Full text : Die Wappen der Großherzogthümer Mecklenburg, ihrer Städte und Flecken.

I.

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.O  Dm:  25/22  m.  Unsschrift  l

Siegel.
ODm:  75  mm.  Ein  auf  Wellen  gehendes,  nach  links  gewendetes  Schiff  mit  Steuer  und  Takelung;  am
bewimpelten  Mast  hängt  ein  Dreiecksschild  mit  einem  gekrönten  Stierkopf;  im  Wasser  schwimmen  zwei
einander  zugekehrte  Fische.  Umschrift
S1G.IIKUQ  :  WVISSAMARIG  2  CAIOSNTS
Das  Nreuz  im  Anfang  bildet  zugleich  die  Spitze  des  Mastes.  —  Das  Siegel  kommt  an  einer  auf  der  Trese
zu  Kübeck  befindlichen  Urkunde  vom  1256  zum  ersten  Male  vor.)

.  O  Dm:  45  mm.  Im  runden  Siegelfelde  ein  gespaltener  Dreiecksschild,  rechts  mit  einem  halben  gekrönten

Stierkopf,  links  vierfach  getheilt,  der  zweite  und  vierte  Hlatz  damascirt.  Umnschrift
1  S#GRGTV:  BURCGSIU:  Dd:  WISTxRIR
Die  Bildung  des  Stierkopfes  auf  diesem  Sekret  ist  derjenigen  auf  dem  ersten  großen  Siegel  nicht  ganz  ähnlich;
ersteres  ist  vielmehr  mindestens  um  einige  Jahrzehnte  jünger  als  letzteres.  Es  hat  sich  bisher  erst  an  Urkunden
  aus  dem  Anfang  des  14.  Jahrhunderts  finden  lassen.)
Um  die  Mitte  des  14.  Jahrhunderts  treten  neue  Siegel  auf;  beide,  großes  Siegel  und  Sekret,  haben  genau
dieselben  Maße,  wie  die  Siegel  ad  1  und  2  und  im  Wesentlichen  auch  dieselben  Bilder;  sie  sind  nur
künstlerisch  vollendeter  ausgeführt.  Die  leeren  Flächen  der  Siegelfelder  sind  mit  Rankenwerk  verziert;  der
Stierkopf  ist  bei  beiden  mehr  stplisirt,  mit  ausgeschlagener  Sunge  und  so  dargestellt,  wie  Herzog  Albrecht
ihn  führte  —  auf  diesen  Wismar'schen  Siegeln  jedoch  ohne  Halsfell.  Das  erste  Herzogssiegel  kommt
1540  vor;  es  liegt  die  Dermuthung  sehr  nahe,  daß  auch  hier  (ebenso  wie  bei  Grevesmühlen)  die  betreffenden
  Siegel  von  demselben  Stempelschneider  angefertigt  sind.

.Ruũcksichtlich  des  großen  Siegels  ist  noch  zu  erwähnen:  in  den  oberen  Scken  des  am  Schiffsmaste  hängenden

Dreiecksschildes  finden  sich  kleine  Kreuze,  auf  dem  Vordertheil  des  Schiffes  sitzt  ein  nach  links  gewendeter
zurückschauender  Dogel,  in  den  Wellen  unterhalb  des  Schiffes  schwinmen  drei  Fische;  die  Flagge  am  Mast
zeigt  deutlich  zwei  Hfähle.  Umschrift.

SIGILLVM  2  WI8SdGMHRIG  :  GIUTTNTIS
Das  Siegel  kommt  zuerst  1554  vor  und  ist  seitdem  bis  in's  17.  Jahrhundert  hinein  gebraucht.“)

.  Das  Sekret  hat  ebenfalls  in  den  oberen  Ecken  des  Schildes  die  beiden  Kreuzchen;  in  der  linken  Schildhälfte

sind  alle  Hlätze  damascirt.  Umschrift

SdGGRGTVUR-  BVRGANSIVM  DG-  WISRHRII
Es  ist  zuerst  als  Rücksiegel  des  großen  oben  sub  5  von  1554  bemerkt;  als  solches  und  dann  auch  allein
wurde  es  mehrere  Jahrhunderte  hindurch  benutzt.)

.  O  Dm:  55  mm.  Im  runden  Siegelfelde  ein  gespaltener  Dreiecksschild:  rechts  halber  gekrönter  Stierkopf  mit

herausgeschlagener  Sunge,  jedoch  ohne  Halsfell,  links  vierfach  getheilt,  Platz  2  und  9  schraffirt.  Umschrift
SIGRVM  -  WISMNRIGRSG

Es  kommt  im  Kübecker  Archiv  zuerst  1568  vor,  an  Duittungen  über  den  Empfang  des  Ofundgeldes,  welches

zu  erheben  auf  einem  Hansetage  zu  Uöln  die  Städte  sich  vereinigt  hatten.

.  Eine  Wachbildung  des  Signum  ad  5  aus  etwas  späterer  Seit.
.  O  Dm:  4mm.  Wappen  wie  ad  5.  Unsschrift

SIEGEL  DER  STADT  WISMAR  1802

.  O  Dm:  52  m.  Wappen  wie  ad  5.  Unsschrift

„  SlEmoh  WsmmkronG
Su  dem  Siegel  ad  7  gehörig  und  mit  demselben  gleichalterig.

.  O  Dm:  45  mm.  Umschrift

SECRETVN.  BVRGENSVM.  DE.  WISMARIA  s#“.
SIGILLUM  WISMARIENSE

.  O  Dn:  öomm.  Uranz  über  dem  Schilde,  von  dem  eine  Guirlande  zu  beiden  Seiten  herabhängt.  Umschrift

SIEGEL  DER  STADT  WISMAR

.  Siegel  und  Hapierstempel,  O  Dm:  40  mm.  Gekrönter  Spangenhelm  ohne  Kleinod  auf  dem  Schilde.  Umschrift

  wie  ad  Il.

1r)  M.  u.  M.  U  7,  1;  M.  U.  B.II.  764,  SW.  —  )  M.  u.  M.  U  7,  5;  M.  U.  B.  II.  764.  —  ")  M.  u.  M.  u  7,  2.  —  )  M.  u.  M.  u  7,  4.