Full text: Amtliche Kriegsdepechen Band 5 (5)

  
  
Gestern stießen die bulgarischen Truppen am Kajmakcalan gegen den angriffs- 
bereiten Feind vor, warfen und verfolgten ihn und erbeuieten 2 Geschütze, mehrere 
Maschinengewehre und Minenwerfer. 
Der Erste Generalquartiermeister. 
Ludendorff. (W. T. B.) 
Erfolgloser russischer Fliegerangriff auf Angernsee. 
Berlin, 27. September. Am 26. September vormittags wurde die Seeflug. 
skation Angernsee durch zwei russische Flugboote ohne Erfolg neu angegriffen. 
Anseren Abwehrflugzeugen gelang es, das eine Flugboot über dem Angernsee zum 
Kampf zu stellen und es nach kurzem Gefecht abzuschießen, während das zweite 
Flugboot, durch Artilleriefeuer beschädigt, in KRichtung Kunoe entkam. (W. T B.) 
Gönstiger Verlauf der Kämpfe bei Hermannstadt. 
Wien, 27. September. Amtlich wird verlautbart: 
Oestlicher Kriegsschauplat. Im Bereich von DPetroseng ist es gestern nur 
auf dem Berge Tulisini zur Gefechtsfühlung mit ben Kumänen gekommen. Bei 
Nagy Szeben (Hermannstadt) nehmen die Kämpfe einen für uns günstigen Verlauf. 
An der siebenbürgischen Ostfront stehen an zahlreichen Dunkten unsere Sicherungs- 
truppen im Gefecht. 
Im Bistricioagra-Gebiet wurden rumänische, nördlich von Kirlihaba und in der 
Gegend der Ludowa russische Vorstöße abgeschlagen. Weiter nördlich nichts von Belang. 
Italienischer Kriegsschauplatz. Keine größeren Kämpfe. Auf der Karst- 
Hochfläche stehen Teile unserer Stellungen zeitweise unter starkem Artillerie= und 
Minenwerferfeuer. 
Sübdöstlicher Kriegsschauplatz. Tage unverändert. 
Der Stellvertreter des Chefs des Generasstabes. 
v. Hoefer, Feldmarschalleutnant. (W. T. B.) 
Starke Angriffe zwischen Ancre und Somme abgeschlagen. — 
Siegreicher Gegenstoß bei Korytnica. — Das V. stbirische Armee, 
korps nahezu vernichtet. 
Großes Hauptquartier, 28. September. 
Westlicher Kriegsschauplaßtz. Heeresgruppe Kronprinz RKupprecht: Zwischen 
Anere und Somme haben die Engländer und Franzosen nach einem die bisherigen 
Erfahrungen fast noch übersteigenden Vorbereitungsfeuer ihre starken Angriffe erneuert. 
Auf dem größten Teile der Schlachtfront hat unsere durch die Artillerie und Flieger 
wirksam unterstützte unerschütterliche Infanterie unter den Zefehlen der Generale 
Sixt v. Armin, v. Hügel und v. Schenk den Feind siegreich abgeschlagen. Zei 
Thiepval und östlich von Eaucourt [Abbaye ist der erbitterte Kampf noch nicht zum