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deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

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Bibliografische Daten

fullscreen: deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
staa_ge
Titel:
Staatengeschichte der neuesten Zeit.
Autor:
Treitschke, Heinrich von
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
sammelbaende
DDC-Sachgruppe:
Geschichte
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch

Band

Persistenter Identifier:
staa_ge_26
Titel:
Deutsche Geschichte im 19. Jahrhundert. Dritter Teil. Bis zur Juli-Revolution.
Autor:
Treitschke, Heinrich von
Bandzählung:
26
Herausgeber:
S. Hirzel
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
deutschesreich
Erscheinungsjahr:
1903
Ausgabenbezeichnung:
Fünfte Auflage
Umfang:
787 Seiten
DDC-Sachgruppe:
Geschichte
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch

Vorwort

Titel:
Vorwort.
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Vorwort

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutsches Wörterbuch.
  • deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

Volltext

993 
nihili homo nichtznutz Voc. 15. Jh.; schweig, du nichts- 
nutz Keller Werke 8, 101.— nichtsnützig, keinen Nutzen 
bringend, nichts wert, in älterer Spr. nichtsnütze, nichts- 
nütz Stieler; ein nichtsnutziger mensch Adelung 
als Wort gemeiner Sprechart; ohne Umlaut: bestrafung 
des nichtsnutzigen weibchens CF MMeyer Nov. 1, 249. 
— nichtssagend, ohne etwas zu sagen, ohne Ausdrucks, In- 
halt: nichtssagende zuge, worte, redensarten; fand diese 
erklärung nichtssagend und ungenügend Treitschke 
1, 441. — Nichtsthuer, m. der nichts thut, Faulenzer 
Campe; fur einen nichtsthuer ist meine schwester 
mir zu schade Wildenbruch Opfer 17. — Nichts- 
thun, n. das Müßiggehen: was es für eine vortrefliche 
sache um das nichtsthun ist Lessing Brief 1758; von 
dem ewigen nichtsthun Eichendorff Taugen. 77; das 
susze nichtsthun (ital. dolcé far niente) Heyse 1, 270. 
— nichtswert, keinen Wert habend: nichtswärdt, riii#is 
Maaler; nicktswerther erdensohn Wieland Idr. 
1, 52. — nichtswürdig, in älterer Spr. keinen Wert 
habend, unbedeutend: andern nichtswürdigen diengen 
nachzusetzen Weise Erzn. 224; in schärferem Sinne, 
verächtlich: eine nichtswurdige sache, nichtswurdiges 
geld, nichtswurdige dinge Adelung; von Personen, 
ohne innere Würde, schändlich: ein nichtswürdiger 
mensch; nichtswürdige! und wenn du auch dann meine 
hand verlangst Schiller Kab. 1, 7; ihren Eigenschaften 
und Handlungen: nichtswurdige absichten, pläne, thaten, 
nichtswurdig denken, handeln; dazu Nichtswürdigkeit, f., 
in älterer Spr. — Unwert, indignitas Stieler; in 
neuerer Spr. Würdelosigkeit, Schändlichkeit: n. des lebens- 
wandels; auch eine schändliche Sache: eine nichtswür- 
digkeit, nichtswüurdigkeiten begehen. 
Nick, m. Handlung des Nickens, vereinzeltes oder ein- 
maliges Nicken: nikk, nictatio Schottel; ein wink, 
ein nick Hölty 202; holdes lächeln, wink’ und nicke 
Voßé, 192.— Nickel, m. Abkürzung des Eigennamens 
Nikolaus; appellativ verwendet, als halbes Kosewort 
für junge Mädchen: hernach will ich dem kleinen nickel 
einen warn geben Rabener 3, 18; aber auch als 
Schimpfwort: gott bewahre einen jeden christen vor 
ihr: der nickel! 29; im schärfsten Sinne verhüllend für 
einen groben Ausdruck: „eine dame“ — ja der name 
klingt gar fein: am ende wirds ein nickel sein Weiße 
kom. Op. 1, 40; übertragen auf ein kleines Pferd Frisch; 
— von einem weißen Metalle, seit 18. Ih. in Schweden 
rein dargestellt; der Name aus kupkternickel (kupfer- 
nikel, kupfernicol, franz. mine de saint Nicolas Jacobs- 
son) gekürzt, worunter man ein stark nickelhaltiges, 
kupferröthliches Erz verstand, das ähnlich den Kobalt- 
erzen war; den Namen erhielt es, weil die nicht aus- 
gebenden Kobalterze nach dem Namen des hänselnden 
Berggeistes hießen (vgl. kobalt und kobold) und weil 
nickel landschaftlich den Kobold bezeichnete; seit der Ein- 
nichtsnützig — nicken. 
führung der Reichswährung in Deutschland zur Münz- 
prägung benutzt; daher die Nickelmünzen selbst, vorzugs- 
weise die Zehnpfennigstücke auch nickel genannt werden. 
Nicken, 1) schnell medersenken und wieder aufrichten; 
nur hoch= und niederdeutsches Wort, Iterativbildung zu 
neigen (s. d.), ahd. nicchen, nichen, mhd. mud. nicken; 
in alter Spr. tranf. — niederbeugen: wanda sic gähes 
der tod ne nicchet Notker Ps. 72, 4; (der böse Feind) 
