Contents : Rosenheimer Anzeiger. 61. Jahrngang (61)

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Kummer  20

mimss  Muun

(reilag,  5.  Februar  1014

 

nen  bedürsen,  um  die  Lücken  auszuf#llen,  die
die  der  Krieg  gerissen  hat.  da  das  Zweikindersystem
  derart  —  ist,  daß  die  Vermehrun
  Gedurten  schwer  erzelbar  sein
wird.  .  mussen  sofort  Gesetze  die  Junggesellen
  ii·  bei  esx  Familien

jedoch  ist  eine  ausreichende  gung  vorsehen.
  Staatsrat  Colson  wün  et  den  Haß  gegen
  Fremde  nicht  künstlich  geschürt,  denn  Frankreich
  werde  die  rbeitei  —  he  des  Auslandes

brauchen,  um  seinen  Weitlang.  behaupten  zu
können.  (Z.).  Das  Kapitel,  das  die  Warner
  hier  anschneiden,  ist  wohl  das  allerernsteste
für  Frankreich  !

Englische  Sprüche.

Berlin,  3.  Febr.  Der  englische  Marineminister
  Churchill  führte  gegenüber  einem  Berichterstatter
  des  „Matin“  aus:  Englond  werde
Deutschland  aushungern.  Diese  Knebelung
werde  nicht  eher  gelockert  werden,  bis  die  Deutschen
  sich  auf  Gnade  oder  Ungnade  ergeben
hätten.  England  werde  den  Kampf  allein  bis
zu  Ende  fortsetzen.  Wir  Engländer  werden  die
Deutschen  bis  zum  äußersten  bekämpfen,  auch
wenn  Rußland  und  Frankreich  sich  zurückziehen
sollten.  (Z—Z.)  —  Besonders  hoffnungsfreudig
llingt  diese  Aeußerung  des  ersten  Seelords  nicht.
Vor  allem  die  Wendung  mit  den  Verbündeten
ist  so  undipkomatisch  wie  Churchill  selbst.

Verstimmung  im  Vatikan  gegen

rankreich.

Nom,  3.  Febr.  Die  in  Frankreich  angeordnete
  Verhinderung  der  Friedensgebete,  die

auf  Anordnung  des  Papstes  in  allen  katholischen
  Kirchen  Europas  verrichtet  werden  sollen,
  erregte  im  Vatikan  Ueberraschung  und
Unwillen.  „Giornale  d'Italia“  erloärn.  daß  die
Maßnahme  der  französsschen  Regierung  wahrscheinlich
  aus  Furcht  davor  getroffen  wurde,
daß  das  Gebet  die  Kriegslust  des  Dranzösischen
VMolkes  dämpfen  könne.  Diese  Annahme  eines
über  die  französische  Volksstimmung  gut  unterrichteten
  Blattes  beweist,  wie  tief  die  Kriegsbegeisterung
  in  Frankreich  gesunken  sein  muß.
Die  katholische  Mailänder  „Italia“  bezeichnet
die  Beschlagnahme  als  eine  schwerwiegende  Maßregel

  von  außerordentlicher  Tragweite.  3&

Die  Sühne  für  die  Ermordung  des
öster  reichischen  Thronfolgers.

WIB.  Serajewo,  3.  Febr.  Heute  früh
wurden  im  Hof  des  Festungsgefängnisses  Belfko,
  Cabrilowic,  Mieko  Jovanovic  und  Danilo
Ilic,  die  im  Hochverratsprozeß  zum  Tode  verurteilt
  waren,  hingerichtet.  Die  Hinrichtung
vollzog  sich  ohne  Zwischenfalk.  Die  gleichfalls
zum  Tode  verurteilten  Jakob  Milovic  und
Nedjo  Kerovic  wurden  begnadigt.  Die  Todesstrafe
  wurde  in  lebenslänglichen  bzw.  zwanzigjährigen
  schweren  Kerker  umgewandelt.  Princip,
  der  Mörder  des  Eräherzogs,  der  bekanntlich
  wegen  seines  jugendlichen  Alters  nicht  zum
Tode  verurteilt  werden  konnte,  erhielt  eine
zwanzigjährige  Kerkerstrafe.

