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Der deutsche Verfassungsstaat und die Parteien.

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Bibliografische Daten

Volltext: Der deutsche Verfassungsstaat und die Parteien.

Monografie

Persistenter Identifier:
wegener_impf_friedhof_1912
Titel:
Impf-Friedhof.
Autor:
Wegener, Hugo
Erscheinungsort:
Frankfurt am Main
Herausgeber:
Luise Wegener
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
deutschesreich
Erscheinungsjahr:
1912
DDC-Sachgruppe:
Gesundheit/Medizin
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
Eine Auflistung vom Todesfällen aus Impfschäden ( † ) und Impfschäden.
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
459. Essen, 1910.
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Der deutsche Verfassungsstaat und die Parteien.
  • Titelseite
  • Im Verlage des Kaiser-Wilhelm-Dank, Verein der Soldatenfreunde, E. V. Berlin erschienene Zeitschriften.
  • Rechtlicher Hinweis.
  • Vor- und Dankeswort.
  • Inhaltsverzeichnis.
  • 1. Die Uranfänge des deutschen Verfassungslebens.
  • 2. Die mittelalterliche Lehnsmonarchie.
  • 3. Die ständisch beschränkte Monarchie.
  • 4. Die Entwicklung des englischen Rechtsstaats.
  • 5. Die Entstehung der konstitutionellen Monarchie.
  • 6. Die preußische Verfassungsgeschichte.
  • 7. Die preußische Staatsverfassung.
  • 8. Der Deutsche Bund und die deutschen Verfassungskämpfe.
  • 9. Die deutsche Reichsverfassung.
  • 10. Die politischen Parteien der Gegenwart.
  • 11. Die Programme der Parteien.
  • 12. Schlußbetrachtungen.
  • Im Verlage des Kaiser-Wilhelm-Dank, Verein der Soldatenfreunde, E. V. Berlin erschienene Schriften.

