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Geschichte des Königreichs Sachsen mit besonderer Berücksichtigung der wichtigsten culturgeschichtlichen Erscheinungen.

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte des Königreichs Sachsen mit besonderer Berücksichtigung der wichtigsten culturgeschichtlichen Erscheinungen.

Multivolume work

Persistent identifier:
Weltkrieg_1914
Title:
Der Weltkrieg 1914.
Document type:
Multivolume work
DDC Group:
Geschichte
Copyright:
Ewiger Bund

Volume

Persistent identifier:
weltkrieg_1914_1
Title:
Der Weltkrieg 1914. Band 1.
Volume count:
1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Reichsverlag
Document type:
Volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1914
DDC Group:
Geschichte
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Chapter

Title:
Englands Flotte.
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Geschichte des Königreichs Sachsen mit besonderer Berücksichtigung der wichtigsten culturgeschichtlichen Erscheinungen.
  • Title page
  • Vorwort zur zweiten Auflage.
  • Inhaltsverzeichniß
  • I. Die früheren Bewohner unsers Vaterlandes
  • 1. Wer sie waren und wie sie sich in unserm jetzigen Vaterlande ausbreiteten.
  • 2. Die Beschäftigung der Sorben-Wenden und die Einrichtungen in ihrem neuen Vaterlande.
  • 3. Welche Religion die alten Sorben-Wenden hatten.
  • 4. Die Sorben-Wenden verlieren Land und Macht.
  • II. Die Markgrafschaft Meißen bis zum Jahre 1127.
  • 5. Was König Heinrich mit dem eroberten Lande vornahm.
  • III. Meißen unter Konrad von Wettin eine erbliche Markgrafschaft.
  • 6. Konrad der Große von Wettin, 1127-1156 (†1157).
  • 7. Otto der Reiche, 1156-1190.
  • 8. Albrecht I., auch der Stolze genannt, 1190-1195.
  • 9. Dietrich der Bedrängte, 1195-1221.
  • IV. Markgrafschaft Meißen und Landgrafschaft Thüringen vereinigt (1264-1423).
  • 10. Heinrich der Erlauchte, 1221-1288.
  • 11. Fortsetzung von Heinrich dem Erlauchten.
  • 12. Albrecht II., 1288-1307 († 1314).
  • 13. Friedrich I. (1307-1324) rettet sein Erbtheil. - Sein trauriger Lebensabend.
  • 14. Friedrich II., der Ernsthafte, 1324-1349.
  • 15. Friedrich III. oder der Strenge, 1349-1381.
  • 16. Der schwarze Tod. Die Geißler.
  • 17. Wichtige Einrichtungen in Chemnitz vor 500 Jahren.
  • 18. Der weitere Anbau des Landes. Richtige Maße und Gefäße.
  • 19. Entstehung der Eigennamen. Gründung vieler Spitäler. Vermächtnisse an Klöster. Frohndienste. Geldpreise.
  • 20. Friedrich der Streitbare, 1381-1428. Die Gründung der Universität zu Leipzig, 1409.
  • V. Meißen und Thüringen mit Sachsen vereinigt.
  • 21. Friedrich der Streitbare, Kurfürst von Sachsen, 1381-1428.
  • 22. Die Hussiten in Sachsen (1429, 1430, 1432). Friedrich der Sanftmüthige (1428-1464).
  • 23. Der Bruderkrieg (1446-1451).
  • 24. Der Prinzenraub (1455).
  • 25. Das Mittagslauten. "Soldaten." Befestigte Städte. Scheibenschießen. Die Leipziger Neujahrsmesse. Friedrich des Sanftmüthigen Tod. (1464.)
  • 26. Kurfürst Ernst (1464-1486) und der Herzog Albrecht der Beherzte.
  • VI. Das ernestinische und albertinische Sachsen. (1485-1547)
  • 27. Die Theilung der sächsischen Länder, 1485. Kurfürst Ernsts Tod, 1486.
  • 28. Gründung der Stadt Annaberg (1496). Herzog Albrechts Tod (1500). Begräbnisfeierlichkeiten nach seiner Beisetzung (1501).
