Metadata : Rosenheimer Anzeiger. 63. Jahrngang (63)

 

 

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—  ——  V  augellebch.  krei  ius  Gaue  14  W#ag  men4.

oelbre:  Verag  unh  N###e#  Ne.  W.  Ro.  72,  Injeraten·  Aiellig  Re.  M.

 

 

 

Nummer  241  Ü

 

Kalh.:  Peter  v.  Alk.

 

Rosenheimer  Anzeiger

 

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##  ####hm#  ven  Anzeigen,  Neklamen  und  Bellagen  ersolgt  durch  die
####t####  iö  lheMünchen,  K#beBer#.

####  er  ##igen-Annahm  18  Mr  M——

Auieigeniesl  hoslei  18  M.  die  Resthelle  n  N  l  .
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Be#,  Ve#

 

 

 

Nosenheimer  Tagblakk

Amitbliches  Pablik###s-Orden

Freitag,  19.  Oktober  1917

 

Prot.:  Ferdinand  —  —

Die  großen  Schäden  der  Fliegerangriffe  in  London.

Beginn  einer  Artillerieschlad#t  bei  Soissons.  —  Die  Beute  auf  Oesel:  10.000  Gefangene  und  50  Ceschütze.
Die  rustische  Flotte  in  kritischer  Lage.

Die  Relegsioge
Abencbericht.

WIIR.  Berlin,  17.  Oktober.

n  Flandern,  nordöstlich  von  Soissons  und
auf  dem  Ostuser  der  Maas  lebhafter  Artillerielampf.


Vom  Osten  bieher  nichts  Neues.

Rev  sion  der  Kielegszieke.

Wiener  Blätter  zufolge  sind  durch  die  letzten
Erklärungen  Llond  Georges,  A#squiths  und  Nibots
  nach  der  Auffassung  diplomalischer  Kreise  in
Wien  die  Friedensaktionen  der  Mittelmächte  zu
einem  vorläufigen  Abschluß  getommen.  Durch  die
Ablel,  nung  unserer  Friedensvorschläge  seien  an
sich  jene  Umstände  eingetreten.  von  denen  Czernin
eine  Revision  unserer  Kriegsziele  abhängig
machte.

Derse  Meldung  i#l  von  gröhler  Bedentung.
Zn  seiner  lebten  Nede  uber  die  Kriegs=  und
Friedensziele  e  Graf  Czernin:  „Aber  niemand
  möge  lich  drern  täuschen,  daß  dieses  unser
  so  friediertig  moliviertes  Programm  nicht
für  cwige  Zeiten  gilt  und  gelten  lann.  Wenn  unsere
  Feinde  uns  zwingen,  den  Krieg  fortzuset:
zen,  dam  werden  wir  gezwungen  sein,  unser
Programm  zu  revidieren  und  unsererseito  einen
  Ersatz  zu  verlangen.  Ich  spreche  für  den
jehigen  Augenblick,  weil  ich  die  Ueberzeugung
Labe,  daß  jetzt  auf  der  entwickelten  Basis  der
Wellfrieden  zustande  sommen  könnte.  Bei  Fortselung
  des  Krieges  aber  behalten  wir  uns  jreie
Hand  vor.“

Nach  den  eben  erwähnten  Meldungen  schein!
der  Augenblic  der  freien  Hand  jetzt  gekommen
zu  sein.  Und  damit  schließt  ein  diplomatischer
Abschnitt  im  Krieg.  Nummehr  soll  der  Trumpf
aus  der  Rede  des  Grasen  Czernin  ausgespielt
werden.  Wir  stehen  also  jetzt.  in  dem  neuen
diplomatischen  Abschnitt.  von  dem  zu  hoffen  ist.
daß  er  der  letzte  und  entscheidende  des  Krieges
bleibt.  Jetzt  gilt  es.  slarl  3  1  sein  und  die  Nerven
  zu  behalten.