Die  russische  Finanznot.

Brüssel,  3.  Febr.  Auf  dringendes  Anraten
  der  französsschen  Regierung  streckte  die
Bank  von  Frankreich  der  russischen  Staatsbank
200  Millionen  Franken  zur  Hebung  des  Rubelkurses
  vor.  (.

Der  amerikanische  Außenhandel.

London,  3Z.  Febr.  Einem  Berichte  des
„Daily  Telegraph“  aus  Neuyork  zufolge,  zeigt

Das  Forsihaus  im  Teufelsgrund.

Detekti-Roman  von  F.  Eduard  Pflager
S

Rechenbach,  der  nun  wieder  etwas  mehr
Sicherheit  gewonnen  hatte,  da  der  Gesundheuszustand
  Lluges  sich  von  Taß  zu  Tag  besserte,
überließ  sich  einem  sehnsüchtigen  Traumen,  in
dem  sich  seine  Gedanken  mit  aller  Kraft  der
schönen  Madchenblume  zuwandten,  die  er  nur
einmal  und  zwar  gebeugt  von  dem  Sturm  eines
schweren  Unglücks  gesehen  hatte.  Ob  er  ihr  jemals
im  Leben  wieder  begegnen  würde,  oder  ob  der
Jaden,  den  das  Schicksal  an  seinen  Lebensfaden
gelnupft  hatte,  für  immer  zerrissen  war  Er
wellie  es  faft  nicht  glauben,  denn  er  war  ja  in
allem,  was  die  Liebe  und  die  Frauen  kanrna  ein
unverbesserlicher  Ivealist  und  er  hoffte  mit  großer
Zuversichr  auf  ein  Wiedersehen

Wa  geschah  etwas  ganz  Eigentümliches.  Als

5  feine  Gedanlen  Krast  genug  gehabt  hälten,
*  gcliebte  Märchen  in  seine  Nähe  zu  zanbern,
bemerkte  er  in  einer  offenen  Landkutsche,  durch

mi  NRollen  er  aus  Fenster  des  Forsthauses
gclockt  war,  Hertha  von  Laßmann,  die  langsam
vorubersah#rend,  ihre  Augen  sehnsüchtig  auf  dem
arunumstonnenen  Forsthause  ruhen  ließ.  Einen
Aupenb  war  der  .  ehemwal.  wie  vom!  Doe

 

 

n  11  Was  balke  dies
La#m  —  Or  —  t
Shen  e  n  e  ihm  nach  dem
en  trachtete  und  hatte  sie  deshalb  —  einlenes
  191v  eusgn  ucht,  oder  trieb  fle  der
*  auf  Etnz-—
  Wiedersehen
n  dazu

nnte  sich  im  Auaenblick  leine  Rechender

  Handelsausweis  der  Vereinigten  Staaten
im  Dezember  gegen  den  gleichen  Monat  des
Vorfahres  eine  Abnahme  der  Finfuhr  aus
Grohbritannien  um  1312  Millionen  Dollars,
aus  Frankreich  um  11  Millionen  Dollars,  aus
Deutschland  um  10  Millionen  Dollars  und
ans#  Ruhland,  Italien  und  Belgien  je  fünf
Millionen  Dol.ars.  Die  Ausfuhr  dagegen
  stieg  in  demselten  Monat  nach  Großbritannien
  um  20  Millionen,  Italien  um  17
Millionen  und  Holland  um  2  Millionen,  siel
dagegen  un  Vergleict,  ium  Voriahr  nach
Deutschland  um  3i,  nach  Betgien  um  5,  Oesterreich-Ungarn
  um  3  und  Nußland  um  4  Millionen
  Dollars.  (3Z.,  Die  Waffenlieferun-=gen
  spielen  in  diesen  Jahlen  gewiß  eine  Nolle.

