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Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

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Bibliographic data

fullscreen: Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

Periodical

Persistent identifier:
gs_reuss_j_linie
Title:
Gesetzsammlung für die Fürstlich Reußischen Lande Jüngerer Linie.
Place of publication:
Gera
Document type:
Periodical
Collection:
reussjl
Publication year:
1821
1871
DDC Group:
340
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
gs_reuss_j_linie_vierzehnter_band
Title:
Gesetzsammlung für die Fürstlich Reußischen Lande Jüngerer Linie. Vierzehnter Band. 1863-1865.
Volume count:
14
Publisher:
Hofbuchdruckerei
Document type:
Periodical volume
Collection:
reussjl
Publication year:
1865
DDC Group:
340
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück No. 260.
Volume count:
260
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

law

Title:
2) Ministerial-Bekanntmachung, das zwischen Preußen und Belgien geschlossene Uebereinkommen hinsichtlich der Behandlung zollvereinsländischer Erzeugnisse bei ihrer Einfuhr in Belgien und der Behandlung Belgischer nach dem Zollverein bestimmter Erzeugnisse vom 31. Juli 1863 betr.
Volume count:
2
Document type:
Periodical
Structure type:
law

Contents

Table of contents

  • Deutsches Wörterbuch.
  • Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

Full text

687 Spielart — Spielplatz. 
und dessen groszmutter ihre hände ins spiel mischen 
wollen? Gandy Erz. 91; konnten die erbschleicher 
nicht auch bier die hand im spicle baben? Treitschke 
2, 361; ich bin cin greis und obne eine höhre band 
im spic Grabbe 1, 347; dasz der Armenier mit 
im spiele sei Schiller 1, 255; es war keine eitle 
vergötterung mit im spicl Heyse 6, 105; was wollet 
ihr auch den tenfel ins spiel richen?" Hauff 7, 191; 
sobald die (Sicherheit des Reiches) ins spiet kommt 
Bismarck Red. 15, 300; ins spiel kommen in älterer 
Spr. auch = zu Hilse kommen: wann rath und that 
erliegt . kömpt gett doch ia das spiel, und nimbt 
sich unser an Opitz 3, 278; einen aus dem spiele 
lassen; das spiel wendet sich, wird anders; einem das 
ganze spiel verderben; (das) hütt ihm schier das ganze 
spiel verleidet Wieland Klel. 6, 6; ctwas auf das spiel 
sctzen, gleichsam als Einsatz: venn er den rubm seincr 
väter . aufs spiel sctzt Schiller Näub. 1, 1; in un- 
gebenren füällen, wo alles auf dem spiele stcht Goethe 
Wahlverw. 1, 13; wir beide haben dic ehre nur einmal 
auf dem spiel Schiller Fiesko 4, 12; u. s. w. 7) spicl, 
von den Werkzeugen zum Spiel: ein spiel karten, kegel, 
wurkel; srei auch ein spiel stricknadeln, soviel zu einem 
Gestrick gehören; — frei und mundartlich von einer 
zusammengehörigen Menge: was das ein geldspiel kost! 
Goethe Göh 2; hessisch ein spiel geld, ein groszes 
menschenspiel, ein mördsches geldspiel u. dergl., im 
Nassanischen bucher-. dreck-, geld-, leut-, mensche-, 
zeugspicl; — in lechnischer Spr., bei Jägern Schwanz 
der Elster; zusammengebundene Federlappen, bei der 
