Full text : Rosenheimer Anzeiger. 63. Jahrngang (63)

Kumiter  11.

Pie  Ablehnung  u  Friedensangebots.

Zur  Vorgeschichte  des
Friedensangeb  #tes.

Berlin.  14.  Jannar.  Die  „Nerdd.  All’em.
Beitung“  schreibt:  dur  Vorge  Oichte  des  Fricde.s
  angebo,e#  der  Mttelm  ichtr,  das  die  Feinde
als  ein  unaufiichtiges  Krieögmanover  hingestellt
  haben,  ist  das  nach'tehende  Kaiserliche
Handschreiben  an  den  Nechste.  izler  ein  Beitrag
  von  besonderer  Bedeutung:  „Neucs  Pulais,
  31.  Oktaber  1916.  Mein  iimr  Beth.
riann!  Unser  Geĩpräch  habe  ih  ngtn
grandlich  überdach  t.  Es.  int  llar,  die  in  Kriegspichose
  befangenen,  von  Lug  und  Tiug,  im
En  des  Kampfes  und  im  Haß  gehaltenen
Voller  unserer  Feinde  haben  leine  Männer,
die  imstande  wären,  die  den  moralische:  Mut
b#jäßen,  das  befreiende  Wort  zu  sprechen.
Den  Vorschlag  zum  Frieden  zu  machen.  ist  eine
lituliche  Tat,  die  notwendig  ist,  um  die  Welt,
auch  die  Neutralen,  von  dem  auf  ailen  sasen“
den  Druck  zu  befreien.  Zu  einer  socen  Tat
gehort  ein  Herrscher,  der  ein  Gewissen  hat.  und
ssch  Gott  verantwortlich  fühlt,  and  ein  Herz
sör  seine  und  die  feind  ichen'  Menschen.  Der
unbekummert  um  ihre  event.  absichtiichen  Miß.
dentungen  seines  Schrittes,  den  Willen  hat,
die  Welt  von  ihren  Leiden  u  befteien.  Ich
habe  den  Mut  dazu.  ich  will  es  auf  Gott  wa-—
geii.  Legen  Sie  mir  bald  die  Noten  vor  u.  machen
  Sie  aller  bereit.  gei-  Wilhelni.  J.
Unsere  Feinde  lönnen  sich  darauf  verlan  en.
dan  der  Chrlichleit  des  a  diesem  Kaße-lichen
Schtelben  leiundeten  Eriedenswillene  die  rück
schtslose  Entsck  les  enheit  enisprechen  wiro.  mit
der  wir  den  Krieg,  dessen  Fort  etz  zung  sic  uns
ansgezwungen  haben,  b.s  zum  siegreichen  Ende
durchführen  werden.

  

Die  Lüge  de:  Vierverbauv#es.

Bern,  14.  Jannar.  Das  „Verner  Tagblatt“
sagt  in  einem  Artikel  zur  Note  des  Vierver-%



bandes:  Daes  lli2enn  mur  lauten:  Die  Cntente
leume  den  Frieden  anbahnen,  indem  jie  die

Land  der  Cegner  der  doch  die  der  neulralen
Freunde  annahm.  Sie  sett  den  Krieg  fort.
deil  sie  auf  Länder  erwerb.  und  Westherrschait
ausgcht.  lechtfer#ti#  ihre  Eroberungs#uste
mit  Befrejungsideen,  rratn  sich  aber  Lugen,
int  em  ste  nicht  nur  ihre  eigenen  unterdruckten

Völker  weiter  quäl:,  sondeen  cuch  freie  Vöi  —8
unterdrücken  und  solche  befreien  weli,  die  i#cts
frei  waren.

Sir

Wilsonunddie
Entente---Antwort.

London,  14.  Januar.  „Daily  News“  ersährt
  aus  Wof'hington,  daß  Welion  eingermasten
  enttäuscht  i#n,  daß  die  Cu2enem##te  leine
Woglichkeiten  zu  Frieden:  verhandlungen  ofsen
Gein  sen  baben.  Man  glaube  in  amt.igen  Keeidahß
  die  Antuo.t  de-  Allnerlen  der  Erwareines
  balbigen  Friedens  ein  Cad  mache.
Die  Bedingungen  seien  viel  :  sch##r.  als  daß
Deutschland  sie  in  Erwägung  jiehen  lönnte.

