Metadata : Das Volksbuch vom Grafen Bismarck.

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preußischen  Streitkräfte  entzogen  hatte,  ihn  unter  allen  Umständen
festzuhalten  und  zur  Entwickelung  seiner  Kräfte  zu  nöthigen.
Daher  erhielt  um  8  Uhr  General  Herwarth  von  Bittenfeld
Befehl,  Nechanitz  zu  nehmen,  und  gegen  die  linke  Flanke  des
Feindes  in  der  Richtung  auf  Königgrätz  einen  Angriff  zu  ver—
suchen.  Gleichzeitig  wurde  die  7.  Division  unter  General  von
Fransecky  in  der  Gegend  von  Benatek  über  das  dort  zugängliche
Thal  der  Bistritz  vorgeschoben,  um  des  Feindes  rechte  Flanke
zu  bedrohen,  während  die  8.  Division  unter  General  von  Horn,
von  Dub  gegen  Sadowa  vorgehend,  das  Centrum  beschäftigte
und  das  2.  Armee-Corps  die  Bistritz  bei  Dohalitz  und  Mokrowans
  zu  überschreiten  suchte,  um  dem  General  Herwarth  von
Bittenfeld  die  Hand  zu  reichen.  Das  3.  Armee-Corps  nebst
der  Reserve-Artillerie  und  die  Reserve-Cavallerie  verblieb  einstweilen
  in  verdeckter  Aufstellung  bei  Dub  als  Rückhalt.

Der  hartnäckige  Widerstand,  den  der  Feind  auf  allen  Punkten
dem  energischen  Angriff  der  preußischen  Truppen  entgegensetzte,
bewies,  daß  er  die  Stärke  der  innehabenden  Stellung  wohl
kannte  und  auf  seine  eigene  Ueberlegenheit  rechnete.  Die  Heftigkeit
  seiner  Gegenwehr  und  die  Kampflust  der  eigenen  Truppen
gaben  dem  Kampfe  gleich  Anfangs  einen  ernsthafteren  Charakter
als  ursprünglich  beabsichtigt  war.

General  von  Fransecky  nahm  etwa  um  9  Uhr  Benatek  nach
hartem  Kampfe,  ebenso  das  unfern  davon  liegende  Wäldchen.  Im
Besitz  desselben  hatte  die  Division  ein  furchtbares  Granatfeuer
auszuhalten;  sie  versuchte  daher,  sich  demselben  nach  einiger
Zeit  zu  entziehen,  natürlich  durch  einige  Bewegung  vorwärts.
Momentan  zurückgedrängt  durch  Entwickelung  überlegener  feindlicher
  Streitkräfte,  kehrte  sie  zu  verschiedenen  Malen  mit  erneuten
Anstrengungen  zu  ihrer  Aufgabe  zurück.  Hier  war  es,  wo  die
14.  Brigade  erhebliche  Verluste  erlitt  und  dem  General  von
Fransecky  zwei  Pferde  unter  dem  Leibe  erschossen  wurden,  wo
eine  Escadron  des  10.  Husaren  =  Regiments  unter  Rittmeister

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