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Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

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Bibliographic data

fullscreen: Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

Periodical

Persistent identifier:
rgbl
Title:
Reichs-Gesetzblatt.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1871
1918
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
rgbl_1915
Title:
Reichs-Gesetzblatt. 1915.
Volume count:
49
Publisher:
Reichsdruckerei
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1915
DDC Group:
340
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück Nr. 70
Volume count:
70
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

Contents

Table of contents

  • Deutsches Wörterbuch.
  • Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

Full text

1253 versöhnen — versprechen. 
sein auf etwas, nicht davon los können; beim Landwirt 
gerste ist versessen, versitzt, bleibi versitzen, wenn sie 
nicht aulgeht. . 
Versöhnen, zur Sühne bringen, Streit ausgleichen, 
Fortsetzung des mhd. versuenen, bei Luther versunen 
(1. Mol. 32, 20 u. o.); die Form versöhnen seit 16. Ih. 
in bairischen Quellen, später in die allgemeine Schriftspr. 
übergegangen: versöhnen, reconeiliare Schottel; inen 
feind, jemandes zorn, die beleidigten gesetze (Schiller 
Näub. 5, 2), sich mit einem versbnen; blindheit, die 
mich allein noch mit meinem darbarischen loos ver- 
söhnt Kab. 1, 5. — versöhulich, leicht zur Versöhnung 
eneigt; versöhnlichkeit Treitschke 1, 168. — ver- 
orgen, mhd. versorgen, sorgend bestellen, versehen, unter- 
bringen: scin haus (1. Mos. 30, 30), seine kinder (50, 24), 
die seinen (1. Tim. 5, 8), einen mit speise (1. Macc. 
9, 52), sich mit lebensmitteln, u. a.; in verengtem Sinne 
die gomeine gottes 1. Tim. 3, 5, als geistlicher Vorsteher; 
seine tochter versorgen, aussteuern, zur Heirat helsen; 
einen, sich versorgen. in sichere Lebensstellung bringen; 
mun hielt sich fur desser versorgt Ranke Werke 1, 226; 
oberdeutsch auch einen versorgen, ins Irrenhaus bringen. 
Versparen, mhd. versparen, ausschieben, etwas bis 
auf spüterc zeit. — berspäten, mhd. verepæten, zu spät 
bewirken, sein kommen; nur verspätet ühr leidtr euer 
gluck Goethe Wanderj. 3, 6; zu spät verschaffen: er 
sticg aufwürts und verspätete sich dadurch den sonnen- 
untergang 1, 1; refl. sich verspäten, zu spät lommen; 
men der kein nest hat, und einkeren mus. wo er sich 
verspattet Sir. 36, 28. — verspeisen, als Speise ver- 
zehren: ein junges huhn, das sehon im maul der katze 
sleh völlig drein ergab, verspeist zu verden Heyse 
3.52; speisend verbrauchen: alles drot, fleisch verspeisen 
Adelung. — dersperren, mhd. versperren, sperrend zu- 
halten, den Eingang wehren, weg, zugung, ##r, u. a.; 
bildlich, frei: Christus IJhesus werde den lebendigen 
brunnen seiner grundlichen barmherzigkeit .. für mich 
nicht versperret halten Schuppius 455; von Per- 
sonen: es war aber des tages ein man drinnen ver- 
sperret 1. Sam. 21, 7. — verspielen, mhd. verspüln, 
spielend hinbringen, den ganzen lag; ein Spiel oder im 
Spiele verlieren: er hat verspielt; scin geld verspiclen; 
regimentsquartiermeister, der . die sämtlichen regi- 
mentsgelder verspielt hatte Rabener 4, 16; als Redens- 
art: nur gutes muths, gnudiger herr, es ist noch nichts 
verspickt Wieland Sylv. 3, 8. — verspotten, mhd. 
verspotten, ausspotten: die menner aber, die Jhesus 
hiclten, verspotteten ju Luc. 22, 63; einces gewohn- 
heiten, kleidung verspotten; sie musten da verspoltet 
ston EAlberus Esop 7, 13. — versprechen, mhd. ver- 
Sprechen, 1) sprechend geloben, einem etwas; er ver- 
sPrach ihm bilfe, aber die versprochene bilfe blieb aus; 
der versprochne weisere mann Schiller 4, 52; er ver- 
sprach zu kommen (dasz er kommen wollte); sich einem 
zur che versprechen; er versprach sich (Jesum zu ver- 
raten) Luc. 22, 6; ich bin für heute abend versprochen 
Ou einer Gesellschaft); du weiszt. dasz ich vorerst nach 
NRom versprochen hin Wieland Ob. 7,2; in älterer 
Rechtsfpr. versprüchen nnd burg sein Maaler; foeei: 
ich versLreche mir ctwas von dieser unterredung, setze 
Hofsnungen drauf; die franzosenfreunde, unter denen 
Zastrow nuch jeizt noch von ciner unzerhandlung n. it 
den Frauzosen sich guten erfolg versprach Häusser 
d. Gesch. 3, 73; auf Entwicklung in der Zukunft hin- 