  • 29. Kurfürst Friedrich der Weise, 1486-1525.
  • 30. (Friedrich der Weise.) Dr. Martin Luther. Anfang der Reformation.
  • 31. Friedrich der Weise schlägt die Wahl zum deutschen Kaiser aus. Er fährt fort, Luther zu schützen. Fortgang der Reformation.
  • 32. Friedrich des Weisen Tod.
  • 33. Die Bauernschlacht bei Frankenhausen, den 15. Mai 1525. Thomas Münzer. Ungerechte Beschuldigung gegen die Reformation.
  • 34. Johann der Beständige und die Fortsetzung der Reformation.
  • 35. Das Herzogthum Sachsen. Herzog Georg, 1500-1539.
  • 36. Herzog Heinrich, 1539-1541.
  • 37. Moritz, Herzog von 1541-1547, Kurfürst von 1547-1553.
  • 38. Die Steinkohlen im Plauenschen Grunde. Die "Zwickauer" Steinkohlen. Der Brand der Steinkohlen bei Planitz. - Die Fürstenschulen.
  • 39. Der Schmalkaldische Krieg.
  • VII. Das Kurfürstenthum Sachsen unter der albertinischen Linie bis zum dreißigjährigen Kriege.
  • 40. Kurfürst Moritz, der Retter Deutschlands und der evangelischen Kirche.
  • 41. Ein Blick auf die Jahre von 1500-1550.
  • 42. (Vater) August wird als Moritzens rechtmäßiger Regierungsnachfolger bestätigt. Er vollzieht an Johann Friedrich dem Mittleren die Reichsacht, 1553-1586.
  • 43. Das Kurfürstentum Sachsen wird vergrößert.
  • 44. Vater Augusts Verdienste um Feld- Obst- und Hopfenanbau, um Viehzucht, um Bienenzucht.
  • 45. Waldbau und Holzflößen. (Vater August in Lebensgefahr.) Krottendorfer Marmor.
  • 46. Spitzenklöppeln. Baumwollweberei. Tuchmacherei.
  • 47. Bauwerke. Postwesen.
  • 48. Kunstsammlungen.
  • 49. Heimliche Anhänger Calvins. Die Concordienformel.
  • 50. Die Pest in Sachsen. Apotheken. Mutter Anna's Tod, 1585. Vater Augusts Tod, 1586.
  • 51. Christian I., 1586-1591. Dr. Crell und gewaltsame Einführung des reformirten Glaubensbekenntnisses.
  • 52. Kurfürstin Sophie. Sophiendukaten. Sophienkirche. Sonntäglicher Sophiengottesdienst wegen Errettung des Kurfürsten Christian II. und seines Bruders aus Lebensgefahr. Sophiens letzte Ermahnungen auf dem Sterbebette.
  • 53. Christian II. Jülich-Cleve`scher Erbfolgestreit. Christians Tod, 1611.
  • 54. Ein Blick auf die Zeit von 1550-1600 (1610). Wohlstand. Haß zwischen den Religionsparteien. Mangel an wahrhaft christlichem Leben. Volksschulen. Aberglaube. Unglücksfälle. Gänzliche Umgestaltung der Lebensverhältnisse. Verschwendung.
  • 55. Johann Georg I., 1611-1656. Die Zeit von 1611-1630, so weit sie die Kriegsereignisse nicht berührt.
  • VIII. Sachsen vom dreißigjährigen Kriege bis zu Friedrich August I. (August dem Starken).
  • 56. Ursachen des dreißigjährigen Krieges.
  • 57. Verlauf des dreißigjährigen Krieges bis zum Jahre 1630.
  • 58. Die Jahre 1630 bis zur Mitte 1632.
  • 59. Von der Mitte des Jahres 1632 bis zum 6. November 1632.
  • 60. Sachsen nach der Schlacht bei Lützen bis zum Jahre 1653.
  • 61. Der dreißigjährige Krieg von 1635 bis zum Friedensschlusse 1648.
  • 62. Ein Blick auf die Verheerungen des dreißigjährigen Krieges.
  • 63. Die Kurfürsten dieser Zeit.
  • 64. Einwanderungen der evangelischen Böhmen während des dreißigjährigen Krieges und nach demselben. Die böhmische Gemeinde in Dresden. Johanngeorgenstadts Entstehung. Was unter Johann Georg ll. zur Heilung der Wunden geschah, die der dreißigjährige Krieg geschlagen hatte. - Seidenraupenzucht. - Schönauer Damast.
