Full text : Rosenheimer Anzeiger. 62. Jahrngang (62)

Aumster  211

shesler  Guardian“  protestiert  gegen  die  Füllung
  der  Schuhengraben  mit  unreifen  Burschen.
  *
1  In  die  Luft  deflogen.  *
London,  10.  Sept.  Ein  Parlamentsmitglied
teill  mit,  daß  sich  kurz  vor  dem  16.  (August
die  g  ößte  Explosion,  von  der  man  je  hörte,
hinter  den  britischen  Linien  in  Frankreich  ereignete.
  Der  Verlust  an  Munition  wurde  auf
Ed  Millionen  Dollar  geschätzt.

 

Algemelnes  vom  sitleg.

In  Rußland  zurückgehalten.

Berlin,  10.  Sept.  Der  deutsche  Gesandte
in  Bukarest  der  über  Nußland  nach  Berlin
burücklehren  sollte,  wurde  mit  dem  Sonderzug,
worin  sich  außer  dem  Gesandtschaftspersonal
noch  130  deutsche  Staatsangehörige  befanden,
auf  der  vussischen  Grenzstation  Tornen  (an
der  schwedischen  Grenze)  angehalten.  Russische
Gendarmen  erklärten  ihm,  sie  hätten  aus
Petersburg  die  Weisung  erhalten,  den  Zug
mit  allen  d  arin  Befindlichen  nach  Uleaborg  zurückzuleiten,
  weil  sich  in  Deutschland  noch  eine
größere  Anzahl  von  rumänischen  Untertauem
befänden.  Erst  nach  deren  Freigabe  werde  die
Weiterreise  der  deutschen  Unlertanen  gestattet

 

werden.  r⅞„
Die  nordischen  Reiche.

Kopenhagen,  10.  Sept.  (Amtlich.)  Gemäß
  dem  Beschluß  über  das  Zusammenwir:
ken  der  nordischen  Reiche,  der  bei  der  Kriegszusammenlunft
  in  Malmö  gesaßt  wordin  war,
und  in  Fortsetzung  der  Ministermsammenkunft
iu  Kopenhagen  werden  der  dänische  Minifler=Präsident
  und  der  Minister  des  Aeußern,  der
norwegische  Staatsminister  und  der  Außenminisier
  und  der  schwedische  Staateminister  und  der
Außenminister  am  19.  Sept.  in  Christiama  eine
Unzusammenkunft  halten.  Die  dänischen  und  schwedischen
  Minister  wohnen  während  der  Zusammenkunft
  im  Königsschloß  n#is  Gäste  des  Kömg;
  von  Norwegen.  Die  Zuiammenkunft  ist  ein
ncuer  Auedruck  des  Munsches  der  nordischen
Reiche,  unter  Aufrechterhaltung  ciner  loyalen,
unparteiischen  Neutralität  zusammenzuwirken  zur
Wahrung  ihrer  Interessen  als  neutrale  Staalen.


Wi-  der  ein  Brand  im  Hasen
von  Marseille.
Ben,  10.  Sept.  Nach  einer  Meldung  des
„tTemps“  aus  Marseille  brach  in  einem  Stapelraum
  eine  große  Feuersbrunst  aus.  Der
Schaden  ist  sehr  groß.  (.3.)
Nücktritt  des  Kardinal
kretärs  Gasparri?
Lugano,  10.  Sept.  In  vatikanischen  Kreisen
  verlautet,  daß  der  Rücdtritt  des  Kardinal-Staatssekretärs
  Gaspärrr#  unmittelbar  vevorstehe.
  Der  Schritt  sei  auf  die  Erfolglosigkeit.

tuatsseo

  varris  zurückzuführen,  die  Wiederaufnahme

Beziehungen  zoischen  dem  Valilan  und
v  kkreich  herbeizuführen.  (
S—  1  2  89

der  K#  zur  see.

Amerilanische  Vergeltung  gegen
England.

Washington,  10.  Sept.  (Funkspruch
vom  Vertreter  des  WIB).  Der  Ausschuß  beider
Häuser  des  Kongresses  hat  das  Staatshaus-Baltsgesetz
  mit  allen  Zusätzen,  die  dem  Präsidenten
  Vergeltungovollmachten  gegen  Störungen
  des  amerikanischen  Handels  gewähren,  angenommen
  mit  Ausnahme  eines  Zusatamrages
Phelan,  weil  man  von  ihm  große  Härten  gegen
Amerikaner  in  fremden  Ländern  durch  Wieder= 



I——.-..  —  -..