Abrichtung der Falken gebraucht; vgl. auch federspicl, 
windspiel; bei Büchsenmachern schmales bewegliches 
Stück Stahl in der Nuß. 8) anderes spiel in beispiel, 
kirchspiel (s. d.). — Zusammensetzungen: Spielart, k. 
Art zu spielen; Abart einer Gattung: diese pflanzc, 
eine spiclart von jener. — Spielball, m. Ball zum 
Spiele; übertragen: ein dlinder spielball wankel-- 
müthger laune Geibel 7, 69. — Spielbank, k. Bank 
jür das Glücksspiel (vg. unter bank 3): abschaffung 
der spielbanken Bismarck an Gerlach 266; er eilt an 
die spielbank, setzt alles auf eine karte Moltke 
6, 53. — Spielbein, n. bei Bildhauern das menschliche 
Bein, sofern es sich bewegt, im Gegensatz zu dem sest- 
stehenden standbein: Dermes. . stcht mit dem rechten 
als stand-, mit dem linken als spielbein in ruhiger, 
ungezwungener haltung Zeitung 1882. — Spielbude, . 
Bude für Glücksspiele. — Spieldose, k. Musikdose die 
lleine Stücke spielt. — Spielgeist, m. Geist der Interesse 
an einem Spiele nimmt; nach spiel 6: da es mir an 
jeder art spielgeist seblt Seume Spaz. 1, 96. — 
Spielgeselle, m. Teilnehmer an einem Spiel, Gespiele 
Thümmel 1, 105; dazu Spielgesellschaft, . — Spiel- 
haus, n. Haus für Spiele, ahd. sbilahüs, mhd. spile-, 
spilhüs; für dramatische, gymnastische (1. Macc. 1, 15); 
jetzt gewöhnlich für Hasardspiele. — Spielhölle, f. Haus 
für Hasardspiele unter dem Bilde einer Hölle. — Spiel- 
karte, f. Karte, die für ein Glücksspiel dient (vgl. kurte). 
— Spielleute, Plur. zu Spielmann, m., ahd. spiliman, 
mhd. spilc-, spilman, in älterer Spr. fahrender Sänger, 
gewerbsmäßiger Musikant: da der spielman anf der 
sciten spielet 2. Kön. 3, 15; jrre die spiclerte nicht 
Sir. 32, 5; spillmann, der ze danz pfeilet, ehoraula 
Maalerz in nenerer Spr.: der betrunkene spiclmann 
(Leierkastenmann) Immermann Münchb. 4, 10; aber 
auch dichterisch gehoben: ich bin ein spickmann wobl- 
bekannt Geibel 1, 27; im Heere spielmann, spielleute, 
die Musiker; spilleut, irummenschlaher und pfeifer, 
trompanistae et tibieines Maaler. — Spielmarke, (. 
Marke bei den Glücksspielen gebraucht. — Spiel= 
pächter, m. Pächter der Erlaubnis, Hasardspiele zu 
balten und der dazu gebörigen Räume: mr. Blanc, d#r 
spiclpächter Bismarck an Gerlach 267. — Spielplatz, mi. 
jm kein gelt im secketl bleidt 
688 
Platz für Spiele, mhd. spilplaz; spillplatz, aleatorium 
forum Maaler. — Spielpuppe, k. Puppe mit der ein 
Kind spielt; Puppe eines Marienettentheaters. — Spiel- 
raum, m. Naum für die Bewegungen eines Körpers 
(vgl. spiel 5); zunächst im Geschützwesen: spielraum 
beiszet der unterschied zwischen der mündung eincs 
stuckes und dem grösten cirkel einer kugel, die darans 
gescbesscn wird math. Lex. 1233; dann in weiterer 
technischer Anwendung und allgemein: ewig wird dieser 
frieden nicht bestehn. vicl spielraum gewührt cr beiden 
tbeilen Grabbe 2, 255; spielraum, welcher in der 
staatsmaschine der willkur der ausführungsbebürden 
gelasscn werden musz Bismarck Red. 1, 41; greszer 
spielraum für die berren, ibre meinung auszusprechen 
14, 113; dech bot es (das Zechen) hinlänglichen spiel- 
