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Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

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Bibliographic data

fullscreen: Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

Periodical

Persistent identifier:
rgbl
Title:
Reichs-Gesetzblatt.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1871
1918
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
rgbl_1913
Title:
Reichs-Gesetzblatt. 1913.
Volume count:
47
Publisher:
Reichsdruckerei
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1913
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück Nr. 75.
Volume count:
75
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

law

Title:
(Nr. 4326.) Bekanntmachung, betreffend Übergangsbestimmungen für die hausgewerbliche Krankenversicherung nach der Reichsversicherungsordnung.
Volume count:
4326
Document type:
Periodical
Structure type:
law

Contents

Table of contents

  • Deutsches Wörterbuch.
  • Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

Full text

199 
vor ihm auf. einladend; er (der Himmel) bat sieh auf- 
gethan Wieland Sixt 2, 239; wenn sich in brunstigem 
verlangen die arme aufthun liebevoll 1, 193; da jeder 
tag, ein goldner freudenbrief, sich vor mir aufthat 
mit begluckter kunde Geibel 1, 151; in die Bed. lösen, 
aufheben übergehend: wie man sich auf unterschiedliche 
manier fest machen und andern ihre festig keit hin- 
gegen aufthun solte Simpl. 4, 133. — auftischen, auf 
den Tisch setzen, peisen, getränke; blum’ und fruehte 
Goethe Div. 1, 5; übertragen vorbringen, vorlegen, 
kunden alter zeiten Rückert Liebesfr. 4, 28; gewöhnlich 
mit verächtlichem Beisinne, gemeinplätze Heyse Par. 
2, 14; was sie (Schriftsteller) dem gegenwürtigen ge- 
achmaek auftischen mussen Schiller 2, 336. — Auf- 
trag, m. Handlung des Auftragens, der speisen Stieler: 
der karbden Goethe; Besehlen und Befohlenes, einen a. 
geben, erteilen; haben, erhalten, ausführen, ausrichten; 
mit einem auftrag vom herzog (dastehen) Schiller Kab. 
4, 9; wir kommen im auftrage des ausschusses Frey- 
tag Journ. 2, 1. — auftragen, 1) sinnlich, in die Höhe 
austischen — auftrennen. 
tragen: engel trugen seine seele auf zum himmel: auf 
eine Unterlage tragen, namentlich Speisen, Getränte, 
auf den Tisch zur Bewirtung: butter und milch 1. Mos. 
18, 8; hies er jm brot auftragen, und asz 2. Sam. 12, 
20; das essen ward autgetragen Goethe Wahlverw. 
1, 2; dafür allgemein: es ist schon aufgetragen Leffing 
j. Gel. 2, 165; und mit unterdrücktem Obi.: man trug 
jm besonders auf 1. Mos. 43, 32; man trug fruher auf 
als gewödnlich Schiller 3, 547; ferner kalk; farbe, 
gold, vergoldung auftragen, bei Tünchern, Druckern, 
Malern; auch hier nur gleichmüszig, dunu, dick auf- 
tragen, und bildlich: er trägt dick auf, übertreibt bei 
Schilderungen; erde, aufschütten; bergmännisch einen 
schacht, erhöhen. 2) unsinnlich in älterer Spr., einem 
ein lehen, land, gebiet auftragen, ein offen gewordenes 
entgegen tragen, verleihen: dasz man uns jbr ganz ge- 
biet, jand und leut, für eigen . auftragen solle Garg. 
526; von Schiller (zu lehen auftragen 9, 233) und 
Niebuhr wieder angewendet; sreier aber seit 17. Ih. 
bis jetzt dienste (Zesen Rof.), einem ein amt, die 
haushaltung (Stieler) auftragen; viel grusze hat er 
uns an jeden aufgetragen Goethe Faust 1; er trug 
ihm eine besorgung auf. 3) oben tragen, Bekleidung: 
er trügt einen runden hut auf; tragen auf disen tag 
aundere krenz auf Franck Weltb. 51. 4) tragend auf- 
brauchen: wo der atrebsame Kirgise die hemden und 
schnurröcke aufträgt, welche vom deutschen schneider 
genäht sind Freytag Soll 1,11. 5) scheinbar intranf., 
in die Höhe oder Weite treiben, als Schneiderausdruck: 
das futter, der unterrock trügt sehr auf, verstanden aber 
ist das oberzeug. — auftreiben, 1) trans. in die Höhe 
treiben, ein wild, aus seinem Lager; einen austreiben, 
aus dem Bette; die unruh treibt sie auf Wieland 
Ob. 5, 3; übertragen auf Erlangen nach Suchen: er 
trich mit muhe einen kutscher aul; wars nicht schwer 
auch dort sie aufzutreiben Wieland Klelia 5, 213; von 
Dingen: geld (Stieler), bilfe, unterstutzung:; was Sie 
von gewehren auftreiben können Freytag Soll 2,122; 
anders der wind treibt wellen auf; das leben .. trieb 
seine radenschwarzen wolken auf Platen Liga 3; mein 
gebirn treibt öfters wunderbare blasen auf Schiller 
Karl. 2, 8; von der befe aufgetriebener teig; nustern 
vom wilden schreie aufgetricben Droste 270; refl.: 
