Contents : Rosenheimer Anzeiger. 63. Jahrngang (63)

Kummer  66

Der  Weltkrieg.

(Drohtbericht.  7

heinbliches  Sahmossch  u
nerucchiel

WTB  BeelIlin,  20  I#,  (Amtl.)
EIIICcCcCCCCCCCOïCC
——————
#om  19.  Mürz  im  westlichen  Mittelmeer
  ein  durc  Zersftörer  g·  sienertes
Großlevisaif  der  Dantonklosse
du##r#  ——  verseuftt  Das
—.—  Zid#sack-K#u##liefl,aat0R
sic  soltort  nach  dem  Teeffer  stark
über  und  kesert=  „och  45  Minuten.

Berlin,  20.  März.  Die  französische  Danton
  Klasse,  non  der  ein  Schiff  durch  einer  unserer
  U--Boote  versenkt  wurde,  umfaßt  sechs
Großlampfschiffe.  Ihr  Stapellauf  fiel  in  die
Jahre  1909  und  1910.  Die  Schifse  haben  einen
Gehalt  von  18  300  Tonnen.  Bestückt  sind  sie  mit
vier  30.5-,  mit  zwölf  24-,  mit  sechzehn  7,=  und
mit  acht  4.7  Zentimeter-Geschützen.  Außerdem
versügen  sie  über  zwei  Torpedoquonoßrohre.
Die  Besatzung  leträgt  900  Mann.

Von  der  Westfront.

Rotterdam.  20.  März.  Der  Mitarbeiter
des  Reuterburcans  in  Frankreich  schreibt:  Es
wäre  töricht,  zu  glaulen,  daß  die  Deutschen
flüchten,  aber  sie  gehen  jent  doch  mit  einer.
Schnelligkeit  zurück,  die  seit  den  Tagen  nach
der  Marm-Schlacht  nicht  wieder  vorgekommen
ist.  .  Von  der  englischen  Front  wird  gemeldet,
daß  die  Deutschen  auf  ihrem  Rückzuge  zahlreiche
Dörfer  abbrannten.  Man  sehe  nur  Trümmer
und  Verlassenheit.  Die  Brücken  seien  zerstört  u.
die  Kreuzpunkte  der  Wege  miniert.  De)TXimes“
  schreiben:  Dieser  große  Rückzug  kunn  nicht
mißverstanden  werden.  Wohin  der  Feind  auch
geben  möge:  die  Tatsache  bleibt  bestehen,  daß
er  nun  das  Antlitz  dem  Rhein  zugewendet  hat
und  daß  die  Alliierten  im  Begriff  sind,  seinen
strategischen  Rückzug  in  ein  Wettlaufen  zu  verwandeln.
  Der  „Temps“  schreibt,  daß  Hindenburg
  hinter  den  durch  die  Somme  und  den
Crozat-Kanal  gebildeten  breiten  Gräben  den
weiteren  Ereignissen  entgegenharre  und  fraglos,
  nicht  ohne  im  voraus  diese  neue  Stellung
mit  allen  Milteln  befeltigt  zu  haben,  auf  einen
sehr  interessanten  Vewegungskrieg  vorbereitet
sei.

EXACffÀAAI

diefranzösische
Kabinetts-Krise.
Basel,  20.  Mas.  Ribot  wird  wahrscheinlich

dem  Präsidenten  der  Republik  mitteilen,  daß

er  die  Bildung  eines  nationalen  Kabineits  angenommen
  hat.  In  den  Wandelgängen  der
Kammer  werden  als  zukunftige  Mitarbeiter  des
Präsidenten  Bourgeois,  Klotz,  Doumergue  und
Poainleve  genannt.

Der  ####  m  Amerls.
Nach  Gerards  Rückkehr.

Neuyork,  20.  Mäxz.  (Funkspruch  des  Vertreters
  des  WITB.).  „Assoriated  Preß“  mel.
det  aus  Washington:  Gerard  ist  heute  hier  angekommen
  und  wurde  am  Bahnhof  vom  Sekretär,
  dem  Präsidenten  und  anderen  Beamten
empfungen.  Di=  Informationen,  die  Gerard  dem
Staatsbepartement  vorlegte,  widerlegen  oie  Behauptungen,
  daß  Deutschland  daran  denle,  den
II.  Boot-Krieg  abzuändern,  um  den  Krieg  mit
den  UVereinigten  Staaten  zu  vermeiden.  Nach
dem  Beweismaterial,  das  Gerard  mitbrachte  u.
nach  dem,  was  aus  anderen  Quellen  stammt,
erwartet  man  in  Regierungskreisen,  daß
Deulschland  fest  emschlossen  ist,  den  U-Boot-Krieg
  fortzusetzen,  auch  angesichts  der  Tatsae,
  daß  eine  solche  Politik  wahrscheinlich  zum
Kriege  mit  den  Vereinigten  Staaten  führen
wird.  Der  Präsident  wird  den  Plan,  die
Umionstaaten  in  den  Zustand  bewaffneter  Neutralilät
  zu  versetzen,  sorlführen.  Dieser  Zusland
wird  solange  andauern,  bis  Deutschland  den  bewafineten
  Zusammenstoß  mit  einem  amerikaniscken
  Handelsschiff  erzwingt  oder  bis  Deutschland
  den  unbeschränkten  U-Boot-Krieg  aufgibt.

