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Geschichte des brandenburgisch-preußischen Staates.

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte des brandenburgisch-preußischen Staates.

Monograph

Persistent identifier:
voigt_geschichte_brandenb_preuss_staat_1878
Title:
Geschichte des brandenburgisch-preußischen Staates.
Author:
Voigt
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Ferd. Dümmlers Verlagsbuchhandlung Harrwitz & Goßmann
Document type:
Monograph
Collection:
preussen
Publication year:
1878
DDC Group:
Geschichte
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Chapter

Title:
XIV. Preußen als Großmacht.
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
3. Friedrich II. der Große. 1740-1786.
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Friede mit Rußland und Schweden.
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Geschichte des brandenburgisch-preußischen Staates.
  • Title page
  • Blank page
  • Vorwort zur ersten Auflage.
  • Vorwort zur zweiten und dritten Auflage.
  • Inhalt.
  • Introduction
  • Deutsche und Slawen.
  • Die Slawenstämme.
  • Die Karolinger.
  • I. Gründung der Nordmark.
  • König Heinrich gegen die Polaben.
  • Markgraf Gero.
  • Wendische Marken.
  • Die Wenden.
  • Religion der Wenden.
  • Bisthümer im Wendenlande.
  • II. Die ältesten Markgrafen der Nordmark. 965-1134.
  • Abfall der Nordmark.
  • Die Markgrafen.
  • III. Die Markgrafen von Brandenburg aus dem Hause Anhalt. 1134-1319.
  • Die Anhaltiner.
  • 1. Albrecht der Bär. 1134-1170.
  • Brandenburg reichsunmittelbar.
  • Der Wendenfürst Jaczo.
  • Wiederherstellung der Bisthümer.
  • 2. Otto I. 1170-1184.
  • 3. Otto II. 1184-1205.
  • Lehnsauftrag an Magdeburg.
  • 4. Albrecht II. 1205-1220.
  • Kampf mit Pommern.
  • 5. Johann I., 1220-1266, und Otto III. , 1220-1267.
  • Erwerb des Barnim und Teltow.
  • Alte und neue Lande.
  • Krieg mit Magdeburg und Halberstadt.
  • Pommersche Verhältnisse.
  • Neue Erwerbungen.
  • 6. Die letzten anhaltinischen Markgrafen. 1267-1319.
  • Erwerbung von Coburg und Landsberg.
  • Verhältnis zu Magdeburg.
  • Brome, Lüchow und Wesenberg.
  • Abtretung von Stargard.
  • Kämpfe um Pomerellen.
  • Kämpfe mit Meißen.
  • Streitigkeiten mit den Bischöfen.
  • IV. Innere Zustände der Mark unter den Askaniern.
  • Der Adel.
  • Dörfer und Städte.
  • Abgaben.
  • Der Hof.
  • Das Recht.
  • Das Münzwesen.
  • Die Bürgerschaft.
  • Handel.
  • Die Geistlichkeit.
  • Hospitäler.
  • V. Das Interregnum in der Mark. 1319-1323. Die Prätendenten.
  • VI. Die bayerschen Markgrafen. 1323-1373.
  • 1. Ludwig I. der Aeltere 1323-1351.
  • 2. Ludwig II. der Römer. 1351-1365. 3. Otto der Faule. (1351) 1365-1373.
  • VII. Die Luxemburger. 1373-1415,
  • 1. Wenzel. 1373-1378.
  • 2. Siegmund. 1378-1397 u. 1411-1415 Kurfürst von Brandenburg.
  • 3. Jobst. 1397-1411 Kurfürst von Brandenburg.
  • 4. Johann. (1378) 1388-1396 Herr der Neumark, in der Ober- und Nieder-Lausitz.
  • VIII. Die inneren Verhältnisse der Mark unter den bayerschen und luxemburgischen Markgrafen.
  • Die Städte.
  • Das Münzwesen.
  • Der Adel.
  • Die Geistlichkeit.
  • IX. Die Kurfürsten von Brandenburg aus dem Hause Hohenzollern.
  • Abstammung der Hohenzollern.
  • A. Die Kurfürsten vor der Reformation.
