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deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

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Bibliographic data

fullscreen: deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

Monograph

Persistent identifier:
verfassung_reich
Title:
Die Verfassung des Deutschen Reichs.
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Philipp Reclam jun.
Document type:
Monograph
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1901
DDC Group:
Recht
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Chapter

Title:
I. Einführungsgesetz und Verfassung.
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
2. Verfassung des Deutschen Reichs. Vom 16. April 1871.
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
VII. Eisenbahnwesen. Art. 41 - 47.
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Deutsches Wörterbuch.
  • deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

Full text

967 necken — Neffe. 968 
entschlusz.. den vögeln etwas abzulernen Hagedorn l wanbter schlechthin; urverwandt zu sanskr. näpät Ab- 
Od. 1, 9; gab. . Salzburg nebst dem Innviertel dahin kömmling, Sohn, Enkel, lat. nepos Enkel, griech. népodes 
Treitschke 2, 134; in der Zusammenrückung: nebst- # Brut; im älteren Nhd. bisweilen — Enkel: nette, sohns- 
dem: er ist reich, er ist nebstlem aber auch wohlthätig; sohn Frisch als Wort vornehmer Kreise; neffen und 
nebstdem, dasz, wär ich einer der wladiken, ich mich nachkomen Jes. 14, 22; so aber eine widwe kinder oder 
nicht stellte zu so hoher werbung Grillparzer 7, 166; nefsen hat 1.Tim. 5, 4; sonst Bruder-oder Schwester- 
nebstdem, dasz sie noch jung und neu im leben 6, 68. sohn, im Gegensatz zu oeheim Nib. 1568; in neuerer 
Necken, reizen, soppen, aufziehen; im alten Mittel= gewählter Spr. allgemein, wiewohl Adelung das Wort 
Nefse — nehmen. 
deutsch als necken reizen, qguälen, beunruhigen, mit nac- 
haft boshaft, nac-heit Bosheit begegnend, während ein 
gleichzeitiges oberdeutsches nacken auf das Beißende des 
Geschmackes und Geruches geht; die Herkunft ist dunkel, 
aber zu vermuten steht, daß die oberdeutsche Bed., auf 
Grund des Begriffes Stechen, Beißen entwickelt, die sinn- 
liche ältere, die mitteldeutsche die abgezogene jüngere sei; 
niederrheinisch nagghen, tatzghen irritgre Hoffmann 
Gloss. belg. 74. Bed. 1) schärfer, durch Reizen quälen, 
peinigen: er nekte alle stunde di brüdcre, swã er kunde 
Jeroschin 7583; schwer geneckt vom eisernen ge- 
schicke Schiller Leichenfantasic; das eisen (des Hen- 
kers) erst langsam-bedächtlich an den knirschenden ge- 
leuken hinaufzuführen, und das zuckende herz mit dem 
streich der erbarmung zu necken Kab. 3, 6; dasz nie- 
mand dich verfolgt und haszt, und heimlich druckt 
und neckt Goethe Tasso 4, 2; was soll ich mich vom 
leben necken lassen? Körner Hedwig 2, 14; von einem 
Dämon: der ärgste feind, der je sich aus der holle 
schlich, die sterblichen zu necken und zu quälen (die 
Eifersucht) Wieland Ob. 6, 50; vom Gegner im Kampfe: 
wohlauf zum streit! dich reuet noch dein necken 
Uhland 341; in Bezug auf Tiere: den hund überall 
zu necken, wo ich nur konnte Schiller Räub. 1, 2. 
2) milder, nur in mutwilligem Scherze Einen aufziehen, 
hänseln, soppen: wie ein kind das andre neckt Frisch; 
wer andre necken kann, musz wieder scherz verstehn 
Gellert das Band 6; der kaufmann neckte im spasz 
den geistlichen, und der geistliche neckte den kauf- 
mann Hebel 2,248; in erweiterter Fügung: dann neck 
ich ihn als tuckebold mit irrlicht weit vom hause 
Voß 4, 201; sich untereinander, mit jemandem necken; 
wir neckten einander eine ziemliche weile herum 
Goethe DuW. 8; sprichwörtlich: und wiszt ibr nicht, 
dasz, was sich licbt, sich neckt? Heyse 3, 238; mit 
unterdrücktem Object: er liebt cs, zu necken; im Part. 
und substantivem Inf.: affe . voll neckender streich 
Goethe Liebhaber in allen Gestalten; mich den ge- 
neckten hahn, den guten mann, den neuen Adam 
nennen Hagedorn Fab. 2, 46, 3; mit frohem necken 
Lenau 26; frei, von Dingen: ein traum, schattenbild 
neckte mich. — Neckerei, f. wiederholtes oder anhal- 
tendes Necken; in schärferem Sinne: es sind unter den 
truppen allerlei neckercien vorgefallen Adelung; die 
neckereien der franctireurs müssen durch blutige reprcs- 
salien erwidert werden Moltke 4, 205; in milderem: 
n. mit einem treiben; sie wuszte mit allerlei neckereien. 
