Full text : Bismarck´s Glaube.

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war,  ein  Jamilienleben,  das  ihn  einschloß,  fast  eine  heimat“
  18).

Es  ist  doch  wohl  zu  reden  von  einer  Bekehrung,
die  mit  seiner  Derlobung  gleichzeitig  war.  Er  selbst  empfand
so  die  Entfernung,  die  zwischen  seinem  früheren  Unglauben
seiner  Rousseauschen  Augendhaftigkeit,  und  seinem  nunmehrigen
  inneren  Reichtum  bestand.  „Mir  ist  die  glückliche
Ehe..  wie  der  Regenbogen,  der  mir  die  Bürgschaft  der  Dersöhnung
  nach  der  Sintflut  von  Verwilderung  und  Ciebesmangel
  gibt,  die  meine  Seele  in  früheren  Jahren  bedeckte“  19.
Dies  spätere  Wort  klingt  doch  nicht  viel  anders  als  das  Geständnis
  an  die  Braut:  „Ich  starrte  lange  in  das  matte
Kbendrot,  bis  zum  Ueberlaufen  voll  Wehmut  und  Reue  über
die  träge  Gleichgültigkeit  und  die  verblendete  Genußsucht,  in
der  ich  alle  reichen  Gaben  der  Jugend,  des  Geistes,  des
Dermögens,  der  Gesundheit  zweck=  und  erfolglos  verschleuderte,
  bis  ich  Dir,  mein  herz,  zumutete,  das  Wrack,
bessen  reiche  Ladung  ich  im  Uebermut  mit  vollen  Dänden
über  Bord  geworfen  hatte,  in  den  hafen  Deines  unentweihten
  herzens  aufzunehmen"  15).  Er  denkt  da  offenbar
an  die  Leere,  Oede,  Eleichgültigkeit  und  Langeweile  —
bies  Wort  begegnet  besonders  oft  —  eines  ziel=  und  ideallosen
  Lebens,  wie  es  auch  sein  Sreund  und  Schwager  führte,
von  dem  er  einmal  schreibt:  „Er  langweilt  sich  noch  einmal
tot,  wenn  er  nicht  andere  Ansichten  über  Christentum  und
Lebensstimmung  gewinnt"  15).

Man  hat  das  Wesentliche  der  Deränderung  in  der
Kufhebung  der  ziel=  und  planlosen  Junggesellenexist  enz
gesucht,  die  ihn  bei  jeder  Rückkehr  mit  trostloser  Stumpf-Baumgarten,

  Bismarcks  Glaube.  3