Teuerungslrawalle  auf  Sarinien.



Mailand.  3.  Febr.  In  Sardinien  ist  es
zu  neuen  Teuerungsunruhen  gelommen.  In
Sassari  veranstaltete  die  Menge  eine  Straßenlundgebung
  und  stürmte  ein  Lebensmittelgeschäft.
  In  Portotorres  wurde  ein  Kornlager
geplündert  und  ein  12  jähriger  Knabe  durch
einen  Revolverschuß  getötet.  In  Argenta  bei
Ferrara  verhinderte  die  Menge,  daß  Getreide
auf  der  Bahn  verladen  wurde,  da  es  für  das
Wolk  von  Argenta  nölig  sei.  Auch  aus  T08.
kana  werden  Demonstrationen  wegen  Arbeitslosigkeit
  und  Brotteuerung  gemeldet.  (Z.)

—1  weilichen  —

Englische  Garde  vernichtet.

London,  3.  Febr.  Wie  „Daily  Chrnicle“
  erfährt,  werden  jeit  den  letzten  Kämpfen
  bei  La  Bassee  412  Kompanien  der  britischen
  Garde  vermißt.  (J.)

Deutsche  Flieger  an  der  Arbeit.

Paris,  3.  Febr.  Der  „Petit  Parisien“
meldet  aus  Dünkirchen:  Zwei  deutsche  Flugzeuge
  sind  in  der  Nähe  von  Dünkirchen  schwer
beschädigt  aufgefunden  worden.  Man  glaubt,
daß  die  Flugzeuge  an  den  letten  Angriffen  auf
Dünkirchen  teimmahmen  und  von  Granaten  getroffen
  wurden.  Die  Zeeh  konnten  im  Schutze
der  Dunlelheit  fliehen.

Paris,  3.  Febr.  9  meldet:  Ein  deut-553
  Flugzeug  überflog  Dienstagnachmittag

Belfort.  Als  es  besckossen  und  von  franzölischen
  Flugzeugen  verfolgt  wurde,  ergriff  es  die
Flucht.  Ein  deutsches  Flugzeug  i  Denstagnacht
  über  Remiremont  zwei  Bomben  ab,
durch  die  eine  Person  getötet  wurde.  (3.)

Kopenhagen,  3.  Febr.  Aus  Paris  wird
berichtet,  daß  auf  Passy  im  Arronoissement
St.  Denis  westlich  Paris  in  der  Nacht  zum
Sonntag  Bomben  geworfen  wurden.  (3.)

Paris,  3.  „Febr.  Der  „Temps“  meldet:
Ein  deutsches  Flugzeug  hat  Nancy  überflogen
und  Bomben  und  Pfeile  abgeworfen,  welche,
ohne  großen  Schaden  anzurichten,  (7)  im  Viertel
  des  Güterbahnhofes  niederfielen.  Zwei
deutsche  Flugzeuge  haben  Luneville  überflogen.
Eines  wurde  bei  Vathimenil  zur  Landung  gezwungen,
  das  andere  entkam.  (3.)

Für  die  Franktireur.

Paris,  3.  Febr.  Die  Maßregelung  des
Bürgermeisters  einer  Nachbargemeinde  von
Vancy.  die  erfolgte,  weil  er  auf  ein  deutsches
Flugzeug  geschossen  hatte,  veranlaßt  den  „Eclair“
  zu  der  Erklärung:  Der  Augenblick  ist  nicht
dazu  angetan,  den  Mutigen  entmutigen  zu  wollen
  namentlich  nicht  diejenigen,  welche  in  der
Nähe  der  Grenze  wohnen.  Der  Invasion  gegenschaft

  über  die  Zusammenhänge  dieser  Ereignisse
mit  den  früheren  geben,  aber  das  lange  zurückgedrängte
  Gefühl  wallte  so  mächtig  in  ihm  empor,
daß  er,  alle  Rücksicht  beiseite  setzend,  nach  seinem
Hute  „W  und  binauz  zeilen  wollte.

