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Das Goldene Buch des Deutschen Volkes an der Jahrhundertwende.

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Bibliographic data

fullscreen: Das Goldene Buch des Deutschen Volkes an der Jahrhundertwende.

Periodical

Persistent identifier:
rgbl
Title:
Reichs-Gesetzblatt.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1871
1918
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
rgbl_1917
Title:
Reichs-Gesetzblatt. 1917.
Volume count:
51
Publisher:
Reichsdruckerei
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1917
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück Nr. 118
Volume count:
118
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

law

Title:
(Nr. 5896) Bekanntmachung über die Erntevorschätzung im Jahre 1917.
Volume count:
5896
Document type:
Periodical
Structure type:
law

Contents

Table of contents

  • Das Goldene Buch des Deutschen Volkes an der Jahrhundertwende.
  • Title page
  • Zum Eingang.
  • Das Ehrenkomitee des Goldenen Buches.
  • Das deutsche Staatswesen an der Jahrhundertwende.
  • Bild: "Seine Majestät Kaiser Wilhelm II".
  • Widmung von Seiner Majestät Kaiser Wilhelm II.
  • Regenten des Staatswesens.
  • Gemälde Ihrer Majestät die Kaiserin Auguste Viktoria.
  • Fortsetzung Regenten.
  • Das Staatswesen, die Staatsmänner und Parlamentarier.
  • Deutschlands Wehrstand.
  • Das deutsche Kolonialwesen.
  • Das staatliche Verkehrswesen: Die Post und Telegraphie, die Eisenbahn, die Wasserstrassen des Binnenlandes und der Kaiser-WIlhelmkanal.
  • Die deutsche Wissenschaft an der Jahrhundertwende.
  • Die Theologie im letzten Viertel des Jahrhunderts.
  • Die Philosophie und die Aesthetik.
  • Die Rechtswissenschaft, die Volkswirtschaftslehre und die Statistik.
  • Die Heilwissenschaften an der Jahrhundertwende.
  • Die deutsche Geschichtsschreibung, Kulturgeschichte und Archäologie.
  • Die Philologie, die Sprachforschung und die Litteraturgeschichte.
  • Erziehung und Unterricht.
  • Die Schule von Prof. Dr. Theobald Ziegler.
  • Das Turnen von Dr. Ferdinand Goetz.
  • Der Handfertigkeitsunterricht von E. G. Th. v. Schenckendorf.
  • Jugend und Volksspiele von Dr. F. A. Schmidt.
  • Deutsche Festspiele von E. G. Th. Schenckendorf.
  • Persönlichkeiten aus Erziehung und Unterricht.
  • „Herbstabend“, Ölskizze von Lud. Willroider.
  • Die Astronomie, die Physik, die Meteorologie und die Chemie.
  • Unser Wissen vom Erdball, und seinen Bewohnern.
  • Die Physiologie, Botanik und Zoologie.
  • Das Wirtschaftsleben des Deutschen Volkes an der Jahrhundertwende.
  • Die berufliche und soziale Gliederung des Deutschen Volkes.
  • Die Landwirtschaft und die Forstwirtschaft.
  • Der Bergbau und das Hüttenwesen.
  • Die technischen Wissenschaften und ihre Meisterwerke.
  • Die Grossindustrie.
  • Schiffsbau und Schiffahrt.
  • Handel und Gewerbe.
  • Das deutsche Kunstgewerbe.
  • Die deutsche Kunst an der Jahrhundertwende.
  • Die bildenden Künste: Malerei, Bildhauerei, und Baukunst.
  • Die deutsche Dichtkunst.
  • Die deutsche Tonkunst.
  • Die Schauspielkunst.
  • Vollbilder zur Abteilung Kunst.
  • "Das Deutsche Meer", Gemälde von Andreas Achenbach. (Photographie)
  • "Das Mädchen am Strande", Oelstudie von Hans v. Bartels.
  • "Poesie und Malerei", Gemälde von Arnold Böcklin. (Photographie)
  • Eine Studie zum Gemälde: "Schuldig" von Ferdinand Brütt.
  • "Maria", Gemälde von Adolf Echtler.
  • "Am Wasser", Zeichnung von Wilhelm Feldmann.
  • "Genesung", Zeichnung von Walther Firle.
  • "Eine Holsteinische Viehweide", Zeichnung von Oskar Frenzel.
  • "Frühmorgen in der Rominter Heide", Gemälde von Richard Friese.
  • Zeichnung von Eduard Grützner.
  • "Die Katharinenkirche in Hamburg", Zeichnung von Peter Halm.
  • "Vor dem Gnadenbilde in Kevelaer", Gemälde von Arthur Kampf. (Photographie)
  • "Die Opferkerzen", Gemälde von Hermann Kaulbach. (Photographie)
  • "Christus im Olymp", Kolossalgemälde von Max Klinger.
  • "Eine Reiterattacke", Gemälde von Georg Koch.
  • "In der Kirche", Gemälde von Wilhelm Leibl.
  • Fürst Bismarck im 80. Lebensjahre", Gemälde von Franz . Lenbach. (Photographie)
  • "Der Philosoph", Zeichnung von Max Liebermann.
  • "Der deutsche Herold", Reiterstatur auf dem Reichstagsgebäude in Berlin von Rudolf Maison.
  • Ehrengabe der Königl. Akademie der Künste an Prof. Reinhold Begas. Originalzeichnung von Adolf v. Wenzel.
  • "Eine Fischerflottille", Gemälde von Hans Petersen. (Photogahie)
  • "Die Saga, den Weisheitsworten des Riesen Mimir lauschend", Monumentale Gruppe im Palazzo zu Rom von Hermann Prell.
  • "Unter den Arkaden in München", Zeichnung von Rene Reinicke.
  • "Eine Volksweise", Zeichnung von Fritz Simm.
  • "Am Allerseelentag", Gemälde von Franz Skarbina.
  • „Luzifer“, Gemälde von Franz Stuck.
  • „Mutter und Kind“, Gemälde von Hugo Vogel.
  • „1870. Ein Velarium“, Gemälde von Anton v. Werner.
  • Biographien. (alph. Reihenfolge)
  • Biographien - A
  • Biographien - B
  • Biographien - C
  • Biographien - D
  • Biographien - E
  • Biographien - F
  • Biographien - G
  • Biographien - H
  • Biographien - I
  • Biographien - J
  • Biographien - K
  • Biographien - L
  • Biographien - M
  • Biographien - N
  • Biographien - O
  • Biographien - P
  • Biographien - R
  • Biographien - S
  • Biographien - T
  • Biographien - U
  • Biographien - V
  • Biographien - W
  • Biographien - Z

