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Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

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Bibliographic data

fullscreen: Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

Periodical

Persistent identifier:
rgbl
Title:
Reichs-Gesetzblatt.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1871
1918
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
rgbl_1914
Title:
Reichs-Gesetzblatt. 1914.
Volume count:
48
Publisher:
Reichsdruckerei
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1914
DDC Group:
340
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück Nr. 74.
Volume count:
74
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

Contents

Table of contents

  • Deutsches Wörterbuch.
  • Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

Full text

1405 
JAyrer 716, 5; mit persönlichem Objeck: las müdchen 
will den ihr zugedschten brkutigam nicht; den könig 
von Frankreich wolle er nioht Ranke Werke 1, 261; 
einen wollen, nicht wollen auch — leiden, nicht leiden 
Wollust. 
mögen; — ohne Object: einem udel wolleu, wohl wollen: 
dafür: und wenn ich zwölf händ hütte, und deine mhd.: und ist wol unrein sin leben, 
guad wollt“ mir nicht Goethe Götz 1; — in Formeln: 
das wolle gott!: das wolle gott nicht Schiller Fiesko 
5, 16. 2) mit Infiniliv, Absicht haben: kommen, geben, 
olwas thun wollen; wollt jr auch seinc junger werden? 
Joh. 9, 27; ich will nieht hintergangen sein. die 
mutter will mich nur sebonen. ich will nicht ge- 
schont scin Schiller Wall. Tod 4, 9; der Ins. fehlend, 
und aus einem vorhergehenden zu folgern: zu gehen, 
wo er bin wollt Tob. 1, 11; ich sundige, wic viel ich 
wil Sir. 5, 6; ein leben, es sei wie gut es wülle 41, 16; 
so erbarmet er sich nu. welches er wil Röm. 9, 18, 
u. a., auch in freieren Fügungen: dir geschehe wie du 
wilt Matlih. 15, 28; wiltu, so wollen wir ssgen 
Luc. 9, 54; ich. will rede! Lessing Gal. 1,1; sieh her, 
diese will- gieb mir dein kind zum weibe Freytag 
Wald. 5; die muse fehlt nicht selten, wenn man sie 
oben will Uhland 62; in der Formel, ich will nicht; 
dasz eine Fyilis sich erkläret, sic wolle nicht Wie- 
land Musar. 3, 93; mit Präpositionen oder Adverbien 
eines Zieles: er will aus dem hause, ins haus; das 
will mir nicht aus dem sinne, nicht zu kopfe; ich 
Will zu ihm: die sache will nicht vom flecke; sibe, 
du stolzer, ich wil an dich Jer. 50, 31; sollte man 
wir gar ans leben wollen? Schiller Tur. 4, 7; sort, 
weg, hinaus, herein wollen; will ich auf. ich wil 
eine hulfe schaffen Ps. 12, 6; wir wollten hier nicht 
wieder liegen bleiben, sondern um jeden preis durch 
Moltle 8, 2537; in der Formel das will wir nicht 
ein, kann ich nicht begreifen; wit einem höher hinaus 
wollen, vgl. auch unter binans; mit abhängigem Satze: 
wiltu denn, das wir hin gehen Makth. 13, 28; ich 
wolte aber lieber, alle menschen weren wie ich bin 
1. Cor. 7, 7; das wolle gott nicht, dasz ich fahig sei 
Wieland Geron 464; — Drohsormel, mit Verschwei- 
gung: wart. ich will dich! 3) wollen, in verschiedener 
mehr verblaßter Schattierung der Bed.; von Personen, 
— als Meinung behaupten: man will, ich sei eines der 
schönsten geschöpfe Lesfing Fab. 1, 5; der doktor 
will, er sei im umkehren Schiller Räub. 2, 1; das 
will ich nicht gesagt haben; in nachdrücklichen For- 
meln: das will ich meinen, dir sagen, gesagt haben; 
ich will denn doch gerathen haben den degen nicht 
zu fruhe wegzulegen Piccol. 3, 4; vor einem Ereignisse 
sichen: der kranke will sterben; an die bloße Um- 
schreibung der Zukunft streifend: ich will es noch er- 
leben, dasz Klotz sich.. zurückzieht Lessing Brief 
1768; in Wunschfätzen: (er) bat jn, er wolt denen, so 
auf der burg legen, gebieten zu weiehen 1. Macc. 11, 41; 
— von Cingen, in die Bed. des Könnens und Werdens 
übergreisend: was wil das werden? Ap. Gesch. 2, t2; 
wie will doch ein mensehen und gott gefälliges lehen 
aus verderblichen grundsätzen entspringen? Goethe 
Du W. 16; das will nichts sagen: aus der sache wilt 
noch gar nichts werden; nachdrücklich, Ersordern be- 
zeigend: ein verzweifeltes ubel will eine rerwegene 
arznei Schiller Fiesko 1,6; ihr halb erwachendes 
gewissen will eingeschläfert sein Wieland Perv. 