nm  ##r  7"
„Ach,  etdr  As  Zc,  ich  halte  es  nicht  mehr
im  Zimmer  aus,  i  mup  einmal  ein  bischen

frische  Waldluft  aumen.  Sie  sind  ja  auch  gesund
und  kräftig  und  werden  sich  allein  gegen  die  Anschläge
  Ihrer  geime  schützen  können.“

„Herr  Staatsanwalt,  Sie  wissen,  was  Herr
Leler  Breitschwert  ZIlen  beloßten  hat,  Sie  sollen
kein  uß  allein  in  den  Wald  hinaussetzen.  Wir
leben  ser  in  einer  so  einsamen  Gegend,  daß  es
einem  verzweifelten  Mörder  gelingen  kann,  Sie

auf  offener  trabe  zu  töten  sich  doch  in
Sicherheit  du  bringe

n.  Sie  4heine  Angst,  ich  werde  mich  zu
schützen

Mit  diesen  Worten  griff  Mechenbaach  nach
seinem  Revolver,  den  er  in  die  Tasche  schob  und
ehe  Kluge  noch  etwas  beg  en  konnte,  war  er  aus
dem  imne  verschwunde

Dorfftraße  —  wn  man  ü4rrhaupt  von
einer  saiche  sprechen  kann  —  lag  und  verlassen.
  Die  Frauen  waren  mit  inhitn  im
W  ie  Männer  arbeiteten  im  Höllenhammer.
  Die  späte  zeeeo  chen  ver-7nit

  Ardt  waldigen  O  Erteiese
  des  Bachtales  llangen  die  dumpfen

niederfallenden  Riesenham  —  *5

Der  Staatsanwalt  ging  sch  mell  aber  doch
mit  großer  Vo  echt  den  Spuren  n  dieder

Wa

*  —  aus,
war,  denn

die  Land

 

 

ũber  muß  ein  jeder  mehr  oder  weniger  Soldat
sein,  so  dachten  zu  mindesten  unsere  Bäter.  Die
Maßregelung  werde  sicherlich  von  der  Mehrzahl
der  Franzosen  als  ein  unverständlicher  Mißbrauch
  der  Amtsgewalt  aufgesaßt.  (3.)  —
Mit  anderen  Worten:  Das  Franktireurunwesen
  wird  in  Frankreich  nach  wie  vor  großgegogen.


·  "*
der  sitiegszug  nuseret  U  ·  Boole
geden  England.

Ein  englischer  Gaunerstreich.

Berlin,  8.  Febr.  Aus  sicherer  Quelle
wird  solgender  Geheimbefehl  der  englischen  Admiralität
  belaunt:  Wegen  des  Auftretens  deulscher
  Untersecboote  im  englischen  und  irischen
Kanal  sollen  sosort  alle  englischen  Handelsschiffe
neutrale  Flaggen  hissen  und  alle  Abzeichen,
die  Reedereizeichen,  ihre  Namen  usw.  verdecken.
Hausflangen  sind  nicht  m  führen.  Dieser  Befehl
  ist  geheim  zu  Falten.  (3.)

Es  macht  einen  sehr  eigenartigen  Eindruck,
daß  England  jetzt  seine  Nationalflagge  zu  verstecken
  sucht.  In  diesem  geheimen  Befehl  drückt
sich  kein  besonderes  Zutrauen  Gu  der  englischen
Herrschaft  zur  See  aus.  Daß  England  zu  einem
solch  schmuigen  Mittel  greifen  zu  müssen  glaubt,
beigt,  daß  e5  das  Messer  am  Halse  fühlt.  Die
englische  Flagge  verschwindet  vom  Meere.  Dieser
  Besehl  ist  das  Eingeständnis:  Wir  vermögen
  unjere  Flagge  nicht  mehr  chützen,
ohne  zur  Verletzung  des  Völkerrechts  und  der
Interessen  der  Neutralen  zu  greisen.  Freudig
zu  begrüßen  ist,  daß  der  Geheimbefehl  nicht
geheim  geblieben,  sondern  aller  Welt  mitgeteilt
  worden  ist.