NRculer  meidet  aus  Wasbimaton:  Die  Antzu
  Kinote  der  Ententemache  auf  die  Anie  des
Prälidenten  Wi'sone  wurde  vem  Kabimt:  beraten.
  Nackher  konferiert:  Lamug  mit  Wilson.
Man  erfährt.  daß  der  Pres'dent  die  Einmu- 



Rosenheimer  Asseizer

 

 

s——  νν

    

—.  nn  “

  

 

½  ½

 

Was  Lloynd  George  fruher  sagtet

Berlin,  14.  Jan.  Dersiibe  Llond  George,
der  den  Krieg  nicht  öhn  die  Vernichlung  der
deutschen  Militärmacht  beenden  mill,  oie  nach
seinen  heutigen  Worten  die  Gefahr  Weiterer
Kriege  bedeutet  dachte  und  spra-tp  n###h  vor
lurzem  ganz  anders.  Hier  sene  einenen  Worte
aus  dem  „Daily  Chiorilie“  vom  Netag
1814:  Deutschlands  Armee  in  eine  Lebensledin.
gung  nicht  nur  für  das  Benehen  de„  Jeuischen
Neiches,  sondern  auch  für  die  Exrige.  zinalschteit
der  deutschen  Nation  als  solcher,  da  DSenngland
von  anderen  Nalionen  umgeben  #t.  deren  iede
sur  sich  ein  beinahe  gleichitarles  Hiet  wie  das
deuiscee  besitzt.  Während  wir  der  Ansicht  sino,
daß  der  Sch  utz  unserer  Küsten  einen  Ueverlegt
  von  6)100  flr  die  englische
SZeemacht  gegenüber  der  deutschen  e:  fordert,  vergessen
  wir,  daß  Deutschland  zu  Lande  einen  sol-Sicherheitsstandard
  nicht  e  n.n##gegen#be

ich  allein  besitzt  und  damm  jammt  noch
#n:  chen  Grenze  her

   

 

sich

 

 

#lla  woelches  nin  einmai  einem
Zweimäch  (teltandard  hert.  hat  abe-,  beurruhigt
  durch  die  V  nisse  der  letzt::  Zeit,
zur  Stärlung  seiner  viilltärisch=  Mu#t  grobe
große  Summen  georfert.  Dies:  Ansgrabung
aus  iüngite:  Zeit  soei  hiermit  dem  P.  —58  nie.

MWanson  ais  2  A#hang  zur  Note  des  Zehnorrban-E

  Ne:  überreicht.

Friisunlns-  .·
##gemeine  ih
Die  eruste  Lage  in  Nußlano.

Sofia,  14.  Jannar.  Die  lehzten  an  zuständiger
  bulgarischer  Stelle  eingelaufenen  Nachtichten
  schildern  die  innere  muhland=  rir
ernster,  als  man  geglaubt  hate.  Er  unterliegt
ke.mem  Zweisel,  daß  für  Nußland  große  Ereignisse
  mit  Riesenschritten  herennunen.  Der
Redtritt  Trexoms  und  die  Eimerden:  Ra:putin:
  seien  nur  die  Vorlämer  rie!  wichtigerer
Vorsölle,  die  unabmendbar  *  C

läßzt  sich
dem  russischen  Volle  ni.  B:  dhehlen,  dan

Lag

  
 

 

nahrscheinlich  das  Signal  zum  Looschlagen  bilren.
  Nußland  steht  am  Vorabend  von  verhängnisvollen
  Ereignissen.

Eine  Vierverbandsmacht
vor  dem  Zusa  mmenbruch.

Bern,  14.  Januar.  Aus  London  wird  gemeldet:
  Der  militärische  Mitarbeiter  der  „Pall
Mail  Gazette“  veröffentlicht  einen  bemeriensmerten
  Akilel  über  die  Fortietzung  de-Kriedger
  und  spricht  hierbei  con  der  Möclichle“t
daß  eine  der  Mächte  aus  der  Reihe  der  Alliict
  ten  ausscheiden  könnte,  weil  sie  nicht  mehr
miimachen  molle  oder  lönne.  Es  beslehe  keine
Eischhrit.  dafür,  ob  die  Verbandsmächte  auf
nkkerenzie  Zeit  zusammenhalten  werden.
Theoretisch  sei  c;  fedenfalls  möglich  daß  die
eine  oder  andere  Macht  nicht  mehr  münmackhen
Welle  oder  könne.  Mit  welchem  Zestraume  für
die  leiluiche  Kriegodauer  noch  zu  rechnen  sei,
könne  nmiemand  sagen.  Angesichts  der  Defahr,
daß  ein:  der  Verbindsmächte  zusammenbreche.
luer  man  gut  daran,  jenen  Zeitraum  möglichst
lurz  zu  bemessen.

