Der feindliche Hreiverband eine Tatsache.
Daß längst ein Bund Frankreichs mit Rußland
und dann seit Eduards Tagen eine Entente (resip6
Koalition) der drei Großmächte Frankreich, Rußland,
England bestand, das weiß die Welt, das brauche
ich nicht zu beweisen. Strittig ist höchstens der Sinn
und Zweck dieser Koalition. Seit Beginn des großen
Weltkriegs ist es von seiten der Tripelentente in
den bekannten starken Brusttönen der Uberzeugung
in die Welt hbinausgeschrien worden, daß die drei
verbundenen Harmlosen von der Milch der frommen
Denkungsart sich nährten und einander gegenseitig
diese Milch kredenzten?). Sie waren nur verbündet,
den bösen Wölfen zu wehren und gegen sie den
Frieden Europas zu garantieren.
Darlegung ist gar kein Anlaß, die zuvor bekannten und die erst
im Lauf des Kriege bekannt gewordenen Ookumente und
Tatsachen zu trennen. Die einen und die andern beweisen jetzt,
daß der Dreiverband die Zentralmächte bedrohte. Und auf diesen
Beweie kommt es jetzt an, nicht auf ein dem Kriege vorausgehendes
vollständiges Wissen.
Übrigens wird sich auch ergeben, daß der Name des Präventivkriege
dem Loeschlagen Deutschlands und OÖsterreichs schon
gar nicht mehr angemessen ist. Wenn der Einbrecher schon im
Garten ist und den Fensterladen zu bearbeiten anfängt, ist es keine
präventive Maßregel mehr, wenn der Hausberr schießt. Die Ermordung
dee österreichischen Thronfolgers samt den Hintermännern
des Mordanschlags und noch einiges andere zeigen, daß es
nicht mehr galt, einer aus weiter Ferne drohenden Gefahr zuvorzukommen
sondern einem schon an die Türe pochenden Verderben.
*) Französische Protestanten sogar, die sich als Diener und
Vorkämpfer der Wahrheit fühlen, haben es der Welt verkündet
und zu suggerieren gesucht, daß weder Frankreich noch Rußland
noch England den Krieg gewollt. Und schweizerische „Protestan-