besitzet iren linp und nicket in mit siner kraft vom 
Antichrist 115; noch uhd. den kopf nicken, als Zeichen 
der Gewährung: der könig nickte das haupt Schup- 
pius 104; auch refl., sich beugen: wie sie sich auch 
in der kirchen nickten (bei der Predigt) B. d. Liebe 299e; 
in neuerer Spr. zunächst intranf. geworden: nikken, 
n#ere, nietare Schottel; bezüglich des Hauptes, der 
Augen, mit dem kopfe, den angen nicken, huldvoll, ge- 
während, grüßend, bestätigend, u. ä.: einem mit dem 
kopfe nicken Steinbach; wie nicht die bauerweiber 
itzt nicken, wenn ich in die kirche komme Weiße 
M. Heyne, Deutsches Wörterbuch, II. 
994 
kom. Op. 2, 107; wenn sie . gegen einen grusz ge- 
nickt zu haben schien Goethe DuW. 5; du nickst 
wie träumend, gruszt dich die und der Heyse 1, 33; 
Maiberg. sind Sie böse? Alwine nickt (bejahend) Bene- 
dix Störer fr. 1, 8; Inf. als Subst.: der augen nikken 
Schwieger geharn. Venus 74; bejahndes nicken. 
Goethe Faust II, 1; dankt mir ein gnädges nicken 
mit dem haupt Heyse 3, 237; dann wieder trans., mit 
dem Acc. des durch das Nicken Gewährten: einem dank, 
beifall nicken; Dickte dieser schädel keinem grusze 
dank Hölty 178; ein suszer wink, den die geliebte 
nicket 200; (sie) nickt ihm eine sanfte ruh Wieland 
Klelia 6, 397; — nicken, in Schläfrigkeit: wenn. der 
ermüdete greis oft auf die harfe genickt Voß 3, 110; 
der kutscher, das pferd und die peitsche nicken. 
schläfrig alle drei Heyse 1, 259; daher — leicht schlum- 
mern (vgl. einnicken): er nicket, dormitat Stieler; 
eben da ich von einschläfern rede, nickt Ihr schon 
Lenz Hofmeister 3, 4; speiste, . nickte hierauf in 
seinem groszvaterstuhl Goethe DuW. 1; dann mögt 
ihr nicken bis zum hahnenschrei Geibel 6, 4; — von 
Gegenständen: die pagoden von thon, die mit dem 
kopfe nicken Rabener 3, 107; ihres (der Schlange) 
halses schwanke säule nickt hoch uber seinem scheitel 
in den lüften Schiller Zerst. v. Troja 37; namentlich 
von den im Winde schwankenden Zweigen, Stengeln, 
Blumen: gesträuch das aus den spalten nickt Wieland 
Ob. 8S, 3; unter dem obstwalde nickt die bohne 
Seume Spaz. 1, 130; die lotosblume, die so impo- 
nirend herüber nickt Kotzebue Pagenstr. 2, 9; die 
zweige nicken Strachwitz Ged. 74; von Sträußen, 
Federn: junger buchsbaum nickte an des jünglings 
hute Hölty 50; (des Schnitters) nickenden ärntestraus 
67; federn vom strausze! lasz sie .. veisz auf dein 
antlitz, das dunkle, nicken Freiligrath 1, 35. 2) weid- 
männisch nicken, einem Wilde den nickfang geben, ihm 
das Genick abstechen (vgl. genick); dazu nickfänger, 
Jagdmesser, das zum Nicken dient. 
Nie, zu keiner Zeit, Verneinung von je (s. d. 3); goth. 
noch getrennt ni aiv, ahd. zusammengeflossen nẽo, neo, 
nio, mhd. nie; 1) in einfacher Stellung oder mit Ver- 
stärkung oder näherer Bestimmung des Sinnes, auf die 
Vergangenheit weisend: daz wunder daz gesach ich 
nie Iwein 3023; o were ich als die nie gewesen sind 
Hiob 10, 19; woltest du werest nie geboren Sir. 23, 19; 
ich habe nie das knie gebogen, den starken nacken nie 
gebeugt Strachwitz Ged. 39; mit noch: habe noch nie 
geschen den gerechten verlassen Ps. 37, 25; ward des 
Weges noch nie müde Jes. 41, 3; besonders hervorhebend 
an erster Stelle des Satzes: nie habe ich eine pracht- 
vollere brandung gesehen Moltke 4, 305; auf Gegen- 
wart oder Zukunft bezüglich: diu sunne schinet nie s6 
licht Minnes. Frühl. 28, 22; besser spät als nie Abe- 
lung; man soll nie was verschwören Heyse 10, 99; 
auch hier besonders hervorhebend: nie trennt sich mehr 
mein herz von eurem bilde 65; nie würde sie (die Huld) 
genug gepriesen 1, 179; in den Formeln nie und nimmer, 
nie und nimmermehr: mein könig wird er niemals 
nie und nimmer! Schiller Phöniz. 518; nie und 
nimmermehr würde er einen gehulfen in seinem 
amte dulden Schriften 8, 255; auch mit der Verstär- 
kung ewig (s. d.): eherne augen, worin ewig nie die 
empfindung perlt Fiesko 4, 14; mit folgendem Ver- 
neinungs= oder Bedingungssatze: er kam nie zuruck, 
ohne dasz er seinen kindern ein geschenk mit brachte 
(ohne ein geschenk mit zu bringen); er kam nie zuruück, 
er brachte denn etwas mit; nie setz ich des bechers 
rand an meine lippen, dasz nicht ein schauder mich 
ergreikt Schiller M. Stuart 1, 6; er kehret nie von 
einer reise wieder, dasz ihm nicht ein drittheil seiner 
sachen fchle Goethe Tasso 3, 4; ungewöhnlich: nie 
bebt die tafel an, so zeigen neue trachten, dasz ihm 
63 
nie.
	        

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