Volltext : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1917 (94)

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XIV  Der  Absender  hat  zu  entrichten:

1.  die  Postanweisungsgebühr,

2.  die  Telegrammgebühr.

Außerdem  werden  zutreffendenfalls  erhoben:

3.  das  Porto,  die  Reichsabgabe  und  die  Einschreibgebühr  für  dic  Beförderung  des
Telegramms  zur  nächsten  Telegraphenanstalt  (XIl),

4.  das  Porto,  die  Reichsabgabe  und  die  Einschreibgebühr  für  die  Beförderung  des
Telegramms  von  der  letzten  Telegraphenanstalt  bis  zur  Bestimmungs-Postanstalt
(XII),

5.  das  Eilbestellgeld  für  die  Bestellung  an  den  Empfänger  (XV).

Die  Gebühren  unter  3  hat  stets  der  Absender  vorauszubezahlen,  die  Entrichtung  der

Gebühren  unter  4  und  5  kann  er  dem  Empfänger  überlassen.

XV  Telegraphische  Postanweisungen  werden  am  Bestimmungsort  nach  den  Vorschriften
  für  Eilsendungen  (827,  1l)  bestellt,  wenn  sie  nicht  mit  dem  Vermerke  „Postlagernd“
versehen  sind.  Der  Betrag  wird  gegen  Empfangsbescheinigung  auf  dem  zurückzugebenden
Telegramm  gezahlt.

XVI  Nachgesandt  werden  telegraphische  Postanweisungen  in  der  Regel  mit  der  Post,
telegraphisch  nur  dann,  wenn  es  der  Absender  ausdrücklich  vorgeschrieben  oder  der  Empfänger
  beantragt  hat.  Auch  gewöhnliche  Postanweisungen,  sofern  hiezu  nicht  Umschläge
mit  Einlagen  benutzt  sind,  werden  auf  Verlangen  des  Absenders  oder  Empfängers  telegraphisch
  nachgesandt.

Postkreditbriefe.
§  26.  1  Postkreditbriefe  können  auf  alle  durch  50  teilbare  Summen  bis  3.000  .  K.

ausgestellt  werden.  Sie  gelten  4  Monate,  vom  Tage  der  Ausstellung  an  gerechnet.

II  Sie  werden  von  dem  Postscheckamt  ausgefertigt.  Bestellungen  darauf  nimmt  jede
Postanstalt  entgegen.  Der  Besteller  zahlt  den  Betrag,  auf  den  der  Kreditbrief  lauten  soll,
mit  Zahlkarte  an  das  Postscheckamt  Stuttgart  zur  Gutschrift  auf  ein  anzulegendes  Kreditbrief-Konto
  und  bezeichnet  in  der  Zahlkarte  die  Person,  für  die  der  Kreditbrief  ausgestellt