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Europäischer Geschichtskalender. Zehnter Jahrgang. 1869. (10)

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Bibliographic data

fullscreen: Europäischer Geschichtskalender. Zehnter Jahrgang. 1869. (10)

Multivolume work

Persistent identifier:
schulthess_kalender
Title:
Europäischer Geschichtskalender.
Editor:
Riess, Ludwig
Delbrück, Clemens von
Schulthess, Heinrich
Stahl, Wilhelm
Roloff, Gustav
Jäckh, Ernst
Document type:
Multivolume work
Collection:
deutschesreich
DDC Group:
Geschichte
Copyright:
Ewiger Bund

Volume

Persistent identifier:
schulthess_kalender_010
Title:
Europäischer Geschichtskalender. Zehnter Jahrgang. 1869.
Editor:
Schulthess, Heinrich
Volume count:
10
Place of publication:
Nördlingen
Publisher:
Beck’sche Verlagsbuchhandlung
Document type:
Volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1870
Scope:
571 Seiten
DDC Group:
Geschichte
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Chapter

Title:
II. Deutschland, Preußen und Oesterreich.
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
I. Nord- und Süddeutschland.
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
1. Preußen und der norddeutsche Bund - der deutsche Zollverein.
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Europäischer Geschichtskalender.
  • Europäischer Geschichtskalender. Zehnter Jahrgang. 1869. (10)
  • Title page
  • Vorbemerkung.
  • Inhalt.
  • I. Chronik der wichtigsten Ereignisse im europäischen Staatensysteme im Jahre 1869.
  • II. Deutschland, Preußen und Oesterreich.
  • I. Nord- und Süddeutschland.
  • 1. Preußen und der norddeutsche Bund - der deutsche Zollverein.
  • 2. Die süddeutschen Staaten.
  • II. Oesterreichisch-Ungarische Monarchie.
  • III. Außerdeutsche Staaten.
  • IV. Außereuropäische Staaten.
  • Uebersicht der Ereignisse des Jahres 1869.
  • Register.

Full text

Preußen und der norddeutsche Bund. 49 
aus Mißverständnissen. Die Spannung der Lage habe von dem Augenblick 
des in den Donaufürstenthümern eingetretenen Ministerwechsels an nachgelassen. 
Durch anderweitige Ereignisse sei die Aufmerksamkeit auch nach andern Rich- 
tungen gelenkt worden; aber wir konnten zu der Zeit wahrnehmen, bis zu 
welchem Grade die friedliebende Politik der königl. Regierung bei manchen 
andern Regierungen verleumdet worden war, bis zu welchem Grad diese 
Verleumdungen Glauben gefunden hatten. Die Zeit schien mir — fährt Graf 
Bismarck fort — damals selbst eine unsichere, wenn ich auch sonst in der 
Regel in dieser Richtung nicht sehr ängstlich bin. Auch bin ich nicht gewohnt, 
über dergleichen offenkundige Dinge wahrheitswidriges Zeugniß abzulegen. 
Wie voll der Becher war, ist schwer zu beurtheilen. Wenn aber mächtige 
Geldmittel, wenn Coalitionen der verschiedenen Parteien, welche eine Störung 
des Friedens wünschen, eine gewisse Bedeutung erlangen, dann muß die Re- 
gierung solche Symptome mit großer Aufmerksamkeit verfolgen und das Land 
vor Schaden bewahren. Das Auftreten der Emigration, welche sich an die 
Häuser Este und Brabant (Hannover und Hessen) gekettet hat, hielt mit der 
Steigerung der Kriegsgefahr gleichen Schritt. Die Herren waren von den 
Geheimnissen der Cabinette, die uns nicht immer gleichzeitig und in demselben 
Maße bekannt waren, sehr wohl unterrichtet. In diesem Sinn steigerte sich 
beispielsweise die Sprache der kurfürstlichen Organe von einem anonymen, 
vielleicht für hannoverisches Geld geschriebenen, dem Kurfürsten fremden Mach- 
werk bis zu directer Theilnahme desselben. Er verstieg sich bis zu directen 
Regierungsacten (Ordenscommission). Der Zusammenhang dieser Agitation 
mit der Kriegsgefahr sei außer Zweifel gestellt; man gab sie verloren, als die 
letztere schwand. König Georg sei militärisch, der Kurfürst diplomatisch aufge- 
treten. Gegenüber letzterem suche er alles in der Aufforderung desselben, ge- 
waltthätig den Zusammenhang des Norddeutschen Bundes zu stören und 
Provinzen davon loszureißen. Der Minister macht dann Mittheilung von den 
allerlei minutiösen Früchten der Spionage, betreffend das Hietzinger Comité, 
die zwar mit Heiterkeit entgegengenommen werden, aber vielfach einen der 
Sache des Ministers gerade nicht zur Empfehlung gereichenden Eindruck 
machen. In der Denkschrift des Kurfürsten, fährt Graf Bismarck fort, 
wurden mit seinem Wissen und Willen die fremden Mächte aufgefordert, 
die Provinz Hessen vom preußischen Staat wieder loszureißen. Das sei keine 
ganz leere Drohung, keine harmlose Sache, die man mit den kleinen polizei- 
lichen Ungeschicklichkeiten über Gemüsekörbe in Parallele bringen könne. Konnte 
nicht das kriegslustige Ausland durch die Vorspiegelung von den Sympathien 
eines bedeutenden Theils der hessischen und hannoveranischen Bevölkerung er- 
muntert werden? Der Zustand der Zerrissenheit, in welchem Deutschland sich, 
wenigstens in den Gemüthern, befinde, sei dem Ausland bekannt genug. Die 
Stimmung, die vor kurzem noch bei dem Wiesbadner den Mainzer als einen 
rechtlosen Ausländer betrachten ließ, dem man den Hafen zudämmen solle, 
die den Frankfurter bewog den Bockenheimer als einen von allen Rechten aus- 
zuschließenden Fremdling zu behandeln, diese Stimmung sei noch nicht ganz 
vergangen, und werde auch vielleicht noch im Ausland in ihren Wirkungen 
überschätzt. Wie die Eisenbahnen früher in Hessen zu Stande kamen, zeige ein 
kurfürstliches Rescript, vermöge dessen S. k. H. nunmehr die Bewilligung 
zum Bau der Hanauer Bahn geben wolle, weil und nachdem diese 200 oder 
250 Actien zur Verfügung des Kurfürsten gestellt hatte. Er verzichte darauf, 
diese Beispiele zu vermehren. Leider könne sich das Ausland sagen, daß eine 
siegreich vordringende Armee nicht überall auf denselben feindlichen Widerstand 
stoßen werde, der vielleicht von jeder andern geschlossenen europäischen Nation 
zu erwarten wäre; die Coriolane in Deutschland seien nicht ganz selten; es 
fehlten aber die Volsker; wenn sie diese hätten, würde das Stück bald begin- 
nen; nur den letzten Act würden alle Frauen von Kassel und Hannover nicht 
herbeiführen können. In Spanien, Rußland, England, Frankreich, Ungarn 
4
	        

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