weisend: der kunle verspricht etwas orde m’liches zu 
werden; Cer sonnenaufgang verspricht einen heitern 
tug: gib mir auch die zeilen wicder. da . die knospe 
wunder noch verspruch Goethe Faust, Vorspiel; gleich 
die ersten unterre#rsben. . versprachen nicht vie! 
Häusser d. Gesch. 1, 250; in bedeutendem Sinne: ein 
versprechendes huszere; Sich liebe dieses seuer an cinem 
Jungen kriegsmann." o allerdngs. dus versprieltt! 
Versprechung — Verstand. 1254 
Schiller Parasit 1, 3. 2) in älterer Spr. absprechen, 
Absage thun, mit persönlichem Acc.: dag maniger in 
(Gott) versprichet, unde in vorsmähot umbe niht 
Kv Würzburg Sylv. 2331; die menner zu Sichem 
versprachen Abi dMeleeh Richt. 9, 23; mit sächlichem 
Acc.: nu versprich e niht ze sere (verrede es nicht) 
Nib. 16; dawider reden, tadeln: da sie sahen eiliche 
seiner junger mil gemeinen henden das brot esscn, 
versprachen sie es Marc. 7, 2; als Zauberkunst eine 
krankheit versprechen, durch Spruch vertreiben: eine 
buchse versprechen, meantare selopum Stieler: — 
resl. sich versprechen, salsch sprechen: er verspricht sich, 
loquendo oberrak Stein bach; ieh habe wich nur ver- 
sprochen. 3) Juf. als Subst. in der Bed. einer Zu- 
sage: sein versprechen halten, promisso scare ebd., neben 
Versprechung, f. versprüchung, spomsio, kromlzse 
Maaler; die widerstrebenden höse setzt zu bindenden 
versprechungen zu zwingen Treitschke 1, 565; = Ver- 
lobung: der heutige tug ist endlich zu der versprechung 
angesetzt Gellert Betschw. 1, 1. — versprengen, ober- 
deutsch = zersprengen: wenn sie noch ein brösmeli 
essen sollte, es würde sie versprengen JGotthels 
Uli d. Knecht 310; allgemein — auseinander jagen, ver- 
jagen: er blich zuruck, er wurd versprengt Freilig= 
rath 1, 163; oft werden stämme als zerschlagen, ver- 
sprengt. ausgerottet geschildert Freytag Bild. 1, 02. 
— verspritzen, spritzend ausgießen: ein blutstropfe 
wie schnell wird er ihn fur scine gerundbeit versprutzen 
Schiller 1, 19; mein blut zu versprutzen der frei- 
heit Platen verh. Gabel 1; uber die zahlreichen 
thurmehen der sehorusteine . war es (Mondlicht) vie 
Silber verspritzt Heyse 1, 218. — Verspruch, m. 1s 
verspruch. Handlung des Versprechens, besonders Ebe- 
verlöbnis: bei dem verspruch Iffland Hagest. 1, d. 
— versprühen, intranf., sprühend vergehen: die flamme 
mag versprüuhen Rückert Liebesfr. 1, 13; trans. sprühend 
umherschleudern: der stein versprüht funken. — ver- 
spünden, mhd. verspunden, spündend einschließen: die 
zu bessernde . nach dem ustloche eines feigendaumes 
zu tragen, worin sie dureh einen vorgestopften pflock 
verspündet wurde Immermann Münchh. 2, 82; ver- 
schließen: Marie, die den ofen verspundete Voß Idyll. 
16, 136; ein fasz verspunden Adelung. — verspüren, 
Spur von etwas finden, merken, ersahren: Simplex ins 
mare del Zur wild geführet, dn er sehr sclzame sachen 
verspühret Simpl. 2, 4; neuer mehr nur — empfinden: 
diesz (daß Büffon Recht behielt) hatte sie kaum verspurt 
Wieland Am. 14, 12; hunger, durst verspuren. 
Verstand, m. Einrerständnis: der verstand, verein- 
barung einsi mit dem anderen, coltfo, ein verstand miit 
einem machen, ad rem aliquam cofre Maaler; in 
verstandt mit inen . gestanden Zimm. Chron. J, 357; 
landschaftlich oberdeutsch noch guten verstund haben, in 
gutem Vernehmen stehen mit einander Schmeller, 
sonst in der Schriftspr. nicht mehr, doch vgl. veistan- 
digen: — Sinn, in dem etwas zu verstehen ist: ein 
wort, das zween verstand hat, ambigue posikum verbum 
Maaler;: (ter hat) einen andern verstant der gesekrift. 
gegeben Aventin 2, 100; noch fassest du nicht des 
gesctzes ganzen verstand Klopstock 2. 79; ihr scid 
ein träumer im (igentlichsten verslande Grillparzer 
6, 241; Fähigkeit zu verstehen: Daniel uber gab er ver- 
stand, in allen gesichton und treumen Dan. 1, 17; 
wenn die geselze der nutur sich unserm ver’#tand iunt- 
zichn Schiller 5, 191; Bethätigung derselben, Ver- 
ständnis: Lunst und verstaud uller naturlichen d.nge 
Simrl. 2, 61; ein kunsiler zog sich mit groszem 
versland aus der suche Goelhe ital. Reise 1; Organ 
dafür: der naturlich verstand und neigung so ein 
yeder mensch Lut, ingenium Maaler; ders'and, k inen 
erstand (Vl. 19, 21) huben, bei dberstunde sein, wioder 
zu cistante kommen:; hatte #r Zesunden verstatd ge- 
79°“
	        

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