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Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

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Bibliographic data

fullscreen: Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

Periodical

Persistent identifier:
rgbl
Title:
Reichs-Gesetzblatt.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1871
1918
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
rgbl_1917
Title:
Reichs-Gesetzblatt. 1917.
Volume count:
51
Publisher:
Reichsdruckerei
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1917
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück Nr. 24
Volume count:
24
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

law

Title:
(Nr. 5694) Bekanntmachung über den Zahlungsverkehr mit dem Ausland.
Volume count:
5694
Document type:
Periodical
Structure type:
law

Contents

Table of contents

  • Deutsches Wörterbuch.
  • Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

Full text

467 Schranze — Schraubenschlüssel. 
wird, dann auch die Gerichtsbank bezeichnend, dunkler 
Herkunft; in neuerer Spr. auf den Süden beschränktz; 
Bank: dan jungen menschen auf der schranne Hebel 
2, 230; Gerichtsbank, Gericht und Sprengel desselben, Ver- 
kaufsbank, namentlich für Brot und Fleisch Schmeller; 
Getreidemarkt ebd.; umschlossene Halle dafür: des ge- 
wull in der schranne war . grosz MMeyr Erzähl. 
aus b. Ries 1, 120. 1 8ièm“ 
Schranze, m. schmarotzender Höfling; ursprünglich 
modisch (in geschlitzte Kleidung, nach mhd. schranz, Riß, 
Spalt) gelleideter junger Mensch, mhd. schranz und 
schranze: der junge schranz Ges. Abent. 3, 244; si wänt, 
der mit dem kranze wær ires herzen schranze 226; 
erst im Nhd. auf den Höfling übertragen, zunächst in 
der Zusammensetzung Lbofechranze: die gottlose bof- 
„chranzen Schuppius 25; bei Lesfing Fem. von 
einem Manne: was plandert nicht eine holschranze! 
Gal. 5, 4; als einfaches Wort: weder schranz noch zole 
Wieland Winterm. 2, 26; bewundernd singen es (das 
Lied) die schranzen Lenau 322. — schranzen, Schranze 
fein: ich kaann nicht schranzen Goethe Im Vor- 
übergehn. 
Schrappe, f. Werkzeug zum Kratzen; bei Schottel 
schrape, scrigilis, striegel, bei Jacobsson schrape 
und schraper. — schrappen, kratzen, schaben; niederd. 
und rheinisches Wort, in engster Beziehung zu schröpfen 
(s. d.); in hochd. Form schrapfen corradere, zu sich 
scherren, in niederd. schrapen und##föns zecbere 
Schottel; jetzt teils als Handwerls= und Haus- 
haltungswort: holz, tabak, möhren, rüben schrappen, 
teils allgemein: geld zusammen schrappen Schmeller; 
vgl. auch schruppen. — Schrappcc, m. Kratzer, Scharrer, 
Geizhals; bei Schottel schrapfer, schrabber, cbarus. 
Schraube, k. Walze mit Gewinden; spät mhd. er- 
scheinendes Wort: volveffa ein schrube, sehraube. 
schraufl, niederd. seruve Dies.; im eigentlichen Sinne, 
Mittel zum Befestigen, Halten; auch zum Bewegen, 
schraube an dampfero, schiflsschraube; schraube ohne 
ende; Foltergerät, vgl. daumschraube; viel in bildlichen 
Wendungen und Vergleichen: das ist che schraube, 
die mich foltert Müllner Schuld 4, 3; wurde seine 
hand umfsezt wic von schrauben Freytag Soll2, 120; 
dasz die bundeseinrichtungen eine schraube sein wurden, 
um die kleineren souveränitüten zu zermalmen Bis- 
marck Red. 4, 81; unter die schraube einer diploma- 
tiscben pression genommen 15, 160; gebäudesteuer zu 
zahlen, in der eine gewisse schraube liegt, die alle 
jahre wüchst 10, 94; huten wir uas, die schrauben 
allzufest anzuzichen Moltke 7, 47; vgl. auch steuer- 
schraube; in anderm Sinne, etwas stcht auf schrauben, 
etwas auf schrauben stellen, unfest, so daß es wieder 
gelöst werden kann; (der Brief) ist noch schr auf 
schrauben gestelst Lessing an EKönig 1776; daher: 
nichts .. als weadungen und schrauben Wieland 
Perv. 3, 237; auch — Aufziehen, Necken: (trauliches 
Geschwätz) ohne ubsicht, ohne schraube Ged. an Olympia 
1, 2; von geistig nicht ganz Gesunden heißt es eine 
schrsube ist in seinem kople los; in niedriger Rede 
wird eine alte Jungfer auch alto schraube genannt; — 
schrauben. Saitenwirbel an Musikinstrumenten Ade- 
lung; auch einc schraubenförmige Haarfrifur. — Zu- 
sammensetzungen: Schraubenbohrer, m. Bohrer mit 
Schraubengewinde. — schraubenförmig, die Form einer 
Schraube habend. — Schraubengang, m. Gewinde ciner 
