Contents : Eperimentelle und kritische Beiträge zur Neubearbeitung der Vereinbarungen. I. Band. (1)

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zeitschriften  aller  Länder  niedergelegt  sind.  Hatten  in  die  „Vereinbarungen“  vielfach
solche  Untersuchungsverfahren  —  in  Ermangelung  von  besseren  —  Aufnahme  finden
müssen,  die  einer  vielseitigen  Nachprüfung  und  Bestätigung  noch  bedurften,  so  ist
es  nunmehr  um  so  notwendiger  geworden,  das  gewaltig  angewachsene  Material  kritisch
zu  sichten  und  durch  gründliche  experimentelle  Studien  die  für  die  einzelnen  Zwecke
jeweils  am  besten  geeigneten  Untersuchungsverfahren  festzulegen.

Eine  Neubearbeitung  der  „Vereinbarungen“  erscheint  somit  unerläßlich,  wobei
die  Frage,  ob  es  möglich  ist,  den  neuen  Bestimmungen  einen  rechtsverbindlichen
Charakter  zu  geben,  einer  zukünftigen  Gesetzgebung  überlassen  bleiben  muß  und  hier
nicht  erörtert  werden  soll.

Der  außerordentlich  große  Umfang  des  Gebietes,  um  das  es  sich  hier  handelt,
schließt  es  aus,  daß  die  noch  erforderlichen  experimentellen  und  kritischen  Vorarbeiten
an  einer  einzelnen  Stelle  erledigt  werden.  Im  Kaiserlichen  Gesundheitsamte  sind  seit
einigen  Jahren  Arbeiten  ausgeführt  worden,  die  von  verschiedenen  Punkten  aus  die
gestellte  Aufgabe  systematisch  in  Angriff  nehmen  sollten,  während  anderseits  auch  bei
der  Bearbeitung  anderer,  hiermit  nicht  unmittelbar  zusammenhängender  Gegenstände
im  Gesundheitsamte  jede  Gelegenheit  benutzt  wurde,  um  nebenbei  Unterlagen  für  die
Neubearbeitung  der  „Vereinbarungen“  zu  gewinnen.  Die  Ergebnisse  solcher  Untersuchungen
  sind  jeweils  in  den  „Arbeiten  aus  dem  Kaiserlichen  Gesundheitsamte“
veröffentlicht  worden.  Um  jedoch  das  zerstreute  Material  übersichtlicher  darzustellen
und  allmählich  zu  einer  umfassenden  kritischen  Grundlage  auszugestalten,  auf  die  die
Untersuchungsverfahren  und  Beurteilungsgrundsätze  der  Neubearbeitung  der  „Vereinbarungen“
  sich  aufbauen  sollen,  sind  die  hierher  gehörigen  Arbeiten  zu  besonderen
Sammelbänden  vereinigt  worden,  deren  erster  hiermit  der  Öffentlichkeit  übergeben
wird.  Ein  zweiter  Band  befindet  sich  im  Druck.

Berlin,  im  November  1910.