  • 65. Die Festung Königstein. Der große Garten bei Dresden. Friedrichstadt-Dresden.
  • 66. Das erste stehende Heer in Sachsen und seine Heldenthat vor Wien. Johann Georg III. stirbt 1691 in Tübingen.
  • 67. Der Wildstand im 17. Jahrhunderte.
  • 68. Der Luxus im 17. Jahrhunderte.
  • 69. Allgemeines über das 17. Jahrhundert.
  • IX. Die Kurfürsten von Sachsen und Könige von Polen.
  • 70. Kurfürst Friedrich August I. oder August der Starke.
  • 71. Friedrich August bewirbt sich um den polnischen Königsthron und besteigt denselben als König August II.
  • 72. Friedrich August als Oberbefehlshaber des christlichen Heeres gegen die Türken. - Einführung des verbesserten (Gregorianischen) Kalenders, 1700. - Das Werben der Soldaten.
  • 73. Von Tzschirnhausen. - Johann Friedrich Böttger und die Erfindung des Porzellans. Meißner Porzellanfabrik. - Baron von Klettenberg.
  • 74. Herrnhuts Gründung, 1722. Die evangelisch-lutherische Brüdergemeinde. Graf Nikolaus Ludwig von Zinzendorf. - Andere verdienstvolle Männer: Johann Hübner, Christian Gottlieb Schröter.
  • 75. Das Augustusbad bei Radeberg. - Die ersten Kartoffeln in Sachsen. - Abnahme des Biergenusses und des Hopfenbaues. - Zunahme des Branntweingenusses. - Entstehung der Blechlöffelfabrikation. - Aufblühen des Fabrikwesens.
  • 76. Das erste allgemeine Zuchthaus. ("Prinz Lieschen".) - Eigenthümlische Strafen. - Das Postwesen. (Adam Friedrich Zürner.) - Brandversicherungskasse.
  • 77. Bauwerke: Japanisches Palais u. s. w., Zwinger, Frauenkirche, Verschönerung der Elbbrücke in Dresden. - Malerei: Malerakademie. - Kunstsammlungen. - Förderung der Wissenschaften. - Glänzende Hoffeste. - Luxus: Carneval. Festlichkeiten bei Vermählung des Kurprinzen. Lustlager bei Zeithain.
  • 78. Volkssitten. Volksbildung. Schulunterricht. Innungsgebräuche. Tod Friedrich August I., den 1. Februar 1733.
  • 79. Kurfürst Friedrich August II.
  • 80. Kurfürst Friedrich August II. Verdienste um Kunst.
  • 81. Berühmte und verdienstvolle Männer jener Zeit.
  • 82. Veranlassung zu denselben.
  • 83. Erster schlesischer Krieg, 1740-1742. Der Breslauer Friede.
  • 84. Der zweite schlesische Krieg, 1744 und 1745.
  • 85. Der dritte schlesische oder siebenjährige Krieg, 1756-1763.
  • 86. Die Hofnarren.
  • X. Das Kurfürstenthum Sachsen bis zur Erhebung zum Königreiche, 1763-1806
  • 87. Kurfürst Friedrich Christian, 5. Oktober bis 17. Dezember 1763.
  • 88. Prinz Xaver, 17. Dezember 1763 bis 15. September 1768.
  • 89. Friedrich August der Gerechte, 15. September 1768 bis 5. Mai 1827.
  • 90. Der bayerische Erbfolgekrieg, 1778 und 1779.
  • 91. Mißwachs. Hungersnoth. Seuchen (1771, 1772, 1804 und 1805). Wasserfluten (1784). Kassenbillets. Kupferpfennige (Heller). Kupferdreier.
  • 92. Schullehrerseminarien. - Sorge für die Taubstummen. - Der erste Blitzableiter in Sachsen. - Die ersten Spinnmaschinen in Chemnitz. - Einimpfung der Schutzpocken.
  • 93. Johann Georg Pahlitzsch. - Johann Gottlieb Naumann.
  • 94. Friedrich August schlägt die polnische Königskrone aus. - Die Bauernunruhen.
  • 95. Weiterer Einfluß der Vorgänge in Frankreich zunächst auf Sachsen bis zum Jahre 1806.
  • XI. Sachsen als Königreich.
  • A. Bis zu seiner Theilung 1815.
  • B. Das Königreich Sachsen bis zum Eintritt in den norddeutschen Bund, 1815-1866.
  • C. Das Königreich Sachsen seit dem Eintritt in den Norddeutschen Bund.

