Full text : Die Gründung des Deutschen Ordenstaates in Preußen.

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Hausen  (1264)  war  bereits  ein  Deutschordenspriester.)  Unter  ihm
und  dem  folgenden  ebenfalls  dem  Deutschen  Orden  angehörenden  Bischof
  Werner  135)  wurde  die  Stiftung  Heidenrichs  beseitigt  und  in
Kulmsee  das  erste  Preußische  Domkapitel  dem  Deutschen  Orden  einverleibt.
  Im  Jahre  1284  bat  bereits  Albert,  der  zweite  Bischof  von
Pomesanien,  ebenfalls  Deutschordensbruder,  das  Domkapitel  zu
Kulm.  ihm  geeignete  Deutschordensbrüder  zu  Domherren  an  der  Kirche
zu  Marienwerder  auszuwählen  „denn  er  wolle  sein  Kapitel  ganz
nach  der  Weise  des  Kulmischen  dem  Orden  einverleiben.“"")

Die  Samländische  Diöcese,  von  allen  zuletzt  (1255)  erobert,
empfing  zum  ersten  Bischof  den  Deutschordensbruder  Heinrich  von
Strittberg.  335)  Aber  unter  ihm  verhinderten  noch  die  Kriegsunruhen
eine  bestimmte  Ordnung  der  kirchlichen  Verhältnisse.  Erst  seinem
Nachfolger  Christian,  einem  Deutschordenspriester,  der  auf  ausdrücklichen
  Befehl  Gregors  X.  und  zwar  „weil  der  Deutsche  Orden
auch  Landesherr  sei.“  das  Bisthum  empfangen  hatte.  ##8)  war  es

382)  Heidenrich  starb  1263.  Im  Anfang  des  J.  1264  wählten  die  Domberren
zu  Kulmsec  zu  seinem  Nachfolger  den  Friedrich  von  Hausen  (Am  27.  Januar  1264
unterzeichnet  er  schon  als  B.  v.  K.  die  Urk.  Anselms),  welchen  Albert,  weil  er  die
Wabl  vermuthlich  für  uncanonisch  bielt,  zu  weihen  sich  weigerte.  #gl.  Cod.  d.
Pr.  I.  147  und  148.  Im  März  1267  erscheint  dieser  Friedrich  als  Bischof  von
Kulm  in  einer  Urk.  des  Königsb.  Geh.  Arch.  Colmische  Privilegia.  Fol.
32.  b.  Vgl.  Ledebur,  N.  Pr.  Archiv.  2.  39.

383)  Er  erscheint  in  einer  Urkunde  des  Bischofs  Christian  von  Samland  d.  d.
28.  December  1285.  Gebser,  der  Dom  zu  Königsberg.  S.  46.

4)  Cod.  d.  Pr.  I.  171.  Albert  erscheint  schon  am  27.  Januar  1264  als
Bischof  von  Marienwerder.  Vgl.  die  Urkunde  Anselms  von  diesem  Jahre.  Die
Worte  Alberts  1284  find:  „Decrevimus  Canonicorum  collegium  ecclesie
nostre,  scilicet  Insule  sancte  Aarie  preficere  et  incorporare  per  omnia  seecundum
  formam  et  libertatem  (!)  Canonicorum  eccelesie  Culmaceneis.
Rogamus  ergo  —,  quatinus  secundum  consilium  preceptoris  Pruscie  Canonicos
  de  vestro  ordine  (hospit.  S.  M.  Th.)  clericos  idoneos  eligatis  et
—  instituatis  etc.“

385)  Cod.  d.  Pr.  I.  99.  d.  d.  10.  Februar  1255.

386)  Vgl.  die  Urkunden  bei  Gebser  a.  a.  O.  S.  42—44.  „Maxime,  so