Um  den  Feleden
Die  Kaiserreise  und  der  Friede
Die  Londoner  „Morning  Post“  bringt  in
Form  einer  Depesche  aus  Athen  allerhand
Vermutungen  über  den  Zweck  der  Kaiserreise
zu  unseren  Verbündeten  auf  dem  Balkan.  Tie
Meldung  spricht  von  einem  neuen,  weit  entgegenkommenden
  Friedensangebot  und  läßt  als
(Grund  odafür  durchbliden,  dah  angeblich  unsere
Verbündeten,  und  zwar  nicht  nur  die  Bulgaren
und  die  Türsen,  sondern  auch  Oesterreich-Ungarn,
  darauf  hindrängen  sollen.  Das  ist  wieder
einmal  eine  englische  Ausstreuung,  für  die  jede
Unterlage  fehlt.  Selbstverständlich  wird  bei  der
Rede  des  Kaisers  auch  die  Friedensfrage  besprochen,
  aber  sicherlich  nicht  im  Sinne  dieser  englischen
  Ausstreuung.  Gerade  aus  Wien  wird  heute
eine  ganz  andere  Lesart  darüber  bekannt.
Die  italienische  Kammer.

Die  italienische  Kammer  nahm  ihre  Arbeiten
wieder  auf.  Die  Tagung  wurde  vom  Kammerprdenten
  Marcora  mit  einer  Ansprache  eröffne.
  in  der  er  ausführte,  daß  die  militärischen
Anstrengungen  Italiens  nicht  zu  einem  deutschen
oder  unentschiedenen  Frieden,  sondern  zu  einem
siegreichen  Frieden  führen  müssen,  der  die  völlige
Einigung  Italiens  verwirkliche.  Ministerprdsident
  Boselli  gab  eine  Erklärung  über  die  Politik
  der  Regierung  ßbinsichtlich  des  Krieges  ab
und  betonte,  daß  die  trügerischen  Vorstellungen
über  die  Annäherung  des  Friedens  nur  dazu.

 

 

bienten,  ihn  binausmschieben.
nicht  bimers  :

die  Landurg  act  Oehel.
Oesels  sirategische  Bedeutung.

Die  Eroberung  von  Oesel  sicherte  der  deulschen
  Marine  nicht  nur  den  Besitz  des  Rigaischen
Meerbusens,  den  bisher  die  schweren  russi  ch-eng
lischen  (beschütge  von  Zerel  (an  der  Südküste  von
Oesel  beberrschten.  sondern  sie  hat  auch  die  secstrategische
  Lage  in  der  Ostsee  völlig  zu  Guniten
  Deutschlands  umgeschassen.  Die  beiden  Eck
pfeiler  unserer  jetzigen  Oslleestellung  sind  jetzt
im  Westen  die  Kieler  Bucht,  im  Osten  der  Riaische

  Meerbusen  mit  dem  schützenden  Oesel.
Wie  aber  Kiel  gleichzeitig  den  südlichen  Zugang
zur  Nordsec  (durch  den  Kaiser-Wirhelm.  Kanal
beherrscht,  so  bildet  auf  der  anderen  Seite  Oeiel
den  südlichen  Torflugel  zum  Eingang  in  den
Finnischen  Meerbusen  und  durch  diese  doppelte
Bedeutung  nach  Westen  und  nach  Norden  den
Scheitelpumt  der  Vormachtuellung  in  der  Nordsee.
  Der  Besitz  dieser  Stellung  sichert  ferner  unsere
  östlich  der  Düna  stehenden  Armeen.  decht
Kurland  und  bedroht  die  Russen  durch  die  Freilegung
  des  Weges  nach  Esthland.  Der  englischen,
  unwidersprochen  gebliebenen  Hoffnung,  sich
in  der  öillichen  Ostsee  festzufetzen.  hal  die  Eroberung
  von  Oescl  die  litzte  Stutze  genommen.
Die  deutsche  Flotte  im  Rigaischen
Mcerbusen.