Die  Londoner  Deklaration  über  das  Seekriegerecht,
  die  von  den  Engländern  immer  dann
angerufen  wird,  wenn  es  ihnen  gerade  paßt,  bestimmt
  im  Artitel  56:  „Der  nach  Beginn  der
Feindseligkeiten  herbeigeführte  Uebergang  eines
seindlichen  Schiffes  zur  neutralen  Flagge  ist
nichtig,  falls  nicht  bewiesen  wird,  daßßz  dieser
Uebergang  nicht  herbeigeführt  worden  ist,  um
den  mit  der  Einenschaft  eines  feindlichen  Schiffes
  verbundenen  Folgen  zu  entgehen.“  Der
englische  Geheimbefehl  erllärt  nun  ganz  zonisch
offen,  daß  „wegen  des  Auftretens  deutscher
Unterseetoote!  alle  englischen  Handelsschiffe
neutrale  Flaggen  hissen  sollen.  Dieser  Flaggenwechsel
  ist  natürlich  ungültig,  eine  slagrante
Reckhtsverletzung,  die  besonders  schwer  wiegt,
weil  dadurch  die  Sicherheit  der  neutralen
Sckiffahrt  gefährdet  wird.  Die  deutschen  Kriegsschifse
  werden  den  englischen  Flaggenmißbrauch
jelbstverständlich  nicht  beachten,  und  es  kann
daher  leicht  passieren.  daß  ein  wirklich  neutrales
  Schiff  in  den  Grund  gebohrt  wird,  wenn
die  englische  Handelsflotte  den  unerlaubten
Flaggenwechsel  vornimmt.  Es  ist  Sache  der
neutralen  Staaten,  unverzüglich  gegen  die  von
der  britischen  Mbbiranfen  so  gemütlich  angeordnete
  Gaunerpraxis  zu  protestieren,  wenn  sie
nicht  zu  Schaden  kommen  wollen.

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Amsterdam,  3.  Febr.  Da  weitere  englische
  Schiffahrtslinien  ihren  Dienst  eingestellt
haben,  ist  die  Schiffahrt  in  der  Irischen  See
so  gut  wie  lahmgelegt.  „Shipping  Gazette“
sebt  eine  Belohnung  von  500  Pfund  Sterling
für  die  Bemannung  desjenigen  Handelsschiffes
aus,  das  zuerst  ein  beutsches  Unterseeboot  zum
Sinken  bringt.  In  Dover  herrschte  am  Montag
  Panik.  Gerüchte,  daß  außerhalb  des  Hasens
  beutsche  Unterseeboote  sich  zeigten,  hatlen
Ausregung  hervorgerufen.  (1.)
fütterte  und  tränkle  seine  Vierde.

Rechenbach  trai  an  di.  Gasistube  und  entdeclte
sofort  die  junge  die  es  sich  an  einem

Tisch  bequein  hönacht  hatt  und  scheinbar  auf

sili.  Ersp  seschung  murtenr.  die  man  ihr  bbinder
ELEIBIILIIILIEI
e

dui
„Welch'  eine  seltene  Ueberraschung  und  welch'
eine  fre  pudige,  Sie  hier  in  der  Einsamkeit  des
Teufelsgrundes  zu  treifen,  mein  gnädiges  Fräulein,
sind  Sie  ganz  allein?“

s  schien  ihm,  als  ob  ein  Strahl  des  Erkennens
  das  wunderbare  *  Henhhes  erleuchtete
undals  ob  ihr  dieses  Erkennen  nicht  unangenehm

wäre.  dauerte  aber  nur  einen  Angenblick,
deun  alsbald  legte  sich  ein  seltsam  düsterer  Schatten
ber  die  schönen  Augen  und  mit  einem  leise
bedanemwen  Ko#  stand  Hertha  auf,  reichte  ihm
die  Hand  gte
Ich  zaG  nicht  gehofft,  hier  Belannte  zu
en

Ein  schwacher  Argwohn  erwachte  in  Rechenbachs
  Seele  und  ein  mißtrauischer  Blick  traf
die  schlanke,  Susaante  Gestalt  vor  ihm.

