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deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

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Public Domain Mark 1.0. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

fullscreen: deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
rgbl
Titel:
Reichs-Gesetzblatt.
Erscheinungsort:
Berlin
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Sammlung:
deutschesreich
Erscheinungsjahr:
1871
1918
DDC-Sachgruppe:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
rgbl_1916
Titel:
Reichs-Gesetzblatt. 1916.
Bandzählung:
50
Herausgeber:
Reichsdruckerei
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
deutschesreich
Erscheinungsjahr:
1916
DDC-Sachgruppe:
340
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch

law_gazette

Titel:
Stück Nr. 56
Bandzählung:
56
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
law_gazette

law

Titel:
(Nr. 5109) Bekanntmachung, betreffend Abänderung der Bekanntmachung übder die Preise und sonstigen Vergütungen für Kraftfuttermittel vom 19. August 1915 (Reichs-Gesetzbl. S. 504).
Bandzählung:
5109
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
law

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutsches Wörterbuch.
  • deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

Volltext

1091 Panzerhose — Papagei. 
Panzer, Kettenpanzer: das panzerhemd, naludamen- 
k#m Maaler; panzerhemd von schuppen oder ringen 
Moltke 2, 74. — Panzerhosc, f. Beinbekleidung von 
Draht oder Blech, zum Schutz der Schenkel. — Panzer= 
kette, f. Zierkette mit maschenförmigen Gliedern; Art 
von Kinnketten eines Pferdezaums. — Panzerklinge, k. 
Art starker Stoßklingen, um damit durch einen Panzer 
zu stoßen. — Panzerkrebs, m. Krebsart mit besonders 
harter Schale. — Panzerplatte, k. Eisenplatte zum 
Panzern eines Schiffes oder Turmes. — Panzerreiter, m. 
gepanzerter Reiter, loricatus Stieler; die panzer- 
reiter bei den Polen Moltke 2, 74. — Panzerschiff, n. 
Kriegsschiff, dessen Rumpf mit schweren Eisen- oder 
Stahlplatten zum Schutze umgeben ist. — Panzer= 
stecher, m. Panzerklinge. — Panzertier, u. Gürtel= oder 
Schuppentier. — Panzerturm, m. Turm, besonders auf 
einem Kriegsschiffe, der mit schweren Eisen= oder Stahl- 
platten geschüttzt ist. » 
Panzcrn,mitPanzerumgeben,schutzen,los-ways 
Steinbach; sich mit leder panzern ebd.; vom kopf 
bis auf die füsze gepanzert sein Adelung; gepanzerte 
reiter, in weiterer Bed. schiffe, türme; hunde bei der 
Saujagd; gepanzerte tiere, Krebse, Gürtel= oder 
Schuppentiere; bildlich: da habe ich meine arme seele 
mit humor gepanzert Heyse Par. 3, 208; die stelle, 
wohin diese insinuationen . gerichtet sind, ist zum 
glück vollständig unzugünglich dafür und gepanzert 
gegen solche insinnationen Bismarck Red. 12, 85. — 
Panzerung, fk. Handlung des Panzerns; Stoff und Art 
des Panzerns: die p. des schiffes besteht aus stahl- 
platten. 
Papa, m. Kinderwort für Vater; im 17. Jh. nach 
dem gleichlautenden franz. Wort ausgenommen, bereits 
Anfangs des 19. auch modisches Schmeichelwort der 
Frauen für ihre Männer Amaranthes Frauenz.-Lex. 
1414 g.; in allgemeineren Gebrauch gekommen als vor- 
nehmer gemeinte Bezeichnung des Vaters (vgl. auch 
mama), in romanischer Betonung papä: was würde mein 
Papa zu solchen enkeln sagen? Wieland Amad. 8, 18; 
du störst papa, lasz zur mama dich tragen (Wärterin 
zum Kinde) Heyse 1, 78; Dim. papächen: neige dich 
hübsch, mein kind, und streichele: exa, papachen! 
Voß Idyll. 13, 14; auch in deutscher Betonung, ge- 
wöhnlich in der Hausrede: der päpa kommt; sage es 
dem päpa; umgeformt in Kindermunde zu pappe: lieber 
Pappc, ich helfe dich Goethe Künstlers Erdenwallen 1; 
Plur. die papäs. — Papagei, m. Name des Vogels 
sittacus, betont päpagei und papagci; mhd. papegän, 
später in heutiger Form; der Name an Stelle des 
älteren psirtich (vgl. sittich) im 12. Ih. getreten, wo 
sich ein mittellat. papagallus, mittelgriech. papagäs, 
später papagällos. mit der ursprünglichen Bed. Pfaffen- 
hahn, Priestervogel (wegen seines farbenprächtigen dem 
farbenreichen priesterlichen Ornat entsprechenden Kleides) 
vorfindet, das in den abendländischen Spr. verschiedene 
Formveränderung mit Umdeutung erfuhr: ital. pappa- 
von Südfrankreich her über die rheinischen Gegenden 
und die Niederlande hängt mit einer sich weithin aus- 
breitenden Sitte zusammen, nach einem Bilde gerade 
dieses Vogels von Leder oder Pappe ein Lustschießen zu 
halten, was zuerst im Süden von Frankreich aufge- 