WIN.  Berjin.  17.  Ollober.  (Amelich.  Nach
Niederlämpfung  der  schweren  Batterien  auf  der
Südspit#e  der  Insel  Orsel  sind  unsere  Seeftreitkräste
  in  den  Rigaischen  Meerbusen  eingedrun-Italien

  werde  sich
Licht  fuhren  lassen.

gen.  Sie  haben  ihren  Voimarsch  nach  Oslen
fortgesetzt  und  beheerrschen  das  Seegebiel  bis
Moonsund.

Eine  Seesch  lacht?

In  London  wird,  nach  einem  Telegramm  des
„Secolo“,  das  Gerücht  umgetragen.  zwischen  der
deutschen  und  der  kussischen  Flotte  sei  eine
Schlachl  im  Gange.

Das  zornige  Petersburg.

Nach  Petersburger  Berichten  hat  der  Verlust.
der  Inseln  Oesel  und  Dagoe  in  Petersburg  einen
  niederschmetternden  Eindruck  gemacht.  In
der  Bevölkerung  zrizt  sich  steigende  Erbitterun  9
gegen  die  NRegienung  und  Engand.  Vor  dem
Winterpalast  und  der  englischen  Botschaft  Baben
  in  den  beiden  letzten  Lagen  lärmend:
Kundgebungen  stattgefunden.  Vor  der  engli
schen  Botschaft  hielt  ein  Redner  eine  äußerit
englandfeindliche  Rede,  worin  er  die  sog.  Meetherrschaft
  des  englischen  Verbündeten  mit  Spott
und  Hohn  bedachte.  Die  Regierung  ließ  Mi
litär  einschreiten.

Die  Kaebelung  der  Ne  len.

Neue  Drohungen  der  Entente
gegen  die  Neutrasen.
Havas  teilt  mit,  daß  die  Seesperre  gegen  die
Mittelmächte  durch  engeres  Zusammenwirken
zwischen  den  Alliierten  verstärkt  werden  soll.
Die  im  September  in  London  abgehallenen
Konferenzen  hätten  die  Uebereinstimmung  der
Ansichten,  an  der  es  bis  jetzt  gesehlt  habe,  herbeigeführt.
  Die  Blockade  soll  gründlicher  gegen
die  Lebenemittelversor  ung  von  Deutschland  vorgehen.
  Deutschland  habe  die  Hilfsauellen  in  den
besetzien  Gebieten  erschöpft  und  sei  im  übrigen
vom  Rest  der  Welt  abgeschnitten.  Könne  man
durchsetzen,  daß  Schweden  kine  Mineralien  mehr
nach  Deutschland  schiäke,  so  müsse  Deutschland
schweren  Mangel  an  Metall  leiden.  Die  Alliierten
  mürden  sortan  den  Neutralen  nichts  lic- 



kern,  wenn  diese  nicht  Bürgschaften  gegen  Wiederausfuhr
  nach  Deutschland  stellen  und  Kompensationen
  gewähren  wollten.

Schwedens  Knebelung.

Wie  der  „Popolo  d'IJtalia“  aus  Nom  vermimmt,
  gedenkt  die  englische  Regierung  die  ge
gen  Holland  angewandten  Ne  pressalien  auch  gegen
  Schweden  anzuwenden,  wenn  sich  Schweden
Wi  siicht  bereit  erllärt.  die  Bejiehungen  mit  dem
Deutichen  Reiche  in  demsetben  Mate  *emif  o  9.  I
tniiiiiiiiisidoliiinun-Himb-Der

  Laftkrieg.

Die  seindlichen  Flugzeugverlusle.
In  den  Monaten  Jue:i.  August  und  September
  1917  wurden  zuĩiammen  *-.  feindiiche  Flugzuge

  an  der  Wesi#front  abgeschossen,  von  denen
ol  in  uniere  Hand  gefallen  sind.  Seit  1.  Jamuar
  1017  verloren  unfere  Gegner  an  der  Weitront
  1962  Fiigzenge,  von  denen  350  in  unserem
Besitß  sind.

