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Erste Abtheilung.
Conrad von Wettin. Erblichkeit der markgräflichen
Würde unter demselben, bis nach dem Erwerbe
der Landgrafschaft Thüringen 2c.
Erst unter Conrad von Wettin, dem Stifter einer neuen
bleibenden Dynastie in Meißen, tritt ein besseres Licht in die
Verhaͤltnisse dieser Laͤnder; mit ihm, dem Ahnherrn des noch
immer regierenden Fuͤrstenhauses in Sachsen, schlingt sich ein
gewisses verwandtschaftliches Band an die neueste Zeit an. —
Die Abstammung dieses fuͤr uns so bedeutungsvollen Mannes
läßt sich nur in wenige Glieder zuruͤck verfolgen und
verliert sich, gleich den meisten Verhaͤltnissen jener Zeit, in
ein ungewisses Dunkel, welchem der Scharfsinn der Historiographen
und Genealogen im Ganzen mehr fruchtlos, als
ersprießlich, den Kampf anbot. Mit besonderer Vorliebe
strebten sie besonders, das Haus Wettin von dem urhelden
Sachsens, Wittekind, abstammen zu lassen, und in dlteren
Geschlechtsregistern hat man sogar ein ziemliches Häuflein
nie bestandener sächsischer Konige und anderer fabelhaften Abkoͤmmlinge
aufgeführt, um die Häuser Wettin und Wittekind
zu vervettern; aber die Sache ist und bleibt dennoch
gänzlich unerweislich, zumal die sächsische Geschichte zu lange
mit schwankenden Schicksalen zu ringen hatte, ehe sie nur
einigermaßen festere Formen annahm.
II. Heft. A