52 1863.
Art. 215.
Die Abänderung des Gegenstandes der Unternehmung der Gesellschaft kann nicht
durch Sümmenmehchg beschlossen werden, sofern dies nicht im Gesellschaftsvertrage
ausdrücklich gestattet ist.
Dasselbe gilt von dem Falle, wenn die Gesellschast duch Uebertragung ihres
Vermögens und ihrer Schulden an eine andere Aktiengesellschaft gegen Gewährung von
Aktien der leßteren ausgelöst werden soll.
Zweiter Ubschnitt.
Rechtoverhält niß der Aktionkre.
Art. 216.
2 Jeder Aktionär hat einen verhältnißmäßigen Antheil an dem Vennögen der
esellschaft.
Er kaum den eingezahlten Betrag nicht zurückfordern und hat, so lange die Gesellschaft
besteht, nur einen Auspruch auf den reinen Gewinn, soweit dieser nach dem
Gesellschaftsvertrage zur Vertheilung unter die Aktionäre beslimmt ist.
Art. 217.
Zinsen von bestimmter Höhe dürfen für die Aktionäre nicht bedungen noch ausbezahlt
werden; es darf nur dasjenige unter sie vertheilt werden, was sich nach der
jährlichen Bilanz, und wenn im Gesellschaftsvertrage die Innehaltung eines Reservekapitals
bestimmt ist, nach Abzug desselben als reiner Ueberschuß ergibt.
Jedoch können für den in dem Gesellschaftsvertrage angegebenen Zeitraum, welchen
die Vorbereitung des Unternehmens bis zum Anfange des vollen Betriebes ersordert,
den Aktionären Zinsen von bestimmter Höhe bedungen werden.
Art. 218.
Der Aktionär ist in keinem Falle verpflichtet, die in gutem Glauben empfangenen
Zinsen und Dividenden zurückzugeben.
Art. 219.
Der Akionär ist nicht schuldig, zu den Zwecken der Gesellschaft und zur Erfüllung
ihrer Verbindlichkeiten mehr beizutragen, als den für die Aktie statutenmähig zu
leistenden Beitrag.