Staatsbibliothek des ewigen Bundes Logo
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

Access restriction

There is no access restriction for this record.

Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

Periodical

Persistent identifier:
rgbl
Title:
Reichs-Gesetzblatt.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1871
1918
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
rgbl_1914
Title:
Reichs-Gesetzblatt. 1914.
Volume count:
48
Publisher:
Reichsdruckerei
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1914
DDC Group:
340
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück Nr. 53.
Volume count:
53
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

law

Title:
(Nr. 4436.) Gesetz über die Ermächtigung des Bundesrats zu wirtschaftlichen Maßnahmen und über die Verlängerung der Fristen des Wechsel- und Scheckrechts im Falle kriegerischer Ereignisse.
Volume count:
4436
Document type:
Periodical
Structure type:
law

Contents

Table of contents

  • Deutsches Wörterbuch.
  • Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

Full text

833 
· 
hasts auch ursache gehabt Goethe Bürgergen. 2; im 
herzen waren sie es froh Hebel 3, 133 U. a. 
Es, n. in der Musik, das um einen halben Ton er- 
niedrigte E. 
Esche, k. der bekannte heimische Waldbaum; der Name 
gemeingermanisch, nur goth. nicht bezeugt, altnord. askr. 
altengl. Usc, ahd. aso, mhd. usch. Masc. (vgl. oben 
Sp. 151), erst später hat sich daraus das Fem. gebildet; 
mit urverwandten Worten gleicher Bed. im Slavischen, 
litt. ösis. altflav. jasika. (rar###n#s asch, asehe, eseh. 
esche Dief.; auch das daraus Verfertigte, dichterisch 
namenllich Lanze: der esch’ erzlastender stuchel Odysf. 
22, 259. — eschen, von Eschenholz: #’#sschin 
esehen Die f.; eschenes holz, eschene bretter. — Eschen- 
baum, m. die Esche. — Eschenholz, m. Holz von der 
es — Espe. 
e. 
Esel, m. das belannte Tier. Der Name ein alt- 
semitischer, phönizisch-hebräisch äton, der einmal mit dem 
Tiere ins Griechische (önos für onnos aus osnos), bann 
felbständig auch ins Lateinische als asinus, asellus drang, 
von wo aus nordeuropäische Sprachen ihre Form als 
frühes Lehnwort empfiengen: irisch assal; altflav. osilũ. 
litt. äsilas; goth. asilus, altengl. esol, ahd. esil, mhd. 
esel, daueben altengl. assa (woher neuengl. ass), altuord. 
asni Als Lastträger und Reittier gebraucht: nam 2wei! 
hundert brot .. und luds auf esel 1. Sam. 25, 18; als 
sie auf dem esel reit 20; Bild der Dummheit, Un- 
geschicklichkeit, Faulheit, in vielen Redensarten und als 
Schelte: wenn dem esel zu wol ist, so gehet er aufs 
heisz gumpen Luther Tischr. 3397; das die esel in die 
lauten singen solten, das wür ain vergebliche arbait 
Frölich Stob. 556; auf den sack schlügt man, den 
esel meint man Schiller Kab. 1,1; ein esel schimpft 
den andern langohr, u. a.; einem einen esel bohren, 
vgl. unter bohren; ein groder esel Luther der 82. Psalm 
1530; was sagt der sechafskopf? der esel will fur uns 
alle denken? Schiller Ränb. 1,2; — übertragen auf 
ein hölzernes Strafgerät für Verbrecher, das die Form 
eines Esels hatte: muste ieh den esel davor (für einen 
Diebstahl) reiten Simpl. 1, 391; Werlzeug, Gestell zum 