Full text

Ceile des Birns, die feinsien Werkzeuge des Geistes bethäligt, übt der Bandiertigkeitsunterricht die Sinneswerkzeuge, be 
sonders Auge und Castsinn, und rufl zugleich eine vielseilige Muskelibätigkeil hervor. 50 schallt er eine kräftebildende 
Nerven- und Muskeigymnastik und zugleich einen Wechsel in der Beschäftigung. Er arbeitet damit den mannigfach 
auftretenden üblen Folgen rein geistiger Anstrengungen wirksam enigegen. Diese Erkenninis gab 1876 die äussere 
Ueranlassung zur Auinahme der Bestrebungen. Die praktische Beschäftigung im Handfertigkeitsunterricht dient aber auch 
der Anschaulichkeit, dem Beobachten und dem eigenen Erlahren und fördert biermit auch die geistige Entwickelung. 
In gleicher Weise trägt er hervorragend zur Entwickelung der Willenskräfte bei, indem er, in fhunlichst feblerfreier 
Bearbeitung körperlicher Stoffe, physische Schwierigkeilen überwinden lehrl. Ein Willensaki reiht sich dem anderen an, so 
dass eine Anspannung des Willens auf längere Dauer erforderlich ist. Sodann hat der Bandierligkeitsunterricht eine hohe 
sittliche Bedeutung, indem er den Chätigkeitstrieb selbst entwickelt und ihn auf geordnete Bahnen führt. Dieser überaus 
rege Crieb des Kindes verlangt wie alles Lebendige seine Nahrung, und wo sie ihm nicht gereicht wird, macht er sich in 
Unfug und Zerstörung geltend. Durch den Handfertigkeitsunterricyt wird dieser Crieb zu einer lebendigen seelischen Neigung 
eniwickeli, aus der das Bedürinis nach nützlicher Beschäftigung bervorgeht. So wird der Sinn für Befriebsamkeit, werden 
Fleiss und Liebe zur Arbeil im Kinde lebendig. Der Bandierligkeitsunierricht bat mitielbar zur Folge, dass auch in einer 
Reihe anderer Unterrichisgegenstände das Prinzip der Anschaulichkeit durch ihn mehr und mehr zur Anwendung kommi. — 
Die Erkenninis eines solchen Bildungswertes der praklischen Beschäftigung reicht bis in das 16. Jahrhundert zurück, und 
alle bahnbrechenden Pädagogen baben ihr das Wort geredet. Chedem ermangellen der praktischen Beschäftigung aber die 
Uorbedingungen, die man an ein Unterrichtsfach zu stellen bat. Erst die neuere Eniwickelung hat bestimmie Lehrgänge 
und eine nad erziehlichen Grundsätzen sich aufbauende Meihodik geschaffen; auch ist für eine entsprechende Lehrer- 
ausbildung im deutschen Seminar für Knabenhandarbeit zu Leipzig Sorge getragen. Als Cräger der Gesamtbestrebungen in 
Deutschland wirkt der 1881 ins Leben aeruiene deutsche Werein für Knabenhandarbeit. 
Der Bandferligkeitsunterricht macht sich aber ferner auch aus volkswirischaltlichen und sozialen Gründen geltend, die nol- 
wendiger wie je zuvor neben der geistigen auch die werkihäfige Husbildung der männlichen Jugend fordern. Ja, der Wert 
des Bandfertigkeitsunterrichis redet nach dieser Richtung eine so nachdrückliche Sprache, dass diese als der wesentlichste Antrieb 
zur Förderung dieses Erziehungsmillels anzusehen ist. Auch in anderen Ländern zeigt sich aus diesem Antriebe heraus 
das gleiche Bestreben, die einseilige Versiandeserziebung durch die praklische Beibäligung des Kindes zu ergänzen. Es 
scheint, als läge eine solche Erweiterung der Erziebungsauigaben in der Kulturalmosphäre unserer Zeit. In hober Blüte 
sieben die Bestrebungen für den Bandfertigkeilsunterrichh, der zum Teil schon einen pilichimässigen oder freiwilligen 
Unterrichtsgegenstand der Schule bildet, in Frankreich, England, Amerika, Schweden, Dänemark, der Schweiz, Russland, 