Werhat  Pläne  an  der
Schweizer  Grenze?

Bern,  14.  Jannar.  „Echy  de  Paris“  berichlei

  aus  Mailand:  Trotz  der  deutichen  Note
und  trotz  der  durchaus  aufrichtigen  Zusicherung
  verschiedener  höherer  schweizerischer  Personlchleiten
  fürchtet  die  ilaltenuche  oberste  Hee-Clelltung
  immer  noch  eine  Offensirallion  der
Deutschen  durch  die  Schweiz  und  sieht  sich  de--halb
  gez#  ungen,  energische  V  Verteidigungomaß
nahmen  eu  teffen.  Ueberall  an  der  schweizerischen
  Grenze  richtet  man  eit  igit  N  Vefestigungeaniagen
  her,  stelit  Batier#en  auf  und  hebt
Schunengraben  aus.  Verschiedene  Orte  an  der
italienisch-seohmmeizerischen  Grinze,  mbegen'ien  To.
mo.  wurde  von  der  ipi  beuöllerung  geräumt.

ierzu  bemerlt  das  Berner  Biat-  Sollte  sich
d.ese  Meldung  bestätigen,  dann  müßte  man  i:
dieler  anisallenden  Räumung  eine  be  absschigte
Gesöhedung  der  Schwe  z  eikennen.  In  dei  Au- 



Dienstag,  18.  Januar  Tolr
ten  an  der  Shi  Grenze  oerade  das  vo
beleitet,  was  die  sen  Italener  Ei
den  Deutschen  als  ů  cht  zuschreiben.

“  Tat  der  Kulturver  eioiger.

Berlin,  14.  -  Ein  Kau  dam  in  Bie
men  ergien  einen.  rief  aus.  un  len  .  in  *
nach  welchem.  160  aus  Oßrau-t  n  vorschlephte

Kinder  in  Tientsien  erwartet  werce  :.  Unter  den
Kin  dern  h  berrsche  furchtbares  Elend:  Naiisische
Kultur
r  "  ·

Jer  Untergang  der  „Regina
„Marpherit  “.

Rom,  12.  Jan.  Das  Marinem#anisterien
teilt  mit:  Da  ernsthafte  militcrische  #örit#g#
den  die  Verõffentlichung  der  soloenden  M.:
teilungen  weggefallen  sind,  iann  velamt  gegeben,
  werden,  daß  in  der  Nachlzum  11.  D#-ber
  das  Linienschiff  „RNegina  Margherita“  unterwegs
  auf  zwei  Minen  gestußen  und  geiun
ken  #t.  Das  Ereignis  rollzog  sick,  in  weni#e#n
Minnten  wegen  der  Schwere  der  Zerreibungen
de:  Schisislörpers.  insolge  deren  das  Schiff  im
dem  Bug  voran  sanl.  Von  den  945  Mann,  die
sich  an  Bord  bejanden,  wurden  di:  meisten  in
die  Tiese  gerissen  und  sind  mil  dem  z  ver
schu  unden.  Ungünstige  Umstände  machtenà  die
Nettung  der  Ueberlebenden  sehr  schaieri.  Ar  deten
immerhin  270  geborgen  wurden.  Der  Kom—
mandant  des  Schisses  und  14  Officke-e  smd  un
der  den  Vermißten.  1

Mit  dem  Verlust  de:  Linien  schitjes  .„„Ne#
ina  Margherita“  hat  Jtalien  seit  jeinem  Eintritt
  in  den  Krieg  folgende  großen  Schisse  verigren:
  Linienschiff  „Benedetto  Brin“.  15000
Tonnen#  Liniens  tin  „Lebnardo  da  Vingi“
22  400  T  unen  Liniensc  isf,  Regina  Marghetita“
  13  400  Tonnen:  Panzenk.eze#  „Amalli“
10  400  Tonnen;  Panzntredlrer  .  .Ginierp:  Walibaldi“
  7830  Tannen.  insgeiamt  *.  Schisfse
mit  08  551  Tonnen.  Bei  einen  Giia.  utiiag  id
von  262  8  M  Lonnen  an  Degebrauchrac#  i
nienschüfen  und  Pane#l#cebeiesse.
Verlust  eine  Einbuste  von  che  als  einem  Vierlel
  den  Gesechtsstärke.