3, 156; die sache will geduld haben; so etwas will ge- 
than sein, u. a. M Inf. als Subst.: wollen habe ich 
wol Röm. 7, 18; nothwendigkeit, die auch das freie 
wollen der könige zwingt Schiller M. Sknart 1, 10; 
ein ernstliches wollen Goetbe 30, 227. 
Wollust, f. gute Lust, Wohlgesallen, Genuß, mhd. 
wollust (hier auch Masc.), Zufammensetzung mit wohl 
und lust, in älteren Quellen daher auch wohllust ge- 
1406 
sammensetzung nicht mehr rege; früher ohne üble Neben- 
bed.: du treukest sie mit wollust Pf. 36, 9; cs ist 
meine gröszte wollust, die regungen des vergnugen: 
bei andern ausbrechen zu schen Gellert zärtl. Schwest. 
2, 7; der unlautere Beisinn des fleischlichen Kitzels schon 
i daz er in vol- 
lust sieh bät geben Haupts Zeitschr. 16, 169; in nenerer 
Spr. vielsach: wollust war meine wütendste neigunz 
Schiller 4. 79; die wollust der groszen . ist die 
nimmer satte hyänc Kab. 2, 3; im vereinzelnden Plur.: 
dio iren gedank und allen iren lleiz auf irdische wol- 
lust legent Megenberg 60, ; welche aber in wol 
lusten ledet 1. Tim. 5, 6; Wollust erweckender Gegen- 
stand: die wohlluste der bäder und paluste Herder 
Ideen zur Phil. 14, 5. — wollüstig, mhd. wollustec, 
Wollust gewährend; nach Wollust begierig; auch — 
geil, üppig: aushau des allzu wollustigen wuchses Lef- 
fing Dram. 12.— Wollüstling, m. Sllave der Wollust, 
voluntate et luæurio disfluens Stieler. 
Wonne,s. ungemeiner Grad von Freude und Genuß; 
westgermanisches Wort, ahd. vunna und wunni, mhd. 
wunne und wunne. allsächf. wunnca., altengl. vyn, auf 
der Bed. des örtlichen Behagens und Bleibens erwachsen 
(ahd. mhd. auch = Wiese, Weideland, vgl. dazu auch 
wohnen): delsckatio, jocundatto, jocunditas, voluptas. 
subilatio wunna Graff; formelhaft: du virst des 
freude und wonne haben Luc. 1, 14; gieng dahbin mit 
freud und wunn HSachs Fab. 2, 561; (er) schwemm 
in wonne Treitschle 5, 220; im vereinzelnden Plur.: 
geschrei von freuden und wonnen Jer. 33, 11; die 
klärenden wonnen der einsamkeit Scheffel Ekkeh. 368; 
eingedenk der wonnen. die ihm . . die märchenpracht 
des Phantasus bereitet hatte Treitschke 5, 220; — 
in der Zusammenfetzung wonnemonat Mai, ahd. wunni- 
mänoih, mhd. wunnemänot neben winnemäncet hat wonne 
noch die Bed. des Weidens und der Weide. — wonnig, 
mhd. wunnee, Wonne gewährend, zeigend: mit wonnigen 
tedanken von zukunft Bürger an die Hoffnung; 
als ob ihn ein wonniger traum umfange Treitschke 
5, 171; Weiterbildung: der wonnigliche traum Wie- 
land Ob. 8, 55; was singt so wonniglich? Uhland 306. 
Worfeln, Getreide durch Umwerfen von der Spren 
reinigen; mitteldeutsche Inlensivbildung zu dem Subst. 
wurf: Boas . . vorfelt diese nacht gersten auf sciner 
tennen Nulh 3, 2; worfeln soll man, benuteln. sieben. 
was der krankheit spuren trügt (geistiges Unkrant) 
Uhbland 91; in älterer Spr. auch oIne Zeichen der 
Intensivbildung, als worfen: zu der zeit wird der herr 
worfen Jef. 27, 12; das getraid . auserklaubt und 
geworft Frölich Stob. à 3b. 
Wort, n. einzelner Bestandteil menschlicher Rede; 
gemeingermanische Bildung, goth. vaürd, altnord. ord, 
altengl. altsächs. vord, ahd. mhd. wort, urverwandt zu 
lilt. vardas Name, altprenß. wirds. lat. verbum Wort, 
altes Partizip zu der Wurzel var. die im Zend lehren, 
im Altpersischen verlündigen bedeutet. Plur. in der 
wollüstig — Wort. 
älteren Spr. dem Sing. gleich, noch im 16. Ih.: wenn 
sic viel wort machen Matth. 6,7; im Mhd. kommt 
dazu die Form worter, wörter auf: vil sueze wären 
ir vorter Servatius 1071, noch im 17. Ih. im gleichen 
Gebrauche: bicrauf gebe ich bericht mi den wörtern 
P. Frisil Praetorius Anthrop. 223; erst von da ab 
zugleich aus der alten Form vort der Plur. vorte. 
und der neuere Sprachgebrauch seit dem 19. Ib. ver- 
wendet beide Plurale, wörter im vereinzelnden, worte 
im zufammenfassenden Sinne, wiewohl bisweilen die 
Grenze des Gebrauchs verfließt: zerrtreut sein, ein 2er- 
streuter, ist lediglich nach der aunlogie des franzöei- 
schen gemacht. wir wollen nicht untersuchen. wer das 
recht bstte, dicse worte zu machen Lefsing Dram. 25. 
Dim. wörtlein. mhd. wortelin. vortelin. noch jett in 
schrieben, in neuerer Spr. ist das Bewußlfein der Zu-| gehobener oder altertümelnder Spr.; gewöhnlicher wört-
	        

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