Die Schlacht bei den Falklandinseln 71
„Isabel“, sich selbst zu opfern, während „Seydlih“ entrann. Außer „Seydlic“
war nur der Kreuzer „Dresden" entkommen. Er schlug sich nach der West.
küste Amerikas durch, hielt sich noch drei Monate auf dem offenen Meere
und versenkte am 27. Februar 1915 noch einen englischen Segler. Am 14. März
wurde er im Hafen der chilenischen Insel Mas a Tierra von „Kent", „Glas.
gow“ und „Oroma“ überrascht und von „Kent“ angegriffen. Vergebens
berief sich Lüdecke darauf, daß er in neutralen Gewässern ankere. Als der
Engländer antwortete, er hätte den Befehl, den Kreuzer zu versenken, wo
er ihn fände, und die Neutralitätssache würde später von den Diplomaten
geregelt, sprengten die Deutschen das kampfunfäbige Schiff, das letzte, das
von Spees stolzem Geschwader übriggeblieben war.
Das Weltmeer, auf dem Preußen--Deutschlands Kriegsmacht die Farben
Preußens und des ANeiches nur ein halbes Jahrhundert gezeigt hatte, war
im Frühling des Jahres 1915 von über Wasser fabrenden deutschen Schiffen
frei, aber der Nachruhm des deutschen Kreuzergeschwaders, das auf kühner
Kriegsfahre den ganzen Stillen Ozecan durchquert halke, um sich auf 52 Grad
südlicher Breite und 56 Grad westlicher Länge zum Untergang zu neigen,
blieb ungeschmälert und erscheint in den Annalen des Weltkrieges in lebbafterem
Glanze als moncher greße Sieg der deutschen Landmacht. Er.
schien doch das Geschick dieses vor aller Augen in den Cod steuernden Ge.
schwaders gleichsam im Lichte einer spmbolischen Handlung, aus der vorabnend
Deutschlands kragische Sendung blickte.