 

vergeltungomahregeln  befürchtet.  Staatssekretär
  Lansing  hat  die  vom  Senator  Thomas  im
Senat  gemachten  Mitteilungen  bestätigt,  daß
der  Zusatzantrag  Thomas,  wonach  die  Musklarierung
  von  Schiffen  der  RKriegführenden,
die  Amerikaner  benachteiligen,  verweigert  werden
  soll,  mit  Zustimmung  des  Sltaatsdepartements
  eingebracht  worden  ist.  Dieser  Zusatz
ermächtigt  den  Präsidenten,  die  bewaffneten
Kräfte  der  Nation,  wenn  nötig,  zur  Ausübung
seiner  Verordnungen  in  Anspruch  zu  nehmen.
Luch  die  anderen  Zusatzanträge  mit  Ausnahme
des  Antrages  Phelau  hatten  die  Zustimmung
des  Staatsdepartements.  —  Diese  Mahnahmen
  werden  von  der  Presse  begrüßt  und  insolge
  des  Mißbrauches  der  Macht  und  der
Herausforderung  durch  England  für  berechtigt
und  notwendig  erklärt.  Es  frägt  sich  jetzt  nur,
wie  die  neuen  Maßnahmen  Anwendung  finden.

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4  %%  ru—

Dle  Turkel  im  Belsleles

Aus  dem  türkischen  Bericht.

Konstantinopel,  10.  Sept.  Das  Kauptquartier
  meldet  in  seinem  Bericht:  Gute  Nachrichten
  trasen  von  unseren  U--Booten  ein.
Zwei  feindliche  Transportschisfe  und  ein  feindlicher
  Segler  wurden  an  verschiedenen  Stellen
  deo  Schmarten  Meeres  vernichtet.  Eines
um#e  U-  Boote  schoß?  mit  Erfolg  drei  Schusse
gegen  seindliche  Transportschifse  ab,  die  in  einem
  Hasen  im  östlichen  Schwarzen  Meere  ankerlten.
  Infolge  des  Feuers  unserer  Artillerie,  das
gegen  ein  sfeindliches  Transportschiff  und  einen
Monilkor  in  den  Gewässern  von  Smyrne  gerichtet
  wurde,  entfloh  letzterer,  ganz  in  Flammen
gehüllt;  das  Transportschiff,  von  zwei  Granatlen
  getroffen,  zog  sich  gegen  die  Insel  Samos
zurück.

 

Känchener  Neulsteiten.

München.  10.  Sept.  Die  „M.  P.“  bespricht
die  Einschränlung  im  Milchverbrauch  in  München
  und  sagt:  Außerdem  wiro  man  sich  auf
cine  Kürzung  der  Butter=  und  Fettrationen
und  auf  eine  Kontingentierung  des  Käseverbrauchs
  gesaßt  machen  mussen.

Fswerische  Nachrichlen.

Candshut,  10.  Sept.  Vom  Schicksal  schwer
gepruft  werden  die  Anwesensbesitzer  Erber  von
Niederaichbach.  Sechs  Sohne  sandten  sie  zur
Verteidigung  des  Vaterlandes  ins  Feld;  zwei
davon  starben  den  Heldentod  gleich  zu  Ansang
  des  Krieges,  zwei  weitere  folgten  später,
  einer  erlag  seinen  Wunden  in  französischer
Gefangenschafl,  den  fünften  ereilte  der  Soldatentod
  vor  etwa  einem  halben  Jahre  und  nun
traf  die  Nachricht  ein,  daß  auch  der  sechste  und
lette  Sohn  den  Tod  fürs  Vaterland  gestorben
  ist.

