Staatsbibliothek des ewigen Bundes Logo
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Von Potsdam nach Doorn.

Access restriction

There is no access restriction for this record.

Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

Metadata: Von Potsdam nach Doorn.

Multivolume work

Persistent identifier:
staa_ge
Title:
Staatengeschichte der neuesten Zeit.
Author:
Treitschke, Heinrich von
Document type:
Multivolume work
Collection:
sammelbaende
DDC Group:
Geschichte
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Volume

Persistent identifier:
staa_ge_25
Title:
Deutsche Geschichte im 19. Jahrhundert. Zweiter Teil. Bis zu den Karlsbader Beschlüssen.
Author:
Treitschke, Heinrich von
Volume count:
25
Publisher:
S. Hirzel
Document type:
Volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1906
Edition title:
Sechste Auflage.
Scope:
649 Seiten
DDC Group:
Geschichte
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Chapter

Title:
Zweites Buch. Die Anfänge des Deutschen Bundes. 1814-1819. (Schluß.)
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
5. Die Wiederherstellung des preußischen Staates.
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Personen und Parteien am Hofe.
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Von Potsdam nach Doorn.
  • Title page
  • Rechte; Erscheinungsjahr; Druck.
  • Inhalt
  • Introduction
  • Versailles 1870/71.
  • Fürsten -- Allgemeines Stimmrecht.
  • Erstes Buch: Mehr sein als scheinen.
  • 1. Der lange Weg zur deutschen Einung.
  • 2. Die Deutsche Bewegung bis 1848.
  • 3. Von Mehrheitsbeschlüssen zu Blut und Eisen.
  • 4. Das Bismarck-Reich.
  • Von der Reichsverfassung, den Bundesfürsten und Bundesstaaten.
  • Die Parteien.
  • Die Reichsfeinde.
  • Und die Zukunft des Reiches ?
  • Zweites Buch: Mehr scheinen als sein !
  • 1. „Dann regiere Ich selbst !"
  • 2. Des Kaisers Außenpolitik.
  • 3. Imperator Rex.
  • 4. Wesenszüge Wilhelms II.
  • 5. Abwärts !
  • Verlagswerbung.

Full text

diesem Sinne hat er auch gesagt und geschrieben, es gäbe Zeiten, zu denen 
konservativ regiert werden müsse, und andere, wo liberal regiert werden 
müsse. Spätere Jahre haben Bismarck sogar gezwungen, sich, um eine parla- 
mentarische Mehrheit zu erzielen, des Zentrums zu bedienen. 
Bismarck wollte das Reich schon lange, aber nicht eher, als die realen 
Grundlagen dafür vorhanden seien. Diese schuf er selber, seitdem er preu- 
Bischer Ministerpräsident geworden war. Seine konservativen Parteigenossen 
wollten das Reich überhaupt nicht. Das ist der grundlegende Gegensatz, der 
sich, wenn schon in verschiedenen Formen, durch die Regierungszeit Bis- 
marckshindurchzieht. DerpreußischeKonservativismus wolltedas Reich 1862 
ebensowenig wie 1866 und 1870. Sein innerpolitisches Ziel nach 1849 war die 
Wiederherstellung des vorrevolutionären Preußens, also in möglichst weit- 
gehendem Grade der durch Metternich so lange aufrechterhaltene Zustand. 
Damals war Bismarck schon weit über den konseryativen Horizont hinaus- 
gewachsen, übrigens auch König Wilhelm, wie sich gleich nach seiner Thron- 
besteigung zeigte. Im Jahre 1861 schrieb Bismarck den bemerkenswerten 
Satz: „Wir Konservativen möchten eine Volksvertretung nicht mehr ent- 
behren und könnten diese geltende Institution nicht revolutionär nennen.“ 
Seiner Partei dagegen erschien eine Volksvertretung als grundsätzlich ver- 
werflich, nicht zu reden vom allgemeinen Wahlrecht, über welches das kon- 
servative Preußen in äußerster Empörung war. 
Während der entscheidenden Spannung 1865/66 mit Österreich zeigten 
die Konservativen völliges Unverständnis und heftigsten Widerwillen gegen 
Bismarcks Politik ; gegenihn und an den König wendeten sich hervorragende 
konservative Mitglieder mit größter Heftigkeit. In ihrem Herzen lebte noch 
immer das Ideal eines Zusammenregierens von Hohenzollern und Habsburg 
und zugleich der alte Respekt gegenüber der kaiserlichen Würde des Habs- 
burger Hauses, wie bei Friedrich Wilhelm IV. — Dem preußischen Konserva- 
tivismus war eine Außenpolitik Preußens ohne Anlehnung an Österreich oder 
gar im Gegensatz zum Hause Habsburg eine Unmöglichkeit. 
So konnte dieKonservativePartei Preußens dem Kanzler freiwillige Hilfe 
für den Auf- und Ausbau des Deutschen Reiches nicht bedeuten. Sie machte 
mit, weil sie mußte. Ihr taktisch-politisches Verständnis, dazu ihr echter 
preußischer Patriotismus machten den Konservativen schließlich selbst- 
verständlich, Bismarck da zu stützen, worauf es diesem ankam, auf: Ver- 
teidigung der monarchischen Autorität, im Reich wie in Preußen. Der 
grundsätzliche Gegensatz jedoch blieb, und weder die eine Seite noch die 
andere ist ohne Haß und Bitterkeit geblieben. Der deutsche Einheitsgedanke 
und der ‚Glanz der Kaiserkrone‘“‘ — diein Friedrich Wilhelm IV. romantisch 
lebendig waren und im Sohne Wilhelms des Ersten, dem späteren Kaiser 
125
	        

Downloads

Downloads

The text can be downloaded in various formats.

Full record

ALTO TEI Full text
TOC

This page

ALTO TEI Full text

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Formats and links

Formats and links

ausgabe:

The metadata is available in various formats. There are also links to external systems.

Links

OPAC DFG-Viewer Mirador

Cite

Cite

The following citation links are available for the entire work or the page displayed:

Full record

This page

Citation recommendation

Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What color is the blue sky?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.