Allsemelnes  vom  Krieg.
Der  Kaiser  in  Konstantinopel.
Zu  Ebhren  der  Anwesenheit  des  Kaisers  war
Konitantinonel  am  10.  Oloder  abends  fest.
lich  beleuchtel.  In  Dolmabaglich:  gab  der  Sullan
  zu  Chren  des  Kaisers  ein  Festesien.  Der
mian  leflele  dabei  die  höchite  turkische  Kriegsau##
  #eichnung  auf  die  Brust  des  Kaisers.  Nach
dem  Elsen  hatien  die  beiden  Herrscher  eine  ver- 



trauticke  Besprechung.  an  der  Talaal  Pascha,
Enver  Pascha  und  der  Minister  des  Aeutern
teilnahmen.  Nach  einem  Ausilug  an  den  Bosporus

  machte  der  Kaiser  auch  eine  Rundfahrt

durch  Stambul,  das  eigenlliche  Herz  des  turli

schen  Reiches.  Ueberall  brachte  die  Berdllerung

dem  lahen  Gas  höchste  Verehrung  enigegen.

uberall  hatte  die  Stadt  Feĩlgewand  angelegi.
Kramarsch.

In  Prag  traf  der  durch  die  Amnesli:  befreite
  Abgeordnete  Kramarsch  ein.  Er  wurde  von
einer  mehr  als  10  000  Personen  zählenden  Menge
  sowie  von  Abordnungen  der  tschechischen  Vereine,
  des  tschechischen  Landtheaters  usw.  emp.-sangen.
  Im  Wartesaal  bielt  der  Ingenieur
Pecka  eine  Ansprache  und  überreichte  der  Frau
des  Abgeordneten,  einer  Russin.  einen  Biumenstrauß.
  Kramarsch  sagte  in  seiner  Antwort,
seine  Hoffnung,  daß  bessere  Tage  anbrechen
würden,  habe  ihn  nicht  betrogen.  Wenn  die  Nation
  von  ihren  Zielen  nicht  ablassen  werde.  würden
  diese  erreicht  werden.  Als  Kram#arsch  aus
die  Straße  kam,  sang  die  Menge  tschechische  Nationallieder.
  Beim  Hotel  „Erzherzog  Stephan“
sant  die  Menge  beim  Herannahen  von  Kra
marsch  nieder.  (!  Vor  seinem  Hause  wurde  er
von  tschechischen  Gesangvereinen  mit  Liedern
empfangen.  Bis  in  die  Abendstunden  hinein
zogen  die  Demonstranten,  deutschfeindliche  Rufe
ausstohend,  durch  die  Straßen.  Unglaublich!

Beliische  Nundschen.

Sozialdemotratie  und
Kriegskredite.

Auf  dem  sozialdemolratischen  Parteitag  in
Würzburg  gab  es  eine  lange  Debatte  über  die
Bewilligung  der  Kriegetredite.  Die  Kreditver:
welgerer  blieben  weitaus  in  der  Mehrheit.  Bei
der  Abstimmung  wurde  die  Nesolution,  die  eine
Verweigerung  der  Kriegstredite  von  der  Fraltion
  verlangt.  mit  284  gegen  26  Stimmen  abgele


 

—  ———

 

Ges.  und  Personalnechrichlen.

München.  17.  Oktober.  Der  König  ist  von
Wildenwart  heute  nachm.  zu  dauerndem  Winteraufenthalt
  nach  Munchen  zuruckgelehrt.

Verschiedene  Kacheichlen.

RNeunorl.  17.  Cltober.  Non  Kanfas  Cily
meldet  Reuier:  Ueber  die  Halfie  der  Viehhöfe
von  Kanjas  Cily,  der  zweitgröhten  des  Landes,
  wurden  durch  Feuer  vernichtet  Einige  tausend
  Stück  Bieh  sind  umgelommen.  Die  Ursache
des  Feners  in  unbekann.

Seziale  Kundichab.