  • X. Die inneren Verhältnisse der Mark unter den Hohenzollerschen Kurfürsten vor der Reformation.
  • Raubwesen.
  • Die Städte.
  • Die Geistlichkeit.
  • Kriegswesen.
  • Das Münzwesen.
  • Wissenschaften.
  • XI. Die Kurfürsten von Brandenburg aus dem Hause Hohenzollern.
  • B. Die Kurfürsten nach der Reformation.
  • XII. Die inneren Verhältnisse der Mark unter den Hohenzollerschen Kurfürsten nach der Reformation.
  • das Kriegswesen.
  • Die Landstände.
  • Das Creditwesen.
  • Prinzessinnen-Steuer.
  • Der Adel.
  • Die Städte.
  • Gerichtsbarkeit. Zünfte.
  • Gewerbe und Handel.
  • Zölle und Abgaben.
  • Das Münzwesen.
  • Kunst und Wissenschaft.
  • Kirchenzucht.
  • Aberglauben.
  • Schwelgerei und Vergnügungen.
  • XIII. Die Könige von Preußen.
  • 1. Friedrich als Kurfürst III. von 1688-1701, als König I. von 1701-1713.
  • 2. Friedrich Wilhelm I. 1713-1740.
  • XIV. Preußen als Großmacht.
  • 3. Friedrich II. der Große. 1740-1786.
  • Friedrich's Jugendzeit.
  • Sein Aufenthalt in Rheinsberg.
  • Sein Regierungs-Antritt.
  • Streit wegen Herstall.
  • Tod Kaiser Karl's VI.
  • Geschichte von Schlesien.
  • Die schlesischen Bisthümer.
  • Die Theilungen Schlesiens.
  • Schlesien ein böhmisches Lehn.
  • Die schlesischen Stände.
  • Das Recht.
  • Reformation in Schlesien.
  • Religiöse und politische Bedrückungen.
  • Erster schlesischer Krieg.
  • Oesterreichischer Erbfolgekrieg.
  • Friede zu Breslau und Berlin.
  • Zweiter schlesischer Krieg.
  • Friede zu Dresden.
  • Oesterreichs Haß gegen Preußen.
  • Bündnis gegen Friedrich.
  • Der siebenjährige Krieg.
  • Gefangennehmung der Sachsen bei Pirna.
  • Schlacht bei Lowositz.
  • Schlacht bei Prag und Kolin.
  • Schlacht bei Groß-Jägerndorf.
  • Schlacht bei Hastenbeck.
  • Schlacht bei Roßbach.
  • Schlacht bei Leuthen.
  • Neue Rüstungen.
  • Belagerung von Olmütz.
  • Schlacht bei Zorndorf.
  • Ueberfall bei Hochkirch.
  • Entsatz von Neiße und Dresden.
  • Schlacht bei Krefeld.
  • Rüstungen zum neuen Feldzuge.
  • Schlachten bei Kay und Kunersdorf.
  • Verlust von Dresden.
  • Niederlage bei Maxen.
  • Siege bei Minden und Fulda.
  • Bedrängte Lage des Königs.
  • Niederlage bei Landshut.
  • Sieg bei Liegnitz.
  • Besetzung von Berlin.
  • Schlacht bei Torgau.
  • Krieg in Pommern und Hessen.
  • Feldzug von 1761.
  • Lager bei Bunzelwitz.
  • Verlust von Kolberg.
  • Sieg bei Bellinghausen.
  • Friede mit Rußland und Schweden.
  • Sieg bei Burkersdorf.
  • Schlacht bei Freiberg. Friede mit dem Reiche.
  • Friede zu Hubertusburg.
  • Besitznahme von Ostfriesland.
  • Die Lage Preußens.
  • Polnische Angelegenheiten.
  • Erste Theilung Polens.
  • Bayerscher Erbfolgekrieg.
  • Bewaffnete See-Neutralität.
  • Deutscher Fürstenbund.
  • Das Heerwesen.
  • Der Bauernstand und der Adel.
  • Landbau, Handel und Gewerbe.
  • Die Regie.
  • Kanalbauten.
  • Das Finanzwesen.
  • Das Justizwesen.
  • Wissenschaften und Künste.
  • Religiosität Friedrich's.
  • Thätigkeit und Tod Friedrich's.
  • 4. Friedrich Wilhelm II. 1786-1797.
  • 5. (4). Friedrich Wilhelm III. 1797-1840.
  • XV. Preußen seit 1840.
  • 6. Friedrich Wilhelm IV. 1840-1861.
  • 7. Wilhelm I. (seit 1861).
  • Anhang.
  • A. Größe des Staates.
  • B. Stammtafeln.
  • Darstellung der territorialen Entwicklung des brandenburgisch-preußischen Staates.
  • Blank page

