eisernen Käfig nach Haris zu bringen, war noch nicht bis
Besangon, dem Hauptorte der von ihm kommandierten sechsten
Militärdivision gekommen, als er bei der bedenklichen Stimmung
seiner Truppen jeden Widerstand vergeblich hielt und
sich selbst Rapoleon in die Arme warf.
(von Reiche, Memoiren.)
Der Derrat des Marschall Ney.
Der Freiherr vom Stein schreibt in seinem Tagebuch im
März 1815: Die Niederträchtigkeit Ueys war ohne Erenzen.
Er küßte dem König mit Inbrunst die hand, vergoß Tränen,
ließ sich von ihm 500000 Francs bezahlen, um seine Schulden
zu tilgen, da er für ihn jetzt in den Tod gehe, und sagte:
Je vous amenerai le tigre muselé. Ich werde Ihnen den
Tiger mit dem Maulkorb bringen.] Wie er dieses Uapoleon
erzählte, setzte er lachend hinzu: J'ai intérieurement bien ri
du gros cochon. [Wie habe ich innerlich über das dicke Schwein
gelacht II
Uapoleon und die französische Nation
Der Freiherr vom Stein schreibt in seinem Tagebuch am
Anfang des März 1815: Die Umwälzung in Frankreich ist
eine Folge der tiefen Derderbnis der Nation, die, von Rachsucht
und Raubsucht geleitet, die Herrschaft eines Tyrannen der
milden und gesetzlichen Regierung eines verständigen, frommen
Uönigs vorzog, jenen überall mit Frohlocken aufnahm
und sich freudig zum Eroberungs= und Plünderungskrieg vorbereitete.
Sie vergaß den geistigen und phnsischen Druck,
unter dem sie gelebt hatte, die Willkür, die über ihr Leben
und Eigentum schaltete, die Dernichtung des Handels, die Dergeudung
des Lebens ihrer kinder, und wünschte nur von
neuem über die benachbarten Dölker herzufallen und sie zu
berauben und zu unterdrücken. Das Signal zu einem neuen
Kampf ist also gegeben, Gott wird die Waffen der Derbündeten
segnen und das verderbte volk züchtigen für seine Derbrechen.
Die französische Gesandtschaft, die hier so manches
verwirrte und verderbte, die bayerische, die die Flamme des
Krieges anzublasen suchte, mußten nun die hilfe Dreußens
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