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Deutsche Geschichte im 19. Jahrhundert. Zweiter Teil. Bis zu den Karlsbader Beschlüssen. (25)

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Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

Full text: Deutsche Geschichte im 19. Jahrhundert. Zweiter Teil. Bis zu den Karlsbader Beschlüssen. (25)

Multivolume work

Persistent identifier:
unbekannt_lesebuch
Title:
Deutsches Lesebuch. Für das Bedürfniß ungetheilter Volksschulen bearbeitet.
Place of publication:
München
Publisher:
Königlicher Central-Schulbücher-Verlag
Document type:
Multivolume work
Collection:
bayern
DDC Group:
Geschichte
Copyright:
Ewiger Bund

Volume

Persistent identifier:
unbekannt_lesebuch_0002
Title:
Deutsches Lesebuch. Zweiter Theil. Realienbuch.
Volume count:
2
Place of publication:
München
Publisher:
Königl. Central-Schulbücher-Verlage
Document type:
Volume
Collection:
bayern
Publication year:
1879
Scope:
344 Seiten
DDC Group:
Geschichte
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German
Subtitle:
Für das Bedürfniß ungetheilter Volksschulen bearbeitet.

Chapter

Title:
188. Australien.
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Staatengeschichte der neuesten Zeit.
  • Deutsche Geschichte im 19. Jahrhundert. Zweiter Teil. Bis zu den Karlsbader Beschlüssen. (25)
  • Title page
  • Vorwort.
  • Inhalt.
  • Zweites Buch. Die Anfänge des Deutschen Bundes. 1814-1819. (Schluß.)
  • 3. Geistige Strömungen der ersten Friedensjahre.
  • 4. Die Eröffnung des Deutschen Bundestages.
  • 5. Die Wiederherstellung des preußischen Staates.
  • 6. Süddeutsche Verfassungskämpfe.
  • 7. Die Burschenschaft.
  • 8. Der Aachener Kongreß.
  • 9. Die Karlsbader Beschlüsse.
  • 10. Der Umschwung am preußischen Hofe.
  • Die Karlsbader Beschlüsse und das Ausland.
  • Der Verfassungsplan Hardenbergs. Humboldts Entlassung.
  • Der erste preußische Zollvertrag.
  • Beilagen. (I - V)

Full text

Der erste Zollanschluß-Vertrag. 627 
Im übrigen waren seine Hoheitsrechte sorgsam, fast ängstlich gewahrt; 
selbst die Steuervisitationen auf schwarzburgischem Gebiet sollten nur durch 
die fürstlichen Beamten vollzogen werden. 
Im Wippertale herrschte laute Freude. Der Fürst dankte tief gerührt 
für dies neue Zeichen königlicher Hochherzigkeit:“) nun konnte er endlich 
sein berühmtes Rauchtheater eröffnen, wo er mit den Bürgern seiner Re— 
sidenz um die Wette den Musen des Dramas und der Rauchkunst huldigte. 
Finanziell betrachtet war das Abkommen unzweifelhaft ein Löwenvertrag 
zugunsten Sondershausens; Preußen brachte um des politischen Zweckes 
willen ein Geldopfer, denn das wenig bemittelte Thüringer Bergländchen 
verzehrte von den einträglichsten Zollartikeln, den Kolonialwaren, weit 
weniger als der Durchschnitt der östlichen Provinzen. 
Um so berechtigter schien die Erwartung, daß die übrigen Kleinen dem 
Beispiel Sondershausens folgen würden. Im Eingange des Vertrags hatte 
der König nochmals erklären lassen, daß er bereit sei ähnliche Abkommen 
mit anderen Bundesfürsten zu schließen. Rudolstadt begann schon zu ver- 
handeln. Auch mit Braunschweig, Weimar, Gotha dachte Hoffmann binnen 
kurzem ins reine zu kommen und bereits ging er mit seinen Entwürfen 
über die Grundsätze des Enklavensystems hinaus. Die unglückliche zer- 
rissene Gestalt seines Gebiets zwang den preußischen Staat, auch wenn er 
auf alle Eroberungspläne verzichtete, mindestens zum handelspolitischen Ehr- 
geiz; er konnte sein Steuersystem kaum durchführen, wenn er nicht außer 
den Enklaven auch noch einige nur halb umschlossene Nachbarlandschaften 
seinem Zollgesetze unterwarf. Da lag Anhalt-Bernburg, das auf eine kleine 
Strecke Weges nicht an Preußen grenzte und also gewissenhaft als Aus- 
land behandelt wurde. Was war der Dank? Ein ungeheurer Schmuggel, 
der von Monat zu Monat anwuchs und die Zolleinnahme der Provinz 
Sachsen zu verschlingen drohte. Schon im Oktober wurden 4023 Zentner, 
zumeist Kolonialwaren, in die anhaltischen Harzstädtchen bei Ballenstedt 
eingeführt um alsbald spurlos zu verschwinden. Mindestens dies Vorland, 
meinte Hoffmann, müsse sogleich in die Zollinie eintreten; werde der Ver- 
trag mit Sondershausen nur erst bekannt, dann könnten sich die kleinen 
Nachbarn nicht länger mehr wider ihren eigenen Vorteil sträuben.) 
Die Hoffnung trog. Jener Zoll-Vertrag, der uns heute so selbstver- 
ständlich erscheint, sollte während mehrerer Jahre der einzige bleiben. Kaum 
ward er ruchbar, so erscholl an allen Höfen ein Schrei des Zorns. Fürst 
Günther mußte von seinen durchlauchtigen Genossen ernste Vorwürfe hören, 
weil er das Kleinod der Souveränität so würdelos preisgegeben; die 
andern kleinen Nachbarn, die seinem Vorgange bereits folgen wollten, 
traten, eingeschüchtert durch die allgemeine Entrüstung, von den Verhand- 
  
*) Weise jun. an Hoffmann, Nov. 1819. 
*“) Lestocq an Bernstorff, 29. Okt., Hoffmann an Bernstorff, 18. Dez. 1819. 
40
	        

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