Full text

— 192 — 
Pistole auf den Kopf. Diese Verzögerung rettete den Feldherrn, 
denn in diesem Augenblicke eilte der Herzog von Sachsen-Lauenburg 
herbei und schoß den Rittmeister gerade in der Richtung durch den 
Kopf, daß die Kugel beide Ohren durchbohrte. 
Nach einem fünfstündigen blutigen Kampfe hatte Gustav Adolph 
Tilly's alten Ruhm der Unbesiegbarkeit vernichtet. 6000 Kaiserliche, 
1000 Schweden und 2000 Sachsen bedeckten das Schlachtfeld und 
7000 Kaiserliche fielen auf der Flucht in die Gefangenschaft. Tilly's 
auserlesenes Heer war fast ganz aufgerieben und sein ganzes Geschütz 
sah er in des Feindes Hand. Diese schmerzliche Erfahrung drückte 
den Greis zu Boden und er verfiel in eine Krankheit. 
Der Sieger von Breitenfeld übernachtete auf dem Wahlplatze. 
Tief beschämt kehrte unser Kurfürst nach Breitenfeld zurück und wagte 
es kaum, dem Könige unter die Augen zu treten, fürchtend, daß ihn 
dieser mit den bittersten Vorwürfen überhäufen würde. Der König 
nahm den verlegenen Fürsten aber freundlich auf und dankte ihm 
sogar, daß er zur Schlacht gerathen habe. 
Der erfochtene Sieg war für den Schwedenkönig von unberechen— 
baren Folgen. Er hatte sich nun nicht blos den Zugang zum Innern 
Deutschlands geöffnet, sondern es traten auch viele gefangene kaiser— 
liche Soldaten in seine Dienste und vergrößerten seine Macht. Alle 
Evangelischen jubelten nun dem siegreichen Helden entgegen und in 
den Palästen der Großen, wie in den Hütten der Armen zierte 
Gustav Adolphs Bildniß die Zimmer und Stuben. Allgemeine 
Bestürzung herrschte dagegen bei den Katholiken, namentlich bei dem 
Kurfürsten von Bayern, dessen Heer größtentheils mit aufgerieben 
war. Der Kaiser hatte nichts Eiligeres zu thun, als Tilly zu 
neuen Truppen zu verhelfen, und in der That gelang es ihm auch, 
seinen Feldherrn wieder mit 30 000 Mann zu umgeben. Was sollte 
der sieggekrönte Schwedenkönig nun weiter unternehmen? Er entwarf 
folgenden Kriegsplan: Er selbst wollte mit seinem Heere durch 
Thüringen, Franken, Bayern nach Oesterreich vordringen, unser 
Kurfürst sollte nach Böhmen vorrücken, und dann sollten sich beide 
Heere im Innern Oesterreichs vereinigen. Im Siegesfluge eilte 
Gustav Adolph vorwärts, eine Stadt nach der andern fiel in seine 
Hände und nachdem der Winter von 1631 zu 1632 ebenfalls glücklich 
überstanden war, erschien der Held am Lech, um in das Herz des 
damaligen Bayern einzudringen. Hier kam es mit Tilly zum zweiten 
Male zur Schlacht, dessen Glücksstern in derselben verblich. Eine 
Kugel zerschmetterte ihm das rechte Bein und der 73jährige Greis 
starb bald darauf in Ingolstadt. Im Mai 1632 hielt der siegreiche 
Schwedenkönig seinen Einzug in Bayerns Hauptstadt, in München. 
Gleiches Waffenglück begleitete auch die sächsischen Truppen in 
Böhmen. Schon im Oktober 1631 waren diese vorwärts gedrungen
	            		