Hfaffenhofen  an  der  Ilm,  10.  Sept.  Der
geistig  nicht  ganz  normale  chemalige  Maurerpalier
  Kaltenegger  von  Ilmmünster  wurde  von
einem  Gendarmen  aus  Reichertshausen  in  der
Nähe  der  Vahnüberfahrt  bei  Ilmmünster  erschossen.
  Es  heißt,  Kaltenegger  habe  den
Gendarmen  auf  Anruf  angepackt.  Der  Erschossene
  war  früher  in  München.  Bei  einem  von
ihm  ausgefuhrten  Neubau  stürzte  ein  Teil  ein,
worauf  eine  Untersuchung  gegen  ihn  eingeleilet
  wurde;  das  regte  ihn  so  auf,  dah  seine
geistigen  Kräfte  seilher  darunter  litten.  Er
beu#ir  schaftete  seit  jener  Zeit  in  Ilmmünster
ein  lleines  Anwesen  gemeinschafnich  mit  seiner
Mutter.

 

 

Würzburg,  10.  Sert.  In  der  Franziskanerkirche
  wurde  beim  Verlassen  des  Beichtstuhles
  der  4jähr.  Franziskanerpater  Lädislaus
Endres  von  einem  Schlaganfall  beroffen  und
sank  tot  nieder.

—

Kufstein,  10.  Sept.  Der  für  den  polittschen
  Bezirk  Kusstein  festgesetzte  Höchstpreis  für
Schweinefleisch  ohne  Unterschied  der  Oualität
ron  7  Kronen  für  ein  Kilo  wird  mit  sofortiger
  Wirlsamkeit  auf  6  Kronen  50  Heller  für
1  Küo  herabgesetzt.  Der'  fur  Schaffleisch  ohne
Unterschied  der  Qualität  festgesetzte  Höchit-Freis
  von  3  Kronen  40  Heller  fur  cin  Kilo
wird  ebenfalls  mit  sosortiger  Wirlsamkeit  auf
*  Kronen  50  Heller  erhöht.

 

 

Faltiol.  Festabend  in  Neubenein.

Altenbeuern,  10.  Sept.

"  Die  siegesfreudige  Stimmung,  die  der  bedeutende
  Ersolg  gegen  die  Rumänen  allenthalben
  ausgelöst,  vereinigle  sich  an  Marla  Geburt
mit  der  üblichen  ländlichen  Festlagslaune  zu
einer  ftohgemuten  Empfsänglichteit  fur  die  Darbielungen
  unseres  „patriolischen  Fest=  und  Kamuienabends“.
  Der  Einladung  „Zu  Ehren  d
Salloßlazareltes“  entsprach  zunächst  Frau  VBaromn
  von  Wendelstadt  selöst  nebst  ihren  gegenwärtig
  anwesenden  Angehörigen  und  Gäsien,
Ossitteren  und  Mannschaften;  außerdem
waren  Sommerfrischler,  Einheimische,  Bürger,
Bürgerimen  und  Jugend  zahlreich  erschienen.
Wie  bei  der  Uraufführung,  am  Pfingitmontar,
leitete  wieder  die  vielerprobte  kleine  Musiklapelle
  den  Abend  mitl  einigen  ihrer  Vortragsstücke
  würdig  ein;  dann  folgte  ein  Prolog,
der  sich  mit  seiner  Begrüßung  an  alle  Feilgäjte,
  spezirll  ober  an  die  verehrte  Schlohherrin
  und  die  verwundeten  Feldgrauen  wandte,
und  von  einem  Genius,  der  Personisizierung
des  Deutscztums,  eindrudsvoll  vorgetragen
wurde.  Iu  rascher  Folge  wechielten  weiterhin  die
sinmreichen  lebenden  Bilder:  heimatliche  Friedensarbeit.
  Kriegsgetäm  mel,  Heldenehrung  u.
das  abwechslungsreiche  Spiel.  In  den  rauschenden
  Veiall  teilten  sich  kameraoschaftlich  der  verdienstvolle
  Autor  und  Spielleiter  der  Dichtung,
  M.  H.,  mit  den  männlichen  und  weiblichen
Dariellern  jeder  hatte  sein  Bestes  eingesent
und  ttug  zu  dem  Wohlgelingen  der  stimmungsvollen
  Aufführung,  zur  Verherrlichung
deutscher  Art,  wie  vaterländischer  Begeisterung
kas  seinige  bei.  Mit  einem  drolligen  Soldatenschwank
  erfuhr  das  Programm  am  Schluß  noch
cinc  überraschende  Erweiterung,  die  das  Publikum
  den  Ernst  der  Zeit  vorübergehend  vergessen
  lieh  und  mit  den  Schätzen  echt  deutichen
  Humors  beglückte.  Die  zahlreichen  Aeußerungen
  herzlichen  Dankes  fanden  auch  in  dem
llingenden  Erfolg  der  Kasse  beredten  Ausdruck.