Tragen, bei verschicdenen Handwerkern, Seilern, Papier- 
machern, u. a.; Bezeichnung niederer Tiere, Schnecken, 
Käfer; vgl. auch assel. — Zusammensetzungen: esel-, 
eselsgrau, grau wie ein Esel. — Esel-, Eseksmilch, k. 
Milch vom Esel. — Eselsarbeit, f. schwere Arbeit. — 
Eselsbank, t. in der Schule, Bank für dumme und träge. 
Schüler. — Eselsbrücke, I Brücke für Efel, bildlich 
helfende Einrichtung für dumme oder träge Schüler; — 
auch Schwierigkeit, welche Unwissende in Verlegenheit setzt 
Adelnng. — Etelskopf, m. Kops eines Esels; Scheite 
für einen Dummen: wen, eselskopf! wen! Schiller! 
Räub. 5, 1. — Eselsohr, u. Ohr eines Esels; einem esels- 
ohren denten, bobren, stechen, mit entsprechender höh- 
nender Geberde andeuten, daß man Jemand für dumm 
bält; deutet der superklugen gerechtigkeit hinterrucks 
eselsohren Schiller Räub. 2, 3; eselsohren heißen auch 
Knicke in den Blättern der Bücher. — Eseltreiber, m. 
Treiber eines Esels. 
Eselei, f. eselbaftes Wesen, mhd. eselie: grobes und 
thörichtes Betragen: eitel grobe römische eselei Luther 
wid. das Bawstoum 1545; thörichter Streich: eseleien 
begehen. — eselhaft, nach Art eines Esels, grob, plumx, 
dumm: esclhaftes beiragen, gerede. — Eselin, k. weib- 
licher Esel: asina eselinde Dief.; Jhesus .. uberkam 
ein esclin, uad reit darauf Joh. 12, 14; gühnt aus 
vollem rachen, so laut als eine eselin Wieland Perv. 
1, 180. 
Eive, k. Zitterpappel; ahd. aspa, mhd. aspe, mud. 
aber espe, auch bei Luther die espen Briefe 6, 318; 
altengl. üsp, altnord. ösp; urverwandt lettisch apsa, pol- 
2 
d5 Mich 
nisch-russisch mit anderer Ableitung osina; ob eine an- 
genommene Verwandtschaft des Wortes mit esche vor- 
M. Heyne, Deutsches Wörtervuch, l. 
834 
handen, steht dahin. espen nopulus nigra Schottel; 
wegen ihrer Blätter hervorgehoben, als Bild der Furcht- 
samkeit: wie lieblieb flistert dort im hain der sehlanken 
espen furchtsam laub Ev Kleist 105; eine hobe espe 
zitterte und fluosterte mit ihren silbernen blättern in 
einem fort Eichendorff Taugen. 26; das mäcdehen 
zitterte wie äspenlaub Wieland Danischm. 15.— espen, 
von dem Holze der Espe, mhd. espin: genegelt. mit 
espen nageln Weist. 1, 698. 
Esse, k. Feuerherd mit Feuermauer; Schornstein. 
Hochdeutsches Wort, ahd. essa, mhd. esse, ursprünglich 
nur der Schmiede, ihren Herd bezeichnend, und vielleicht 
gar nicht deutschen, sondern keltischen Ursprungs: co- 
Hatorium, /essa, esse, esz, auch esche Dies.; 
ein eiseu . das in der essen ligt uad gluet Luther 
v. d. Tause 1535; ein schmid . erbeit sich mude uber 
der esse Sir. 38, 29; es-kommt der gott der esse Schiller 
eleus. Fest; übertragen auf den Nauchsang überhaupt: 
esse, feuermaner, martan, ceaminus Steindbach; 
die hohlen mauern und essen (nach einer Feuersbrunst) 
Goethe Herm. u. Dor.; sprichwörtlich eine schuld hinter 
die esse schreiben, auf ihre Zahlung verzichten. — Zu- 
sammensetzung: Essenlehrer, m. Schonnzeinfeger 
Eizbar, was gegessen werden kann: eszper Voc. 
15. Ih.; eszbare pflianzen, das brot ist nicht eszbar 
delung; den eszbaren und giftigen schwamm in éine 
klosse zu werfen Schiller 4, 62. — essen, Speise zu 
sich nehmen, als Speise genießen. 1) Altes indogerm. 