sich vor eigendunkel blähte und auftrieb Wieland 
Danischm. 29; in Gewerkfpr., in Glashütten Hohlgesäße 
erweitern, ausbauchen, bei Metallarbeitern durch den 
Hammer weiter machen, Kessel, Gefäße u. a.; landwirt- 
schaftlich Feld zum dritten Mal pflügen; bei Handwerkern 
auch einen Gefellen anrüchig machen. 2) intranf. trei- 
bend in die Höhe gehen: same treibt auf, oder auf etwas 
stoßen: sebiff ist aufgetrieben, auf den Grund geraten. 
— alftrennen, trennend öffnen oder lösen, naht, kleil. — 
200 
auftreten, 1) intrans. auf den Boden treten, mit dem 
fusze; dasz er auf den kranken fusz weniger herzhaft 
auftreten konnte Lessing Laok. 3; leise, derb, auch 
übertragen auf das Vorbringen eines Anspruches; in 
betreff des schroffen auftretens Preußen i. B. 1, 242; 
in der weise seines auftretens Treitschke 1, 291; in 
groszer gesellschaft aufzutreten Freytag Soll 1, 163; 
hintreten, ursprünglich gedacht wie auf eine Erhöhung, 
vor den Leuten erscheinen: zu hant er selbe üftrat und 
predigte Jeroschin 7668; der berr ist aufgetretten 
die völker zu richten Jes. 3, 13; trat Petrus auf unter 
die junger Ap. Gesch. 1, 15; und so noch jetzt, nament- 
lich als schauspieler, sünger, auf der buhne, im con- 
eertsanl (vgl. auftritt); aber auch als redner, zeuge, 
kämpfer für jemand, kläger u. a. 2) tretend öffnen, 
eine nusz, thUr. — Auftrieb, m. Handlung des Auf- 
treibens: a. des viches auf die alpe, auf den markt; 
in wissenschaftlicher Spr. der gesamte schwimmende und 
lebendige Inhalt der mit Hilfe eines Schwebnetzes dem 
auftreten — aufwallen. 
Meerwasser entnommen werden kann; in der Physik 
auftrieb cines körpers, körper erleiden auftrieb in der 
luft, im wasser. — Anstritt, m. 1) das Auftreten: die 
sanfte leichtigkeit des auftritts Goethe DuW. 19; das 
Vortreten als Redner, Sänger, Schauspieler u. ähnl.; 
daher Benennung einzelner Abschnitte des gespielten 
Stückes (seit der 2. Hälfte des 17. Ih., das scene des 
franz. Dramas vertretend); in freiem Sinne, Vorgang, 
der sich wie im Schauspiele ansieht; namentlich Zank, 
Wortwechsel: es gab einen lächerlichen, ärgerlichen, 
bösen auftritt; Leonore, welch ein auftritt! Schiller 
Fiesko 3, 3; wollen Sie einen auftritt herbei führen? 
Benedix zärtl. Verw. 1, 2. 2) Ort zum Aufgtreten, 
Stufe, Trittbrett an einem Fenster. — auftrocknen, 
1) intrans. trocken werden: es trocknen die letzten 
thränen auf Klopstock Kön. Luise. 2) tranf. trocken 
machen, in älterer oberdeutscher Spr. auftrucknen (Hoh- 
berg 3, 2, 187); nasses, verschuttete flussigkeiten auf- 
trocknen; hat das geleit der schreckensgötter so das 
blut in deinen adern aufgetrocknet? Goethe Iphig. 
3, 1. — auftropsen, tropsenweise auffallen: regen troptt. 
auf. — auftrumpfen, Trumpf aufsetzen; in sreiem Sinne 
derb die Meinung sagen: ich hätt dem major besser 
auftrumpfien sollen Schiller Kab. 1, 1. — auftürmen, 
wie einen Turm empor richten, mauern, berge; auf- 
gethürmt ward aus den meerlagunen jene stadt Platen 
Liga 3; übertragen, auch refl. hbindernisse und schrecken 
turmen sich vor ihm auf; ausnahmsweise intrans.: unsre 
stolz aufthurmenden Dalläste Schiller 1, 295. 
Aufwachen, munter werden, vom schlafe 1. Mos. 
28, 16; auch übertragen: gewissen wacht auf; schmer- 
zen, erinnerungen wachen wieder anf. Veraltet: so 
wird er aufwachen zu dir Hiob 8, 6, für deinen Schutz 
munter werden; wache auf zu meinem recht Pf. 35, 23. 
— aufwachsen, in die Höhe wachsen, von Pflanzen: 
dornen wuchsen auf Matth. 13,7; von jugendlichen 
Menschen: mit den jungen, die mit jm auffewachsen 
waren 1. Kön. 12, 8; in einer kleinen stadt aufgewachsen 
Freytag Soll 1, 12; zu vollem leben freudig wachbset 
auf Geibel 2, 66; übertragen: beide lieszen ihre nei- 
gung zur ganzen lcidenschaft aufwachsen Schiller 
2, 388. — aufwägen (wie aufwiegen, vgl. wägen und 
abwägen), trans. an Gewicht oder Gehalt gleichkommen: 
menschen wägen auf deinem mörderischen dolch keine 
lusftblase auf Schiller Räub. 2,3; gegen anderes gleich 
Schweres zur Wage stellen: wollte Priamos auch dich 
ganz aufwagen mit golde Bürger JIl. 22, 351. — auf- 
wallen, in die Höhe wallen, von Onellen, Wogen, 
Flammen, Stanb, mhd. at wallen: das siedend blut 
wahlt auf Rompler 80; dampf wallt auf Schiller 
Glocke 183; übertragen von Leidenschaften: so zwingt 
inn (den Busen) Amors hauch in flammen aufzuwallen 
Wieland Idr. 1, 24; aufwallender zorn, aufwallende
	        

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