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Staatslexikon. Fünfter Band: Staatsrat bis Zweikampf. (5)

Zugriffsbeschränkung

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Nutzungslizenz

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Bibliografische Daten

Volltext: Staatslexikon. Fünfter Band: Staatsrat bis Zweikampf. (5)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
rgbl
Titel:
Reichs-Gesetzblatt.
Erscheinungsort:
Berlin
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Sammlung:
deutschesreich
Erscheinungsjahr:
1871
1918
DDC-Sachgruppe:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
rgbl_1915
Titel:
Reichs-Gesetzblatt. 1915.
Bandzählung:
49
Herausgeber:
Reichsdruckerei
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
deutschesreich
Erscheinungsjahr:
1915
DDC-Sachgruppe:
340
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch

law_gazette

Titel:
Stück Nr. 42
Bandzählung:
42
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
law_gazette

law

Titel:
(Nr. 4689) Bekanntmachung, betreffend den Ausschank und Verkauf von Branntwein oder Spiritus.
Bandzählung:
4689
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
law

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Staatslexikon.
  • Staatslexikon. Fünfter Band: Staatsrat bis Zweikampf. (5)
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Übersicht der Artikel des V. Bandes des Staatslexikons, 3. und. 4. Auflage.
  • Staatsrat - Syllabus
  • Tarifverträge - Türkei
  • Universitäten - Usurpation
  • Venezuela - Volkszählung
  • Venezuela
  • Verbrechen, politische
  • Vereinigte Staaten von Amerika
  • Vereinigungsrecht
  • Vereins- und Versammlungsrecht
  • Verlagsrecht
  • Versicherungswesen
  • Verwaltungsrecht, Verwaltungsgerichte
  • Vico
  • Vogelsang
  • Völkerrecht
  • Volksbildung
  • Volksschulen
  • Volkssouveränität
  • Volkswirtschaftslehre
  • Volkswirtschaftspolitik
  • Volkszählung
  • Waffenstillstand - Württemberg
  • Zehnt - Zweikampf
  • Nachträge. (Neu aufgenommene Artikel sind durch * kenntlich gemacht.)
  • Verzeichnis der Mitarbeiter.

Volltext

16 Die Lausitz. 
Heide, Nadelwälder, Wiesen und Erlengebüsch geben das 
landschaftliche Gepräge. 
Hier sind im diluvialen Boden auch zahlreiche Teiche 
eingebettet, die durch ihren Reichtum an Karpfen wirtschaft— 
lich von Bedeutung sind. Sie bilden den Übergang zum 
Spreewald, dem großen Teich- und Sumpfgebiet der preußi- 
schen Lausitz. Von diesen stehenden Gewässern hat die 
Lausitz ihren Namen erhalten, denn das slawische Lukica be- 
deutet Sumpfland. 
Entstehungsgeschichte. Die Lausitz, deren Granitplatte 
sich bis jenseits der Elbe im Meißner Granit und den Strehlaer 
Hügeln fortsetzt, war ehemals ein Teil des paläozoischen Falten- 
gebirges, das Mitteldentschland durchzog (Näheres im Kapitel 
„Erzgebirge“). Dieses Hochgebirge begann hier seine nordöst- 
liche Richtung in die südöstliche zu ändern, etwa im Bogen 
Strehla-Großenhain-Radeberg. Die Richtung JNW.— SO. ist 
noch jetzt in der Lausitz vorherrschend. Die Granitdecke läßt 
wenig mehr von dem ältesten Gestein erkennen, das von ihr 
leichmäßig bedeckt wurde. Nur im Nordwesten, bei Kamenz, 
Enden sich paläozoische Sedimente in größerer Ausdehnung. 
Dagegen sind archäische Gesteine aus der Urzeit der Erdrinde 
nirgends maßgebend vertreten. In der mesozoischen Zeit setzte 
das Kreidemeer seine Ablagerungen, namentlich Quadersandstein, 
ab. Auf der Lausitzer Platte wurden diese mesozoischen Ge- 
steine durch Abtragung (Denudation) wieder entfernt, so daß 
die tertiären Ablagerungen unmittelbar auf das Grundgebirge 
erfolgten, wie im Zittauer Becken, das in der älteren Tertiär= 
zeit sich als großes Süßwasserbecken nach Westen bis zur heutigen 
Landesgrenze ausdehnte. Eine durchgreifende Veränderung in 
der Bodengestaltung brachte die Periode, in der die heutigen 
Gebirge Sachsens entstanden. Der südliche Rand der Lausitz 
wurde zur heutigen Umrandung emporgehoben. Die Launsitzer 
Platte geriet zwischen die zwei Bruchlinien, an denen die nörd- 
liche Umwallung Böhmens emporgepreßt wurde, und ward 
selbst nur wenig gehoben. Nur an der südwestlichen Bruchlinie 
traten größere vertikale Veränderungen ein. Der Granit wurde 
hier mehrfach über den jüngeren Sandstein gehoben und auf 
diesen geschoben. Diese Uberschiebungen des Granits erreichen 
südlich von Zittau 280 m Sprunghöhe. Im Westen bezeichnet
	            		