.So  ten  Sie  nicht,  daß  ich  hier  sei?
7  e,  hätten  in  meiner  Frankfurter

ohnung  meinen  usemhelt  erfahren  und  kämen
nun  mir  das  Res  Ihrer  Bemühungen  in
Bezug  auf  Ibren  Bilet-  mitzuteilen  und  meinen

Rat,  den  ich  In#en  z  ugesagt,  einzuholen.“
Ueber  das  holde?  zaee  Herthas  legte  sich  ein
tiesesz  und  mit  einem  rccheln  antwortete  sie:
klann  nicht  lügen,  Herr  Staatsanwalt,

16  .  3  no4  hier  sind  und  ich  habe
e  war,  so

t“

bach  8  in  ein  siasteresBrüten—  —

 

Die  „Ikaria“  gesunken.

London,  3.  Febr.  Die  „Central  Rews“
erfährt  aus  Paris,  daß  der  englische  Dampfer
JIkaria,  der  bei  Havre  torpediert  wurde,  im
Hafen  gesunken  ist.  Ein  Teil  der  Ladung  solk
gerettet  sein.  (3.)

Zur  Versenkung  des  „Takomaru“.

Amsterdam,  3.  Febr.  Zum  Untergang
des  „Takomaru“  schreiben  die  „Times“  noch:
Der  Dampfer,  der  6238  Tonnen  Wasserverdrängung
  hatte,  verließ  Wellington  (Neusee
land)  am  9.  Dezember,  um  nach  London  zu
segeln.  Er  lies  Monteoideo  und  Teneriffa  an
und  besand  sich  auf  dem  Wege  nach  Hapre.
Seine  Ladung  bestand  aus  gefrorenem  Fleicch
Früchten  und  Gemüsen  aus  Teneriffa  für  2.
don,  sowie  aus  Kleidungsstüden.  Im  M#nen#
der  Explosion  stieg  eine  Wassersäule  bis  zur
Wie  des  Schornsteins  empor,  und  das  Was
ser  färbte  sich  wie  Tinte,  ein  Beweis  dafür,
daß  das  Wasser  in  die  Kohlenräume  strömte.
Auf  den  drahtlosen  Hilferuf  hin  lamen  fran
dõsische  Torpedoboote  und  ein  Schleppdampfer,
die  dem  „Takomaru“  aber  leine  Hilfe  mehr
bringen  konnten.  Er  sank  eine  Stunde  40  Mi
nuten  nach  der  Explosion.  (Z.)

Die  englischen  Schiffsverluste.

London,  2.  Febr.  Der  Grimsbyer  Fisch
dampfer  „Earl  Howard“  wird  mit  der  Be
saßung  verloren  gegeben.  Es  ist  der  34.  Grims
byer  Fischdampfer,  der  seit  dem  Beginn  des
Krieges  verloren  gegangen  ist.  (JZ.)

III

In  den  Kolonlen.

Die  Bluttaten  an  Deutschen  in
Angola.