Beigien, Bolland, Oesterreich, Italien u. s. w. Crolz unseren etwa 800 Bandierligkeitsschulen stehl Deutschland den meisten 
dieser Staaten noch nach. 
Die grosse volkswirischallliche Entwickelung der Zeit zieht qarosse Massen der Bevölkerung in ihr Bereich und forderi eine 
erhöhtere Entwickelung als ehedem von Band und Auge, praklischem Sinn, allgemeiner Anstelliakeit und Geschicklichkeit, 
sowie auch von lebendigem Interesse für die praklischen Berufsarten. In Deutschland treten "/12 der Bevölkerung in die 
selben ein, die heute nur einseitig geislig ausgebildet werden, also eine offenbare Lücke im ihrer Ausrüstung zeigen, ja in 
denen weit eher ein Interesse für die geistigen Berufsarten erweckt worden ist. Jene Anlagen und Kräfte bilden im wirl- 
schaftlichen Kamıpfe der Völker aber zugleich einen hochbedeutsamen Faktor. Gchen grosse Staaten, wie Frankreich, England, 
Amerika und andere entschieden in der Einführung des bandierligkeitsunterrichts vor, so wird es Deutschland zur gebieterischen 
Pflicht gemacht, bier nicht zurückzubleiben, wenn jene Völker in ihrer wirtschaftlichen Leistungsfäbigkeit nicht einen Vorsprung 
erhalten sollen. Die grosse volkswirischaflliche Entwickelung macht aber auch aus sozialen Rücksichten die Einführung der 
werkihätigen Erziehung notwendig, da in Deutschland die Arbeil der Band noch immer gering geschätzt wird. In einer 
Zeil aber, wo das Niveau der allgemeinen Bildung gehoben ist, wo die eigentliche Masse der Bevölkerung von der Arbeit 
der hand lebt, und wo sie mil gleichen politischen und anderen Rechten ausgestattet ist, in diesen neuen @eist der Zeit 
passt die alte Huffassung von der Geringschätzung der Arbeit der hand nicht mehr hinein. Da muss, um tiefgreifend zu 
wirken, schon die Erziehung einseizen, um durch eine melhodische Entwickehing der werktbaligen Anlagen ein Verständnis, 
ein Interesse und eine Schätzung der Arbeit der Band im ganzen Volke zu schaffen. Endlich aber müssen in dieser Zeit, 
wo die seitherigen Schranken der persönlichen Freiheit jast völlig beseiligt sind und jeder einzeine in Wort und Schrift sich 
frei äussern und ungebinderl von Ort zu Orl ziehen kann, wo also auch der Ireien Willkür offene Bahn gegeben ist — 
auch von der Erziehung her mehr wie früher bewahrende Kräfte dem Kinde mit auf den Lebensweg gegeben werden, die 
nicht allein aus der geistigen, silllichen und religiösen Bildung bervorgehen, sondern auch aus der Erziehung zum Fleiss 
und zur Beiriebsamkeitl. Das thui hervorragend der Handferigkeitsunterridyt durch die methodische Entwickehung des 
Chätigkeilstriebes. Treilih müssen Staat, Gemeinde und Gesellschaft, um die bewahrenden Kräffe im Volke lebendig zu 
‚halten, dem von der Schule ber entwickelten Chätigkeitsirieb auch über die Schulzeit hinaus Nahrung zuführen, indem 
sie an das lebhall in den weitesten Kreisen vorhandene Interesse am Vorwärtskommen im Leben anknüpien und 
Fortbildungsschulen, gewerbliche Fachschulen, Kunsischulen, Lehrwerkstätten und andere slleniliche Einrichtungen schalfen 
und deren Besuch weillhunlichst erleichlern. 
so ist der Bandferiigkeitsunterricht ein echles Kind der Zeit, das bemüht ist, den Bedürfnissen des heutigen Lebens Genüge 
zu leisten und auch zu seinem Ceile dazu beizuiragen, der (Vohlfahrt des deutschen Volkes zu dienen. v. Schendendork. 
  
Rissenschalt 53
	        

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