Full text : Medizinal-Statistische Mittheilungen aus dem Kaiserlichen Gesundheitsamte. Achter Band. (8)

—  69  —

den  Gesamtimpfungen  1  Impfbezirk.  Es  berechnet  sich  hiermit  der  Gesamterfolg  im  Durchschnitt:
  bei  den  öffentlichen  Erstimpfungen  auf  95,1,  bei  Wiederimpfungen  auf  97,,  bei
Gesamtimpfungen  auf  96,6  %.

Aus  den  in  Darmstadt  eingegangenen  Übersichten  der  öffentlichen  Impfärzte  geht
hervor,  daß  von  den  27107  Erstimpflingen  26  904  mit  Erfolg,  197  zum  ersten,  4  zum
zweiten  und  2  zum  dritten  Male  ohne  Erfolg  geimpft  worden  sind.  Der  prozentuale,
personelle  Erfolg  erreichte  demnach  die  Zahl  99,27  %.  Die  seit  dem  Jahre  1889  erzielten
Erfolge  ordnen  sich  in  folgender  Weise:

im  Jahre  189899999929  98,6  0%  im  Jahre  199966  99,  ½%
„  18090.  98,  „  „  1897  98  „
„  „  1899999..„  98,  „  „  „  18298838  99,  „
„  „  189292  98,  „  „  „  1899  r—
„  „  182333  7,0  „  „  „  19000  99%  „
„  „  1894444.  98,  „  „  „  19090DDLD07  99,  „
„  1895566  99,  Sr  „  „  1992  99  „

Nach  den  einzelnen  Impfstoffnummern  bewegten  sich  die  Erfolge  zwischen  96/,,  und
100  %;  die  Bewegungsamplitude  ist  mit  3,02  %  sehr  gering.

Auch  nach  den  einzelnen  Kreisen  schwankten  die  Erfolge  nur  innerhalb  enger  Grenzen;
drei  Kreise  erreichten  100  %,  zwischen  99  und  100  ½%  verzeichneten  11  Kreise,  dreimal
wurden  99  %  nicht  ganz  erreicht  und  nur  der  Kreis  Oppenheim  erscheint  mit  94,o  .

Bezüglich  der  Schnitterfolge  der  Erstimpfungen  war  zu  bemerken,  daß  auf  107552
angelegte  Schnitte  99  530,  also  92,54  %  zur  Entwicklung  kamen.  Von  den  3  Provinzen
zeigte  Oberhessen  mit  96/36  den  besten,  Starkenburg  mit  95,500  %%  ähnlichen  und  Rheinhessen
  mit  83,56  0%  den  geringsten  Erfolg.  Von  den  Impfbezirken  hatte  Darmstadt  III
und  Friedberg  vollkommenen  Schnitterfolg;  zwischen  99  und  100  %  hatten  5  weitere
Bezirke;  zwischen  95  und  99  war  der  Schnitterfolg  in  11,  zwischen  90  und  95  in  4,
weniger  als  90  in  6  Bezirken.  Die  geringsten  Erfolge  zeigten  die  Impfbezirke  Oppenheim,
Worms  I  und  II  (76  /1,  68  68  und  77,67  ⅝%).  Am  meisten  Ausfälle  im  Schnitterfolge
zeigte  Nr.  VI  von  1901  bei  vollkommenem  personellem  Erfolg  (74,48  %);  unter  90  %
Erfolg  blieben  2  Nummern,  die  übrigen  hatten  92.2  bis  98,“  0/,  für  die  Jahre  1891  bis
1902  ergibt  sich  folgende  Reihe:

für  das  Jahr  1920  82,,  00  für  das  Jahr  18909277  91,,  00,
„  „  1892  85,  „  „  „  „  1899898  93,  „
„  „  „  1893  85,  „  „  „  18299  93,  „
.  ,„  1894  79,°„  „  „  „  1900  92,  „
„  „  1895  —  „  „  „  190171  92,  "
„  „  „  1890909096  94,  „/  „  „  „  1990992  92,  „

Über  die  bei  der  Wiederimpfung  erzielten  Ergebnisse  war  folgendes  zu  berichten.
Von  21237  geimpften  Wiederimpflingen  sind  20  666  mit  Erfolg,  399  zum  ersten,  152  zum
zweiten  und  20  zum  dritten  Male  ohne  Erfolg  wiedergeimpft  worden.  Es  ergibt  dies,
wenn  man  nur  die  zum  ersten  Male  ohne  Erfolg  geimpften  Impflinge  berücksichtigt,
98/07  3%  personellen  Erfolg.

Bei  den  einzelnen  Impfstoffnummern  schwankte  der  Erfolg  nur  innerhalb  enger
Grenzen,  zwischen  97,1  und,  bei  Nichtberücksichtigung  von  Nr.  XI  von  1901,  988/  %.

In  den  18  Kreisen  verzeichneten  4  vollkommenen  personellen  Erfolg,  4  zwischen  99
und  100,  5  zwischen  98  und  99  ,  3  hielten  sich  zwischen  96  und  98,  und  nur  2  Kreise,