Berlin,  3J.  Felr.  In  der  portugiesischen
Provinz  Angola  sind,  wie  belannt,  im  Oktober
1914  drei  Deutsche,  ein  höherer  Bezirksleamter
  und  zwei  Offiiere,  ermordet  worden.  Hier
zu  schreibt  der  „Berl.  Lokalanz.“:  Die  Nachricht
  ist  zuerst  durch  einen  Holländer  nach  Ver
lin  gekommen,  der  sich  gerade  in  Angola  de
fand.  Seiner  Schilderung  zusolge  siellt  sich  die
Bluttat  als  um  vieles  verabscheuungswerter
dar,  als  es  jedes  derartige  Verbrechen  an  sich
isl.  Denn  danach  wurden  die  drei  Deutschen
während  eines  Gastmahls  ermordet,  das  der
portugiesische  Gouverneur  zu  ihren  Ehren  veranstaltet
  hatte  und  der  Gastgeber  selbit  war
der  Mörder.  Die  ruchlose  Tat  ist  somit  ein
Erzeugnis  des  namenlosen  Hasses,  der  infolge
der  durch  England  slrupellos  betriebenen  Ver
hetzung  das  porkugiesische  Volk  gegen  Deutich
land  erfüllt.  Letzten  Endes  sind  die  edlen  Briten
verantwortlich  für  diesen  ungeheuerlsichen  Völkerrechtsbruch.
  (33.)

Berlin,  3.  Febr.  Die  Namen  der  von
den  Portugiesen  auf  schändliche  Art  und  Weise
ermordeten  Deutschen  sind  der  Bezirksamtmann
Schultze  und  die  Leutnants  Loesch  und  Roe—
deer.  Mit  dieser  Meldung  ist  endlich  die  gewünschte
  Aufklärung  über  die  Veranlassung  für
die  deutschen  erfolgreichen  kriegerischen  Maßnahmen
  zwischen  Deutsch-Südwestasrika  und  der
benachbarten  portugiesischen  Kolonie  Angola
gegeben.  Anscheinend  hat  die  portugiesische  Regierung
  die  von  dem  deutschen  Csouverneur
geforderte  Sühne  für  den  Mord  verweigert,

re  1  Henlen  Verechunng.  Wenn  sie
wußte,  daß  wischen  iom  und  einer  auarck'stt  schen
und  sie  kam  in  diesen  vorlorenen  kmern
der  Erkläruna.  sie  habe  nicht  aemun  Rechenliach
sei  hier,  so  mupie  sie  unbedingt  Verdacht  erregen
lam  sie  aber  ossen,  so  lounte  er  h  vielleicht
täuschen  lassen.
Wie  Sagrrch  war  es  doch,  daß  Breilschwert

mein  sola  Mißtrauen  gegen  das  junge
Näs  en  bngeioßt  hate.  Was  konnte  diese  zarte
ga-heh  ,  dieses  licbensntroige  Kind  gegen  ihn  aus

·  schöne  Frauen  sind  zu  allen.
Fchten  dazu  bennht  bnrdn  einen  Feind  in  die
alle  zu  locken,  von  Delila  an.  Hertha  brauchte
nur  mit  den  Künsten  der  Kotetterie  zu
mnnspnnen.  ihm  Liebe  zu  heucheln,  so  würde  er
icherlich  in  die  aufgestellten  Netze  seiner  Feinde
aufen,  er  wollte  abwarten  und  jedenfalls  vorsichtig
  sein.  Was  auch  immer  geschehen  mochte,  er
war  gewappnet  ereit,  jeden  Augenblick  sein
Lier  v“  u  vertei  eigen,  selbst  gegen  diese  engelgleiche
unge
dꝛ  sbechslunisse  drängen  zu  einer  Ent- 



hei  err  Staatsanwalt.  All  mein  Einfluß
n  meinen  hcbi  Bruder  hatte,  scheini
mirt  han  bin  aus  diesem

gekommen.
Grunde  hierher  hemiist  und  bobe  mich  in  Partenein
  einquartiert,  von  wo  aus  ich  auf  bequemer
Straße  den  Höllenhammer  nriichen  lonnte.“
Sie  aber  meinen  Aufenthalt  ersahren,
  gnäbiges  Fräulein?-W
  J  das  Rot  der  Verlegenheit

8  d  heimen  hirbter
##t  tt  genau  Bescheid  über  Ihren