Fotalnchrichten.

Rosenheim,  11.

Auszeichnungen  im  Felde.  Der  Gefreite
  Ferdinand  Bierbichler  beim  Stab  der  Cebirgsartillerie
  ist  mit  dem  Eisernen  Kreuz  ausgezeichnel
  worden:  er  ist  ein  Sohn  des  Weißbierbrauereibesitzero
  Benedikt  Bierbichler  in
Rosenheim,  steht  schon  seit  Kriegebeginn  im
Felde  und  Bat  bie  jetzt  auf  olt  allen
Kriegsschauplätzen  mitgelampft.  Der  Hilfsmonteur
  Josef  Strobl  aus  Rosenbeim,  Kriegsfreimildger
  Pionier  in  einer  Reserve-  Eisenbahn.
lau-Kompanie,  wurde  mit  dem  Militärverdiennlreuz
  3.  Kl.  mil  Schwertern  auegezeichnet:
Strobl  ##st  der  Sohn  des  Hauemeisters  Ludwig
Strobl  in  der  Maschinenfabrik  Konrad  und
war  seinerzeit  Hilfemonteur  der  Uocberlandzentrale.
  Der  Landwehrmann  Alois  Obermaier

 

Sept.

 

lenstag,  12.  Jeptember  7916

in  einem  Feld-Rekrutendepot,  Besitzer  des  Haueranwesens
  in  Thalreith  bei  Kirchdorf  a.  J.
wurde  mit  dem  Militärverdienstkreuz  3.  Kl.  mit

Schwertern  ausgezeichnet;  gleichzeitig  wurde  er
zum  Unteroffizier  besordert.  Dem  Vizefeldwebel
u.  Offiziersaspiranten  Bartholomãus  Stöttner
jun.  aus  Prien  wurde  das  Militärverdienft.
kreuz  2.  Kl.  mit  Schweriern  verliehen;  das
Eiserne  Kreuz  2.  Kl.  hat  er  sich  früher  schon  erworben.
  Dem  Oberapotheker  Georg  Schirghofer
  aus  Traunstein  wurde  das  Eiserne  Kreuz
2.  Kl.  verliehen.

Oberbayer.  Schuldienst.  Versetzt:  Die

Hilfslehrerin  Rosa  Müller  in  Riedering,  B#.
Rosenheim,  ab  16.  Augut  nach  Haar,  B.
München.  Neu  ernannt:  Die  Kandidatin  oe-Volksschuldienstes
  Albertine  Herb,  zurzeit  zur
Auehilfe  in  Waging,  BA.  Laufen,  ab  16.  Aug.
zur  Hilfslehrerin  in  Riedering,  BA.  Nosenheim.


Staatobaudient.  Der  Hilfsstechniker  des
Kulturbauamtes  Rosenheim  Rudolf  Frisch,  zurzeit
  im  Felde,  wurde  zum  Bauamteassistenten
beim  Kulturbauamt  Landahut  in  ctatsmäßiger
Eigenschaft  ernannt.

Todeofall.  In  der  Nacht  zum  Sonntag
starb  ein  angesehener  Bürger  unserer  Stadt.  der
pens.  Lokomotioführer  Hr.  Franz  Taver  Weid
ner.  Durch  sein  Ableben  wurde  die  Familie
Handelsgärtner  Bausch  in  tiese  Trauer  persetzt.
Der  Männergesangverein,  der  Kampfgenossen
und  Veteranenverein,  die  Vereinigung  vorm
Angehoriger  des  1.  Inf.  Reg.  und  der  Senio?
renverein  verlieren  in  ihm  ein  langjähriger,
treues  Mitglied.  Herr  Weidner  stand  im  72.
Lebensjahr  und  hat  den  Jeldzug  von  1870  71
mitgemacht.  Er  ruhe  in  Frieden!