Amerikas  Handelsausfuhr.

Bern,  20.  März.  Das  „Journal“  erfährt
aus  Neuyork:  Eine  amtlicte  Washingtoner  Bekammmachung
  besagt,  daß  die  amerikanische
Aus-  und  Einfuhr  im  Februar  um  190  Mill.
Dollars  zurückging.  Damit  ist  der  größte  bisher
feitgeitelite  Ausfall  erfolgt.

Amerikas  Haltung.

Haag,  20.  März.  Aus  London  wird  berich
le!:  Troß  der  Versenkung  drei  amerikanischer
Dampfer  ertlären  die  amerikanischen  Blätter
einstimmig,  daß  diese  nicht  die  entscheidende  Tat
darstelle,  welche  Wilson  für  ein  aktives  Einschreiten
  als  Voraussetzung  fordert.  Die  Londoner
Presse  erkennt  Wilsons  Standpunkt  als  wichtig
an,  daß  er  seine  Zeit  abwarten  will.  „Daily
Chronicle“  sagt,  Amerika  brauche  sich  nicht  zu
beeilen,  um  sich  in  dven  Krieg  einzumischen.  Die
Alli#erten  wüßten,  daß  Amerikas  Teilnahme

 

sicher  sei,  wenn  nicht  im  letzten  Augenblick  ein

 

Freimilige  Sanitatskolonse  o.  Reien  Kreu:z

Rosenheim  E.  V.

4½  iFaites,  don  u.  NMarz  19817.

wWend

mu  Wigliderverssamlung

a#n.Hizu  elgeh’  an  #mtliche  Miglieder  freundliche  Einladung.

Dle  KolonnentUhrung.

abenos  3  Uhr,  fi##do

Geschifte-Annige

im  Cafe
’10

 

Tr.  Ereiner's  Salüak.

(ohne  Marken)  verwendet.

 

 

lch  #uche  ein  schones  Cot  mit  ca.  100  bis

zur  Selbstbewirtschaltung,  nur  von  Selbstrerkäufern  zu  kaufeo.

Am  liebstern  Oher-  ol.#r
rirse  unter

C.,  Uuuchen.

Niederbarern.

Kernseite

braucht  man  nicht,  wenn  man

Siunoistofl-  Wesehgulter

Zu  haben  in  den  meisten
Kolonlalwerengeschäften,  wo  uicht,  wende  man  elch
an  die  EFsbrikniederlage  Mücchenerstrasee  Ia,  daselbst
werden  Bestellungen  von  Wiederverkäufern  angenommen,
  sowie  Probepakele  zu  60  Plg.  versbreicht.

Dleses  Präparat  warde  von  der  Prelsprüfungs-"stelle
  begmachtet  und  genchmigt.

.M.  B.  102“  an  llaateunstein  uad  *

 

babe.

2612

—  N——a
——-#—#

Umschwung  in  der  Stimmung  der  Weststaaten

 

Gebe  der  verehrl.  Cinwohnerschaft  von  Rosenheim  und
Umgebung  behkannt,  daß  ich  ab  heute  die

Lohn-Kutscherei

Innstraße  26  (Mohrenschimmel)
von  dem  erkrankten  Herr  Thomas  agner  häuflich  erworben
Ich  bitte,  das  meinem  vorgänger  entgegengebrachte  Vertrauen
  auch  auf  mich  übertragen  zu  wollen.

Hochachtungsvoll!

Anton  Dietz,  Lohnkutscherei,

Innstraße  26.

###a#n,

eintrete.
—1.

