Metadata : Der Krieg gegen Frankreich und die Einigung Deutschlands.

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Bayern  wandten  sich  siegreich  gegen  beide  Seiten  und  warfen  den  nen  erschienenen  Gegner  über  den  Haufen,
die  Jäger  eroberten  das  Gehöft.  Die  Füsiliere  des  86.  Regiments  nahmen  darauf  im  Sturmlauf  das  brennende
Gehöft  La  Harnoterie,  die  1.  bayerische  Division  trieb  links  den  Feind  vor  sich  her  bis  Raucourt.

Inzwischen  hatte  sich  auf  dem  rechten  Flügel  die  7.  Division,  an  ihrer  Spitze  die  (C6er,  mit  vielen  Opfern
der  Ferme  La  Sartelle  bemächtigt,  vermochte  aber  bei  dem  schweren  Feuer  der  Feinde,  die  neu  Zuß  gefaßt  hatten,
nicht,  den  Wald  zu  überschreiten.  Auch  als  rechts  die  Spitzen  des  12.  Korps  unler  Pring  Georg  eingriffen,  blieb
hier  das  Gefecht  stehen,  weil  der  enge  Raum  die  Entwickelung  verhinderte.  Der  Oberfeldherr  Kronprinz  Albert  von
Sachsen  erschien  um  1  Uhr  auf  dem  Schlachtfeld  und  übernahm  das  Kommando.  Weil  an  der  Maas  ein  Vorwärtskommen
  unmöglich  war,  blieb  nichts  übrig,  als  auf  der  Straße  nach  Monzon  vorzurücken.  Die  14.  Brigade
nahm  den  Vortritt,  die  Hizer  stürmten  in  raschem  Anlauf  unter  der  persönlichen  Führung  des  Obersten  v.  Krosigk
die  steile  Höhr,  auf  der  die  Batterien  standen,  und  eroberten  8  Geschütze  und  4  Mitrailleusen.  Da  baute  sich
quer  ein  neues  Hindernis  auf,  der  einzeln  dastehende  und  nach  allen  Seiten  steil  abfallende  Mont  de  Brune.  Die
27er  und  93er,  ihren  Brigadier  v.  Zychlinski  in  der  vordersten  Reihe,  eilen  hinauf  und  nehmen  6  Geschütze  im
Feuer.  Nun  lag  Mongon  offen  vor.  Nochmals  griffen  die

Franzosen  an.  Ein  Kürassier-Re-—
  E  giment  machte  eine  mutige  Attacke,
r  +  B¾  **2#  —  doch  nur,  um  an  der  ruhig  dasditehenden,
  erst  auf  das  Kom-#4
  mando  ihres  Hauptmanns  Helmuth
  feuernden  Hakenlinie  der  10.
Kompanie  der  27er  zu  zerschellen;
die  ÜUbriggebliebenen  Reiter  suchten
schwimmend  das  andere  Ufer  der
Maas  zu  erreichen,  denn  Brücken
und  Furten  waren  bereits  durch
das  Gedränge  der  Flüchtlinge  unbenutzbar
  geworden.  Nachdem  die
Artillerie  die  Vorstadt  von  Mouzon
  beschoffen  hatte,  wurde  auch  diese  nebst  den  benachbarten  Ortschaften  genommen,  und  viele  Franzosen  fanden
in  der  Maas  den  Tod.

Die  Deutichen  hatten  starke  Verluste:  145  Offiziere,  3384  Mann.  Der  weitaus  größte  Teil  fiel  auf  das
4.  Korps,  das  rühmlichst  die  Hauptlast  des  langen  Kampfes  getragen  hatte:  126  Offlziere,  2878  Mann;  die
Regimenter  66,  31  und  86  hatten  am  meisten  gelitten.  Oberst  Graf  v.  Finckenstein  (66),  der  bereits  verwundet
im  Gefecht  ausharrte,  und  Oberstleutnant  Hasse  (86)  waren  gefallen,  die  Brigadiers  v.  Borries  und  v.  Scheffer
und  Oberst  v.  Horn  (86)  verwundet.  Dafür  gab  der  Sieg  reichen  Ersatz.  Nicht  allein  42  Geschütze,  über  2000
unverwundete  Gefangene  und  andere  Beute  wurden  gewonnen,  dem  Feinde  war  ein  Riegel  vor  Meg  geschoben.
So  tapfer  die  etwas  schwächeren  Franzosen  (67,000  gegen  75,000)  standgehalten  hatten,  die  neue  Niederlage
erschütterte  sie  vollständig.  Auch  das  VII.  Korps,  das  in  der  Nacht  über  die  Mosel  ging,  langte  völlig  erschöpft
und  zerrüttet  am  andern  Ufer  an;  die  Soldaten  brachen  buchstäblich  zusammen,  vom  Schlaf  übermannt.

Mit  Entsetzen  sah  General  v.  Wimpffen  diese  zucht-  und  haltlosen  Scharen.  Aus  einem  alten  deutschen
Geschlechte  stammend,  dessen  einer  Zweig  französische  Dienste  nahm,  hatte  er  sich  in  allen  Feldziügen  hervorgethan;
beim  Ausbruche  des  Krieges  war  er  Kommandeur  der  algierischen  Provinz  Oran.  Sehnsüchtig  hoffte  er,  nach
Frankreich  berufen  und  mit  einem  höheren  Befehl  betraut  zu  werden,  doch  Mac  Mahon  hielt  es  für  besser,  ihn
in  Afrika  zu  lassen.  Nach  den  ersten  Niederlagen  bat  Wimpffen  nochmals  dringend  um  Verwendung  vor  dem

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Üüberfall  des  Cagers  bei  Beaumont.