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der entzückt war von der Liebenswürdigkeit des bayrischen Fürsten.
Ihm zu Ehren gab er ein glänzendes Diner im Palaste Ruspoli.
Die bayrischen Offiziere führte er in die französischen
Kasernen und ließ sie einen tiefern Blick in den Dienstorganismus
des französischeu Heerwesens thun.
Häufig wohnte König Max dem Gottesdienste im Vatikan
bei, wo der Papst celebrirte, aber außerdem hörte er täglich die
heilige Messe. Am Aschermittwoch besuchte er den Gottesdienst
in der Sixtinischen Kapelle. Auch die spanische Königin-Mutter
war anwesend. Alle geistlichen Collegien hatten sich versammelt.
Bald nach Beginn des Gottesdienstes empfing der Papst auf
dem Throne sitzend aus den Händen des Cardinal-Großpönitentiars
das Aschenkreuz und ertheilte es dem König Max von
Bayern auf entblößtem Haupte mit den Worten: Memento,
homo, quia pulvis es et in pulverem reverteris. War das
nicht eine prophetische Mahnung? Fast um dieselbe Zeit, sieben
Jahre nur später, wurden dieselben Worte über des Königs
Leiche wiederholt.
Der März ließ sich rauh an und war nicht zu Ausflügen
geeignet. Während im Februar der Corso mit Blumen dicht
überstreut war in der Carnevalszeit, behauptete Mitte März der
Winter das Feld und schüttelte seine Schneeblumen herab. Doch
mußte der König nur einen Tag einmal wegen Unwohlsein das
Zimmer hüten. Sonst aber wanderte er unermüdlich, als gelte
es einer Pilgerreise, von Monument zu Monument, von Museum
zu Museum. Und wenn ein tsieuer Schatz seit seiner letzten
Anwesenheit in Rom aus der Erde ausgegraben und aufgestellt
war, gleich bemerkte er ihn, so heimisch war er in
den Sammlüngen. Sein historisch= wissenschaftliches Interesse
kam dabei nicht zu kurz. Besonderes Aufsehen erregte sein
Besuch bei dem Präfect der geheimen päpstlichen Archive, bei
dem gelehrten Pater Theiner, aus Breslau. Dieser zeigte
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