Full text

Schlacht bei Burkersdorf. 441 
Weistritz aus dem Gebirge, über Freiberg bis nach Hohen-Friedberg, 
und schützte dadurch Schweidnitz. Der König ließ den linken Flügel 
der Feinde umgehen und bedrohte die großen Magazine von Brau- 
nau. Dies bewog Daun, seine Mitte und seinen linken Flügel an 
das linke Ufer der Weistritz zurückzuziehen, und alle entbehrlichen 
Truppen bis nach Braunau vorzuschieben. Darauf zog der König 
den größten Theil seines rechten Flügels, ohne daß der Feind es 
merkte, hinter seiner Armee fort, um die Verbindung zwischen Daun 
und Schweidnitz abzuschneiden. Da jedoch traf wie ein Donnerschlag 
die Nachricht am 18. Juli bei Czernitscheff ein, daß Peter III. von 
seiner Gemahlin Katharina II. am 9. Juli vom Throne gestoßen 
worden sei, sowie gleichzeitig der Befehl erging, daß die russische Armee 
der Kaiserin Treue schwören und unverzüglich nach Polen zurückkehren 
sollte. Ueberdies kam auch bald darauf die Meldung, daß die Russen 
in Preußen sich anschickten, die Feindseligkeiten wieder zu erneuern. 
Da den Oesterreichern diese Vorfälle noch unbekannt waren, so wollte 
der König — so lange sie noch glaubten, daß die Russen an seiner 
Seite kämpften — einen Angriff auf sie machen, den die Russen 
scheinbar unterstützen sollten; es gelang ihm auch, Czernitscheff zu 
überreden, daß er die erhaltenen Befehle noch drei Tage lang unaus- 
geführt ließe. 
Diese kurze Zeit benutzie Friedrich aufs Beste. Meisterhaft um- 
ging er Schweidnitz mit seinem linken Flügel und griff am 21. Juli 
den Feind in seiner überaus festen Stellung von Burkersdorf 
östlich bis Leutmansdorf an. Da zu gleicher Zeit in der ganzen 
übrigen Linie die Preußen Schein-Angriffe machten, und auch die 
Russen aus ihrem Lager in die Schlachtreihe einrücken zu wollen 
schienen, wurde Daun verhindert, seinen rechten Flügel gehörig zu 
unterstützen, so daß die Oesterreicher aus jener festen Stellung ge- 
trieben wurden und ihr Lager in der folgenden Nacht weiter rück- 
wärts verlegten. Czernitscheff aber zog noch an demselben Tage nach 
der Oder ab, um nach Hause zurückzukehren. Zum Kriege zwischen 
Rußland und Preußen kam es zum Glücke für den König nicht. 
Katharina ersah aus den Briefen ihres Gemahls, der am 17. Juli 
im Gefängnisse seinen Tod gefunden, daß Friedrich Peter namentlich 
Milde und Rücksicht gegen seine Gemahlin anempfohlen hatte; auch 
hielt sie es für angemessener, daß Rußland eine selbständige Stellung 
einnähme, als daß es zu Gunsten Preußens oder Oesterreichs ein- 
träte und so eine untergeordnete Rolle spielte. Sie hielt deshalb den 
Frieden aufrecht, wenn sie auch das Bündniß mit Preußen nicht fort- 
bestehen ließ. Schon zu Anfang August nahm deshalb der König 
vollständig von der Provinz Preußen Besitz. 
Etwa gleichzeitig begann Friedrich die Belagerung von Schweid- 
nitz, zu der er jedoch nur 12,000 Mann verwenden konnte, da er 
mit dem übrigen Heere von etwa 50,000 Mann das stärkere Daun's 
am Entsatz hindern mußte. Die Belagerung zog sich sehr in die 
Pänge, da die Besatzung ebenso stark war wie die Belagerer und
	        

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