Volltext

Auf der anderen Seite hatte die soziale 
Bewegung ein Gebilde hervorgehen lassen, 
in welchem die um ihre Zukunft besorgten 
wirtschaftlich abhängigen Klassen eine Zu- 
flucht suchten. Die grundstürzende Ver- 
änderung aller Produktions- und Verkehrs- 
verhältnisse durch die Einführung der 
Dampfmaschine in den Wirtschafts- und 
Handelsbetrieb hatte der gesamten Arbeiter- 
welt die Befürchtung aufgedrängt, daß für 
ihrer Hände Arbeit kein genügender Raum 
mehr übrigbleiben werde. Unter der 
Vorherrschaft der liberalen Parteidogmen 
gleichzeitig ganz der Fürsorge für sich selbst 
und dem Wettkampf mit den stärkeren 
wirtschaftlichen Kräften, vor allem mit 
dem Großkapital überantwortet. glaubten 
sic früher oder später rettungslos dem 
Proletariat zugeführt, bezw. zu Kostgängern 
der kommunalen Armenpflege entwürdigt 
zu werden. Die hierdurch geweckte Be- 
sorgnis und Unzufriedenheit hatte sich in 
England bereits in der „Chartisten--Be- 
wegung“ laut bemerkbar gemacht und in 
Frankreich jenen Zündstoff mit angehäuft, 
welcher in den Revolutionen von 0 
und 1818 zur Explosion gelangte. Auch 
in Deutschland griff eine Bennruhigung 
Platz, als Friedrich Engels die Arbeiterschaft 
mit seinen Schilderungen des Elends der 
englischen Fabrikarbeiter aufschreckte. Die 
hierdurch besonders unter den rheinisch- 
westfälischen und sächsischen 
erzeugte Gärung benutzte dann der 
politisch kompromittiert nach England 
übergesiedelte ehemalige Redakteur der 
„Rheinischen Zeitung“ Karl Marx, um 
sie zu hellen Flammen zu entfachen. In 
Verbindung mit Friedrich Engels ver. 
öffentlichte er im Jahre 1817 das so- 
genannte „kommnnistische Manifest“, 
eine wahre Brandschrift, in welcher er die 
„Proletarier aller Zonen“ zur Sammlung 
und zur Zertrümmerung des bestehenden 
„kapitalistischen Klassenstaates“ aufrief, da 
sic in diesem doch hoffnungslos „der 
Verelendung“" preisgegeben wären. Er 
versprach ihnen dafür goldene Berge, eine 
ungehinderte Freiheit und ein himmlisches 
Erdenglück in seinem „sozialistischen 
Zukunftsstaat“. „wo es keine Klassen. 
unterschiede gibt, wo der Arbeiter selbst 
Herr der Produktion ist und wo Männlein 
und Weiblein im gleichen Genuß der Liebe 
und der Früchte ihrer Arbeit ohne die 
Sorge um das tägliche Brot und den 
gleißenden Mammon ihr Dasein führen.“ 
In einer Schrift über das „Kapital“ suchte 
er gleichzeitig die inneren Gründe für sein 
Arbeitern 
65 — 
neues Staatswesen darzulegen, welches 
die „Vergesellschaftung“ oder „Ver- 
staatlichung“ aller Produktionsmittel, also 
der Fabriken, Maschinen, Häuser, des 
Grund und Bodens, alles Bargeldes 
usw. und die „Abschaffung alles 
Privatbesitzes“ sowie die bedingungslose 
Unterwerfung des einzelnen unter 
einen leitenden Willen zur Voraus- 
setzung hat. Mit großer dialektischer 
Gewandtheit verteidigte Marx seinen Stand- 
punkt; aber seine orte konnten doch 
niemanden darüber täuschen, daß seine 
Ziele, soweit sie eine staatliche Neuschöpfung 
erstreben, nur eitel „Utopie“ sind, und 
soweit sie den Kampf gegen das Bestehende 
bezwecken, von grundfalschen Voraus- 
setzungen aus ins Auge gefaßt und mit 
direkt unsittlichen Mitteln gefördert werden. 
Der leitende Gedanke seiner Beweisführung, 
die sogenannte „Verelendungstheorie“, ist 
von den Tatsachen, durch die ungeahnte 
Hebung des Lebensstandes der Arbeiter 
im letzten Menschenalter trotz der Ver- 
allgemeinerung der Dampf- und Maschinen- 
kraft und trotz der Zunahme des Kapitals 
längst und millionenfach verleugnet worden. 
Damit fällt sein ganzes Lehrgebände. Von 
demselben bleibt nur noch die treibende 
Kraft seines Urhebers: eine maßlose, doch 
unbefriedigte Selbstsucht und der Ha 
gegen jeden glücklicheren Erdenbürger zurück, 
der nunmehr eine Genugtuunng sucht in der 
gewaltsamen Zerstörung alles Bestehenden 
und in der Bearbeitung der breiten Arbeiter- 
massen als Werkzeug für diesen Zweck durch 
eine planmäßige Täuschung über den Wert 
der gegebenen Staats- und Gesellschafts- 
ordnung und über die Möglichkeit des 
„sozialistischen Staates“. 
Auf diesem Grunde ist die Sozial- 
demokratie in Deutschland empor- 
ewachsen, deren erste Keime in dem von 
Iassauue im Jahre 1863 geschaffenen „All- 
gemeinen deutschen Arbeiterverein“ ent. 
halten sind. Dieser bezweckte aufänglich 
nur die Herstellung des allgemeinen, 
gleichen und direkten Wahlrechts auf 
friedlichem und legalem Wege, ein Satz, 
welcher später dahin erweitert wurde, daß 
man mit Hilfe dieses Wahlrechts zur 
vollen politischen Freiheit des Arbeiters 
und zur Errichtung von Produktiv- 
Assoziationen mit Staatshilfe nach 
Lassalleschen Vorschlägen kommen wolle. 
Die sozialistische Arbeiterschaft in Deutsch- 
land bewegte sich damals also noch auf dem 
Boden der gegebenen Staatsordnung. In 
einen offenen Gegensatz zu den Lassalleanern
	        

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