München.  17.  Oltober.  Ueber  die  Dienstverhältniise
  des  Eisenbahnfahrperson  als  werden
von  zu'tä:  iadiger  Stelle  so'gende  Mitteilungen
gemacht:  Die  Anforderungen,  welche  gegenwärug
  an  dao  Eisenbahnfahrpersonal  gestellt  werden,
  sind  ungeheuer.  Am  meilten  dürite  das  Losomo
  tiopersonal  darunter  zu  leiden  Bhaben.  Der
Krankenttand  in  dementsprechend.  Hochir#e  Zeit
wäre,  um  Abbkfe  zu  schaffsen,  denn  sonn  wird
es  mit  Eintrist  der  kanten  Wülerung  noch  weit
schlimmer.  Zurzeit  sind  Zugsver'pätungen  von

2  und  3  Slunden  bei  Versonenzugen  und  3
1.  6,  ja  T  und  noch  meht  Stunden  bei  Guterzu'
gen  leine  Seltenlen.  Die  saumte  Jeit  geht
dem  Personal  naturlich  un  seiner  Ruhe  verloren.
Dabei  in  die  Dienseinluztlung,  dem  Mangel  an
Personal  entsprechend.  ohnehin  schon  bie  an  die
außersi  zulaisige  Grenze  ausgedebrt.  Es  lann
lich  daier  jeder  leicht  ausrechnen,  wie  lange  die

Dienzeit  dauer:.  Schichten  bis  zu  15.  20.  24
Stunden  und  daruber  mussen  durchgehalten  werden.
  Pausen  von  21  Silun  den,  nur  zweimal  im
Monat,  haben  fur  freie  Tage  zu  gelten,  und
diese  werden  beie  Krureswerschiek  ngen  noch  eingezogen.
  Iu  all  den  Beschwernissen  lommt  noch
der  Mangel  an  Maschinen  sowie  unzureichende
Ernährung.  Diese  Tatfache  lann  und  soll  nicht
verschwicgen  veiken  denn  sie  findet  in  der
Verlehre#slockung  ihren  Auedruck.  Nur  Radikalmittel
  sind  imande.  das  Uebel  bei  der  Wurzel
  zu  fassen.  Es  wird  eine  weitere  Verkehrseinschräntung
  Ratlfinden  muisen,  gleichzeitig  ist
aber  auch  eine  Personalmehrung  notwendig.  Instandsetzung
  der  Lokomotiven  bzw.  Neuanschafsungen
  sowie  ausgiebige  Versorgung  des  Personals
  mit  Lebensmitteln  ist  ebenfalle  Grundbedingung.


München.  I7.  Ollober.  Ein  Mengermeister
Paite  als  Men  gergeselle  bis  zum  21.  Dezember
1913  regelmäßig  Invalidenmarken  in  19  Quittungskarten
  verwendet.  Am  1.  Januar  1914
machte  er  sich  selbständig  und  llebte  keine  Invalidenmarken
  mehr,  weil  er  dies,  da  er  ja  eine
gesicherter  Lebensstellung  hatte.  für  zwecklos  hielt.
Im  Verlaufe  des  Krieges  wurde  er  Ende  des
Jahre  1916  zum  Rriegsdienst  eingezogen  und
am  5.  Juli  1917  durch  Granatschuß  geiotet.
Die  Witwe  beantragte  auf  Grund  des  §  1252
der  Meichsversicherungsordnung  beim  zuständigen
  Versicherungsamt  die  Gewährung  des  Witwengeldes,
  der  Waisentrente  für  ihre  6  Kinder.
die  bis  zur  Vollendung  des  15.  Lebensjahres
monatlich  gezahlt  wird,  und  der  Liebesspende,  die
einzelne  Landesrersicherungs  anitalten  an  Witwen
und  Waisen  gefallener  oder  an  Kriegsfolgen
gestorbener  Feldzügler  auszahlen.  Aber  die  Prüfung
  der  Invalidenmarkenllebung  ergab,  daß
in  der  letzten  20.  Quittungskarte  statt  20  nur  15
Invalidenmarken  verwendet  worden  waren,  und
somit  gesetzlich  jeder  Anspruch  aus  der  Invalidenmarkenklebung
  der  Karten  1—12  grlolchen