raum für unsere kleinen leidenschalten Keller Werke 
1, 139. — Spielregel, k. Regel für ein Spiel. — Spiel- 
sachen, k. Plur., Sachen zum Spielen für Kinder. — 
Spielschuld f. Schuld von Glücksspiclen her. — Spiel- 
schule, k. Schule für kleine Kinder, bloß zur Beschäftigung 
mit Spielen. — Spielsucht, k. Sucht Glücksspiele zu 
spielen: spillsucht die einen nahen zZeücht und reizt, 
alea blanda Maaler; wen die spilsucht treibt, das 
H Sachs Fab. 1, 19.— 
Spieltisch, m. Tisch an dem Glücksspiele gespielt werden, 
Mensa liusoria, tesseraria Stieler; sual mit lustren 
und spieltischen Issland Spieler 5, 18. — Spiel- 
uhr, k. Uhr, die Musikstücke spicelt. — Spielware, k. 
Gerätschaften für Iinttergalzungs- und Kinderspiele als 
Hanudelsware. — Spielzeug, u. Zeug, Gerät damit zu 
spielen: wie ein schlafergriffnes kind luszt sein buntes 
spielzcug fallen Lenau 37. « 
Spielra,Spieltreiben,ahd.alti.spilan,mhd.spi1a, 
mud. spelen, sbillen, nach den verschiedenen Bed. des 
Subst.; 1) allgemein, zeitlürzende Unterhaltung treiben 
(rgl. spic 1): si spilten unde trunchen, unz in iz 
der släl binam Genes. in den Fundgr. 35, 8; das kind 
spiclt; sin spilndiu kintheit Trist. 296; kneblin und 
meidlin, die nuf irer gassen spielen Sacharja §, 5; 
mit cinem spiclzeuge, mit puppen spiclen; Philipps 
fran, wenn ihr der einfall kommt, mit ibrem kleinen 
wiegenkind zu spielen Schiller 5. 50; mit Jupiters 
kenle zu spielen Räub. 2, 3; von Tieren: katze, die 
mit cinem knäucl, mit der maus spielt; junge bunde 
spielen; ualle wilde thier spielen daselbs Hiob 40, 15; 
übertragen, in Bildern und Redensarten: dicses war 
die puppe, mit der er mich spichen luszt Schiller 
4, 256; gelten wir für gut und edel, se spiclt man 
uns auf der nase Blsmarck an Gerlach 214. 2) in 
bestimmter Einengung (spiel 2); von Wett= und ritter- 
lichen Kampfspielen: spilm man dô such. hei waz man 
starker schellc vor dem munster brach Nib. v14; von 
Spielen zur Schau: las sich die knahen aufmachen 
und fur uns spielen 2. Sam. 2, 14; von Tänzern: tbiu 
thiorna spilöda (vor Herodes) Heliand 2765; ein ge- 
wisses Kunststück der Gautler war unterm hütlein spicsen 
(vgl. hut), von daher übertragen: auf das mit mir 
solch spieh unter dem hutlin gespielet (ich betrogen) 
würcke Luther §, 4b; in neuerer Spr. mit einem umer 
Einer decke spielen (vgl. deeke); die frau geheimerltin 
schümt sich nicht mit ibrer kammerjungler unter einer 
decke zu spielen Benedix Störenfr. 1, 55 — ver- 
hüllend, in älterer Spr. mit Gen.: der liebe spielen, 
indulgere amorf Stieler; sbilen der edlen minne 
Uhland Volksl. 762; — in Bezug auf Dramen: die 
schauspicler spielen heute; von der Technik: der schau- 
spicler spielt gut, schlecht, gewandt; vom Stück selbst: 
das lustspicl spickt in Spanien; das stück spielt in der 
zcit, als der ewige landfricde in Deutschland errichtet 
ward Schiller 2, 208; mit dem Acc. des- Objects: 
ein drama, singspiel, eine oper spichen; sie baben die 
Emilin gespielt Schiller Räub., 1. Vorrede; er spielt 
Spielpuppe — splelen.
	        

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