Die Lausitz. 17 die große Hohnsteiner Uberschiebung die Grenze zwischen Lau- sitzer Granit und Elbsandstein. Im Osten sank die Lausitzer Bucht ein, der Granit wurde hier mit Braunkohle bedeckt, die stellenweise 20 m mächtig ist und den Anlaß zum Bergbau ge- geben hat. Durch den Sandstein und die Spalten des Granits brachen Basalte und Phonolithe hervor, die der südlichen Lausitz ihren heutigen Landschaftscharakter gaben. Die Eruptivgesteine der Tertiärzeit lagern teilweise übereinander; so findet sich bei Zittau über den Brannkohlen Pelagonittuff, über diesem Basalt gelagert, der von Phonolith durchbrochen ist. Die Abtragung gab der Landschaft auf weite Strecken ihr heutiges Gepräge. Da die Granitplatte wenig Gefäll hat, wurden die Täler nur mäßig tief eingeschnitten und ein allmählicher Übergang zur Ebene geschaffen. Diese ist zum Teil von diluvialen Ablage- rungen bedeckt, die sich in allen tiefer gelegenen Teilen der Lausitz finden. Zur Eiszeit lag das Ende des großen Binnen- eises am Fuß des Zittauer Gebirges, fast die ganze Lausitz war unter Eis begraben. Bei- Bischofswerda und Löbau trägt der Granit ausgeprägte Gletscherschliffe, bei Kamenz bilden die oben erwähnten Kies= und Sandhügel ganze Gruppen von 20—30 m hohen Rundhöckern, hier befinden wir uns in einer ausge- sprochenen Moränenlandschaft. Nach dem Rückgang des Binneneises floß die Neiße nach Westen zur Elbe, die vielen Teiche und Sümpfe bezeichnen- ihren früheren Lauf. Zur Zeit des nacheiszeitlichen Steppenklimas wurde der fruchtbare Löß abgelagert, soweit nicht schon Kies- und Sandhügel vom Boden Besitz ergriffen hatten. Der Löß ermöglicht lohnenden Ackerbau und dichtere Ansiedlung. Da er sich nur in tieferen Lagen findet, ist sein Gebiet auch klima- tisch bevorzugt. Die Lößlandschaft hebt sich mit Ackern lund Wiesen scharf von dem diluvialen Sandboden mit seinen Kiefern- waldungen und den sumpfigen Strecken ab. In der Kamenzer Gegend liegen die Dörfer vielfach auf Inseln von Grauwacke, die aus dem Diluvium hervorragen und fruchtbaren Boden geben, während die umgebenden Sandflächen mehr Kiefernwald tragen. Das Klima der Lausitz ist der östlichen Lage ent- sprechend kontinentaler als im übrigen Sachsen. Der Uber- gang zur osteuropäischen Tiefebene tritt schon merklich her- vor. In Zittau ist der Januar um ½0 kälter, der Juli Zemmrich, Landeskunde d. Königr. Sachsen. 2

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