*  1  h

ber  #e  en#  Duäniea.

Die

Budapest,  13.  Januar.  Aus  Sofia  wird
pemeldet:  Die  Operatienen  an  dei  immänsschen
Front  rücken  immer  mehr  gegen  Norden.  Dei
Feind  zieht  sich  langsam.  aber  unausgesent
zurud.  Die  Festung  Galatz  sleht  unnusgesent
uler  hestigitem  Ceschützfener.  Zahlreiche  Anzeichen
  meisen  darauf  hin,  daß  die  russische
Heer#leitung  o#  fenbar  noch  immer:  nickt  gam
im  Reinen  im.  u#zu  sie  sich  entschtiehen  soll,
ob  zum  äußersten  Widerlland  am  Sereth  oder
zur  Rückrerleyung  der  H#uptre-##diganaelinie
zum  Pruth.  Das  ganze  Gebirgsgelenoc  vem:
Bereizier  Höhengebiet  bes  zun  Seieih  Tol
in  jent  in  der  Hend  der  Verb#ncten.

   

Operationen  in  Muminien.

Eine  arose  Schlacht  am  Sereth'

Zürich.  14.  Jaauar.  Nach  eire:  Meldung

 

  
 

    

liaei  und  die  Höflichkeit  der  All#erten  nallßland  militärisch  unretlrar  vero##en  ill  und  genbii,  da  Jialien  Como  mit  noch  mehr  Trup=  eu?  London  erwartet  man  in  den  nächsten
erem  und  naoch  hoift.  dan  die  Zentraleß  der  Mange  an  Orzan#ae  ons  inn  nno  die  pen  beiegt.  mühte  auqh  die  fädithe.  schweizeri-)  Tagen  eine  grose  Schlacht  im  Tale  des  Ser

  re  Vedi  1  –2  .  .4,  s-  «  ·  ·  .
Lnchlc·sum-Hutsmtstutuulnn  ungeheure  Korruption  jede  Au  auf  Ber.  emirchi  veritarit  werden.  Der  Zuec  reth  deren  Ausgang  von  besenderer  Bedeukung

Tirie  Lonmnung  wird  der  Präsideni  wohl  sah-  "%  1.  c  enn  einer  solchen  Veranlassung  lönnte  aber  nicht  an-  -  r  a##er.  !7
ren  lassen.  nenn  er  ver  ninmt,  welihes  Urteit  tine  illusorisch  machen.  Schon  #  lomtendenbe  ele  durchsichtig  und  unerfreulih  sein  und  sein  werde.  Tie  engüsche  Prese  erllärt,  wan
der  Heunsce  Kaiser  über  die  Ententen#e  ge.  ziliterrischen  Creign  sse  en  de-  begarabiscen  eie  Meinung  der  Pessimisten  vertiefen,  daß  aste  die  Moldau  retlen.  Es  sei  mögse  gesollt
  hat.  Front  nürden  allen  die  Tugen  disnen  und  '  man  in  den  frandos.  say  italienischen  Winterquar-  weicm  d  die  Linie  noch  rechtzeitig  zu  besestigen
#  —.
O„  »  ,».  »  »  »  »»»  »·,  Ausiesmucnspateekeinem-L  I·s.-.«
Die  Tochter  der  Heimatlosen.  Afse.  Cine  Uiege  liei  neenen,  Lehe  ar;  drunten  lingar  nieen  auuf  ver  Land-  du  sei  hescheit!  o  buelib  kurich  %%
..  .  tudHJuurnudelnssdkrsuec-sauernI  d.  lelnereungert,  und  bitlet  um  wir  nicht  so  in  diesem  Tem#po  weitersahren
Kriminalroman  von  A.  Ostland.  Soust  hörte  man  nichts.  Grte  ivii  ir  soilen  ste  irerneknen.  Na  können!  Crflens  lommen  wir  uberhaupt  icht