Las  tussilche  Duichelnander.
Die  Einwirkung  der  russischen
Revolution.
Stockholm,  20.  März.  Nach  den  hier
vorliegenden  Mitteilungen  hat  die  Revolution
auch  auf  die  russische  Front  einen  außerordentlichen
  Einfluß  ausgeübt.  Seit  dem  15.  März
sind  noch  keine  Transportzüge  aus  dem  Innern
Rußlands  an  die  Front  abgegangen,  sodaß  die
Armee  seit  5  Tagen  keine  Zufuhren  an  Munition,
  Kriegsmaterial  und  Proviant  mehr  erhallen
  hat.  Während  dieser  5  Tage  mußten  die
Depots  in  beständig  großem  Umfange  angegriffen
  werden,  sodaß  die  Vorbereitungen  für
die  russische  Offensive  eine  überaus  starke  Storung
  erlitten  haben.  Die  Revolutionäre  halten
in  Moskau  auch  sämtliche  Eisenbahntransporte
der  sibürschen  Bahn  angehalten  und  die  darin
befindlichen  Lebenêmittel  für  die  Bevölkerung
mit  Beschlag  belegt.  Die  Lolomotiven  der
Kriegsmaterial-Transporte  in  Beschlag  genommen.

Die  Radikalen  in  Rußland.
Stockholm,  20.  März.  Von  besonderer
Seite  wird  über  den  Kampf  der  sozialistischen
Arbeiterschaft  gegen  die  kadettisch-oklobrislschen
Dumamänner  berichtet,  daß  der  Einfluß  dieser
eriremen  Kreise  geradezu  einschneidend  wird  und
daß  sie  immer  mehr  die  Macht  an  sich  reißen.
Donnerslag  abends  entwickelte  Miljukow  vor
Veriretern  der  Entenie-Presse  sein  Kriegsprogramm
  und  sprach  sich  grundsätzlich  für  die  Monarchie
  aus.  Drohungen  der  Sozialisten  zwangen
  ihn  aber  unmittelbar  darauf  zu  einem  Widerruf
  und  erzwangen  jenen  Erlaß,  in  dem  dem
russischen  Volke  zugefichert  wird,  daß  es  seldit
seine  Geschicke  bestimmen  soll.  Die  Durchführung
dieles  Programms  ist  natürlich  mit  ciner  kräftigen
  Kriegführung  unvereinbar.  Die  Radilalen
verfügen  über  sämtliche  Peiersburger  Munilionsfabriken,
  womit  sie  60.0°  der  russischen
Wasfenerzeugung  besigen.  Sie  haben  das  große
Drudmittrel  der  Drohung  in  der  Hand,  daß  sie
Fabriken  zerstören  werden  und  sie  wenden  es  bei
jedem  Konflilt  an.
Neue  Ereignisse  zu  erwarten?
Stockholm,  20.  März.  Die  eigemtliche  rufsische
  Revolution  ist  noch  nicht  erfolgt,  sondern
wird  demnächst  erst  ausbrechen.  Am  Donnerstag
  erschien  eine  Proklamation  der  Petersbur
ger  Arteiterschaft,  die  folgende  Forderungen
aufstellte:  Absckaffung  der  Kaiserwürde,  Ple- 



biszit  über  die  Fortsehzung  des  Krieges,  an  dem

und  Eupishlung.

2098

Belannimachung.

Setreff:  Ausfuhr  von  Zlegen.

Die  Ausfuhr  und  der  bersuch  der  Auefuhr  von  Sie  4j
einschließlich  der  Ftze  (ISlchlein)  aus  Bapern  ist  nach  der
kanntmachung  des  K.  Slaatsministerlums  des  Innern  verboten
Suwiderhandlun
ten  oder  mit  Geldstr
Rosenheim,  den  17.  März  1917.

mittwech,  21.l  März  1912

sämtliche  zum  allgemeinen,  birekten

(das  auch  dem  gesamten  is-  ei  —

ist)  Berechtigten  sich  zu  beteiligen  —
„Daily  Chronicie“  meldet  aus  ##eteresunrg

vom  Freitag  abend:  Gestern  wurde  der  Zustand

  sehr  gefährlich,  als  Streit  entstand  zwischen
den  liberalen  Parteien  und  den  Ertr  .  Die
Leidenschaft  schlug  so  hoch,  daß  es  ein  Augen
blick  aussah,  als  ob  die  wütenden  Soziafisten  sich

auf  die  Führer  des  Duma-Komitees  stürzen  und
sie  töten  würden,  was  Rußland  in  furchtbare.
Anarchie  gestürzt  hätte.

Eine  weitere  Nachricht  besagt,  daß  Erobsüust.
Nikolajewitsch,  der  den  Oberbefehl  über  die  russischen
  Feldtruppen  übernehmen  sollte,  im  letz.
ten  Augenblick  die  Petersburger  Regierung  um
einen  Aufs  echub  ersucht  habe.  Der  Großfürt,
klug  wie  er  ist,  will  natürlich  erst  abwarten,  wer
die  Oberhand  bekommen  wird.