unsern freund zu beleben Goethe W. Meister 2, 10.— 
neckisch, zum Necken geneigt oder gceignet, schon mhd. 
in mitteldeutschen Quellen neckisch, von Personen und 
Sachen, in neuerer Spr. gewöhnlich nur — mutwillig 
oder spaßhast reizend: ein bube, den nichts fröhlich 
machte, als was er für recht näckisch hielt Hage- 
dorn Fab. 2, 29; es tanzen die elfen mit necki- 
schem liebesgeflüster Strachwitz Ged. 29; schosz bin 
und wieder ein neckischer strahl in die dämmerung 
CF FMeyer Pecc. 117; neckische einfälle, worte, 
neckisch scin, sich gebürden, fragen u. a. 
Neffe, m. Bezeichnung eines männlichen Verwandten; 
altes gemeingerm. und gemeinindogerm. Wort in ver- 
schiedener Ausgestaltung eines allgemeinen Sinnes, goth. 
nicht bezeugt, altnord. ne#ltl Seitenverwandter, Bruder; 
altengl. netn Enkel und Schwestersohn, ahd. nevo, mhd. 
neve Schwester= oder Brudersohn, anch Obeim, Ver- 
jener sanftmütige Andreas 
als vorzüglich nur im Oberdeutschen übliches angibt: 
kGiancttino ist sein neffe 
Schiller Fiesko 1, 1; kaiser Franz der zweite, Josephs 
nefte und zögling Hebel 2, 267; Plur. von Bruderssohn 
und -tochter: ich meincs bruders kinder (Tempelherrn 
und Recha) nicht erkennen? ich meine neffen — meine 
kinder nicht? Lessing 5, 8; titelhaft in der Anrede: 
willkommen dahicr, geliebtester neite! (Reineke zum 
Kater) Goethe Rein. F. 3; im Sinne der pähstlichen 
Nepoten: dieweil ein grosze ehr bei den Spaniern, 
Fraozosen, Italienern . worden ist, eins groszen herrn 
bänkling, spörling und nef zu sein und heiszen Garg. 47; 
— dazu ein Fem. Nesse, Nichte (s. d.), in älterer Spr.: 
die tochter des Ana, die neffe Zibeons 1. Mos. 36, 2. 
Neffe, k. Blattlaus; verderbt aus dem griech.-kat. 
aphis, mit vorgetretenem n; von Nemnich als meiß- 
nisch aufgeführt; an gewissen blättern nähren sich neffen, 
fliegen, insecten aller art Goethe 58, 185. 
Neger, m. der Schwarze, Mohr; Lehnwort erst des 
18. Ih. aus franz. nègre, das dem lat. niger schwarz 
entstammt; bei Nehring 1736 der Plur. noch im franz. 
Gewande negrcs, später im deutschen neger Adelung; 
bei Wieland schwachformig: der letzte der negern 
Amad. 13, 2; jetzt nur in starker Form: die neger 
schwelgten in dem blut der unsern Körner Toni 1, 10. 
— Negerin, f. weiblicher Neger. 
Nehmbar, zu nehmen, in an-, ver-, wahrnehmbar. 
— nehmen, mit der Hand fassen, ergreifen; gemeingerm. 
Wort, goth. altengl. altsächs. niman, altnord. nema., fries. 
nema und nima, ahd. neman, mhd. nemen; die überall 
gleich entwickelte Bed. zeigt einen uralten gesellschaft- 
ichen und rechtlichen Begriffskern, der in Beziehung zur 
Zu= und Aufteilung des Landes an den Einzelnen einer 
Volksgenossenschaft stcht und durch das griech. nemein, 
zuteilen, weiden lassen, némesthai besitzen, inne haben, 
bewohnen, genießen, némos Weideplatz, Hain, Wald 
(lat. nemus), només Weideplatz, zugeteilter Wohnsitz, 
dann auch Ordnung, Gesetz, beleuchtet und gesichert wird. 
Die starken Formen des Verbums haben sich bis auf 
heute uneingeschränkt erhalten; Schillers nimmt für 
die 2. des Plurals nehmt: nimmt mirs nicht ubel Räub. 
4, 3 (später in nehmt geändert) ist mundartlich schwä- 
bische Färbung; Imperativ nebm für nimm: nems nicht 
zu hoch, bruder (den Gesang) Garg. 174; nehm eines 
dieser kistchen fort Goethe Faust II 4. Die Bed. 
hat sich höchst mannigfaltig entwickelt. 1) in sinnlichster 
Bed. das Fassen mit der Hand einschließend, sormelhaft 
mit geben; in der sprichwörtlichen Redensart geben ist 
seliger denn nemen Ap. Gesch. 20, 35; in Bezug auf 
dargereichte Gegenstäude: etwas bingchaltenes, geschenke 
nehmen; der bettler nahm die gabe; Mose nam von 
jnen . das gold 4. Mos. 31, 51; mit näherer Bestim- 
mung: speisc, trank von jemand nehmen; er nahm das 
dargebotene geld für die dienste; nimm nur, fährmann, 
nimm dic micthe, dic ich gerne dreifach biete Uhland 
19; — ohne daß ein solcher Bezug vorliegt oder scharf 
empfunden wird, nur = ergreifen, fassen: nam von der 
frucht, und asz 1. Mos. 3, 6; er nahm meine hand und 
druückte sie; sic sctzte sich und nahm eine näharbeit; 
häufig tritt auch dieser Begriff zu Gunsten eincs allge- 
meineren Ancignens für Benutzung, Verwendung, Zweck 
irgend einer Art zurück; mit einfachem oder näher be- 
stimmtem Object: er nahm bei tische nur wenig speise; 
gLeschenke nehmen; er ist bestechlich, nimmt geld; der
	        

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