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Bismarck Die gesammelten Werke. Band 4. (4)

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Bibliografische Daten

fullscreen: Bismarck Die gesammelten Werke. Band 4. (4)

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
petersdorff_bismarck_werke
Titel:
Bismarck Die gesammelten Werke.
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
deutschesreich
DDC-Sachgruppe:
Politik
Copyright:
Ewiger Bund

Band

Persistenter Identifier:
petersdorff_bismarck_werke_4_1927
Titel:
Bismarck Die gesammelten Werke. Band 4.
Autor:
Petersdorff, Herman
Bandzählung:
4
Erscheinungsort:
Berlin
Herausgeber:
Otto Stollberg & Co.
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
deutschesreich
Erscheinungsjahr:
1927
DDC-Sachgruppe:
Politik
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Bismarck Die gesammelten Werke.
  • Bismarck Die gesammelten Werke. Band 4. (4)

Volltext

Notwendigkeit der Rücksicht auf die Wünsche der Bevölkerung. 380 
bei den Verhandlungen von 1851/52 wurde ausdrücklich festgesetzt, dah die neuen gesamt- 
staatlichen wie lokalen Einrichtungen unter Juziehung der berechtigten Vertreter des 
Landes ins Leben treten sollten. Und der Hauptgrund, weshalb der Bund die Aufbebung 
der Gesamtoerfassung von 1855 gefordert und durchgesetzt, wesbalb er alle späteren Ver- 
suche der Dänischen Regierung zur ARegulierung der Verhältnisse beanstandet hat, ist der 
Mangel der Erfüllung jener Zusage über die Vorlage an die Stände gewesen; der Haupt- 
vorwurf gegen die Regierung ist der, daß sie die Stimme der Stände gar nicht gehört habe; 
und die wesentliche Vorbedingung, welche der Bund unter Teilnahme, ja unter Sührung 
von Österreich und PDreußen für seine eigene Zustimmung m den von der Dönischen RNe- 
gierung erforderten Vorschlägen für eine neue staatliche Ordnung aufgestellt hat, war immer 
die Sorderung, daß die Stände zuvor zu einer Außerung darüber veranlaßt werden gollten. 
Es wird nicht tunlich sein, daß die beiden deutschen Mächte ein Verfahren, welches sie der 
Dänischen Regierung zum Vorwurf gemacht, nun selbst einschlagen oder mlassen gollten. 
Wie weit eine solche Zuziehung und Befragung der Herzogtümer von dem revolutionären 
rinzip der Entscheidung durch den bloßen Volkswillen entfernt ist, bedarf nicht erst der 
Ausführung. Es ist die Sache selbst auch nicht einmal ein moderner Gedanke. Ich erinnere 
aur an die Vorgänge bei der Erwerbung Aeuenburgs durch Dreußen und selbst bei der 
Dragmatischen Sanktion, wo sterreich es nicht für überflüssig gehalten hat, durch die 
Stimme der Landtage der einzelnen Teile der Monarchie der vom Keiser festgestellten Suk- 
zessionsordnung ein verstärktes Gewicht und eine festere Wurzel in der Bevölkerung zu 
geben. Wenn aber bei modernen politischen Schöpfungen zum Teil das suffrage universel 
zur Anwendung gebracht ist, so folgt daraus noch keineswegs, daß dies auch im gegen- 
wärtigen Fall geschehen sollte. Aber es folgt aus diesen Beispielen allerdings, daß keine 
Macht sich ganz der Rücksicht auf die Wünsche und die Stimmen der Bevölkerung bei golchen 
neuen Schöpfungen entziehen könne. Und dies muß um so mehr gelten, wo es, wie hier, 
darauf ankommt, einen Anlah zu immer neuen Zerwürfnissen und Sriedensstörungen endlich 
zu beseitigen und einen haltbaren und dauerhaften Sustand zu schaffen. Dies liegt im höchsten 
Interesse der beiden deutschen Mächte; und die Befragung der Herfogtümer ist daber für 
dieselben, wo sie bisher sie Dänemark gegenüber als eine Frage des Rechts geltend gemacht 
baben, jetzt zuugleich eine Srage der Klugheit und politischen Weisheit. 
Es gibt noch eine Betrachtung, welche dafür spricht, daß die beiden deutschen Mächte 
sich einer Anhörung des Landes selbst nicht im Prinzip widersetzen sollten, nachdem Grank- 
reich einmal diese Srage in Anregung gebracht hat. Es erscheint uns nämlich von der 
dringendsten Wichtigkeit, eine Annäherung oder Einigung zwischen Srankreich und Eng- 
land zu verhindern, welche mit Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist, wenn die deutschen Mächte 
von vornherein gegen den französischen Vorschlag prinzipiell Opposition machen wollten. 
Die Stellung der drei deutschen Bevollmächtigten in der Konferenz ist schon eine schwierige 
gegenüber denen von England und Rußland, welche, mit Schweden voraussichtlich einig, 
Dänemark wahrscheinlich lebhaft unterstützen werden. Wenn wir auch Srankreich, durch 
gänzliche Aichtberücksichtigung seiner Vorschläge (welche übrigens, soweit der Inbalt dor 
zweiten französischen Depesche nach London vom 29. März bekannt geworden, die 
Befragung der Herzogtümer auch nur als eine fubsidiäre binstellen), auf diese Seite 
binüberdrängen, so wird es schwer werden, auch nur irgend etwas m erreichen, was unsern 
Siehe den Text der Depesche vom 29. Märy in: Les Crigines Diplomatiques de la Guerre de 
16ro—18T 1, II. 189 88. .
	        

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