Die  letzten  Nachrichten  aus  Petersburg  zeigen
deutlich.  daß  die  Dumaregierung  immer  mehr
in  Abhängigkeit  vom  Arbeiterausschuß  geräf.

Kemmasales.  .
10.  März  1917.  ·

Nack,  Bekanmgabe  des  Beichlusses  des  Ge
meindekollegiuums  vom  7.  März  l.  J##1  wird
der  Voranschlag  der  Schulkasse  für  1917  end
gültig  Heltarsen  mit:  31216.33  Ml.  Eimah
men,  116  716,33  Mk.  Ausgalen,  85  5000  Ml.
Zuschuf.  Lu  der  aus  der  Gemeindekasse  zu
decken  ist.

Die  Rechnung  des  Straßenbaufonds  für  das
Jahr  1915  mit:  1103,26  Mi.  Einnahmen,
1103.26  Mk.  Ausgaben,  3401,36  Ml.  Reinver
mögen,  die  Rechnung  de:  Georg  Huber'shen
Wohltätigkeitostiflung  für  1915,  welche  in  der
ersten  Hauptabreilung  mit  3066.57  Mk.  Einnahmen
  und  2980.29  Mk.  Ausgaben  und  in
der  zweiten  Hauptabteilung  mit  300  Mk.  Passiv
reit  und  einem  Meinvermögen  pon  68  866.28  Ml.
abschließt,  und  die  Recknung  der  Karl  Rieder'schen
  Wohltätigkeitsstiftung  für  das  Jah
1915,  welche  in  H.-A.  I.,  2031,06  Mk.  Einnabmen
  und  1789.30  Mi.  Ausgaben.  und  in
H.A.  II.  mit  522,90  Einnahmen  und  6(0  Mk.
Ausgaben  und  einem  Reinvermögen  von
51  864,16  Mk.  akschlietzt.  werden  ohne  Erinnerung
  zur  Abhör  gebracht.

Der  Anregung  des  Gemeindekollegiume!
Rechnung  tragend,  wird  die  Geschaftszeit  der
Verkaufsstelle  der  Alttekleidungsstelle  an  Wochentagen
  von  8  12  Uhr  vormittags  und  von
1.3  7  Uhr  nachmittags,  an  Somtagen  von
10  1  Uhr  festgeestt.  An  Feiertagen  blieibl  die
Verkaussseelle  geschlossen.

Das  Bürgerrecht  in  Rosenheim  wird  verliehen
dem  Büroassistenten  Josef  Spatz,  dem  Brauereiarbeiler
  Johann  Huber  und  dem  Kaufmann
Roman  Nieder  als  Kampfteilnehmer  des  gegenwartigen
  Kri  ieges  gebuhrenfrei  und  dem  Kreis
sä  Georg  Ernit  gegen  Bezahlung  der  Geböhr.

 

—

 

erbericht  fi
an  bis  Regen.

uge  werden  mit  Eefen

nis  bis  zu  60  Mlonabis
  zu  1600  zu.  chten.

Stadlmagistrat.  195

 

 

%  —

immer

200  Tagwerk,
*2460

#u  vermiete

Gesucht.
1  Gleichstrom-  Motor#

3  Pferdekräáfte,  220  Volt.
sind  zu  richten  an

A.  Gäßler  &  Co.,  München
1  «  -41.  .

IMWIIWIIIW

.
W  L,scforto(lokuk  f  MI,  Wais-  emph-*
  Nan.  Exp.  “  26#8

“
Preis  und  ##  E  -

»s-2752


 

##

Wiis-e

Ersüllen  “  die  traurige

u8  cht  und  setzen  eine  geehrte
3  von  en

E  S#en  ——  Vorstan,

koe  —

Köflich  in  Kenninis.  Burrdigung
Hr  22.  Ma

Die  Kstsalstung

Möbliertes
heizbar  und  möglichst  sonme#ge.
lezgen  wird  von  anstendigem  alteret:
Lierrn  z  mioten  gesucht,  tofort

oder  ble  1.  April.  Näah.  Exp.  270
Moderne

LEII

mit  Bad,  von  kinderlo##em  Ehepa##
bis  1.  Mai  zu  mleten  gesucht.  Of.
unter  B.  2715  an  die  Euped.

 

 
  
 
 
  

 

 

      

absfe  □—
—  UKllna  Pbet  ber
Kriegszeit  er#lelt.

       

 

2

in  der  Nähe  der  .  4  ü#n  —

 

½0  einzelnen  Leuten,
*r5n  1—1  —  ———
EImer.