Shraubenaen worin die Schraube sich dreht. — 
Schraubengewinde, n. die Windungen in einer Schraube. 
— Schraubenlinic, k. schranbenförmig laufende Linie. — 
Schraubenmutter, f. mit Schraubengängen versehener 
hohler Naum zur Aufnahme einer Schraube; vgl. 
mutier d. — Schraubenschiff, a. Dampfschiff, das durch 
Schrauben fortbewegt wird. — Schcaubenschlüssel, m. 
schlüsselförmiges Gerät zum Aufdrehen von Schrauben. — 
Schraubenschnecke — Schreck. 468 
Schraubenschnecke, s. eine Art gewundener Schnecken, 
ukroms. — Schraubenzieher, m. Gerät zum Anszichen 
von Schrauben. 
Schrauben, durch Schrauben anziehen oder befestigen; 
erst spät, mhd. als schrüben, mud. als schrüven auf- 
tauchendes Wort, das wie sein Subst. schraube, dunkler 
Herkunft, vielleicht Lehnwort ist, engl. screw. nord. 
srüfa; Nebensorm schraufen Garg. 24, noch jetzt bairisch 
Schmeller:; neben der ursprünglichen schwachen Form 
hat sich in nördlichen Quellen starke Beugung ergeben: 
schraubea, ich schrob Schottel; schrob, geschroben 
Adelung (ogl. auch verschroben); in eigentlichem 
Sinne etwas fest, los schrauben, vgl. auch ab-, an-. 
auf-, einschrauben; solternd: man wird dich auf die 
tortur schrauben Schiller Fiesko 2, 9 tübertragen: 
seelen auf die folter zu schrauben Kab. 3, 6); jemauden 
die daumen schrauben Adelung; — vieljach uneigent- 
lich, in älterer Spr. gern refl., sich leise herzu oder 
hinweg machen: den dorft man zu keim wolleben be- 
rufen, dann er sich selb hinein schraubet Wickram 
Nachb. 22“; schraubte mich auf den stall ins heu. 
Simpl. 3, 302; er schraubt allmühlich sich hinzu, so 
leis er kana Wieland Wasserkufe 599; sonst tranf., 
= leise ziehen oder treiben: was zieht mich hinaus? 
und windet und schraubt mich aus zimmer und haus? 
Goethe Sehnsucht; auch — sest ziehen, haften: wenn 
man wie kinder uns noch an den schultisch schraubt 
Körner Gouvernante 2; mit fächlichem Obj.: etwas 
in dio böhe schrauben, nach und nach erhöhen: das 
die summe hoöber hinauf geschraubt ist Bismarck 
Ned. 4, 114; schraubten sie dic preise zu abeateuer- 
licher höhe Freytag Bild. 1, 257; auch: (daß der 
König nicht) sich selbst.. hoch in die wolken schrauben 
lüszt Bismarck Red. 12,2485; — mit dem Nebensinn 
des Betrügens: cinen um sein gelt schrauben, argento 
aliquem circumuertere, er hat ibn stattlich geschraubet, 
egregie imposzuft ei, trogulam in eum injecit Stieler; 
— plagen, anhaltend in den Ohren liegen: er hörete 
nicht auf mich zu schrauben, bis ich cs tuhn muste 
ebd.; — ausziehen, vexieren: ich schraube, ludibrio 
habeo, #uck#ico Stein bach; (er) liesz sich nie von 
alten junkern schrauben Hagedorn Fab. 2, 10, 3; 
(die Damen) schraubten mich wegen meibner zerstrent- 
heit Moltke 6, 76; intrans. — gewunden hindenten: 
giag er niemals direct zu werke, sondern schranble 
nur mit bezugen, anspiclungeco .. aus die müngel bin 
Goetbe DuW. 1; Part. geschraubt, gewunden, nicht 
gerade hin: geschraubte prache (Keller Seldw. 2, 131), 
erklärung; stücke . die Martiol selbst nicht ge- 
schraubter und spitzer hütte machen können Lessing 
s, 514; soll sich cin ernsthafter mann mit der rasur 
solcher geschranbter traumdeutercicn besangen JPaul 
Erll. der Holzschnitte 117; was wollen. Sie mit diesen 
geschraubien phrasen? Platen gläs. Pantoff. 3. — 
In Zusammensetzungen: Schraubbolzen, m. Bolzen mit 
einem Gewinde zum Aufschrauben einer Mutterschraube. 
— Schraubstack, m. zangenartiges Werkzeug mit Schraube, 
um einen Körper darin festzubhalten. 
Schreck, m. Handlung, Zustand des Schreckens; erst 
ubd. bezeugte Form für älteres gleichbedentendes mhd. 
schrie, abd. scrio Sprung, in der Form dem Verbum 
mehr genähert; Nebensorm zum Masc. schrecken (s. d.); 
im eigentlichen Sinne — Niß, Sprung: schreck aiu 
glasec oder demand, maczmdia rel rima adamantis aut 
ritri Steinbach, bei Frisch das glas hat einen schrick 
oder schreck; Plur. schrecke, Risse, Brüche beim Eifen- 
blech, im Bergbau Risse, Klüfte; — Springer, vgl. 
heuschreck: Gerät zum 4rügen machen, bei Jägern 
der Plur. schrecke für Tücher, womit man Wild scheucht: 
— nneigentlich — Zusammenfahren durch Gemüts- 
bewegung: der schrekk, 4error. horror Schottel; 
cinen schreck haben, der schreck liegt ia den gliedern;
	        

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