oder 26 der ee gäben, eollo- 
care #am suam alscul, nuplum dare siliam ebd.; 
Cleopatra ward dem Alexundro vermehlet 1. Macc. 
10, 58; die bis heute in gewähller Spr. gebliebene Bed.: 
sich mit ciner (eincm) vermählen; ihr seid vermähblt? 
Schiller Karl. 3, 2; ein neuvermähltes paar; die ver- 
mühlte, Galtin: die frau zu Maloank, des Danayns 
vermählte Wieland Ger. 109; — vermählen frei: die 
kronen Schottland und England friedlich zu ver- 
mählen Schiller M. Stuart 1, 7; wondevoller rausch 
verwählter scelen Wieland Ob. 4, 11.— vermahnen, 
ahd. frmanen, mhd. vermanen, dringlich mabnen, einen 
zu ctwas; vermunet jn als einen bruder 2. Thefs. 3, 15; 
das man inn der fasten das gemein volk zü der beicht 
vermanet Wickram Rollw. 88, 5; vermahnete mich 
mit zu machen Simpl. 1, 136; und Raguel vermanet 
und bat Tobiam boch, das er zwo wochen wolt bei jm 
verziehen Tob. 8, 22; mit Gen.: (Schmeichler) verma- 
nens (sie, die Fürsten) jr furstlichen gmuts BWaldis 
Es. 1, 55. — ungewöhnlich etwas einem vermahnen: 
und viel anders mehr vermanet und verkundiget er dem 
volk Luc. 3, 19. — vermaledeien, mbd. vermaledien. 
verfluchen, vgl. maledeien; in neuerer Spr. besonders 
das Part. als kräftige Verwünfschung: kcinen fusz mehr 
in das vermaledeite haus sctzen Lessing Minna 1, 1; 
vermaledeiter rattenlunger! Goethe Faustk; dein ver- 
maledciter herr Kotzebne Pagenstr. 3, S. — vermanern, 
mhd. vermüren, mit Mauer einschließen: stedte . bis an 
den himel vermaurct 5. Mos. 1, 25; wider den schmerz 
dich zu vermauern Geibel 3, 62; versperren: er hat 
meinen weg vermauret Klagel. 3,7; durch Maner be- 
becken: einen schatz, cine thür vermanern; raum 
dessen romanische fenster zur hulite vermauert waren 
Keller Werke 3, 228; mauernd verbrauchen: man hatt- 
die steine . zur bedentenden Weiszenaucr schunze ver- 
mauert Goetbe 30, 327. 
Vermehren, nach Zahl, Grad, Stärke mehr machen, 
gell, vermögen, einwohner ein,#“ landes; gluckseligkeit, 
summe uns rer genusse (Schiller 2, 1) vermehren:
	        

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