Wort, goth. itan, altnord. eta, altengl. etan, ahd. ezzun, 
mhd. ezten; urverwandt altind. admi, griech. Cdomai, 
espen — essen. 
lat. edo, litt. Sdmi gleicher Bed. Die deutsche Form ist 
immer die starke geblieben (Prät. mhd. az, à4en, uhd. 
asz, uszen, Imperativ mhd. iz, uhd. isz), das Part. der 
Vergangenheit lautete mhd. geezzen und zusammen- 
gelogen zezzen, Formen, die sich im Nhd. fortsetzen: 
eisch . 0l desselben tages geessen werden 3. Mos. 
, 15; hütte ich dieselbe nncht gar nicht geessen Simpl. 
3, 376; ieh hab von allem gessen 1. Mos. 27, 33; hat 
sie nicht gessen? Weise böse Cath. 5, 2; aus letzterem 
erwächst durch abermaliges Vorsetzen der Vorsilbe unsere 
heutige Form, schon vereinzelt bei Luther: hat frolicher 
gegessen Pred. Sal. 2, 25, regelmäßig seit dem frühen 
18. Ih. essen (gegen fressen (s. d.edles Wort, daher 
’ nur von Menschen, von Tieren z. B. 1. Mos. 
1, 30. 3, 14 u. ö.), ohne Obj., Speise genießen: isz, trink. 
und habe guten mut Luc. 12, 19; einem zu essen geben; 
ieh kann nieht essen, bin noeh satt; eine menge 
essender und trinkender gäste Keller Seldw. 1, 11; 
gern auf fönmliche Mahlzeit bezogen: thaz thär 2i disge 
Süzin, mit imo saman äzin Otsrid 1, 2, 11; nagiengen 
si oueh ezgzen Iwein 6545; du macht er jnen ein mal 
und sie aszen und tranken 1. Mos. 26, 30; bei jemand, 
mit jemand, zu mittag, abend essen; 2i dagamuase 
(Morgenbrot) ezzan Otfrid 5, 13, 33; dafür jetzt ge- 
wöhnlich mittag. abend essen; sprichwörtlich selber essen 
macht fett: in der alten Nechisspr. essend ober zehrend 
pland, lebendiges, das ernährt werden muß Haltaus; 
— mit Angabe der Wirkung und refl.: sich satt. voll, 
dick essen. 3) mit Obj., als Speise genießen; u) mit 
Acc.: brot, fleisch, gemüse essen; solt das krant auf 
dem felde essen 1. Mos. 3, 18; dis osterlumb mit euch 
zu essen Luc. 22, 15; fruhstuck, mittagbrot essen; ge- 
wendet auf sich nähren und genießen: ich izze mia 
arbeit Warnung 703; sie werden die frucht jrer werk 
essen Jes. 3, 10; esset ewer brot mit sorgen Pf. 127, 2; 
vgl. auch unter brot. b) mit Gen.: esset des brots 
1. Mos. 15, 19; esse ich doeh deiner speise nicht Richt. 
13, 16; dafür mit von: so oft jr von diesem brot esset 
I. Cor. 11, 26; isz von meinem wildbret 1. Mos. 27,190; 
istz doch von dicsem brote, u. a. 4) Part. essend im 
einer Formel — eßbar: alle essende ding Aventin 
I, 393; etwas von (ssenden dingen zu stelen Carolina 
53
	        

Downloads

Downloads

Full record

ALTO TEI Full text PDF
TOC
Mirador

This page

PDF Image Preview Image Small Image Medium Image Master ALTO TEI Full text Mirador

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Formats and links

Formats and links

ausgabe:

The metadata is available in various formats. There are also links to external systems.

Formats

METS METS (entire work) MARC XML Dublin Core

Links

OPAC DFG-Viewer Mirador

Cite

Cite

The following citation links are available for the entire work or the page displayed:

Full record

This page

Citation recommendation

Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

Which word does not fit into the series: car green bus train:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.