U  "  —  insn  #1  -  I  --  '
Machdruckverbotca.)  «s—-Cka"I«NMDVCNUJUVUUUMI  5  –’imesr  in  obrit  amen,  weil  morgen  nach  Weidendori,  und  dann  —,
Männer.  „So  geht  das  nicht  meiter.  Die  gre  inein.  **d--  geilorben  war  und  ich  wen  senkte  seine  Stunmte,  „ich  bin  schon  froh,  wenn
1.  Kapitel.  DTiere  werden  todmüde  bri  d%1.  langsamen  *m  1½  3ur  Weine  an  Maber,  Hab  wir  weiter  find.  D.#Gendann  gein  uns
noe  Schritt,  und  wir  kommen  och  nicht  morgen  auch  geinei  weil  lhe  noch  fo  butjung  wair
Im  Schatten  des  Wienerwaldes.  Geln  ¾  d  9  and  #  mWir  ste  wirdsich  aont  chbn  6  beut  schon  den  balben  Tag  nach.  Kon  uns
B9  de  nary  -  endorf  zum  Kirchtag.  «  »)UE«1  alsen  wird's  wohl  keinem  gelien.  Aber  du,  Lechuen,
Ueber  dem  higeligen  Gelunde  und  den  er  Sprecher  wart  einen  Vlick  zurück.  Inzum  Eierion;  ien  zum  Mahitagen.  Aber  sie  du  weiht  schon,  daß  sie  dich  suchen  und  or  sent
lieblichen  Tälern  des  Wienerwaldes  lan  hei  der  Gerne  tauchie  eren  noch  ein  dritter  W.  30.  .  nt  unn  eu  gut,  Richt  einmal  in  auspassen.  Was?  Worst  sa  einma!  ein  seiner
und  gleißend  der  Bollmondiem  einer  Hoch-  den  anf.  Durch  dle  stille,  schmule  Sommer-=  er  4%  #uen:  lie  gern!  Natürheh!  So  eine  GLogel  e  die  Polizei  15  gar  wohl  tennt!
lommernacht.  Wie  ein  sch  ne#ernde  Vand  :##  nacht  hörte  man  dentlich  aus  jeinem  Innern  seine  tian  Also:  Vorwärts,  Kinder

Duniken

ich  die  breite  Landstrets  durch  die

Waldmassen.  Manchmal  tuhr  der  warme  Win
kosend  durch  die  weige  der  Ranme.  Tunn
ging  ein  leises  Senfien  durch  den  Wald.  Cin
EEELLIIIII  im  Roi:
von  ferne  klang  aus  einem  der  verstreiten  Doͤrfer
  Hundegebell  oder  ein  Lied  .  .  .  Und  dann
war  wieder  alles  sull  ringsum.  Der  Wienerwald
träumte.  —  Da  klang  vloulich  von  weither  ein
Geräusch  herein  in  die  Sulle.  Nuderme#en.
manchma  ein  scharier  Peitichenknall.  Und  end-Schrute,
  Stimmen.
Langsam  jahrend,  kamen  zwei  großec,  dunkelgrüne
  Wagen  Veran.
waren  eigentlich  kleine,  sahrbare  Wohnhäuser.
  Grüne  Holzverschalungen  bildeten  je
ein  Zimmerchen,  dessen  winzme  Feuster  durch
Rolladen  zu  schließen  waren.  Aber  nirgend
vermochte  man  in  das  Innere  cines  der  Waven
  zu  blicken.  Neben  den  müden  Pferden
schritten  ein  paar  Männer  dahin.  Sie  trugen
halbzerfetzte  Kleidungsstucke,  und  alte  verbogene
  Hute  saßen  auf  den  91  kattrasicrten
Köpfen.  Auf  einem  der  Pferde  hockte,  durch
einen  Strick  gesesselt,  ein  kleiner,  struppiger

 

 

das  gchare  Aufschreien  eines  lkleinen  Kindes.
Schockschwerenot!“  sluchte  der  Proße  Mann
und  hielt  einen  Augenblick  die  Pierde  an.
„Sie  kommen  ja  gar  nicht  nach!  Zum  Teuselbolen
  istes!  Was  gehtl  es  uns  denn  an,  daß
das  fremde  Frauenzimmer.  die  Marie,  seit
gestern  ein  kleines  Vlädrl  hat?  Und  daß  sie
selber  im  hellen  Fieber  liegt?  Alle  unsere
Kinder  sind  im  Wagen  auf  der  Landstraße  zur
Welt  gekommen,  und  man  hat  keine  Geschichten
  gemact  miit  idnen  und  mit  ihren  Mültern
  auch  nicht!  Und  wegen  dieses  bergelamenen
  Madels  genen  ube  den  so  schönes  Geschaft
  vielleicht  verlieren,  wie  ier  immer  beim
Weidendorser  Kirchtag  eines  “