Kriegoinvaliden  fürsorge.  Es  be
steht  die  Auessicht,  daß  in  nächster  Zeit  für  das
ganze  Deutsche  Reich  ein  Gesen  geschaffen  wird.
nach  dem  größere  Betriche  lauch  Wirtschaftbetriebe)
  auf  je  3  5  Angeslellte  einen  Kriegsinvaliden
  zu  beschäftrigen  haben.

Höchstpreise  für  Acpfel  u.  Birnen
treten  am  11.  Sept.  in  Kraft.  Darnach  dürfen
beim  Verkauf  von  Mostobst,  Fall=  und  Schün
telob###  einschließlich  des  slark  schorfigen  und
star!  flecigen  Obstes  höchstens  folgende  Preise
gefordert  und  bezahlt  werden:  beim  Verkauf
durch  den  Erzeuger  (Erzeugerpreis)  einschlied.
lich  der  Erntekosten  7  Mk.  für  den  Zentner,  beim
Verkauf  durch  den  Kleink  ändler  an  den  Ver
braucher  (Kleinhandlerpreis)  12  Ufg.  für  das
Pfund.  Beim  Verkauf  ven  gepflucktem  Wirt
schaftsobn#  (Volksobst)  durfen  hochitens  folgerde
  Preise  gesordert  und  bezahlt  werden:  beim
Verlauf  durch  den  Erzeuger  (Erzeugerpreis!
einschließlich  der  Erntekosten  12  Ml.  für  den
peniner;  beim  Verkauf  durch  den  Kleinhändler
an  den  Verbraucher  (Kleinhaändlerpreis)  2%
Pfa.  für  das  Pfund.  Unter  Wirtschaftsobmn
fällt  nicht  vollreises  (baumreifes),  ausgelesenes
(iorlierte)  Obft.  d.  i.  Taselobst.  Hiernach  sind
insbesondere  die  sogenannten  Edelsorten  don
Acefel  und  Birnen,  wenn  sie  vollreif  (baumtei
  sind  und  keine  merklichen  Fehler  zeigen.
von  der  Hoöchstpreisfestsehung  ausgenommen.

Der  2.  Seplembersonntag  brachte
uns  einen  schönen  Herbutag.  Der  Nebel  in  der
Fruhe  war  bald  verscheucht.  und  dann  gab  e.
fast  den  ganzen  Tag  prachugen  Sonnenschein:
nachmittags  war  es  sommerlich  warm.  Infol
gedessen  gestaltete  sich  der  Ausflugsverkehr  wie
der  außerordentlich  lebhaft.  Am  Abend  stellt:
sich  Wind  und  Bewolkung  ein  und  nachts  folgi:
in  der  Umgegend  ein  Gewitter,  das  heute
Montag  ausgiebigen  Regen  im  Gefolge  haur.

Standmusik  im  Kaiserbad.
Dienstag,  den  12.  September.  5  bis  6  Uhr.

Muisinan-Marsch  #  von  Carl
Ouvertute  zu  „Naliris  Hochzeit“  von  Linde

In  der  Waldsämiede  von  Eilendern
Paraphrase  uber  „Gruße  aus  der
Heimat“
5.  Tritt  gefaßt,  Marsch

4

von  Fel)!
von  Windisch

Uunnd  n222  1  1  !IIIIIDONINLNNNN  uUu—####m  mN

 

Sparen  ist  Pflicht

denn  wer  spart,  vermehrt  unser  Vermögen  zum  Durchhalten!
Die  besie  Sparmöglichkeit  bietet  die  Kriegsanleihe.  Die  Einzahlungsfristen  sind  bis  zum
6.  Jebruar  1917  verteilt,  so  daß  auch  der  zeichnen  kann,  der  die  GSummen  noch  nicht  zur
Verfügung  hat  —  sa,  wer  nur  100  Mork  zeichnet,  braucht  diesen  Betrag  erst  am  6.  Februar

1917  einzuzahlen.  Vom  30.  Geptember  ab  wird  jeder  eingezahlte  Betrag  sofort  oerzinst.
Geh  also  noch  heute  zur  nächsten  Bank,  Gparkasse,  Postanstalt,  Lebensversicherungsanstalt  oder

Areditgenossenschaft  —  man  wird  dir  bereitwilligst  Auskunst  erteilen.