Full text : Bei den Fahnen des III. Armeekorps von Metz bis le Mans.

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geringschätzige,  wir  glaubten,  daß  sie  fast  ausschließlich  aus
Mobilgarden,  Franktireurs  und  andern  unzivilisierten  Haufen
bestände,  indessen  sollten  wir  bald  unsern  Irrtum  einsehen.

Mein  Ouartier  fand  ich  in  einem  sehr  fein  eingerichteten
Café,  wo  sich  alsbald,  mit  dem  Instinkte,  der  den  Deutschen
bei  der  Auffindung  guter  Getränke  auszeichnet,  fast  sämtliche
Offiziere  der  Garnison  zusammenfanden,  um  ein  Glas  wirklich
recht  gutes  Bier  zu  trinken.

Am  nächsten  Tage  wurde  eine  allgemeine  Umquartierung
angeordnet.  Es  hatte  nach  dem  Einrücken  alles  durcheinander
gelegt  werden  müssen,  und  nun  erhielt  jede  Kompanie  einen
bestimmten  Bezirk,  was  zur  Beaufsichtigung  der  Leute  auch
dringend  erforderlich  war.  Ich  machte  einen  sehr  guten  Tausch
und  kam  in  ein  sehr  feines  Haus  zu  einem  ingenieur  pour
les  ponts  et  les  chaussées,  etwa  bei  uns  Regierungsbaurat,
in  dessen  aus  Frau  und  eben  erwachsener,  sehr  hübscher  Tochter
bestehender  Familie  ich  eine  recht  angenehme  Zeit  verlebte,
obwohl  ich  mit  den  Damen,  enragierten  Patriotinnen,  besonders
  der  Tochter,  eigentlich  auf  immerwährendem,  von  meiner
Seite  scherzhaft  geführtem  Kriegsfuße  stand.  Das  Manöver
mit  dem  Damenzimmer,  das  sich  schon  in  Cheroy  abgespielt
hatte,  fand  hier  seine  Wiederholung.  Der  Herr  des  Hauses
empfing  mich  ziemlich  kühl  und  führte  mich  in  das  von  meinem
  Fourier  ausgesuchte  Zimmer,  das  er  mir  mit  den  einfachen
  Worten  zeigte:  „Cest  la  chambre  de  mes  dames.“
Darauf  von  mir  die  Antwort:  „Oh  non  Mr.,  je  ne  veux  pas
déeranger  vos  dames,  je  me  contente  de  qduelque  autre  chambre.“
Sofort  klärte  sich  sein  Gesicht  auf,  ich  erhielt  ein  anderes,  auch
komfortabel  genug  eingerichtetes  und  besonders  mit  einem  vorzüglichen
  Bette  versehenes  Zimmer  und  hatte  meine  Politesse
wahrlich  nicht  zu  bereuen,  denn  dadurch  bahnte  sich  sogleich
ein  recht  angenehmes  Verhältnis  mit  der  Familie  an,  was
für  unsern  voraussichtlich  längern  Aufenthalt  entschieden  seine
Vorteile  hatte.  Mein  Wirt,  und  noch  mehr  die  Damen,  waren
entschiedene  Republikaner,  von  der  größten  Zuversicht  für  den
Sieg  der  Loire-Armee  beseelt.  Er  rechnete  einem  im  Umsehen
eine  Million  Soldaten  vor,  die  von  allen  Seiten  heranrückten,
um  uns  zu  erdrücken,  vous  serez  tous  éerasés,  war  der  stete