kommen ist (vgl. die ausführliche Darlegung von Jacobs, 
die Schützenkleinodien und das Papageienschießen 1997, 
namentlich S. 20 ffg. 43 ffg.). pD#stacas papagef), pape- 
gere. papegey, papegauwe, pabagoy Dief.; in starker 
und schwacher Form: in gestalt des schönsten papa- 
gays Wieland Idr. 3, 48; aus mangel ihres papa- 
Eayen zu seinem gequäk ein schläfrig ohr zu leihen 
Amad. 16, 23; jagd, auf welcher der kaiser das seltenste 
wildpret erlegte, unter anderm einen Papageien, welcher 
1092 
im fallen vive lempcreur schrie Moltke 1, 196; Plur. 
die papageye Adelung; indesz .. papageien sinn- 
entfernt nachplappern, was sie eingelernt Grill- 
parzer 1, 180; in einer gekürzten kosenden Form: ein 
geschwätziges papchen Zachariae Murner 1, 24; ver- 
gröbert zu pape: er war schon bereit den papen zu 
würgen 121; mit Anspielung auf papeln (s. d.): schön 
papelpapchen Bürger Vogel Urselbst; in Vergleichen: 
bunt, schwatzhaft wie ein papagei; nach art eines 
papageien nachschwatzen, gedankenlos; daher von einem 
solchen Menschen selbst: er ist ein papagei: — über- 
tragen auf deutsche Vögel, Mandelkrähe und Krumm- 
schnabel heißen der deutsche papagei; der große Kern- 
beißer der ##nnische papagei; papagei auch ein Fisch 
mit bunter Zeichnung, corpape 
pappeln, plaudern, schwätzen, landschaftlich in traulicher 
Rede; niederd. babbelen, engl. babble, zunächst vom 
Schwatzen kleiner Kinder, auf entsprechende Naturlaute 
zurückgehend; auch von Erwachsenen: schwetzt und 
pappelt viel unnütz ding Fischart Lob der Mucken 
296; ich hörete auf zu papplen Simpl. 1, 34. 
Papier, u. Faserstoff aus dünnen Blättern bestehend, 
für Schrift und Zeichnung; spät mhd. papier, bapier, 
Lehnwort aus lat. papyrum. das Erzeugnis aus der 
Papyrusstaude bezeichnend, übertragen auf solche aus 
andern Stoffen (baumwollen-, lumpen-, seidenpapier): 
das lange i der deutschen Form geht im älteren Nhd. 
auch in ei über: earta, papirum papir, papeyer Dief.; 
begert das man im papeir und ein schreibzeug geben 
solt Wickram Goldf. 62b; schreibzeüg, papeir. fäder 
und dinten Rollw. 96, 16; seit 17. Ih. in der Schriftspr. 
wieder verschwunden, etwa noch mundartlich geblieben. 
1) als Stoffwort, ohne Plur., oder, wenn ein solcher 
gebraucht wird, Papierarten meinend; vielfach in Zu- 
sammensetzungen, deren erstes Glied den Zweck bezeichnet: 
akten-, brief-, druck-, noten-, pack-, tapeten-, zeitungs-- 
papier u. a., fltrier-, gichtpapier; oder die Herstellung: 
butten-, hand-, maschinenpapier; starkes, dunnes, festes, 
geleimtes papier; schlagen nicht durch, wie ungeleimt 
lotringisch papir Garg. 75; papier in bogen, blättern, 
papier ohne ende; hast du einen bogen papier bei dir? 
Lenz Pandämon. 1, 2; hatte sie bemerkt, dasz Wilhelm 
nicht zum besten mit papier versehen war, indem er 
immer andere farben und abschnitzel verwandte Keller 
Seldw. 2, 116; in festen Wendungen: etwas zu papiere 
bringen, schreibend, zeichnend, aufs papier werfen, mit 
dem Nebenbegriff der Eile und Flüchtigkeit; meine be- 
gebenbeiten .. zu papier zu bringen Wieland Nach- 
laß des Diog. 1; (daß Jeder) die gedanken erst zu 
papier bringen musz Moltke 1, 212. 2) als Einzel- 
begriff, — beschriebenes, bedrucktes Blatt oder solcher 
Bogen, Schrift, Aufsatz überhaupt, mit dem Plur. pa- 
picre; zu den verschiedensten Zwecken, Aufzeichnung zu 
Erinnerung, Erklärung, Beweis u. s. w.: du wolltest 
zuerst die tagebücher deiner reise mir. mittheilen, 
papeln — Papierfabrik. 
bei dieser gelegenheit so manches dahin gehörige von 
gallo, franz. papegaul, Papegaut. papegai, span. portug. 
Papagayo, engl. popinjay; die Verbreitung des Namens 
papieren in ordnung bringen Goethe Wahlverw. 1, 1; 
da liegen die broschüren ich mag die papiere nicht 
anfassen Grabbe Napoleon 73; zum Ausweis: die 
polizei verlangt seine papiere; ein legitimationspapier; 
als Schuldurkunde, hypotheken-, staats., wertpapiere; 
als Börsenausdruck die papicre sind gestiegen, ge- 
fallen; kaufmännisch papier — Wechsel: kurzes. larges 
papier, Wechsel auf kurze oder lange Sicht; scherzhaft 
bei Kartenspielern für die Karte: du hast mir ein 
schlechtes papicr gegeben; Dim. papierchen: was willst 
du mit diesem papierchen? (Brieschen) Schiller Fiesko 
3, 4. türkisches papier, Name verschiedener bunter 
Schneckenarten. — Zusammensetzungen: Papieradel, m. 
Briefadel (s. d.). — Papierblume, k. aus Papier ge- 
fertigte Blume. — Papierbogen, m. Bogen Papiers. 
— Papierfabrik, fFabrik für Papier; dazu Papier=
	        

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