„Basili=  sagte  einer  der  anderen  Männer,
  ein  bachsewachsener  schlanter  Bursch,
Ored'  doch  nit  sol  n  hergelaufenes  Mädelist
  ja  dee  Marie  gar  nicht!  Das  sieht  wan
doch  gleich,  daß  4  was  Besseres,  was  Feineres
  ist,  alc  —"“

„Hoho!“  Baen  —  hellauf.  „Der  Haus
Lechner  Ist  ja  toll  vernarrt  in  die  Ueteisien!
Aso  die  ist  genz  was  Besonderes?  Sor

ag  vor  einem  halben  Jahr,  wie  wir

 

Der  Ruriche,  welcher  mit  Dans  Vechner  an-Lgeredet
  merden  war,  nil  energich  ein

„Na,  .#jltdas  laß  nur  gut  sein!  Umlonst.
  bat  die  Marie  das  bissel  Brot  bei  dir  nit
lhegessen:  Die  hat  gekocht  und  genäht  und  gellict
  geung!  Schau'  nur  beine  Kinder  an!  Die
waren  ganz  vermahrlost  und  verwildert.  Und

iebt  sind  ##r  ordemtlich  gehalten  und  nett  uyd

rein.

Dank  bist  i#r  schuldig,  Basill,  jawohl
ank!  Und  wir  alle  mit  dir!  Deun  für
uns  war  sie  ein  Segen,  ein  rechtes  Glück,  die
Marie

*  •  drei  andern  Mönner  lachten  laut  auf.
„Wirklich!!  Ganz  vernarrt  ist  er,  der  Lechner!“
  rief  einer,  ein  roh  auosehender  Mensch.

„Sag'  einmal:  Hat  sie  dich  denn  wieder  gern,
dle  Marie?  Ich  lLab=  nie  was  bemerken  kön.
nen!  Und  willst  sie  ain  End'  jebt  helbten.
  und  dem  klelnen  Mädel  ein  2  [###n

Hans  Lechner  entgegnete  nichis,  aber  selne

Fhuste  ballten  sich  in  einem  wilden  Zorn,  und
leime  he#len  Augen  blickten  herausfordernd  auf
den  anderen.  Basili,  der  Führer  der  Zirkustruppe,
  legte  sich  ine  Mittel.

 

Hans  Lechner  war  plötzlich  wild  ausgfahren.
  Ein  ungeheurer  Zorn  verzerrte  sein
sonst  ganz  hübsches,  regelmäßiges  Gesicht.
Drohend  erhob  er  die  Faust  gegen  Basili
Valoie  den  Leiter.  der  Truppe.

mnol  daran
mahäst  l#ueß'e  er  go  chen  den  pht  weißen
Zähnen  pervor,  Dabol  traf  ein  Bück  aus  den
beeslichenben.  aber  schönen  Auge  8  eu  Italie  ·
ner.  daß  der  scheu  zurückwich.  3  es  war
schon  wahr,  was  die  anderen  j#  auch
sagten:  ein  schweres  Zusammenle
dem  Hans  Lechner.  Reizen  durste
nie.  Er  war  ja  auch  an  cinmal  wegen  eines
Einbruches  bolt  beliraft

Freilich  sagle  *.  und  Freund
ihn  mitge  1n0  üÜberredet.  Aber
wer  glaubteom  a.  Fines.Muhte  man
löm  auch  last  en:  krobat  lwar  er,  von
einer  so  Lant  aubera  sshalkten.  d  aldbrucheri.
schen  ehiih  en  kt  ich  nicht  ¾  hald  einer
messen  konnte  mi  Der  Hans  Lechne#r  rn
dete  in  Wahr#s  r  #  a##e#r#
der  Truppe.  H  an.  er  „rote  Wolf“  seen
nach  in  PRetracht  komm

 

 

z523
z5