Full text: Archiv für öffentliches Recht.Fünfzehnter Band. (15)

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bestätigt bei jeder Thronfolge, dem Irrthum und Dünkel frevel- 
haft unterliegen werden; dass die konstitutionellen Rechte eines 
zwar kleinen, aber hochbegabten Kulturvolkes, welche dankbar 
in Empfang genommen, fast ängstlich gepflegt und hochherzig 
vertheidigt wurden, verurtheilt sind, durch Uebermacht und 
Herrschsucht vernichtet zu werden. Sie hegen vielmehr das Zu- 
trauen, dass ein Rechtsverhältniss, welches fast ein Jahrhundert 
hindurch den natürlichen Ergebnissen und der faktischen Sachlage 
entsprach und zur gegenseitigen Förderung der ökonomischen 
und politischen Interessen beider Länder beitrug, auch den An- 
strengungen derer widerstehen wird, die im Interesse der Einheit 
den Werth der Verschiedenartigkeit übersehen und desshalb ver- 
gessen, dass die wesentliche Kraft und das wahre Wohlsein eines 
Ganzen viel mehr durch die selbständige Entfaltung seiner ver- 
schiedenen Bestandtheile als durch eine finstere Unterwerfung 
unter ein einförmiges Verwaltungssystem gefördert und ge- 
sichert werden. 
J. Oppenheim (Leiden), J. de Louter (Utrecht), 
W, Reiger (Groningen), L. de Hartog (Amsterdam), 
Universitätsprofessoren des öffentlichen Rechts.
	        
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