— 193 — und am 11. November zogen sie siegreich in Prag ein, wohin sich sehr bald auch der Kurfürst begab. Mit Ausnahme einiger Städte befand sich ganz Böhmen in den Händen der Sachsen. Der eingetretene Winter brachte Zeit, um sich zu neuen Thaten für das nächste Jahr zu stärken. 59. Von der Witte des Jahres 1632 bis zum 6. November 1632. a) Wallensteins zweites Auftreten. General Holk wüthet in Sachsen. Das siegreiche Vorschreiten der Schweden und Sachsen machte den Kaiser in Wien zittern, und als die Nachricht von einer zweiten Niederlage des Heeres und von dem Tode Tilly's einlief, sah er sich ganz rath= und hilflos. In dieser seiner Noth mußte er sich zu einem Schritte entschließen, der für ihn als Kaiser höchst demüthigend war. Im Jahre 1630 hatte er auf wiederholte Vorstellungen der Kur- fürsten seinen Feldherrn Wallenstein wegen der verübten Barbarei seines Amtes entsetzt und jetzt mußte er ihn flehentlich bitten, ein neues Heer zu bilden und den Oberbefehl wieder zu übernehmen. Des Kaisers Verlegenheit nur zu genau kennend, schlug der stolze Wallenstein das Gesuch wiederholt ab, bis er endlich nach langem Zögern als unbeschränkter Oberbefehlshaber zum zweiten Male an die Spitze des neuen Heeres trat. Schrecken ging vor ihm her. In unglaublich kurzer Zeit eroberte er Prag und vertrieb die Sachsen aus Böhmen. Diese wandten sich nach Schlesien, Wallenstein dagegen zog nach Bayern zu und vereinigte bei Eger sein Heer mit den Bayern. Mit 50 000 Mann suchte er Gustav Adolph auf. Beide Feldherren hatten bei Nürnberg ein befestigtes Lager bezogen und da es hier zu keiner entscheidenden Schlacht kommen wollte, wandte sich Gustav Adolph südlich nach Bayern, um hierher den Kriegs- schauplatz zu verlegen. Wallenstein gab sein Lager ebenfalls auf, folgte aber seinem Gegner nicht, wie dieser gehofft, sondern brach nach Sachsen auf, um den Kurfürsten zum Abfall von den Schweden zu zwingen. Wie einem herannahenden Gewitter gewöhnlich ein heftiger Sturm vorauseilt, der oft furchtbarer wüthet, als das Gewitter selbst, so ging es auch hier. Wallensteins Hauptheere zogen zwei Generale, Holk und Gallas, wahre Tiger in Menschengestalt, mit 6000 Mann voraus und fielen im August 1632 ins Voigtland und später ins Erzgebirge ein. Jetzt hob für Sachsen eine Zeit der Noth und des Elends an, die sich kaum schildern läßt. Da war kein Schonen, da war kein Erbarmen! Kaltblütig schleuderten die rohen Krieger zündende Feuerbrände auf die Stroh= und Schindeldächer der geängstigten Einwohner, und gellendes Hohngelächter der Mordbrenner Geschichte Sachsens. 6 13

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