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den damaligen Pibsten konnte aus allen denjenigen Provinzen,
welche sonst Schatzkammern des heiligen Stuhls waren, seine
Gelder und Einkünfte ziehen, und doch war man aller dieser
Einnahmen gewohnt, und suchte also durch desto schärfere
Auflagen auf die gehorsamen Kinder diesen Verlust zu ersetzen.
Der zu Avignon residirende Pabst, auch da er noch keinen
Gegenpabst in Avignon hatte, zog weder aus dem Kirchenstaat,
noch aus dem übrigen Italien, was seine Vorfahren
genossen hatten: die gottlosen Italiener gingen mit dem Statthalter
Gottes um wie die Kamtschadalen mit ihrem Götzen,
die ihm, wenn sie glauben, er erfülle ihren Willen nicht,
alle nur ersinnliche Schmach aurhun. Zu Avignon war der
Pabst so gut als ein Staarsgefangener des allerchristlichsten
Königs, und besonders bei Entstehung des großen Schisma
mußte der Pabst große Gelder aufwenden, um sich immer
eine starke Partie Anhänger an dem franzbsischen Hofe zu'
erkaufen, damit seine vielfältig gebrochenen Versprechungen
nicht bestraft, und das ungestüme Anhalten der Universität
Paris um Ergreifung kräftigerer Maßregeln — nicht erfüll
werden mdchte. 4
Deutschland war unter allen damaligen Reichen zu den
päbstlichen Brandschatzungen am geschicktesten. Karl IV. selbst
hatte seine Hoheit außer seinem Geld größtentheils dem Einfluß
des Pabsts auf die deutschen Angelegenheiten zu danken,
er war also sehr ungeschickt, die Rechte der deutschen Kirche
zu behaupten: und sein Sohn Wenzel war gerade so ein
Regent, wie sich die Päbste für ihre Absichten einen Regenten
wünschen konnten. Unter den Häuptern der deutschen Kirche
war keine Empfindung eines gemeinschaftlichen Interesse, auch
noch zu große, theils gerechte, theils übertriebene Furcht des
gefährlichen Bannstrahls. Johann XXII. haite in seinen Ertravaganten
nicht nur die abscheulichsten Grundsätze ausgesiellt,