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änderung in Böhmen immer grösser wird. Davon wird man reden
müssen. Im übrigen wiederholt er die fünf Punkte des Ausschreibens,!
regt beim ersten, dem Rechnungspunkt, an, noch heute
einen besondern Ausschuss zur Prüfung der Rechnungen zu bilden
und stellt zugleich zur Umfrage, ob man bei der Ordnung des
Ausschreibens bleiben will. — In der Umfrage erklären die Gesandten
von Württemberg, Baden und Oettingen und alle Städte
ausser Strassburg und Speier, dass sie in der Administrationssache
neutral bleiben wollen, einige begehren sogar, dass diese ihre Erklärung
protokolliert und dem Abschied einverleibt werde. Einig
ist man, dass die Ordnung des Ausschreibens eingehalten und ein
Ausschuss für die Rechnungen berufen werd, — Beim Schluss
betont Camerarius nochmals, dass der Administrationsstreit nicht
hieher gehöre, dass der Administrator die Administration der Kurpfalz
nur kraft letztwilliger Verfügung an sich genommen habe und
die Direktion nur im Namen des jungen Kurfürsten, dem sie mit der
Kur erblich zugefallen sei, führe.
März 7,/17.
I. Kurpfalz proponiert: man möge, während der Ausschuss
die Rechnungen prüft, mit dem ersten Punkt des Ausschreibens, Erhaltung
und Festigung der Union, beginnen.” Württemberg:
wenn man den Abschieden nachkommt und es miteinander treulich
meint,” kann die Union wol bestehen. Hossen-Cassel: die
Union hat so viel Autorität erlangt, dass sie den Papisten wol
Widerpart halten kann, darum bleibe man bei ihrer alten Verfassung;
doch sind folgende „Inaequalitasten“‘ zu bedenken: 1. Ungleichheit
in der Erlegung der Quoten; 2. ungenügende Instruierung oder
gänzliches Fernbleiben einiger Stände von den Unionstagen: 3. manche
Stände seben mehr auf ihren privaten als auf den gemeinen Vorteil;
4. die Partikularzusammenkünfte, zu deren Beschlüssen auch andere
verbunden werden, erregen Mistrauen; 5. besserer Haushalt im
Kriegswesen ist wünschenswert, ebenso 6. gegenseitige Nachsicht unter
den Unierten. — Zur Behebung dieser Uebelstände schlägt Hessen
vor: 1. man unterlasse alles, was nicht zum Nutzen der Union
gereicht und bleibe in „terminis defensionis“; 2. man enthalte sich
unnötiger Ausgaben; 3. man richte zur Unterstützung des Direktoriums
und zur Ersparung der kostbaren Tagungen ein ‚„‚consilium politicum“ ein,
das vor allem Fragen allgemeiner Natur, ob etwas zu tun oder zu
lassen sei, beraten solle; 4. man dringe auf Abhilfe der allgemeinen Gravamina
und schreite auf den Reichstagen nicht eher zur Beratung der
Proposition; 5. wegen Vermehrung der Union berichtet er: England
lässt sich zu einer Korrespondenz herbei, die Hansestädte, mit denen
a Oben no. 40.
? Vgl. den Bericht der Kurpfälzer an den Administrator vom 9./19. März
(Mb., 119/4, f. 120; Or.).
März 13.
bis 23.